Hallo schon wieder,
jaa, ich weiß, ich hab erst gestern zwei Kapitel online gestellt, aber nachdem ich so nette und aufmunternde Reviews gekriegt habe, stelle ich gleich das nächste online. Ich bin ja nicht so gemein, dass ich euch da endlos auf die Folter spannen werde (außerdem hab ich im Moment eine etwas kreativere Phase).
Vielen Dank noch mal für die lieben Reviews an Cynestra, dimmid, DieGinny, Saphira00 und Angel of Freedom! Freut mich, dass euch die Idee gefällt und ich werde mich bemühen, dass ich schnell weiter schreibe!
Viel Spaß mit dem nächsten Kapitel und ich freue mich schon auf eure Reviews!
Liebe Grüße,
Lady Montague
Ginny
Keiner war für sie da. Hermine in Transsylvanien, Ron war definitiv nicht der richtige Ansprechpartner, der würde am ehesten sofort losziehen und Harry zur Rede stellen, und Luna… Nein, nicht Luna. Die würde höchstens mit ihr mitheulen und wäre so was von gar keine Hilfe. Also würde sie wohl alleine damit fertig werden müssen. Verdammt, warum hatte ausgerechnet Malfoy über sie stolpern müssen? Und jetzt machte das Ekel auch absolut keine Anstalten, seiner Wege zu gehen und sie ihrem Elend zu überlassen. Merlin, warum mussten immer ihr solche Dinge passieren? Es war jedes Mal das gleiche, aber auch wirklich jedes verdammte Mal. Sie lief immerzu den falschen Leuten über den Weg, und zwar auch immer zur falschen Zeit. Argh… ausgerechnet Malfoy. Schlimmer ging es ja kaum noch. Der war zwar blond, aber leider nicht so dumm, wie man eigentlich denken sollte. Nein, er war sogar ziemlich clever. Wenn schon jemand aus Slytherin sie hier finden musste, warum dann nicht Crabbe oder Goyle? Die waren blöder als Krötenschleim (falls das überhaupt möglich war), und hätten gar nicht kapiert, was sie da sahen. Ach, was dachte sie denn da, die hätten sie gar nicht bemerkt. Und die wären folglich gar nicht stehen geblieben.
Hach, warum machte er nicht endlich die Fliege? Er machte sie noch wahnsinnig. Sie spürte die unbändige Lust, ihn zu schlagen. Zu ihrem Leidewesen war sie von den Heulkrämpfen zu schwach und zu energielos, um aufzustehen und ihm die Faust in sein makelloses blasses Gesicht zu stoßen.
Moment mal, was sollte das denn?? Er setzte sich doch nicht gerade neben sie auf den Boden?? Doch, genau das tat er. Nein, das durfte doch nicht wahr sein! Gequält stöhnte sie innerlich auf. Jetzt hatte sie ihn wohl endgültig an der Backe.
„Malfoy, was machst du denn da??", knurrte sie.
„Ich kann dich doch hier nicht alleine sitzen lassen.", verteidigte er sich. „Immerhin bin ich Schulsprecher! Du bist zwar aus Gryffindor, aber ganz herzlos bin ich auch wieder nicht. Und außer mir ist ja anscheinend keiner da."
Da hatte er leider recht. Damit, dass außer ihm keiner da war. Aber seit wann besaß Draco Malfoy so etwas wie ein schlagendes Herz? Was war denn aus dem Stein in seiner Brusthöhle passiert? Der konnte sich doch nicht so einfach mir nichts, dir nichts in ein Herz aus Fleisch und Blut verwandelt haben.
Unwillkürlich musste sie lächeln. Die Situation war einfach zu abgedreht, als dass sie die Komik an der ganzen Sache verkennen konnte, so verzweifelt sie im Moment auch war.
Dann kam ihr wieder in den Sinn, wieso sie denn auf dem kalten Steinboden saß und sie heulte wieder los. Sie war allein auf dieser Welt, ganz und gar allein und der einzige, der jetzt bei ihr war, war der den sie am wenigsten leiden konnte. Ach, das Leben war doch so ungerecht!! Sie wurde von einem neuerlichen Weinkrampf geschüttelt und krallte ihre Finger in ihren Umhang. Wie sehr sehnte sie sich jetzt nach einem Menschen, der sie einfach nur in den Arm nehmen würde, sie sanft hin und herwiegen würde, als ob sie ein Baby wäre und einfach nur halten würde. Aber das war utopisch, ein Wunschtraum, außerdem war Malfoy der Letzte, von dem sie umarmt werden wollte. Urgh! Es gab doch keine ekelhaftere Vorstellung als das! Aber außer ihm war keiner da, also musste sie wohl auf tröstenden Körperkontakt verzichten. Was heißt da musste? Sie legte keinerlei Wert darauf, so wars! Iiihhhh, Körperkontakt mit Malfoy, nur über ihre Leiche!!!!
Trotzdem war sie mittlerweile nicht mehr so extrem genervt von seiner Gegenwart. Immerhin war er ein menschliches Wesen, auch wenn er ein abscheulicher, widerlicher, arroganter Kerl war, noch dazu ein Slytherin und aus einer ganzen Familie voller verabscheuungswürdiger Todesser stammte. Tja, in der Not frisst der Teufel eben Fliegen…
So, ich hoffe, es hat euch gefallen!
Danke für eure Unterstützung!
Liebe Grüße,
Lady Montague
