Von Zeit zu Zeit

Autor: CK

Rating: PG / P6 & eher Friendship als Romance, aber schauen wir mal...

Inhalt: Von Zeit zu Zeit hätte ein einfacher Kuss so Vieles besser gemacht...

Pairing: Absolut Jane & Lisbon :)

Disclaimer: Mir gehört nix; die Serie ist rechtmäßiges Eigentum Bruno Hellers, seines Teams und CBS - eine einfach großartige Serie, wie ich sagen muss; ich hab die Pilotfolge gesehen und war verliebt ;)

Anmerkung: Die Idee zu der Story hatte ich, nachdem ich "Red Brick and Ivy" geschaut hatte; Lisbon kommentierte da etwas, womit ich aber jetzt noch nicht spoilern möchte. Dies hier ist eher eine Oneshot-Serie als tatsächlich Stories, die miteinander in Verbindung stehen; auch wenn sich die Handlung etwas "steigern" wird zu den späteren Teilen hin.

Die Serie habe ich ursprünglich in Englisch geschrieben und jetzt übersetzt; auch die Dialoge, die original aus der Serie übernommen sind, habe hier trotzdem ich frei übersetzt, da ich erstens nicht die deutschen Folgen habe und ich zweitens die Übersetzungen teilweise ziemlich mies finde. Die Originalstory findet ihr ebenfalls hier auf , sofern ihr Interesse daran habt :)


EINS - Küss' den Frosch

Episode Tag zur Pilotepisode.

Sie konnte nicht umhin zu lächeln. Er hatte diese Wirkung auf sie. Er brachte sie zum Lächeln, egal, wie wütend sie auf ihn war, wie sauer oder aufgebracht. Irgendwie schaffte er es immer wieder, ihr ein Lächeln zu entlocken, sie rasch vergessen zu lassen, dass sie ihm eigentlich nicht so schnell vergeben sollte.

Teresa Lisbon war bewusst, dass sie eher versuchte, ihn ein wenig zu erziehen, statt dass sie wirklich sauer auf ihn war. Immerhin löste er ihre Fälle; er war eine große Hilfe. Zwar würde sie es niemals zugeben, aber ohne Patrick Jane wäre ihr Leben und ihre Arbeit viel schwieriger und komplizierter.

Wie jetzt, da ein weitere Fall gelöst und ihre Arbeit für dieses Mal getan war. Ja, sie waren sauer auf ihn, weil er ihnen nicht von Anfang an reinen Wein eingeschenkt und gesagt hatte, was er wusste - und plante. Doch andererseits wussten sie auch, dass dies die Art war, wie Jane arbeitete, und dass vielleicht nur so seine Pläne funktionierten. Mochten sie auch unkonventionell sein - aber sie funktionierten.

Und während er die Fälle löste, schaffte er es ganz nebenbei auch noch, ihr Leben ein Stück besser zu machen. Sie hatte keine Ahnung, ob er es bewusst tat, dass es wirkte und sogar half; doch letztlich war es einfach so. Unwiderruflich.

So wie jetzt wieder, da er einen kleinen Origami-Frosch auf ihren Schreibtisch gelegt hatte, der plötzlich... gehüpft war. Es hatte sie erschreckt; doch dann hatte es sie abermals zum Lächeln gebracht.

"Sie müssen ihn küssen", hörte sie plötzlich seine Stimme hinter sich; er sprach so sanft, dass sie einen wohligen Schauer fühlte.

"Was?", hakte sie nach, ihre Stimme genauso leise wie die seine.

"Sie müssen den Frosch küssen, dann wird er sich in einen Prinzen verwandeln. Sie kennen das Märchen doch, oder?"

Natürlich kannte sie es. Und als sie noch jünger war, ein kleines Mädchen, hätte sie es vermutlich geglaubt. Unglücklicherweise war sie jetzt erwachsen. Und Erwachsene glaubten nicht mehr an Märchen. Oder?

"Aber es ist ein Frosch aus Papier!", protestierte sie, wandte sich jedoch immer noch nicht um.

"Sie müssen nur daran glauben."

Teresa schüttelte leicht ihren Kopf. Das war doch verrückt. Sie würde keinen Papierfrosch küssen. Auch wenn es besser war, als einen richtigen Frosch zu küssen; das würde sie ganz bestimmt nicht...

Komm schon, Lisbon, das kann jetzt nicht dein Ernst sein, schalt sie sich selbst und seufzte. Er stand noch immer da und wartete darauf, dass sie es tat; sie konnte seine Gegenwart praktisch fühlen. So gab sie schließlich nach, sah sich um und versicherte sich, dass niemand sie beobachten würde, um dann den Frosch zu nehmen und ihm einen Kuss zu geben. Sie bekam nicht mit, dass Patrick auf einmal neben ihr stand, bevor seine Lippen nicht ihre Wange berührten.

"Der Prinz sendet Ihnen seine förmliche Entschuldigung, aber er ist leider sehr beschäftigt. Er hat mich gebeten, Ihnen das zu überbringen", flüsterte er; dann verschwand er.

Und wieder hatte er sie zum Lächeln gebracht.

ENDE