Leider hab ich für diesen Teil etwas länger gebraucht, allein schon, weil ich mehr als einmal geschrieben habe... am Ende stell ich vielleicht die zweite Version dieses Kapitels on, mal sehen...
Aber jetzt erst mal hier diese Version die nun langsam auch anfängt die Geschichte abzurunden was Bella angeht auch wenn man dass vielleicht auf den ersten Blick nicht vermutet, aber keine Angst ich hab sie nicht vergessen!!!
Ich will mich hier noch mal ganz besonders für das FB für den letzten Teil bedanken! Die waren mir sehr wichtig, vor allem hab ich sie nicht erwartet!!! Danke!!!
Esme PoV
Fast drei Wochen sind vergangen seit ich die Tests gemacht habe, fast drei Wochen seit ich weiß, dass ich ein Kind erwarte, dass Carlisle und ich endlich Eltern eines gemeinsamen Kindes werde würde und fast drei Wochen, seit ich nach Hause kam und meinen Mann in den Armen seiner Tochter auf den Stufen unseres Hauses fand, im strömenden Regen. Der Anblick hatte mir regelrecht das Herz zerrissen und die Sekunden, in denen ich nicht wusste, was ich tun konnte, nicht wusste was passiert war, waren mit abstand die grausamsten, am meisten scherzenden Momente seit langem.
Uns seit diesen drei Wochen versuche ich einen Weg zu finden, versuchen wir einen Weg zu finden Edward zu erklären, dass ich schwanger war. Rosalie war bis jetzt noch immer die einzige, die es wusste. Und sie schien erfolgreich geduldig zu sein.
So saß sie mir jetzt also gegenüber, während ich versuchte ein wenig meiner Arbeit zu erledigen. Drei verschiedene Musterbücher lagen vor mir, ein großer Plan und eine Menge Farbpaletten, aber wirklich konzentrieren war ich nicht und wirklich böse oder genervt konnte ich deswegen auch nicht sein.
„Wir sollten wirklich anfangen das Kinderzimmer einzurichten Esme! Es sind immerhin nur noch sechs Monate." Erklärte sie mir, wie sie es fast jeden Tag tat.
„Aber Rosalie, das ist im Moment wirklich nicht angebracht!" Rosalie fuhr sich mit einer Hand durchs Haar.
„Wann habt ihr den vor mit Edward zu reden? Ich fühl mich wirklich nicht gut dabei so ein großes Geheimnis für mich zu behalten."
„Du weißt, dass es ein schwieriges Thema ist und im Moment geht es Edward so schlecht..."
„Ich könnte mir denken, dass es ihn freut!" unterbrach sie mich.
„Und was wenn nicht? Ach Rosalie, dein Vater und ich wissen einfach nicht was das Beste ist!"
„Es zu verheimlichen, bis er es selbst bemerkt, ist sicher nicht das Beste und Alice wird auch langsam aufmerksam..." sie stand von ihrem Stuhl und lief hinüber zu meinem Regal, sie fuhr mir dem Finger über die Titel der Bücher und schließlich zog sie eines heraus.
Für einen Moment sprachen wir nichts, ich versuchte mich wieder zu konzentrieren und Rosalie blätterte durch das Buch in ihren Händen.
„Weißt du, ich hoffe es wird ein Junge!" meinte sie dann auf einmal und ich schaute wieder von meiner Arbeit auf und hinüber zu mir, es dauerte einen Augenblick bis sie ebenfalls aufschaute. Ich sah sie fragend an, ich hatte damit gerechnet, dass sie sich ein Schwesterchen wünschte, nach Jasper und Edward.
„Naja, ich würde gerne die ‚Einzige-Tochter-Freikarte' behalten!" meinte sie und es klang fast beiläufig. Ich war schockiert für einen Moment und starte sie mir großen Augen an, aber dann passierte etwas, das noch schockierender war.
„Ich würde mir wünschen, dass es ein Mädchen wird!" ich schaute blitzschnell zur Tür und da stand Edward im Türrahmen gelehnt, seine Arme wie so oft in den letzten Wochen um seinen Körper geschlungen. Er lächelte.
„Wie... woher weißt du denn...ich meine..." er zog seine Augenbrauen hoch und schaute mich missbilligend an, als ich ihn immer noch mit großen Augen anschaute verdrehte er die Augen.
„Ich hatte in den letzten Wochen wirklich genug Zeit um eins und eins zusammen zu zählen!" meinte er dann, als sei es die normalste Sache der Welt.
In meinem Kopf passierte für ein paar Augenblicke nichts, dann schaltete ich und stand von meinem Stuhl auf, ich ging um meinen Schreibtisch.
„Edward, es tut mir leid, dass wir nicht früher mit dir geredet haben, aber..."
„Ist schon gut Esme, ich glaub ich versteh das." Er schaute kurz an sich herunter, dann wieder in meine Augen.
„Ich meine, alles ist im Moment so verwirrend und kompliziert, aber ich weiß es ja jetzt und ihr braucht euch auch keine Sorgen machen wirklich. Ich... ich finde das cool. Wirklich!" er nickte um seine Worte zu unterstreichen.
„Du darfst nicht denken, dass wir versuchen..." doch Edward unterbrach sie indem er zu ihr ging und seine Hände auf ihre Schultern legte.
„Ist schon in Ordnung, ehrlich, ich denk gar nichts, ich weiß, dass ihr das wollt, seit bevor ich krank wurde. Ich würde niemals falsch über das Baby oder eure Absichten denken, versprochen!"
„Ach Edward!" ich zog ihn zu mir und nahm ihn in den Arm so gut das ebne ging, immerhin war er fast ein Kopf größer als ich.
Nach einer Weile löste er sich von mir.
„ich glaub ich geh zurück in mein Zimmer, wenn Dad und du es den anderen sagt, dann sagt mir bescheid, dass will ich nicht verpassen!" er lächelte von mir zu Rosalie und verlies den Raum, als er aus der Tür verschunden war, schaute ich hinüber zu Rosalie, die die ganze Zeit nichts gesagt hatte. Sie sah etwas verloren aus und starrte zur Türe.
„Rosalie? Alles in Ordnung?" nach dem ich fertig gesprochen hatte, schnappte sie aus ihrer Starre.
„Em, ja klar..." damit stellte sie das Buch ins Regal zurück und lief ebenfalls aus dem Raum. Ich hörte wie sie den Gang hinunter ging und sich gleich darauf wieder eine Tür öffnete. Ich zog die Augenbrauen zusammen und ging wieder an meinen Platz, ich setzte mich und für die nächste Zeit tat ich nichts anderes, als Löcher in Wand zu starren.
Edward PoV
Gerade als ich mich wieder auf mein Bett gelegt und die Augen geschlossen hatte, öffnete jemand die Türe, ich tippte stark auf Rose oder Esme.
„Edward?" Rose.
Ich drehte meinen Kopf langsam zu ihr und schaute sie an, sie schloss die Tür hinter sich. Dann blieb sie etwas verloren am Eingang stehen.
„Was gibt's?" ich fragte obwohl ich eigentlich die Antwort kannte.
„Können wir reden?" ich lächelte etwas und rückte dann zu Seite.
„Klar können wir reden, setz dich!" sie lächelte ebenfalls und kam zu mir, sie setzte sich auf mein Bett, zog die Schuhe aus und zog ihre Beine in einen Schneidersitz.
Bis sie jedoch anfing zu sprechen dauerte es. Sie überlegte und spielte mit ihren Händen, schaute durch den Raum und immer mal wieder aus dem Fenster.
„Du weißt, dass ich als dein Bruder dazu berechtigt bin, alles was du mir erzählst geheim zu halten?" sie schaute mir in die Augen und nickte.
„Das ist es nicht... ich weiß nur nicht, wie ich das anfangen soll... und, und ob ich das überhaupt anfangen soll..." sie brach den Blickkontakt wieder und sah zurück auf ihre Hände. Ich atmete tief durch und setzte mich auf, ich nahm dann ihre Hände aus ihrem Schoss und legte sie in meine.
„Um was geht's denn? Um das Baby? Wie gesagt, ich freu mich wirklich, ich meine... na ja..." jetzt fing ich an zu stottern und schaute weg und plötzlich wusste ich, wie meine Schwester sich fühlen musste. Ich schluckte und wir beide sahen auf unsere verschlungenen Hände.
Das Kind war ein Lichtblick. Wenn ich es wirklich nicht schaffen sollte, wenn diese verfluchte Therapie wieder nicht anschlagen würde, wenn mich dieser Tumor wirklich zerfressen sollte, dann war da etwas für das es sich lohnen würde tapfer zu bleiben, das helfen würde zu vergessen...
„Ich denke einfach es macht alles etwas einfacher..." ich schaute nicht auf aber aus dem Augenwinkel sah ich, wie Rosa nickte und dann den Kopf schüttelte.
„Du darfst so nicht denken, ich hatte angst du würdest so denken... Edward..." jetzt schaute sie auf und ich tat es ihr gleich und wir sahen uns an und mir war klar warum sie hier war und wir wussten beide, auf was dieses Gespräch hinauslaufen würde.
„Ein Mädchen würde nicht das Gefühl wecken ein Ersatz zu sein, weißt du... ich will nicht, dass, sollte es ein Junge werden, er mit dem Gedanken aufwächst mich ersetzten zu müssen..." ich konnte meinen Gedanken nicht weitersprechen, den Rosalie hatte einen Hand auf meinen Mund gelegt.
„Dich wird niemand ersetzten müssen..." flüsterte sie und eine Träne lief über ihre Wange. Mich beschlich das schlechte Gewissen, Rosalie weinte viel zu oft wegen mir. Früher weil wir uns ununterbrochen gestritten haben und heute, wegen dieser Krankheit... ich würde zu gerne die Zeit zurück drehen und diese vielen albernen Streitereinen zurück nehmen, ich konnte mich heute an keinen einen Grund mehr erinnern. Was für einen Zeitverschwendung.
„Du wirst das schaffen, hörst du? Und außerdem kann dich niemand ersetzen, gar niemand." Immer mehr Tränen liefen über ihr Gesicht. Ich griff nach Taschentüchern und reichte sie ihr.
„Du solltest nicht so viel weinen." Murmelte ich, als sie die Tempos dankend annahm.
„Ich kann nicht anders." Schluchzte sie.
„Ich hab einfach solche Angst dich... dich zu... zu verlieren." Sie setzte sich auf ihre Knie und schlang ihre Arme um mich, ich wusste nicht, was ich antworten sollte, ich hatte selbst viel zu viel angst. Also lies ich sie weinen.
Noch an diesem Abend verkündeten Dad und Esme ihr Geheimnis offiziell. Es war eine Mischung aus Katastrophe und Hochstimmung. Alice war vollkommen aus dem Häuschen, Emmett war mehr oder minder Sprachlos und na ja Jasper, Jasper war ein Fall für sich. Erst war er völlig verblüfft und glaubte an einen Scherz, als er von mir und Rose ein Kopfschütteln bekam, fing er an ungehalten herum zu schreien, etwas, das ich meinen Bruder noch nie habe sehen tun, ich dachte immer er sei so ruhig und gelassen wie Dad, irgendwann fing er an zu lachen, dann zu weinen. Erst weinte er aus Wut, dann Angst und schließlich, weil ihm die ganze Sache schrecklich leid tat. Als er sich beruhigt hatte, nahm Dad ihn und sie machten einen Spaziergang, ich schlief schon, als sie wieder kamen.
Den nächsten Tag verbrachte ich im Krankenhaus, von Morgens bis Abends machten sie Tests, Untersuchungen und endlose Gespräche. Es strengte mittlerweile fast mehr an als die Chemotherapien, auch wenn diese wesentlich schmerzvoller war. Als ich dann Abends endlich im Bett lag und glaubte endlich meinen Ruhe zu haben, klopfte es an der Türe.
„Ja." Rief ich und zog die Decke über meinen Kopf.
„Kann ich rein kommen?" es war Dad.
„Sicher," murmelte ich hörte, wie er die Tür hinter sich schloss und an mein Bett kam, er setzte sich und machte die Nachttischlampe an.
„Ich hab hier was für dich." Flüsterte er und ich schlug die Decke wieder zurück. Ich sah zu ihm und er sah fast genauso müde aus, wie ich mich fühlte. In der Hand hatte er ein Buch, gebunden in Leder.
„Was ist das?" fragte ich fast neugierig, Dad lächelte.
„Das ist Noras letztes Tagebuch." Meinte er dann und sein Gesichtsausdruck wurde wieder ernst. Ich zog die Augenbrauen nach Oben und nahm es, als er es mir reichte.
„Für mich?" fragte ich. Er nickte.
„Ja. Ich hab lange überlegt, ob ich es dir geben soll, ob du lesen solltest, was darin steht."
„Und warum jetzt doch?" ich sah in fragend an und er fuhr sich etwas verloren mit einer Hand durchs Haar.
„Vielleicht helfen diese Einträge dir mehr als alles, was ich für dich tun kann, oder dir sagen kann. Was da drin steht, hat wahrscheinlich mehr Bedeutung für dich als es für mich je haben wird. Selbst wenn deine Mutter mir die Welt bedeutet hat!" er sah kurz zu dem Tagebuch, dann wieder zurück in meine Augen.
„Ich... emm danke." Murmelte ich und nickte. Er legte eine Hand auf meine Schulter und stand wieder auf. Er lächelte mich an und lief zur Tür.
„Du kannst immer zu mir kommen Edward, wenn du das gelesen hast, ich bin sicher du wirst Fragen haben... ich bin immer für dich da! Aber jetzt schlaff er, okay!" wieder nickte ich nur.
„Gute Nacht Junge." Er lächelte und ging hinaus.
„Gute Nacht Dad." Sprach ich aber er war schon aus der Tür verschwunden.
