AN: Alle bekannten Personen und Zitate gehören der großartigen JKR. Ich will kein Geld, ich schreib mir das nur von der Seele und hoff es gefällt dem ein oder anderen!

Exil

Fast zehn Jahre später hatte sich so gut wie alles im Leben von Regulus Black verändert.

Noch in der Nacht in der sein Meister verschwand, hatte sich ein Großteil seiner ach so treuen Gefährten von ihm abgewandt und versucht Azkaban mit heuchlerischen Lügen zu entkommen. Und um ehrlich zu sein hätte Regulus es ihnen vermutlich gleich getan wenn er nicht gewusst hätte, was er eben wusste. Der Dunkle Lord war nicht tot! Er war geschwächt und er war nirgends aufzufinden aber Regulus wartete auf die Rückkehr seines Meisters und sobald dieser zurück kehren würde wäre Regulus an seiner Seite und bereit ihm zu dienen. Und so lange er wartete, hatte er den Jungen der das Verschwinden seines Herrn verschuldet hatte in seiner Obhut, denn irgendwie hatte es sein verräterischer Bruder geschafft ihm einen Schwur aufzubürden der es ihm unmöglich machte den jungen Potter los zu werden. Teil dieses Schwurs war es wohl auch, dass er keinen der verblieben Getreuen des Lords zu Hilfe ziehen konnte. Es war als könne er dem Jungen nicht schaden und ihn nicht preisgeben.

Regulus hatte nicht lange gebraucht um das heraus zu finden, denn noch in der selben Nacht versuchte er Harry auszusetzen, doch konnte er ihn nicht zurück lassen. Darauf versuchte ihr den unglückseligen Jungen zu töten doch es war ihm nicht möglich auf den Jungen einen Zauber zu wirken.

In seiner Verzweiflung suchte er Bellatrix und ihren Mann Rudolphus auf, doch es war ihm nicht möglich mit dem Jungen die schwelle zu übertreten. Gebunden an das Schicksal des Jungen verließ Regulus England und verbrachte die Jahre auf dem Europäischen Festland.

Die Treue seinem Lord gegenüber schwankte stark als auch Jahre später keinerlei Anzeichen für dessen Rückkehr zu sehen waren und so gewöhnte sich Regulus an den kleinen Harry. Unfähig ihn los zu werden, versuchte Regulus die Anwesenheit des Jungen so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit vier begann er Harry einfache Runenzauber und Tränke beizubringen. Mit sechs besorgten sie ihm seinen Zauberstab, anders als auf den Britischen Inseln war auf dem Kontinent eine Überwachung minderjähriger Zauberer nicht vorgesehen und da niemand im geringsten über die Existenz des Potterspross wusste war es unwahrscheinlich das man ihn suchen würde.

Mit acht schließlich hatte der Junge einen voll ausgefüllten Stundenplan und neben Verwandlung, Zauberkunst, Runen und Tränke stand auch Fliegen und Animagie auf dem Plan, und Regulus wurde sich nur zu gut bewusst, warum er vor so vielen Jahren für den Lord als Lehrer nach Hogwarts gegangen wäre.

Das Talent des jungen war unweigerlich beeindruckend.

„Konzentriere dich Harry!" sagte Regulus ermahnend.

„Ja Onkel! Ich versuche es" murmelte Harry ungeduldig.

„Du musst die Form vor deinen Augen sehen, deine Magie bündeln und dann in deinen gesamten Körper leiten" sagte er und urplötzlich stand ein gewaltiger Bär vor Harry.

Harry blieb ruhig sitzen und schloss die Augen. Er versuchte seine gesamte Magie zu fokussieren und öffnete dann gespannt seine Augen. Sein Onkel und Mentor saß wieder als Mann vor ihm und in der Verspiegelten Wand sah Harry - nichts. Seine Haare waren mit etwas Fantasie Rot angelaufen aber viel mehr war nicht passiert.

„Nun wir sollten es nicht über reizen." sagte Regulus. Ihm war durchaus bewusst, dass die Verwandlung in ein Tier wenn überhaupt U.T.Z. Niveau an allen Europäischen Zauberschulen war und selbst dann schafften es lediglich die mit einem natürlichen Talent dafür. Also war Regulus durchaus zufrieden mit der Leistung seines zehnjährigen Schülers, auch wenn er ihm das so direkt nicht sagte.

„Mach dich bereit! Heute nachmittag gehen wir fliegen!"

„Ja!" sagte Harry nur noch ein wenig geknickt, denn der Gedanke an das Fliegen ließ ihn immer freudig erstrahlen. Wenn es eins gab wo er seinen Onkel schon jetzt schlug, war es das Fliegen!

Mit seinem Rennbesen beladen begab sich Harry wenige Minuten später auf den Rasen des angrenzenden Gartens mit dem Spielfeld. Regulus brachte ihm, neben dem nutzlosen spielen mit dem Ball, auch das anvisieren und verzaubern von beweglichen Zielen vom Besen aus bei.

Harry war ein Naturtalent. Für ihn lief das Fliegen wie von alleine, als hätte er zu seinem Besen eine direkte Verbindung und so musste er sich lediglich auf das Zielen und Zaubern konzentrieren.

Nach einem kurzen Flug hatte er alle Ziele ausgeschalten und Regulus schickte neue.

„Harry! Diese werden dich Angreifen" reif Regulus als er die verzauberten Klatscher entließ. Surrend rasten die Klatscher auf Harry zu und jagten ihn über das Feld.

Regulus hatte es nicht bei den üblichen zwei Klatschern vom Quidditch belassen sondern hatte gleich sechs Stück auf Harry losgelassen. Harry flog eine schnelle, große Schleife und visierte den letzten der Klatscher die in einer Kolonne hinter ihm her flogen an und sprengte diesen mit einem stummen Bombarda. Er flog ein engen Slalom um die Torpfosten und dann in Richtung Spielfeldmitte. Mit einem salto-ähnlichen Manöver drehte sich Harry um und schockte einen der Klatscher der noch durch die Torstangen flog. Unfähig zu lenken krachte diese gegen die Stange und zerbarst in mehrere Brocken.

Harry raste nun den Klatschern entgegen und lenkte mit seinem Stab zwei Klatscher ineinander und diese gingen sofort zu Bruch. Den fünften fror Harry in der Luft ein und flog elegant um ihn herum. Triumphierend hielt er den arm nach oben.

„ Fünf Stück Onkel? Da hasst du mir schonmal mehr zu gemutet!" Zu späht realisierte er das surren hinter ihm und wurde hart am Kopf getroffen. Bevor er das Bewusstsein verlor kippte er vorn über und landete auf dem Rasen.

Harry schlug die Augen auf und sah den Schatten am Fenster stehen. „ Es tut mir Leid, Onkel!"

„Nun Harry, ich denke mir das ist eine Lektion die du so schnell nichtmehr vergessen wirst. Was hast du daraus gelernt?" sagte Regulus leise.

„Mich nie zu früh zu freuen und immer wachsam sein"

„Und? Was hast du noch gelernt" fragte Regulus weiter nach.

„Hochmut kommt vor dem Fall?... Buchstäblich" schmunzelte Harry schon wieder.

„Nun ja, aber du hast auch gesehen nur weil der lezte Angreifer nicht bei den anderen war, ging doch von ihm die größte Gefahr aus! - Der Feind den wir nicht als solchen sehen ist der, der uns am meisten Schadet" erklärte Regulus weise.

„Ja Onkel!"

„Wir sehen uns Morgen früh! Ich möchte eine Stunde über die erwürdigen Zauberfamilien halten. Schlaf, die Tränke tun den Rest."

Harrys Kopf brummt noch ein wenig, als er sich am Morgen in die Bibliothek begab. Auf seinem Schreibtisch lagen bereits die Familien Stammbücher und er seufzte leise. Er begann mit seiner Recherche und laß alles über die Europäischen und auch die Zauberer Familien der Britischen Inseln.

„Nun Harry wie kommst du voran?" unterbrach ihn Regulus

„Es geht! Wozu muss ich das wissen?" wollte Harry etwas entnervt wissen.

„Du hast einen Großen Namen Harry und bist mit noch größeren Namen verbunden. Dein Geschlecht geht zurück auf die größten Zauberer Englands und noch heute kommt mit deinem Namen große Verantwortung"

„Ja aber wozu muss ICH das alles wissen? - ich mein wir leben hier weit weg von alle dem Ich kann mich nichtmal mehr an England erinnern"

Regulus erwiderte:„Harry egal wohin du gehst mit deinem Blut, deinem Namen kommt große Verantwortung! Also welche großen Familien gibt es in England?"

„ Die Blacks..."

„Ja! Wappen? Motto?"

„Das Wappen ist ein Schild, drei Krähen auf weißem Grund und ein erhobener Zauberstab darüber auf Rotem Grund. Das Motto ist ,Immer Rein!'"

„Gut weitere Familien?" meinte Regulus.

„Malfoy Ein M auf grün-schwarzem Wappenschild, gestützt von zwei Drachen. Motto ,Reinheit wird immer Siegen'" betete Harry sein Wissen herunter.

„Onkel was haben die ganzen Familien mit ihrer Reinheit?" fragte Harry plötzlich.

„Muggelblut schwächt die Zauberer. Seit Jahrhunderten versuchen die Zauberer ihr Blut frei von Schlammblütern und Muggeln zu halten. Zu Zeiten Merlins und den Gründern von Hogwarts war der magische Kern der Zauberer noch viel stärker! Doch jahrhundertelange Verunreinigungen und Reglementierungen durch das Ministerium haben uns alle geschwächt. Nur die reinsten der Familien sind noch im Stande Großes zu bewegen.

Weitere Familien?"

„Die Lestranges, Goldene Lettern auf Schwarzem Grund, Rein und Loyal... und die Potters, ein Dreieck auf goldenem Grund gekrönt mit einem Hirsch... Onkel wie kamen meine Eltern um... ich meine wie hat er sie gefunden..?" fragte Harry plötzlich.

„Deine Eltern haben ihr vertrauen in die Falschen gesteckt! Albus Dumbledore konnte sie nicht beschützen und der einzige der ihrem Tod im Wege stand war Peter Pettigrew ein Schulfreund deines Vaters und leider ein Spion. Er hatte deine Eltern verraten und als mein Bruder kam hat er diesen bekämpft. Ich sah meinen Bruder sterben und versprach ihm mich um dich zu kümmern." erklärte Regulus verhalten.

„Wo ist Pettigrew und Dumbledore?" wollte Harry wissen.

„Nun Pettigrew ist abgehauen in der Nacht als deine Eltern getötet wurden. Er fürchtete wohl die Konsequenzen die sein Verrat nach sich ziehen wollte. Und Dumbledore konnte die Hauptschuld am Tod deiner Eltern nie nachgewiesen werden. Er ist immer noch der Schulleiter von Hogwarts und wenn mich nicht alles täuscht sind seine Spione noch immer auf der suche nach dir!" berichtete der Erwachsene.

„ Aber was will er von mir? Ich mein als wir das erste Mal angegriffen wurden, war ich noch ein Baby."

„Harry in unserer Welt gibt es tief gehende Verstrickungen, die die klügsten unter uns nicht ganz verstehen. Daher ist es auch so wichtig das du die Familien und ihre Verwebungen kennst."

„Bin ich in Gefahr, wenn du sagst das Dumbledore nach mir sucht?"

„Er würde nie wagen einen Mord an dir zu beauftragen, er versucht alles um in der Öffentlichkeit als Verfechter des Lichts zu erscheinen und als solcher kann er dich, den Jungen der Überlebte nicht ermorden lassen"

„Dann will ich nach Hogwarts!"

„Harry wir haben uns Jahrelang aus der Öffentlichkeit zurück gehalten, das wäre umsonst wenn du jetzt die Schule besuchst. Ich kann dir alles beibringen was du für später brauchst. Und eines Tages wird sich unser Lord erneut zeigen und wir beide werden an seiner Seite stehen und die Schwäche unserer Gesellschaft abstellen."

„Aber du hast gesagt er wird mir nichts antun. Ich muss ihn kennen lernen, den Mann der an dem Tod meiner Eltern die Schuld trägt."

„Du unterschätzt Dumbledore Harry. Du wirst ihn nicht einfach kennen lernen. Er wird versuchen dich zu manipulieren und dich zu benutzen."

„Für was hast du mich in die Okklumentik eingewiesen lieber Onkel"

„Es scheint du hast dir das alles Gut überlegt." sagte Regulus und zog einen Umschlag aus dem Umhang. Harry erkannte das Wappen sofort und griff danach.

„Überleg es dir gut Harry. Wenn du einmal in der Öffentlichkeit stehst wird es kein zurück geben.."

„Ich weiß" sagte Harry. Er nahm den Brief und öffnete ihn.

Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei

Schulleiter: Albus Dumbledore (Orden des Merlin, Erster Klasse, Großz., Hexenmst. Ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberei)

Sehr geehrter Mr. Potter

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände. Das Schuljahr beginnt am 01. September. Wir erwarten Ihre Eule spätestens am 31. Juli.

Mit freundlichen Grüßen

Minerva McGonagall

Stellvertretende Schulleiterin

„Wie lang hast du den Brief schon?"fragte Harry.

„Er kam letzte Woche mit Opal" Der Uhu war stets für ihre Postzuständig und fand sie wo immer sie auch waren, nicht das sie in den letzten Jahren noch so häufig umgezogen waren, nachdem sie hier in den Bergen ein sicheren Zufluchtsort geschaffen hatten, aber Opal ließ sich auch nie verfolgen oder gar abfangen. Außerdem hatte er wohl einen siebten Sinn den wann immer die beiden Post erhielten war er beim Absender um diese in empfang zu nehmen.

„Und du hättest es mir nicht sagen wollen?" fragte Harry etwas geknirscht.

„Nun ich dachte es wäre unwichtig, ich wusste nicht das du hin gehen willst."

„Natürlich will ich, du kannst mich nicht ewig verstecken. Ich will der Welt entgegen treten und wissen gegen was wir zu kämpfen haben."

„Du musst mir versprechen Vorsichtig zu sein, nicht alle da draußen die dir ihre Freundschaft anbieten verdienen sie!"

Harry grummelte, zu gut kannte er die abwesende Haltung seines Ziehvater gegenüber anderen und doch war er gespannt auf die neue Welt außerhalb des behüteten Heims, das ihm Regulus geschaffen hatte. „Na klar!"

„Gut dann pack deine Sachen, wir reisen nach England"

„Wann?" fragte Harry aufgeregt.

„Wenn du schnell genug packst, morgen!" sagte Regulus und konnte ein Lachen nicht ganz verkneifen.

AN: Ich weiß sonderlich viel ist noch nicht passiert, aber ich würde mich trotzdem über Reviews freuen ob euch mein Werk bis jetzt zusagt, und es Leute gibt die meine Geschichte lesen wollen.

Ich werde versuchen mich einwenig am Geschehen in den Büchern entlang zu hangeln bis sich meine Geschichte von selbst entwickelt.

Wer Angst bekommt, das Harry ein über Zauberer wird und alles besser kann, den kann ich entwarnen. Zwar hat der jahrelange Unterricht ihm geholfen sich frühzeitig zu entwickeln doch wird er kein Übermäßiges magisches Potential haben.