Halli hallo,

ich bins schon wieder und präsentiere euch das nächste Kapitel in dieser überaus tragischen Geschichte! gg

Nein, bin grade in einer totalen Schreibwut, also lasse ich euch die Früchte meiner Arbeit gleich mal zukommen! Ich hoffe, es gefällt euch.

Liebe Grüße,

eure LaMon

Ginny

Malfoy hatte sie tatsächlich in den Schulsprecher- Gemeinschaftsraum geschleppt. Neugierig sah sie sich um. Sie war noch nie hier gewesen, obwohl Hermine auch Schulsprecherin war. Sie wusste nur, dass die Schulsprecher eine eigene Wohneinheit mit eigenem Schlafzimmer, Gemeinschaftsraum und Bad hatten. Aber so hatte sie sich das Ganze nicht vorgestellt. Der Gemeinschaftsraum war so groß wie der in Gryffindor und auch gleich ausgestattet, aber den Raum benutzten doch nur zwei Leute! Hier ließ es sich leben.

Malfoy war in seinem Zimmer verschwunden und sie stand immer noch da und schaute sich um.

„Setz dich doch!", rief er ihr durch die offene Tür zu.

Sie folgte seiner Aufforderung und machte es sich in dem Sofa vor dem Kamin bequem. Sie zog die Beine hoch und kuschelte sich in die Kissen. Im Kamin prasselte ein kleines Feuer.

„Willst du zum Abendessen in die Große Halle gehen?"

Sie schüttelte den Kopf. Sie hatte keinen Hunger, allein der Gedanke an Essen ekelte sie an. Sie dachte, sie würde nie wieder auch nur einen Bissen hinunterbringen.

Malfoy erschien wieder aus seinem Zimmer.

„Die Küche wird das Abendessen hochbringen.", sagte er und nahm in dem Lehnstuhl ihr gegenüber Platz.

Abwartend saß er ihr gegenüber. Sie blieb stumm und umschlang ihre Knie, auf die sie den Kopf legte und einfach in die Flammen starrte. Irgendwie beruhigend, so ein Feuer. Ihre Gedanken schweiften ab. Zu Harry. Zu dem, was er ihr heute gesagt hatte. Dass er keine Beziehung mehr mit ihr wollte. Sie spürte, wie der Kloß in ihrem Hals immer größer wurde und sich die Tränen in ihren Augen sammelten. Warum war denn keiner da, der sie in den Arm nahm? Mehr brauchte sie doch im Moment nicht! Keine gut gemeinten Ratschläge, keine dummen Sprüche und schon gar keine blöden Fragen wie „Warum hat er denn das gemacht?" oder „Was ist nur mit dem los?" Nein, einfach nur im Arm gehalten werden.

Aber wer sollte das schon tun? Hermine war nicht da und Malfoy… Naja, nicht wirklich. Sie schätzte ihn eben nicht als Tröstertyp ein. Sie konnte sich kaum vorstellen, sich an seiner Brust auszuweinen, erstens wollte sie es auf keinen Fall und zweitens würde er es doch nie so weit kommen lassen.

Also heulte sie einfach weiter und bemitleidete sich selbst dafür, dass sie ganz allein auf dieser grausamen und kalten Welt war.

Plötzlich merkte sie, wie neben ihr jemand auf dem Sofa Platz nahm. Sie wollte schon verwundert den Kopf heben, als sie spürte, wie sich zwei starke Arme um sie legten.

„Was machst du da?", fragte sie zaghaft, ohne ihn anzublicken.

„Woher soll ich das wissen?", kam prompt die Antwort. „Und wehe du erzählst das jemandem, dann bist du so was von tot!"

Zum zweiten Mal an diesem Tag musste sie wieder unter Tränen lächeln. Um dann nur noch stärker loszuheulen.

Sie konnte sich kaum beruhigen und wurde von einem Weinkrampf nach dem anderen geschüttelt. Sie umklammerte Malfoys Arme und schnappte zwischen einzelnen Schluchzern immer wieder nach Luft.

„Wieso?", schniefte sie. „Wieso nur?"

Verzweifelt warf sie ihren Kopf gegen seine Brust und heulte ihm das Hemd voll.

Sie wusste nicht, wie lang sie so in seinen Armen lag und weinte wie ein Baby. Es erschien ihr endlos lang. Als ihre Tränen endlich versiegt waren, fühlte sie sich erschöpft und leer. Es kam ihr ohnehin alles trostlos, leer und tot vor- ohne Harry. Sie begann wieder zu schniefen.

„Oh nein, du flennst nicht schon wieder los!", vernahm sie Malfoys Stimme. Sie befreite sich aus seiner Umarmung und war sich in die andere Ecke des Sofas. Sie umarmte ein Kissen und verzog trotzig das Gesicht.

„Ich kann tun, was ich will!", schoss sie patzig zurück.

Seine grauen Augen blitzten gefährlich auf.

„Schluss, hörst du? Schluss. Wenn ich mich schon um dich kümmere, dann kann ich dir auch wenigstens sagen, wann du heulen sollst und wann nicht. Und du hast heute schon den halben Tag geweint. Wenn du hier keinen Ton von dir gibst und stattdessen nur flennst, schleife ich dich persönlich an den Haaren zu Potter nach Gryffindor zurück." Er klang ernst. Sie beschloss, lieber nichts zu riskieren und kaute nur stumm an ihrer Unterlippe. Wow, er konnte ganz schön autoritär klingen. Das hatte sie gar nicht gewusst. Abwartend sah sie ihn an. Er fuhr sich mit der Hand durch seine langen blonden Haare, die ihm in die Stirn fielen. Er sah irgendwie müde und abgespannt aus.

Morgen kriegt ihr dann die nächsten beiden Kapitel, versprochen! Und die Geschichte… na ja, ich verrat euch nichts, ihr müsst euch ein wenig gedulden. Aber ich sag euch so viel, dass das Ganze jetzt spannender wird….

Liebe Grüße,

eure LaMon