Eigentlich wollte ich noch länger warten um zu posten, aber ich fand es mittlerweile selbst zu gemein, also hab ich mich dazu durchgerungen und hier ist also den neue Teil!
Danke für Hexhex und cullenuniversum für ihr Feedback!!!!!!!!!!!
Viel Spaß beim Lesen
Jasper PoV
Alice Hand verkrampfte sich in meiner, wir warfen uns einen kurzen Blick zu und wir wusste, was auch immer gerade mit Edward passierte, es war nicht gut. Ich beobachtete wie Dad sich wieder zu Edward drehte und ich konnte nicht hören was er sagte aber Edwards Gesichtsausdruck verdunkelte sich
plötzlich, als ob er sich an etwas erinnern würde und ich war mir fast sicher, an was er sich erinnerte.
Und plötzlich brach die Hölle los, Edward schrie erstickt auf und wollte aufstehen, doch Dad hielt ihn fest, er drückte seine Schultern zurück und redete beruhigend auf ihn ein, doch nach einem Moment brach er weinend zusammen und Dad nahm ihn in den Arm.
Alice drückte sich in meine Seite und ich konnte meinen Blick nicht von meinem Bruder lösen. Alice fing an zu schluchzen und auf ein Mal stürmte Rosalie an mir vorbei nach draußen, dicht gefolgt von Emmett.
Ich blieb wie versteinert stehen, ich wollte etwas tun aber selbst wenn es etwas geben hätte, was ich tun könnte, konnte ich mich nicht bewegen. Alice' Finger bohrten sich in mein Schulter. Es tat nicht weh, ich spürte nichts.
Ich sah, wie die Schwester eine Spritze aufzog, wie Dad widerwillig versuchte Edward zurück auf die Behandlungsliege zu drücken. Ich glaube er würde ihn am liebsten nie wieder loslassen. Seine Hände waren voller Blut. In Edwards Gesicht war der pure Horror gezeichnet, seine Augen waren rot und sein Mund schmerzhaft verzogen. Ich konnte nicht sagen, was in ihm vorging aber ich glaubte fast zu wissen, dass gerade alles was damals auf dieser Lichtung passiert war, wieder in seine Erinnerung trat. Ich schluckte schwer und erst jetzt bemerkte ich die Tränen, die über mein Gesicht liefen, ich wischte sie schnell weg.
Die Schwester setzte die Spitze an, Dad hatte es geschafft Edward zurück zu legen. Aber er schluchzte noch immer ungehalten. Dad flüsterte ihm ins Ohr und hielt seine Hand, während er immer ruhiger wurde und schließlich die Augen schloss. Seine Atmung wurde gleichmäßig und Dad legte seine Hand vorsichtig an seine Seite, dann machte er sich an seine Arbeit.
Die Schwester versuchte uns aus dem Raum zu schicken, aber ich bewegte mich keinen Zentimeter. Alice genauso wenig. Es waren Dads harte Worte, die schließlich die Schwester dazu gebracht hatte ihre Mission auf zugeben.
Erst als sie Edward aus dem Raum gebracht hatten, um ihn zum CT zu bringen, verließen wir mir Dad den Raum. Ich beobachtete ihn für eine Weile, wie er Telefonate tätigte, wie er mit einem anderen Arzt sprach, wie er Formulare ausfüllt. Immer wieder fuhr er sich durchs Haar und immer wieder drehte er seinen Ehering an seinem Finger, wenn er seine Hände nicht anders gebrauchte. Doch dann irgendwann, ich glaubte nicht, dass ihm wirklich bewusst war, dass ich ihn beobachte, stürmte er los. Ich wusste nicht wohin, aber das war der Moment in dem ich mich mit Alice auf einen dieser unbequemen Plastikstühle hab fallen lassen und Alice hatte sich mittlerweile beruhigt und ich, ich war so fern ab. Ich bemerkte nicht, wie Esme sich plötzlich neben mich setzte und wie sie ihren Arm um meine Schulter legte. Ich erschreckte fast, als Alice anfinge mit ihrer Mum zu sprechen.
Und irgendwann, ich wusste nicht genau wann und wie viel Zeit vergangen war, lief Dad wieder in meinen Blickwinkel und ich schüttelte meinen Kopf kurz um meine Augen wieder in Funktion zu setzten. Er hatte seinen Kittel ausgezogen und hatte ein frisches Hemd angezogen, seine Haare waren gewaschen, das Blut war weg.
Esme stand neben mir auf und sie lief in seine Arme. Dad drückte sie fest an sich und ich konnte fast dabei zusehen wie ein Teil all des Druckes von ihm abfiel, als er Esme in seinen Armen hielt. Nach einem langen Moment kamen die beiden dann zu uns. Dad erklärte, das Edward über Nacht hier bleiben müsse, aber das bis auf die Platzwunde alles in Ordnung sei. Er würde etwas für die Schmerzen bekommen, die Kopfschmerzen. Ich wollte ganz ehrlich nicht wissen, was sie ihm gaben. Ich tippt mittlerweile schon in die Morphiumecke. Mir lief es eiskalt den Rücken hinunter als ich mich daran erinnerte, wie ich Mum einem dabei erwischt hatte, wie Dad ihr das Zeug gespritzt hat. Es ging ihr besser für einige Zeit danach.
Dad meinte, wir sollen nach Hause fahren, er würde bald kommen. Er wollte noch auf ein paar Ergebnisse warte. Ich wollte nicht gehen. Aber ich schaffte es nicht, Dad zu widersprechen . Es war absolut nutzlos.
Also liefen wir durch die Notaufnahme nach draußen und da bemerkte ich erst wie spät es war. Der Mond stand voll über uns und die Nacht war klar und kühl. Ich lies meinen Blick schweifen und ich entdeckte Rose und Emmett auf einer Bank sitzen. Emmett hatte sie im Arm und eine Decke lag über ihren Schultern, die aus Dads Auto. Er hatte seinen Weg also schon zu seiner Tochter gefunden. Wie er es immer tat. Ich fuhr mit einer Hand durch mein Haar als wir sie erreichten. Und sie standen auf und ich sah Rose in die Augen und sie dachte das selbe wie ich. Wir wollte beide von hier nicht weg. Dad brauchte uns. Er brauchte uns alle. Aber Esme warf uns diesen besonderen Blick zu und schob uns zu den Autos. Wir fuhren nach Hause.
Die Nacht verbrachten wir alle zusammen am Küchentisch. Wie hatten stillschweigend beschlossen, auf Dad zu warten. Alice war irgendwann eingeschlafen und Rose' Kopf lag auf Emmetts Schultern. Sie wolle ihre Augen für ein paar Minuten ausruhen. Erst zwei Stunden später öffnete sie sie wieder.
Dad kam nach Hause als der Mond hinter den Bäumen verschwand.
Esme Pov
Nach Edwards Unfall änderte sich die Stimmung im Haus drastisch. Edward schaute uns nicht mehr in die Augen, er kam nur selten aus seinem Zimmer. Die ganze Familie war ununterbrochen auf der Hut. Bei jedem Geräusch im Haus rannte irgendjemand die Treppe nach Oben, oder nach Unten, je nach dem, Türen flogen und Schreie fielen. Am Ende waren es meistens Edwards Stimme, die rief das verdammt noch mal alles in Ordnung sei.
Nichts war in Ordnung. Die Chemotherapie wurde verschoben. Widerwillig wurde Edward psychologischer Behandlung unterzogen. Nicht von Carlislie. Es sollte festgestellt werden, ob die Vorstellung, die Halluzination von Bella, durch das bedingt wurde, was er erlebt hatte, nämlich Zeuge Bellas Tod zu sein, oder des Tumors wegen.
Ich wusste beim besten Willen nicht auf was ich hoffen sollte, aber ich dachte über nichts anders nach, den ganzen Tag.
Und heute war keine Ausnahme. Meine Gedanken schwirrten um Edward und um den verschobenen Chemotherapiebeginn, als ich durch Folks fuhr auf dem Weg nach Hause. Gerade als ich die letzten Häuser hinter mir lies, kam von hinten ein silbernes Motorrad, ich schaute zwei Mal in den Spiegel, bis ich erkannte, dass es Jasper war. Ich konnte nicht verstehen, warum Carlislie dieses Teufelsding zuließ, man konnte fast meinen, er wüsste nicht, was alles passieren konnte. Wir waren uns nicht in vielen Dingen uneinig, wirklich nicht, aber hierbei schon. Mit Nachdruck drosselte ich meine Geschwindigkeit, er würde sich nicht trauen mich zu überholen. So fuhren wir bis wir die Auffahrt zum Haus erreichten und als wir dann schließlich dort waren parkte er das Motorrad vor der Garage und stieg ab, er zog den Helm ab und würdigte mir keinen Blick, er stiefelte an mir vorbei, als ich ausstieg und lies die Haustüre hinter sich offen stehen. Kopfschüttelnd nahm ich den Korb vom Rücksitz und lief hinter ihm her.
Erstaunlicher Weiße traf ich ihn in der Küche wieder und was noch erstaunlicher war, dass Edward auch dort war, er lehnte gegen die Spüle und Carlisle stand neben dran und grinste als er Jaspers Ausführungen anhörte und Alice saß auf einem Hocker.
Als Carlisle mich bemerkte, warf er mir ein schelmisches Grinsen zu und wenn ich nicht wüsste warum er das tat, würde ich dahin schmelzen und mein Herz würde einen Schlag aussetzten weil ich dieses Grinsen so lange vermisst hatte, aber ich tat es nicht. Ich blieb im Türrahmen stehen, Alice grüßte mich Edward lächelte mir zu.
„Du hättest heute wirklich da sein müssen Edward!" Jasper war fertig sich darüber zu beklagen warum er heute später zu Hause war und fing mit Edward ein Gespräch über die Theaterprobe an, von der er gerade zurück kam.
„Wir haben geniale Übungen gemacht und eine Szene aus Maria Stuart gelesen und gespielt. Es war phantastisch!" erzählte er und ging weiter ins Detail. Ich schaute weiter vom Türrahmen zu, bis Carlisle auf mich zukam und mir den Korb abnahm. Ich lächelte ihn an und er nickte. Die Sache mit dem Motorrad könnten wir noch ein anderes Mal ausdiskutieren, jetzt war die Gegenwart wichtiger und so führte er mich an den Hocker neben Alice und ich setzte mich und sah dabei zu wie Jasper und Edward anfingen eine der Übungen zu wiederholen, von der Jasper gerade noch erzählt hatte. Alice lachte herzlich neben mir und Carlisle stand jetzt mir einem zufriedenen Lächeln an der Spüle.
Für einen Moment hatte ich das Gefühl, alles könnte wieder gut werden.
