Ich habe keine Rechte an Captain Planet oder dessen Charaktere! Ich schreibe nur zum Spaß!
Was lange währt, wird endlich gut
Kapitel 1
„Den krieg ich!" rief Wheeler noch, während er hochsprang und ausholte. Dass Ma-Ti das selbe dachte hatte er übersehen und der Volleyball flog über sie hinweg, als sie ineinander krachten und in den Sand fielen.
„Woah," stöhnte Wheeler, als er sich aufsetzte und zuckte kurz zusammen, als ihn ein heftiger Schmerz in der Seite durchfuhr.„Was war das denn kleiner Kumpel?" fragte er Ma-Ti dann, der sich neben ihm ebenfalls aufgesetzt hatte und sich den Kopf rieb.
„Sorry Wheeler. Ich war wohl etwas zu voreilig."
„Und da sagt noch mal jemand ich sei impulsiv."
„Was eindeutig beweist, dass Ma-Ti zuviel mit dir zusammen ist," sagte nun Gi.
Sie und Lenka hatten sich in der Sonne gebadet und die drei Jungs bei ihrem Spiel beobachtet. Als sie zusammen geprallt waren, waren sie sofort aufgesprungen und standen nun mit Kwame vor den beiden Verunglückten.
„Alles klar mit euch?" fragte Lenka nun, als sie Wheeler eine Hand reichte, um ihm aufzuhelfen, wie es Kwame bei Ma-Ti tat.
„Klar Babe, was uns nicht umbringt..."
„...macht uns nur härter!" beendete Ma-Ti Wheelers Satz und zwinkerte ihm grinsend zu, während der Lenkas Hand ergriff.„Ich hol mir trotzdem etwas Eis. Dein Ellenbogen hat mich voll erwischt. Das gibt `ne Beule."
„Und dir könnte ein Eispack auch nicht schaden, so wie es aussieht," sagte Lenka nun, als Wheeler sich erneut die Seite hielt, kaum dass er auf den Beinen stand.
„Ist doch nur `ne kleine Prellung. Ich hab schon oft `n Knie zwischen die Rippen bekommen. Das ist schneller wieder weg als du ‚Ich liebe dich Yankee' sagen kannst," erwiderte er grinsend und Lenka verdrehte genervt die Augen.
„Sieh zu, dass du dir ein Eispack drauf legst, sonst hast du schneller eine zweite Prellung, als du ‚Tu mir nicht weh Babe' sagen kannst."
„Touche´." Wheeler folgte Ma-Ti und auch Kwame schloss sich ihnen an.
Überrascht wandte Lenka sich Gi zu, die neben ihr auf einmal zu kichern anfing.
„Tut mir leid Lenka, aber es ist zu komisch euch zu beobachten." Gi kicherte erneut, beherrschte sich dann aber, als sie Lenkas fragenden Blick sah.„Seit damals in Russland ist etwas anders zwischen euch und um so mehr Zeit vergangen ist, um so herzlicher geht ihr miteinander um. Jeder Außenstehende würde mittlerweile sagen, wenn er euch `ne Zeit lang beobachtet, dass zwischen euch was läuft."
„Wir sind Freunde Gi. Das war nie anders."
„Oh doch. Ihr habt euch früher ständig in der Wolle gehabt und seit damals wurde es immer weniger. Ihr kriegt euch mittlerweile kaum noch in die Haare und wenn, dann ist es schnell wieder ausgesöhnt. Früher habt ihr Tage lang geschmollt. Woran liegt das? Was ist damals passiert in Russland? Oder habt ihr wirklich hinter unserem Rücken eine Affäre?"
„Gi, bitte! Ich habe mit Sicherheit keine Affäre mit ihm. Es war nur ein harmloser Kuss, der alles irgendwie verändert hat."
„Er hat dich geküsst?" Gi strahlte ihre Freundin voller Freude an, die verlegen zur Seite sah und nach Worten suchte.„Was? Hast du ihn etwa geküsst? Erzähl! Warum muss ich überhaupt zwei Jahre warten, bis du damit rausrückst?!"
„Ich wollte dort bleiben und konnte ihn nicht mit einem einfachen ‚Lebwohl' gehen lassen. Ich weiß nicht, was da über mich gekommen ist, aber ich habe ihn geküsst, ja."
„Und dabei ist es geblieben?" Gi hatte dafür offensichtlich kein Verständnis.
„Er hat mich nicht mehr darauf angesprochen, was ich ihm hoch anrechne. Es war der schlimmste Moment meines Lebens."
„Weil du Gefühle gezeigt hast?"
„Weil ich dabei war das Planetenteam zu verlassen. Es hat mir das Herz gebrochen mich von ihm zu verabschieden."
„Warum könnt ihr beide nicht einfach mal miteinander reden?! Das ist anderthalb Jahre her und trotz dessen, dass ihr miteinander umgeht wie ein verliebtes Ehepaar, seid ihr doch nicht mehr als gute Freunde?! Nicht zu fassen!"
„So siehst du uns?"
„So sehen wir alle euch. Und wir sehen auch, wie sehr es euch frustriert, dass ihr nicht in die Pötte kommt."
„Was aber mit Sicherheit nicht unsere Schuld ist. Immerhin platzt immer einer von euch rein oder ein Notfall tritt ein, wenn wir grade dabei sind miteinander zu reden."
„Das heißt also, dass du es wirklich ernst meinst? Du liebst ihn wirklich?"
„Ich glaube, dass ich mich am ersten Tag schon in ihn verliebt habe, ich wollte es nur nie sehen, weil er so ein Macho war. Als ich es dann eingesehen hab, haben mich diese Gefühle erschreckt. Ich hatte früher nie was mit Jungs am Hut, aber was Wheeler mit mir anstellt, wenn er nur in meiner Nähe ist, geschweige denn, wenn er mich berührt oder ansieht...und dann kam seine Flirterei mit den anderen Mädchen dazu, die mich denken ließen, dass er es doch nicht so ernst meint, wie er mich immer glauben lassen wollte."
„Das war doch nur, weil's seine Art war. Aber seit zwei Jahren – und ich habe das Gefühl, dass das etwas mit deinem Kuss zu tun hat – hat er nur noch Augen für dich. Er weiß, dass es Hoffnung für ihn gibt."
„Mir wäre es lieber wenn du jetzt aufhören würdest den Liebesdoktor zu spielen und demnächst dich und die anderen zurückhältst, wenn wir mal alleine sind."
„Ehrenwort, wenn du mir versprichst, mir danach alles zu erzählen," erwiderte Gi und zwinkerte grinsend, ehe sie sich lachend auf den Weg in den Gemeinschaftsraum machten.
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„Planetenteam, in die Kristallkammer. Wir haben einen Umweltnotfall." Alle sprangen gleichzeitig auf und liefen direkt los. Innerhalb von Sekunden standen sie alle vor der Mutter der Erde parat. „Was ist denn mit euch beiden passiert?" wandte sich Gaya an Wheeler und Ma-Ti, der direkt der Bluterguss des einen und die Beule des anderen ins Auge gefallen war.
„Nur ein kleiner Volleyballunfall," erwiderte Ma-Ti.
„Ja und das Eis ist schneller geschmolzen, als es was gebracht hätte," wandte sich Wheeler nun an Lenka.
„Dann freut es euch sicher zu hören, dass ihr genug Zeit zum Kühlen bekommt." Gaya schaltete mit einer kurzen Handbewegung ihren Monitor ein und zeigte den fünf Freunden ein altes Fabrikgebäude in einer verschneiten Einöde.
„Plünder King und Dr. Plage haben sich mal wieder zusammen geschlossen. Blake sammelt weltweit Haustiere für sie ein, an denen sie Versuche durchführen. Ich konnte nichts genaueres herausfinden, da MEL's Sicherheitssystem das ganze Gelände abschottet, aber es kann nichts gutes sein. Ihr müsst diesen armen Geschöpfen helfen."
„Wir sind schon auf dem Weg Gaya," sagte Kwame ernst.
„Seid vorsichtig, ich habe ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache," hielt Gaya sie noch einmal zurück und alle nickten ernst, ehe sie sich auf den Weg machten.
Fortsetzung folgt...
