Hallo ihr Lieben!!

So, jetzt bekommt ihr mal ein längeres Kapitel ;)- es war nicht meine Absicht, euch andauernd mit so kurzen Kapitelchen hinzuhalten reumütigdreinschau

Ich arbeite jetzt schon am nächsten Kapitel, komme allerdings nicht so recht weiter. Ich muss noch daran feilen und mir überlegen, wie es weitergehen soll. Es kann also etwas dauern, bis das nächste Chap online ist.

Vielen Dank wieder für eure lieben Reviews!!!

Gifty: Oohhhh, dir gefallen meine Formulierungen wirklich?? Wow! Danke! Hab mich total darüber gefreut!! Und ja, ich verspreche, die nächsten Chaps werden länger- riesengroßes Hexenehrenwort- wenn ich wortbrüchig werde, komme ich auf der Stelle nach Askaban! Ich werde mich von nun an redlich bemühen 

DieGinny: Freut mich, dass dir die Idee gefallen- ich fand die Vorstellung auch ganz lustig, dass Harry mal von Ron eins drüberbekommt. Mann, langsam krieg ich Angst mit euren Kitzeldrohungen!!! Verspreche, mich in Zukunft zu bessern betretenaufdietastaturschau

Moondancer: Hab mich total über deine Euphorie gefreut! Ich hoffe, dass ich dir weiterhin so fleißig neue Kapiteln liefern kann- ich werde mich bemühen 

sarah: Vielen vielen vielen Dank für deine aufbauenden Worte!! Ich wusste gar nicht, dass euch meine Formulierungen so gefallen!! Danke, es tut gut, mal zu hören, dass der Stil gefällt! Hehe, Harry ist eine ziemliche Jammergestalt, gelt? Ich kann ihn auch nicht ausstehen…. Oops, war das jetzt ein bisschen parteiisch?

julikchen: Die Spiele werden definitiv beginnen, ich muss wie gesagt noch etwas mehr Denkarbeit reinstecken- momentan etwas schwierig, weil ich von Aminosäuren terrorisiert werde und mir bald die Glykolyse und andere Stoffwechselwege im Nacken sitzen. Aber ich bemühe mich, dass ich bald einen entsprechenden Geistesblitz in das nächste Worddokument hacke. Ich hab schon eine vage Vorstellung, die allerdings noch ausreifen muss. Sag mal, genügt dir Ron für den Anfang auch? Ich will mir die Auseinandersetzung zwischen Harry und Draco noch für später aufheben, wenn die Sache so richtig zwischen Ginny und Draco läuft?

Ooohhh, dir gefällt mein Schreibstil! Danke!!! Hab mittlerweile ein richtig bescheuertes Dauergrinsen im Gesicht, weil ich mich deswegen nicht mehr einkriege- ich könnte dich für das liebe Lob einfach knuddeln!!!

P.S: Das mit dem Knuddeln gilt euch allen, die ihr so fleißig und treu reviewt!!

P.P.S: Und an alle Schwarzleser: Ich würde mich wirklich wirklich über ein paar nette Worte freuen- es muss ja jetzt kein ellenlanges Review sein- reichen ja drei Worte.

So, jetzt hab ich aber endgültig genug gefaselt und überlasse euch dem nächsten Kapitel 

Viel Spaß und ich freue mich schon auf eure Reviews!

Viele liebe Grüße.

Eure LaMon

Draco

Die nächsten Wochen vergingen, ohne dass er Ginny Weasley über den Weg lief. Man musste allerdings auch dazu sagen, dass er ihre Gesellschaft nicht unbedingt suchte. Aber er sah sie weder in den Pausen auf den Gängen, noch bei den Mahlzeiten in der Großen Halle, noch sonst irgendwo. Sie schien plötzlich verschwunden zu sein.

Irgendwann in dieser Zeit kam Granger aus Transsylvanien zurück und nervte ihn mit ihren endlosen Monologen darüber, wie toll sie doch an ihrem Projekt hatte arbeiten können und wie begeistert doch- er hatte den Namen von dem Kerl dort vergessen- von ihrer Arbeit gewesen war. Also absolut uninteressant und typisch Granger eben. Es genügte, wenn er von Zeit zu Zeit ein undefinierbares Brummen von sich gab und sie mehr oder minder unregelmäßig beleidigte. Damit zollte er ihr genug Aufmerksamkeit, sodass sie zufrieden war und ihn nicht mehr als sonst belästigte. Er war ja nur heilfroh, dass sie ihn mit der ganzen Potter- Weasley- Geschichte verschonte. Anscheinend hatte Ginny ihr nichts von seiner Rolle in der ganzen Sache erzählt. Denn dann hätte Granger ihn schon längst mit dem Cruciatus belegt und das auch noch als gerechte Strafe bezeichnet. Frauen waren einfach viel zu emotional! Warum konnten sie die Dinge nicht ungezwungener sehen? Und überhaupt- Granger ginge das alles ja überhaupt nicht an. Schließlich hatte er mit Ginny geschlafen und nicht mit ihr. Aber die beste Freundin reagierte meist noch mehr über als die tatsächliche Affäre oder Exfreundin. Merlin, nein, Granger durfte unter keinen Umständen davon erfahren. Er musste noch fast ein ganzes Schuljahr mit ihr in einem Turm leben- diese Tatsache allein waren schon Qual genug- aber wenn sie auch noch berechtigt wütend auf ihn war, dann wären die nächsten Monate die reinste Hölle auf Erden.

Doch um ehrlich zu sein: Ein bisschen verletzt war sein Stolz schon, weil Ginny nicht einmal ihrer besten Freundin von der Nacht erzählt hatte. Frauen besprachen doch prinzipiell alles miteinander. Warum hatte sie das nicht getan? Nicht, dass es ihn interessiert hätte. Nein, im Gegenteil, ihm war gleich, was Granger und Weasley redeten. Doch die Möglichkeit, dass Weasley die Nacht leichter vergessen konnte, als er gedacht hatte, kratzte an seinem Ego. Niemand vergaß eine Nacht mit einem Malfoy! Aber wieso ging sie ihm dann aus dem Weg? Halt! Korrigierte eine nervige Stimme in seinem Kopf. Du meidest sie doch genauso.

Aber nur, weil ich keinen Wert darauf lege, sie zu sehen.

Die Stimme lachte abschätzend.

Ja, genau, und deine Eltern wollen Potter demnächst adoptieren!

Wage es nicht, meine Eltern zu beleidigen!!

Tu ich doch nicht. Die Sache ist nur gleich abwegig wie deine Behauptung eben.

Welche Behauptung?

Dass du die kleine Weasley nicht sehen willst.

Ach, sei doch still!

Was, wenn ich es nicht bin?

Dann… dann…

Na, fällt dir nichts ein? Draco ist verliebt, Draco ist verliebt! Die Stimme überschlug sich fast vor Schadenfreude.

Ich bin nicht in sie verliebt!

Nein, definitiv nicht. Du hast sie nur flachgelegt und willst das baldigst wiederholen. Einfach so. Ohne Hintergründe- na ja, außer eigennützige eben.

WAS?

Ich habe nichts gesagt.

Doch!

Nein!

Doch, hast du.

Oh, tatsächlich? Und was bitte schön?

Du weißt genau was, du Scheusal!

Nana, Draco, nun wird mal nicht ausfällig!

Ich wird noch was ganz anderes, wenn du weiterhin so nervst!

Oh, soll das etwa eine Drohung sein?

JA, verdammt noch mal!!

Ok, ok, ich hör ja schon auf.

Danke.

Aber sie geht dir nicht aus dem Kopf, stimmt's?

GRRR!!!!! Diese hochmütige Stimme machte ihn noch wahnsinnig! Sie war ja sogar noch nervender als Granger- und das war doch beinahe unmöglich.

Ach komm, jetzt sei doch nicht so! Ich hab recht, oder?

Ja, du Schlaumeier!

Und das nicht nur, weil es um deine infantile Rivalität mit Potter geht? Du willst jetzt nicht nur die Bestätigung haben, dass du besser als unser Held bis?

Naja, nicht primär…

Nicht primär? Die Stimme klang lauernd.

Naja, immerhin bin ich ein Mann.

DRACO!! Ein empörter Aufschrei folgte sogleich.

JA, VERDAMMT, ICH WILL SIE SEHEN, WEIL ICH SIE WIEDER SEHEN WILL, BIST DU JETZT ZUFRIEDEN???

Voll und ganz. Dann leg dich mal ins Zeug, Junge.

Er gab es auf und beschloss seine innere Stimme in Zukunft zu ignorieren.

Ginny

Sie beschloss, den Vorfall mit Malfoy nach Möglichkeit zu ignorieren und einfach zu vergessen. Sie hatte sich jetzt um wichtigere Dinge zu kümmern. Sie versuchte, ihm möglichst aus dem Weg zu gehen. Während des Unterrichts war das nicht weiter schwierig, immerhin war er eine Klasse über ihr. Schwierig gestaltete sich dieses Vorhaben bei den Mahlzeiten. Den ersten Tag hatte sie das Abendessen einfach ausfallen lassen und Frühstück und Mittagessen so früh wie möglich eingenommen. Aber auf Dauer konnte sie nicht einfach auf das Abendessen verzichten.

Doch Hilfe bekam sie unerwarteterweise von einem alten Bekannten. Dobby. Mittlerweile als freier Hauself in Hogwarts beschäftigt verehrte Dobby immer noch Harry Potter und dessen Freunde. Und zu diesen zählte er Ginny. Er war zwar Harry treu ergeben, aber er sah die Trennung nicht so eng, wie die meisten Menschen. Hauselfen hatten zu derlei Dingen einen anderen Bezug.

Ginny saß gerade unglücklich auf ihrem Bett und starrte die gegenüberliegende Wand an. Plötzlich erschien mit einem Plop ein kleines Wesen mit abstehenden spitzen Ohren und suppentellergroßen Augen.

„Miss Ginny ist sehr traurig, oder?", fragte Dobby mitleidig.

Sie nickte.

„Dobby hat gehört, was passiert ist. Dobby legt keinen Wert darauf, was andere sagen. Dobby will nicht, dass Miss Ginny weint."

Er hatte sich auf den Boden vor ihrem Bett gehockt und sah sie treuherzig an. Sie musste lächeln.

„Ich… ich weiß nicht, was ich tun soll, Dobby.", antwortete sie leise.

„Dobby kann helfen!", bot der Hauself sofort eifrig an.

Sie schüttelte den Kopf. „Nein, ich fürchte nicht."

Er schwieg enttäuscht. Dann erhellte sich seine Miene schlagartig.

„Aber Dobby kann zuhören."

„Ja, das kannst du…"

Dann erzählte sie ihm –nun ja, beinahe- ihre ganze Misere. Dass Harry Schluss gemacht hatte (das allerdings alles ausführlich) und dass Malfoy sie getröstet hatte und sie nun nicht wusste, wie sie sich am besten ihm gegenüber verhalten sollte. Details sparte sie hier großzügig aus. Dobby hörte aufmerksam zu, die Stirn in tiefe Falten gelegt. Er versuchte zu verstehen, auch wenn ihm das Problem überhaupt nicht klar war. Ginny musste lächeln, als sie ihn so dasitzen sah.

„Ich denke, Miss Ginny macht sich zu viele Gedanken.", sagte er schließlich altklug. „Wenn sie diesen Jungen aus Dobbys alter Familie nicht sehen will, dann soll sie das auch nicht tun." Er grübelte wieder. „Und Dobby kann Miss Ginny das Abendessen auch hier herauf bringen, wenn sie das möchte. Dann muss sie nicht in die Große Halle und Masters Sohn sehen."

Sie lächelte dankbar. „Dobby, du bist ein Engel!"

Der Hauself wurde dunkelrot. Verlegen wand er sich hin und her.

„Dobby tut nur das, was er für richtig hält.", erwiderte er schließlich bescheiden.

Von nun an servierte Dobby ihr das Abendessen im Gemeinschaftsraum. Anfangs sträubte er sich entsetzt, als sie ihn einlud ihr Gesellschaft zu leisten, aber dann fand er Gefallen daran. Sie freute sich immer schon auf die halbe Stunde mit dem Hauself. Dobby war einfach Gold wert. Er brachte sie zum Lachen und war absolut glücklich, bei ihr sein zu dürfen. Sie nahm sich vor, ihm zu Weihnachten einen Pullover in greller Wolle zu schenken.

Irgendwann kam Hermine zurück. Sie war schrecklich wütend auf Harry und verbrachte Stunden damit, eine Rinne in den Boden von Ginnys Schlafsaal zu laufen, während sie sich über Harrys Unreife ausließ.

„Was denkt er sich eigentlich? Dass er mit dir spielen kann? Pah, dass er dermaßen kindisch und unreif ist, hätte ich mir nie gedacht. Er hat dich ja überhaupt nicht verdient!"

Ginny verschwieg ihr die Episode mit Malfoy. Sie vermutete, dass Hermine dann nur noch mehr ausgerastet wäre. So beschränkte sie sich darauf, sich an den Wutanfällen ihrer Freundin rege zu beteiligen.

Ron und Harry wechselten kein Wort mehr miteinander und übersahen sich rigoros, wenn sie sich mal in demselben Raum befanden (was ziemlich häufig der Fall war). Auch das Verhältnis zwischen Hermine und Harry war momentan ziemlich unterkühlt. Sie war einerseits dankbar über diese unmissverständlichen Loyalitätsbezeugungen, doch andererseits fand sie sie auch etwas übertrieben. Die drei waren seit dem ersten Jahr in Hogwarts befreundet, warum sollte ihre Freundschaft jetzt beendet sein?

Und von Harry wollte sie im Moment nichts wissen. Er hatte ihr übel genug mitgespielt.. Nein, mit ihm war sie fertig. Sie ärgerte sich nur darüber, dass sie ein halbes Jahr an ihn vergeudet hatte.

Wer ihr allerdings nicht aus dem Sinn wollte, war Draco Malfoy. Immer wieder war ihr, als würde sie ihn vor sich sehen. Und egal wie stark sie sich einzureden versuchte, dass die Nacht nichts zu bedeuten gehabt hatte und einfach ein einmaliger Ausrutscher gewesen war, so wurde sie doch immer von einer wohligen Wärme durchflutet, sobald sie daran zurückdachte.

Hör auf, wir reden hier von Malfoy! Ärgerlich schüttelte sie den Kopf, als könnte sie dadruch die Gedanken an ihn vertreiben.

Aber du musst doch zugeben, dass der Kerl zumindest was hat! Wandte ein dünnes Stimmchen ein.

Ja, ein eigenes Zimmer mit einem großen Bett darin!

Jetzt sei doch nicht so.

Ich BIN aber so! Langsam wurde sie wütend.

Dir ist nicht zu helfen. Was willst du denn mehr? Hallo, wir reden von Draco Malfoy! DRACO MALFOY! DER DRACO MALFOY! Absoluter Sexgott und… Die Stimme überschlug sich fast vor schwärmerischer Begeisterung.

Halt, stopp! Jetzt krieg dich wieder ein! Grrr, Verräterin!

Aber denk doch nur mal an seinen Oberkörper! Und an seine sturmgrauen Augen! Und seine blonden Haare! Und…

Nein, hör auf abzulenken!

Wie, ich lenke ab? Wieso denn? Das Stimmchen klang verwundert.

Weil du von den wesentlichen Dingen abschweifst.

Ach, und sein Körper ist nicht wesentlich? Wandte sie Stimme feixend ein.

Grrr. Doch.

Sag ich doch. Das Stimmchen klang zufrieden.

Aber…

Was aber?

Du misst dem Ganzen zu viel Bedeutung bei.

Tu ich das?

Ja.

Nein.

Doch, tust du

Nein, tu ich nicht.

Doch.

Inwiefern?

Du siehst das Ganze anders.

Ja, klar. Das Stimmchen troff nur so vor Sarkasmus.

Hey! Hör auf sarkastisch zu sein!

Hör auf heuchlerisch zu sein. Antwortete die Stimme hochmütig.

Heuchlerisch?

Ganz genau.

Ja, vielleicht war das Ganze mehr, als nur auf den Spaß begrenzt. Trotzdem war ich für ihn nur ein Betthäschen und nichts weiter.

Und was wenn nicht?

Dann habe ich ein Problem. Und zwar ein großes Problem.

Als Antwort ertönte ein selbstzufriedenes Kichern. Ich habs dir doch gesagt, ich habs dir doch gesagt! Das Stimmchen sang schadenfroh vor sich hin und amüsierte sich königlich über ihre Verlegenheit.

Argh, diese innere Stimme brachte sie noch zur Verzweiflung!

Naaa, war das mal ein tiefer Einblick in das Gefühlschaos von zwei verwirrten und verirrten Seelen??? Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, das Kapitel zu schreiben. Ich glaub, ich hab wie eine Wahnsinnige gekichert- meine armen Mitbewohner….

Freue mich auf eure tollen Reviews!!!

Liebe Grüße,

eure LaMon