Hallo, ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Ostern und habt alle eure Geschenke gefunden^^ Danke an HexHex für das Feedback, hat mich sehr begeistert!

Aber jetzt nicht viel Geschreibe, ich wünsch euch viel Spaß beim Lesen und beim Geheimnisse erfahren. Freu mich über noch mehr tolles FB!

Liebe Grüße

Schneephönix

Edward PoV

Meine Gedanken drehten sich ohne Pause um den morgigen Tag. Der Beginn meiner Therapie, ich saß am Fluss hinter unserem Haus und beobachtete das Wasser, das an mir vorbei floss, die Herbstblätter, die vorbei getragen wurden. Ich zog die Decke enger um mich und dann kam mir schmerzhaft der Gedanke, ob das hier vielleicht mein letzter Herbst war. Ich lächelte traurig.

Ich hatte lange aufgehört diese Gedanken zu vertreiben, ich hoffte, dass um so öfters ich daran dachte irgendwann der Moment kommen würde, an dem ich akzeptierte, dass meine Zeit möglicher weiße gekommen war. Ich hatte Rose davon erzählt und ich glaube, ich hatte sie noch nie so außer sich gesehen. Ich glaube, sie hatte mich über eine halbe Stunde angeschrieen bis Esme und Emmett sie irgendwann gepackt hatten und aus dem Haus gezerrt hatten, wo sie dann für Stunden durch den Wald rannte.

Sie war so enttäuscht und meinte, ich wäre selbst daran Schuld, wenn die Therapie nicht anschlagen würde; ich hatte mich in dieser Nacht Stundenlang entschuldigt, nachdem Dad sie im Wald gesucht hatte und sie wütend nach Hause gebracht hatte. Ich glaube, ich hatte Dad noch nie wütend erlebt, das war das erste Mal und ich wusste nicht ob er auf mich sauer war, oder auf Rosalie. Er hatte sich einfach in seinem Büro eingeschlossen und die Steuererklärung gemacht, das munkelten Jasper, Alica und Emmett auf jeden Fall.

Leider war meine Entschuldigung niemals wirklich ehrlich gemeint. Aber seit dem Tag, versuchte ich, eine gesunde Mischung zu leben. Hoffnung, aber trotzdem die Gewissheit, dass der Tod womöglich nicht fern war.

„Hey Edward!" ich fuhr vor Schreck um und sah Bella ein paar Meter hinter mir stehen.

„Bella!" sie lächelte mich an und ich strahlte zurück. Sie kam schweigend zu mir und setzte sich neben mich.

„Denkst du schon wieder übers Sterben nach?" fragte sie mich nach einem Moment missbilligend.

„Du weißt, wie weit mich das gebracht hat?" Ich verdrehte die Augen.

„Ach Bella, da gibt es aber ein paar Unterschiede zwischen dir und mir, das weißt du auch!"

„Sind wir heute wieder einfühlsam!" bemerkte sie und stand auf, sie sprang auf einen Stein im Fluss mit ausgestreckten Armen und schaute zu mir.

„Ich sag nur die Wahrheit."

„Und was ist die Wahrheit?" Ich schaute sie an und Wut stieg in meinem Bauch auf.

„Du hast die Wahrheit noch nie vertragen, sonst wären wir nicht in dieser verfluchten Lage!" rief ich und stand ebenfalls auf. Aber Bella warf nur den Kopf in den Nacken und lachte.

„Warum lachst du? Hör auf zu lachen!" ich wollte einen Schritt auf sie zu gehen doch der Fluss lag zwischen uns. Sie sprang noch einen Stein weiter nach hinten.

„Du bekommst mich nie!" lachte sie dann und hüpfte die Steine entlang, bis an die Stelle, an der das Wasser zu tief wurde.

„Bella, komm zurück, das Wasser ist eiskalt, wenn du fällst, du wirst krank!" rief ich und sprang selbst auf den ersten Stein. Bella lachte nur, sie krümmte sich fast vor lachen und mit jeder Sekunde, in der sie lauter lachte, wurde ich wütender.

„Komm verflucht noch mal zurück." Schrie ich und sprang einen Stein weiter, doch der Stein war nicht fest, er wackelte und ich verlor mein Gleichgewicht.

„Edward!" ich hörte Bellas erstickten Schrei, es war das letzte was ich hörte, bevor alles schwarz wurde.

Carlisle PoV

Heute war ich besonders bestrebt danach, früh nach Hause zu kommen. Ich wollte sicher gehen, dass Edward nicht kurz vor dem Begin der Therapie kalte Füße bekam. Ich schaute immer wieder auf die Uhr und wartete, dass es zwei Uhr wurde. Ich machte mich auf die letzte Runde durch die Notaufnahme, es war nicht mehr lang, danach Übergabe und dann konnte ich fahren. Endlich.

Ich wurde nervös wenn ich an Morgen dachte, ich wusste welche Angst Edward hatte und ich konnte es verstehen, als Vater konnte ich verstehen. Der Zwischenraum zwischen der letzten Therapie und der neuen war einfach viel zu kurz, sein Körper hatte sich noch nicht mal in Ansätzen erholt. Als Arzt war schon genug Zeit vergangen, der Arzt in mir wusste, dass sein Körper die nächste Chemo vertrug. Dem Vater in mir wurde schlecht bei dem Gedanken. Aber ihm lief die Zeit davon.

„Dr. Cullen! Dr. Cullen kommen Sie!" eine Schwester stürmte ins Ärzte Zimmer, in dem ich gerade die Fälle des Vormittags nachbereitete. Ich schloss für einen Moment die Augen, so viel zu dem Thema früh nach Hause kommen.

„Ist Dr. Sheperd noch nicht...", sie Schwester winkte mich ab.

„Es ist Ihr Sohn." Ich sprang nahezu von meinem Stuhl, der hinter mir umkippte und stürmte an ihr vorbei nach draußen in die Notaufnahme.

„In der drei!" rief sie mir noch hinterher und ich folgte ihren Worten, noch bevor ich den Raum betrat konnte ich Rose schluchzen hören. Ich stürmte in den Raum und nahm das Bild in mir auf. Ich durfte auf keinen Fall überdrehen.

Rosalie saß neben Edwards Kopf und weinte sich die Augen aus, sie bemerkte nichts was um sie herum geschah. Eine Schwester wuselte durch den Raum, eine andere packte Decken um Edward. Ich lief schnell an Edwards Seite und versuchte ganz und gar in Doktormodus umzuschalten. Doch Rosalie entdeckte mich in diesem Augenblick.

„Oh Gott Dad!" schluchzte sie.

„Was ist passiert Rose?" ich schaute nicht zu ihr, ich schaute mir die Wunde an seinem Hinterkopf an und beäugte misstrauisch seine blauen Lippen und sein aschfahles Gesicht. Rosalie schluchzte nur weiter.

„Rosalie May! Antworte mir!" ich schaute kurz zu ihr und sie schluckte und rückte ein Stück nach hinten. Das durfte doch alles nicht wahr sein.

„Rose, es tut mir leid, bitte!" sie öffnete ihren Mund, dann schloss sie ihn wieder, dann aber begann sie zu sprechen.

„Ich.. ich stand gerade an meinem Zimmerfenster und ich ... ich hab ihn am Fluss stehen sehen, plötzlich ist er einfach nach vorne gesprungen und der Stein... er hat geschwankt und ich hab geschrieen, aber er ist einfach gefallen..." sie fuhr sich mit zitternden Händen durchs Haar.

„Ich hab sofort nach Emmett geschrieen und bin hingerannt und wir sind so schnell hier her gekommen wie wir konnten." Endete sie, in dem Moment kam auch Emmett in den Raum gestürmt, binnen Sekunden war er an Rosalies Seite.

„Wie geht's ihm Carlisle?" ich packte seinen linken Arm unter den Decken hervor.

„Ich kann es noch nicht sagen Emmett. Melanie?" ich schaute zu der Schwester, die die Blutabnahme vorbereitete.

„Ja Doktor?"

„Besorgen sie mir einen Platz in der Radiologie, ich brauch ein CT." Die Schwester nickte und reichte mir das Tablett mit der Spritze, dann verschwand sie. Ich atmete tief durch, desinfizierte den Arm und setzte die Spritze an. Der Raum wurde immer wärmer und wärmer.

„Großes Blutbild, so schnell wie möglich!" ich gab der anderen Schwester die Probe und die lief ebenfalls davon, dann widmete ich mich wieder der Platzwunde an Edwards Hinterkopf. Ich hatte noch nie solche Probleme mich zu konzentrieren. Ich säuberte die Wunde und in dem Moment ging die Tür wieder auf, Jasper und Alice stürzten herein, ich schaute schnell auf.

„Calislie, was ist passiert?"

„Dad!?" ich atmete tief durch. Die Schwester kam wieder.

„Ein CT wird vorbereitet!" ich nickte.

„Sehr gut." In dem Augenblick fing Edward an sich zu rühren seine Augenlider flatterten.

„Edward?" Ich beugte mich über ihn, er versuchte seinen Arm zu heben, ich hielt ihn fest.

„Bleib ruhig Edward!" flüsterte ich und ich spürte die Blicke der Kinder in meinem Rücken. Er öffnete einmal kurz die Augen, dann schloss er sie wieder. Sein Mund öffnete sich und schloss sich wieder.

„Versuch nicht zu reden, du kannst später alles sagen!" murmelte ich, aber er hörte nicht auf mich, er versuchte es weiter.

„Bella..." ich bemerkte nicht wie ich die Luft anhielt, ich schaute zu Rose die mich aus großen Augen anschaute, genauso geschockt wie ich mir fühlte.

„Bella, wo ist sie." Ich schaute zurück zu Edward, seine Augen waren jetzt geöffnet.

„Sie ist nicht hier Sohn, beruhig dich." Ich biss meine Zähne fest zusammen.

„Aber sie war da." Murmelte er weiter, dann schloss er die Augen wieder und er schien plötzlich Schmerzen zu haben. Und für einen Moment fühlte ich mich wieder hilflos.

„Wie geht es ihr?" ich wusste nicht, was ich antworten sollte, er musste doch am aller Besten von uns allen wissen, dass Bella tot war.