Hallo,
Danke für die Reviews an DieGinny und Moondancer.
Eure lieben Reviews bauen mich so auf, dass ich die meiste Zeit vor dem Rechner sitze und wie blöde tippe. Ich hoffe, euch gefallen die Resultate!
So, jetzt geht es aber mit Draco und Ginny weiter…
Liebe Grüße,
LaMon
Draco
Er erwachte, als sich neben ihm jemand regte. Ginny. Sie schien war anscheinend schon länger wach als er. „Guten Morgen.", meinte er, als er sich lächelnd zu ihr umdrehte. Sie sah ihn unsicher aus großen grünen Augen an. Sie schluckte. „Was ist nur passiert?", fragte sie leise, während eine Träne langsam aus ihrem Augenwinkel trat und ihre Nasenspitze entlangrollte. „Was habe ich nur getan?" Er musste sich beherrschen, nicht gleich auszurasten. Frauen! Er würde sie nie verstehen. Da verbrachte man eine wunderschöne Nacht miteinander und am nächsten Morgen machten sie bereits wieder Probleme. Er zwang sich zur Ruhe und erwiderte nichts. Er würde einfach schweigen. Damit war er hoffentlich auf der sicheren Seite. Neben ihm heulte Ginny herzzerreißend los. Sie vergrub ihr Gesicht in dem Kopfkissen und ließ ihren Tränen freien Lauf. Zwischendurch drangen unverständliche Worte gedämpft durch den Polster. Langsam nahm er das Ganze persönlich. Da verbrachten sie eine schöne Nacht miteinander und am nächsten Morgen hatte sie nichts Besseres zu tun, als zu heulen. Was sollte das denn? Was sprach denn dagegen, den Tag gleich schön zu beginnen, wie er geendet hatte? Er warf einen Blick auf das weinende rothaarige Wesen neben sich. So attraktiv war sie im Moment auch nicht. Außerdem sah er es nicht gerade als Kompliment, dass sie neben ihm im Bett aufwachte und gleich darauf in Tränen ausbrach. Das war wohl eher das Gegenteil. Und ihr Verhalten kratzte enorm an seinem Ego. Die Nacht konnte doch nicht so schrecklich gewesen sein. Was hieß hier überhaupt, konnte… er wusste, dass sie es nicht gewesen war. Vielleicht sollte er mit ihr reden. Es war zumindest einen Versuch wert.
„Ginny?" Er dachte, dass es angesichts der Situation, in der sie sich befanden, sinnvoller war, sie mit ihrem Vornamen anzusprechen.
Sie schluchzte immer noch und wandte nicht einmal den Kopf, als er sie ansprach. Er seufzte verhalten auf. Das konnte ja heiter werden.
Sanft fasste er sie bei der Schulter. „Ginny, sieh mich an."
Sie hob ihr Gesicht ein wenig an und sah ihn aus einem Vorhang von rotem Haar an.
„Was hast du denn?", fragte er vorsichtig. Sie begann erneut zu weinen.
Er warf einen genervten Blick zur Decke. Langsam reichte es ihm.
„Wieso weinst du?" Seine Stimme klang schärfer, als er es beabsichtigt hatte.
„Das kann dir egal sein!", schoss sie patzig zurück, während sie immer noch von Schluchzern geschüttelt wurde.
Er spürte, wie die berühmte und gefürchtete Malfoy'sche Wut in ihm hochstieg. Er atmete tief aus und ein. Ganz ruhig, Draco, ganz ruhig. Du darfst jetzt nicht die Beherrschung verlieren. Am liebsten hätte er sie so lange gebeutelt, bis sie ihm sagte, was mit ihr los war. Aber er vermutete, dass sie dann erst recht kein Wort mehr mit ihm wechseln würde. Somit fiel diese schöne und überaus praktische Alternative weg. Er hatte wie bereits erwähnt absolut kein Problem damit, Gewalt anzuwenden, wenn es um ihn persönlich ging. Und in diesem Fall ging es eindeutig um seine Person. Er war sich aber ziemlich sicher, dass er damit nur noch mehr Probleme heraufbeschwören würde. Und im Moment hatte er davon wahrlich genug. Er versuchte es noch einmal mit Konversation.
„Ginny, worum geht es?"
Sie weinte noch stärker. „Es war ein Fehler!", brachte sie mühsam unter Schluchzen heraus. „Ein schrecklicher Fehler! Was wird nur Harry denken?" Er musste sich beherrschen um ihr nicht das Kissen auf den Kopf zu schlagen, und er meinte schlagen im wahrsten Sinne des Wortes. Schon wieder Potter! Konnte sie den Typen nicht einfach vergessen? Sogar jetzt machte ihm der Goldjunge Probleme! Er hasste ihn noch mehr als sonst- wenn das überhaupt möglich war. Langsam hatte er kein Interesse mehr an diesen Kindereien. Es war verdammt noch mal nicht sein Problem, dass Potter wieder mal herumsponn! Und wenn sie damit nicht klar kam, dann sollte sie bitte schön wen anderes belästigen, aber nicht ihn. Und vor allem nicht am frühen Morgen. Außerdem hatte Potty sie verlassen, also konnte sie tun, was sie wollte. Gut, das hatte sie doch getan. Aber warum hatte sie jetzt Gewissensbisse? Und bitte- es war direkt Blaspehmie, wenn sie in seinen Armen um Potter trauerte. Es war ja wohl allgemein anerkannte Tatsache, dass der- Junge- der- immer- noch- lebte- und- andauernd- den – Helden- spielen- musste ihm, Draco Malfoy, nicht das Wasser reichen konnte. Er, Draco war schließlich ein Gott, und Potter- wie konnte man es nett ausdrücken? Moment mal wieso eigentlich nett, wenn man doch nur Tatsachen aussprach? Er war ein Gott und Potter ein lächerlicher, kümmerlicher kleiner Wurm. Was hatte sie also um alles in der Welt für ein Problem?
Wealsey machte immer noch keinerlei Anstalten, mit dem überaus nervenden Geheule aufzuhören und sie schien auch keineswegs an einer Unterhaltung interessiert zu sein. Er wollte einfach nur duschen und sehnte sich nach einem schönen und reichhaltigen Frühstück. Für weibliche Zicken hatte er momentan weder Verständnis noch die Muße, sich freiwillig damit zu quälen.Also stand er auf und ließ die weinende Ginny in seinem Bett zurück.
„Ich gehe mal unter die Dusche, Weasley. Verzeih mir, aber ich habe Hunger und will so schnell wie möglich in die Große Halle hinunter. Wir sehen uns spätestens dort." Mit diesen Worten verließ er sein Zimmer und ging ins Bad.
Und gleich kommt das nächste Kapitel...
