Hallooo,
So, da bin ich wieder!
Und wie immer herzlichen Dank an meine lieben Reviewer- und an alle Schwarzleser: Wenn ihr in Reichweite wärt, dann hätte ich große Lust, euch einen Crucio auf den Hals zu hetzen! schwarzegewitterwolkenbrauensichamhorizonzusammen
Bitte schreibt doch mal ein klitzekleines Review! Einfach auf den Button klicken und ein paar Worte tippen. Das ist doch nicht so schwer, oder? stirnrunzelnundfragenddreinblickend
Aber jetzt zu meinen treuen Reviewern : )
Sarah: Ich dachte mir, dass du dich über die plötzliche Wendung aufregst! Ich weiß noch nicht, wie ich die ganze Sache mit Draco weiterentwickle. Hängt von ein paar Sachen ab- hehe. Vielleicht erfährt er ja einen Sinneswandel oder er bleibt das unsensible Arschloch. Einfach mal abwarten… Ich hab mich übrigens total über dein Review gefreut: Du warst ja die Erste, du fleißiges Bienchen!
DieGinny: Deine Reviews sind einfach Spitze! Du hast einfach super Ideen! Danke! Ich versuche, deine Ideen zu beherzigen. Der Heuler kommt vielleicht noch… aber später. Und die Reaktion der Malfoys bleibt auch nicht zu lange aus- aber ich spiele mit dem Gedanken, vorher noch Snape einzubauen… Hm, mal sehen…
Sapentia: Danke für dein Lob! Das rinnt runter wie Honig! Freut mich, dass dir Chap gleich gefällt wie mir! Ich bin beim Schreiben selber fast vom Stuhl gefallen… Ich hoffe, das nächste gefällt dir genauso.
Moondancer: Mir hat die Episode mit Rumpelstilzchen Ron auch gefallen- aber jetzt kommen noch ein paar bessere Vergleiche, vielleicht gefallen sie dir ja auch. Ich hoffe, ich hab dich mit dem neuen Chap nicht zu lange warten lassen…
Cynestra: Die Eule kommt bald. Lass dich überraschen. Jett kommen erst mal ganz andere Herausforderungen…
blackberry: Danke für dein Review! Ich freu mich, wenn sich auch noch unbekannte Reviewer hierher verirren. Zu der Sache mit Malfoy und Hermine: Ich denke, nachdem die beiden zusammenwohnen, hat sich einfach eine Hassbekanntschaft unter Mitbewohnern entwickelt. Sie braucht einfach jemanden zum Zuschwallen- außerdem kann sie mit dem Projekt vor ihm angeben- und er ist im Moment zu beschäftigt, um fies zu sein. Wenn die Nachfrage besteht, kann er ihr gegenüber allerdings noch fieser werden…. Kein Problem…
LunaNigra: Wow, herzlichen Dank für dein Review! Und Danke, dass du die Story gelesen hast! Hab mich total gefreut, als ich gesehen habe, dass du die Story angeklickt hast. Freut mich, dass dir die Idee gefällt. Ich hoffe mal, dass der Story nicht bald der Esprit ausgeht…
So, in dem Kapitel passiert mal wieder nicht so viel, dafür gibt es viele schnelle und brutale Dialoge, außerdem wird Draco mit den Psychotricks der Frauen konfrontiert und gequält. Ich hoffe, es gefällt euch und freue mich schon auf eure Reviews!
LG,
eure LaMon
P.S: Neue Reviewer sind immer willkommen!
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Draco
Weasley hopste wie ein Irrwicht umher und raufte sich die Haare, während er immer wieder die gleichen zusammenhanglosen Sachen schrie.
„Was hast du dir dabei gedacht? Hast du vergessen, wer er ist? Was er getan hat?"
Weasley ratterte immer wieder dieselben Fragen herunter, nur steigerte sich seine Stimme von Runde zu Runde in einem wahnwitzigen Crescendo.
„Verdammt, Ginny, das ist MALFOY!!"
„ICH WEIß!", schrie sie entnervt zurück.
Draco konnte nur mit Mühe ein Grinsen unterdrücken. Am liebsten hätte er sich gemütlich gegen eine Wand gelehnt und die Szene, die sich ihm gerade darbot, genossen. Man erlebte es nicht alle Tage, dass sich Bruder und Schwester derart anbrüllten. Die Situation entbehrte durchaus nicht einer gewissen Komik. Einzig und allein die unbeherrschbare Wut Weasleys bereitete ihm Sorgen, immerhin stellte dieser Umstand doch ein ernsthaftes Risiko für sein Leben dar. Er war absolut nicht darauf aus, dass Weasley ihn wütend niederschlug und dadurch sein makelloses Aussehen entstellte.
Währenddessen ging der Streit der beiden Geschwister nach wie vor erbittert weiter.
„Nein, Ron, aber es ist langsam an der Zeit, die Vergangenheit hinter uns zu lassen!"
Ginny hatte sich ebenso in Rage geredet wie ihr Bruder. Sie bekam mittlerweile rote Wangen von der Aufregung. Er betrachtete sie und musste unwillkürlich lächeln. Sie sah richtig süß aus, wie sie da mit vor Zorn funkelnden Augen und bebenden Lippen stand und vor Wut nur so rauchte.
„Lenk jetzt nicht vom Thema ab!", schnappte Weasley wütend.
„Ich lenke nicht vom Thema ab!", keifte sie zurück.
„Doch!"
Weasley schöpfte keuchend Atem, bevor er sie weiter anschrie.
„Ginny, du stehst trotzdem knutschend mit MALFOY im Gang!"
Merlin, weswegen regte sich der Kerl eigentlich auf? Wieso war er nur so engstirnig? Außerdem war sie doch alt genug, um für sich selbst zu entscheiden, da musste sie ihren Bruder doch nicht um Erlaubnis fragen! Pah, das wäre ja noch schöner!
„ICH WEIß!", schrie sie wütend zurück. „Und ich bin dir keine Rechenschaft darüber schuldig! Ich kann knutschen, mit wem ich will! Und du kannst es mir nicht verbieten!"
Sie war noch wütender geworden und ihre Augen hatten mittlerweile ein gefährliches Glitzern angenommen.
Er wusste gar nicht, wie ihm geschah, doch plötzlich hatte sie ihn flugs am Kragen gepackt und an sich gezogen. Bevor er auch nur einen klaren Gedanken fassen konnte, presste sie ihre Lippen schon gierig auf die seinen und begann ihn leidenschaftlich zu küssen. Er erwiderte den Kuss mit derselben Intensität und schlang seine Arme fest um sie. Er vernahm nur ein erschüttertes Keuchen aus Weasleys Richtung und folgerte, dass diesem gar nicht gefiel, was sich da vor seinen Augen abspielte. Aber das war im Moment nebensächlich- nun ja, beinahe nebensächlich zumindest. Wenn er ehrlich war, er genoss es schon, Weasley damit zur Weißglut zu treiben. Als sie sich endlich voneinander gelöst hatten, explodierte dieser wie eine Packung Inferno de Luxe von Weasleys wildfeurigen Wunderknallern.
„Das schlägt dem Fass doch den Boden aus! Bist du jetzt komplett übergeschnappt?"
Er kriegte sich vor lauter Aufregung fast gar nicht mehr ein.
„Und du, Malfoy, LASS GEFÄLLIGST DIE FINGER VON MEINER SCHWESTER!"
Er klang ernst. Hm, das hatte er ihm gar nicht zugetraut. Obwohl ihn nach der Szene zwischen Potter und Weasley eigentlich gar nichts mehr überraschen durfte. Er hatte Weasley wohl eindeutig unterschätzt. Moment mal, unterstellte der ihm gerade, dass er, Draco Malfoy, mit der ganzen Sache jetzt angefangen hatte? Oh nein, das musste er wohl nicht auf sich sitzen lassen! Das schrie geradezu nach einer Richtigstellung. Was konnte schließlich er dafür, dass er auf Mädchen eine derart anziehende Wirkung hatte?
„Das würde ich ja gerne, Weasley, aber sie ist nun mal so fordernd, da kann ich ihr kaum widerstehen!"
Er musste grinsen, als der Rothaarige nur noch wütender auf und ab hüpfte.
„WERD JA NICHT FRECH, FRETTCHEN!"
Frettchen? Das musste er sich wohl nicht gefallen lassen. Jetzt war er schon schuld daran, wenn er geküsst wurde. Das wurde ja immer schöner. Er ging in die Offensive.
„Hey, jetzt hat SIE mich geküsst!"
Weasley kippte vor lauter Schreck fast um.
Draco konnte nicht verhindern, dass sich ein diabolisches Grinsen um seine Mundwinkel stahl. Der Anblick war aber auch zu komisch. Er konnte förmlich sehen, wie die Gedanken hinter der Stirn seines Gegenübers verzweifelt ratterten und doch nur chaotisch durcheinander flogen.
Als dieser dann schließlich entgeistert japste: „Soll das heißen, das geht schon länger zwischen euch?", konnte er einfach nicht anders. Die Worte rutschten ihm einfach so über die Lippen.
Er schlang seinen Arm um Ginny und zog sie fest an sich.
„Ich weiß, du wirst dich nicht freuen, das zu hören, aber deine Schwester und ich sind zusammen!"
So, jetzt war es draußen. Jetzt hatte er es gesagt. Doch komischerweise blieb das erwartete beklemmende Gefühl der aufsteigenden Panik aus. Im Gegenteil, er wurde von einer merkwürdigen glücklichen Zufriedenheit durchflutet. Er lächelte und zog Ginny fester an sich. Sie kuschelte sich an ihn. Mit einem Mal dachte er, dass dieser Moment unter keinen Umständen real sein konnte. Er hatte sie doch gar nicht verdient.
„Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!"
Seine Gedankengänge wurden von einem kreischenden Peeves empfindlich gestört. Der Poltergeist drehte über ihren Köpfen selbstzufrieden seine Runden und fand ein diebisches Vergnügen daran, ihn zu verspotten. Ihn, einen Malfoy. Das allein war ja schon Grund genug, dem Poltergeist für den Rest seines Lebens als Geist den Blutigen Baron auf den Hals zu hetzen. Bis jetzt hatte er noch nie größere Schwierigkeiten mit dem Poltergeist gehabt (gut, wenn diese Nervensäge es sich partout einbildete, als sinnvolle Freizeitbeschäftigung die Schüler mit Wasserbomben zu bewerfen, dann empfand er ihn durchaus als störend), aber er hatte noch nie einen Anlass gehabt, sich mit Peeves in einen kriegsähnlichen Zustand zu begeben- bis jetzt. Jetzt hatte er allen Grund, dem Geist ein für alle Mal den Krieg zu
erklären. Was bildete sich der überhaupt ein?
„PEEVES, HALT'S MAUL!"
Er versuchte so autoritär wie möglich zu klingen und blaffte Peeves in demselben Ton an, den er für gewöhnlich Hauselfen, andere Untergebene oder andere Wesen, die hierarchisch weit unter ihm standen, parat hatte. Doch leider imponierte das dem Poltergeist keineswegs in der Weise, wie das sonst der Fall war. Peeves fuhr einfach fort, seine Runden zu fliegen, während er laut und falsch den Hochzeitsmarsch pfiff.
Durch den Lärm angelockt kam dann auch MacGonnagall an und versuchte den Poltergeist zur Vernunft zu bringen. Ihre Bemühungen waren schlichtweg lächerlich. Außer dem Blutigen Baron hatte nichts und niemand Peeves in der Hand. Erst Snape schaffte es, den Störenfried unter Androhung des Hausgeists von Slytherin zum Aufgeben zu bewegen.
Snape scheuchte anschließend alle zum Abendessen und Weasley zerrte Ginny an der Hand hinter sich her während er irgendetwas von „…Eule…" und „…Mum…" zischte.
Er selbst machte sich eilig auf den Weg in die große Halle und hoffte, dass noch genügend Essen übrig war. Und dass sich die Neuigkeit mit Ginny und ihm noch nicht herumgesprochen hatte.
Er saß mit Blaise im Slytherin- Gemeinschaftsraum und wollte mit ihm die Geschehnisse des Tages besprechen, als eine empörte Pansy Parkinson auftauchte und sich wütend vor ihm aufpflanzte.
„Draco, was soll das? Du hast tatsächlich was mit dieser Weasley- Schnepfe?", keifte sie zänkisch.
Er verdrehte genervt die Augen. Jetzt musste er sich auch noch mit einer hysterischen Ziege auseinandersetzen. Als ob er denn sonst keine Probleme hatte. Er holte tief Luft und nahm sich vor, nicht gleich auszurasten, sondern vorerst höflich zu bleiben.
„Pansy, ich habe kein großartiges Bedürfnis, mit dir mein Privatleben zu diskutieren und dir meine Gründe für die Wahl meiner Freundin darzulegen."
Er bemühte sich um einen möglichst neutralen Ton. Am liebsten hätte er Pansy mit einem Silencio belegt, damit er sich nicht länger ihr dummes Geplappere anhören musste. Und am besten noch mit einem Gefrierzauber, damit sie nicht mehr länger wie ein Pixie vor ihm herumhampelte. Parkinson schnappte erbost nach Luft und setzte zu erneutem Gezetere an.
„Draco, wie kannst du nur? Ausgerechnet Weasley! Die ist ja fast genauso schlimm wie Granger! Das kann doch unmöglich dein Ernst sein! Warum kannst du sie nicht einfach flachlegen und in die Schlange deiner Eroberungen einreihen? Aber dass du jetzt mit ihr zusammen bist, das ist doch schier unmöglich! Was ist nur los mit dir?"
Er lehnte sich in das Sofa zurück und betrachtete sie mit verschränkten Armen. Irgendwie bereitete es ihm ein seltsames Vergnügen, Pansy zur Weißglut zu treiben- wobei er sich zugegebenermaßen auch gehörig über ihr Verhalten ärgerte. Was bildete sich diese Kuh überhaupt ein, an ihm Kritik zu üben? Er stand über den Dingen, schließlich war er Draco Malfoy, erhaben über jegliche Kritik von Untergebenen- zu denen er auch Parkinson zählte.
„Pansy, ich zähle sie keineswegs zu meinen Eroberungen, wie dich und deine kleinen Freundinnen.", sagte er schließlich gelassen und registrierte mit Genugtuung, wie sie schlagartig erbleichte. „Es ist meine Entscheidung und ich schulde dir keine Rechenschaft darüber- genauso wenig wie jedem anderen hier." Den letzten Satz hatte er bewusst laut ausgesprochen und warf einen drohenden Blick in die Runde. Er war der allseits anerkannte Slytherinprinz, er würde keinerlei Aufmucken seitens seiner Hauskameraden dulden. Seine stumme Drohung hatte den gewünschten Effekt: Die gemurmelten Gespräche verstummten sofort und alle starrten schweigend auf ihn. Für heute Abend hatte er definitiv seine Ruhe vor lästigen Fragen. Und Pansy zog mit einem leise gemurmelten „Ich verstehe dich trotzdem nicht- ausgerechnet Weasley, warum nicht Lovegood!" von dannen.
Erschöpft lehnte er sich zurück und sammelte seine Kräfte, ehe er sich schicksalsergeben auf den Weg in den Gemeinschaftsraum der Schulsprecher machte. Granger würde sicherlich schon auf ihn warten und ihn ins Kreuzverhör nehmen.
Er hatte sich nicht getäuscht. Sie erwartete ihn bereits, mit einer Miene, die absolut nichts Gutes verhieß.
„Setz dich, Malfoy!", schnarrte sie mit eisiger Stimme und deutete auf den Stuhl ihr gegenüber.
Seufzend ließ er sich in den Sessel fallen und nahm seine typische Malfoy- Pose ein- lässig, herablassen, gelangweilt. Interessiert betrachtete er seine perfekt manikürten Fingernägel.
„Deine Maniküre ist jetzt dein geringstes Problem!", sagte sie schneidend. Sie klang, als hätte sie sich schon genauestens überlegt, wie sie ihn zur Strafe wohl am besten und effektivsten foltern könnte.
Sittsam legte er seine Hände in den Schoß und sah ihr ins Gesicht.
„Was willst du von Ginny?", fragte sie frostig. „Und wag es ja nicht, zu lügen!"
Er verdrehte die Augen.
„Granger, ich wüsste nicht, was dich das angeht.", antwortete er so liebenswürdig, wie er nur konnte, während er ihr am liebsten den Hals umgedreht hätte.
Schon wieder so eine hysterische Ziege, die sich in alles einmischte, was sie nun überhaupt nichts anging. Blieb er denn nie davon verschont? Hatte sich die Welt denn ganz gegen ihn verschworen? Womit hatte er so viel Ungerechtigkeit eigentlich verdient?
„Antworte, Malfoy!", fauchte sie.
Er hob lasziv eine Augenbraue.
„Sonst was?", fragte er amüsiert.
„Sonst gehört dein ebenmäßiges Antlitz ein für alle Mal der Vergangenheit an!"
Er hob schicksalsergeben die Hände.
„Ok, ich habe nichts mit ihr vor."
Grangers Blick war immer noch weit unter der Temperatur von Null Grad Celsius.
„Ja, ich mag sie, wenn du es unbedingt wissen musst."
Merlin, warum hatten alle Frauen nur diese Psychotricks drauf? Das war doch nicht zum Aushalten!
Grangers Blick taute nicht einmal um ein paar Grad auf.
„Ich mag sie sogar sehr!"
Immer noch die reinste Antarktis.
„Es ist mehr als nur mögen!"
Polarkreis im tiefsten Winter.
„Ok, ich habe mich in sie verliebt!"
Das Packeis schmolz ein wenig. Granger hob fragend die Augenbrauen. Allerdings mehr zweifelnd als fragend. Eher argwöhnisch, wenn er es recht bedachte.
Was sollte er denn jetzt noch sagen? Was erwartete sie denn noch von ihm? Verstehe einer die Frauen. Langsam wurde Grangers taxierender Blick äußerst unangenehm. Es grenzte beinahe schon an physische Schmerzen.
„Merlin, Granger, was willst du denn jetzt von mir?"
Um ihre Mundwinkel zuckte es verräterisch, aber sie hatte sich vollkommen unter Kontrolle. Ihre Miene war noch immer gleich eiskalt wie zuvor und ihre Augen blickten stechender denn je. Und noch immer dauerte ihr Schweigen an. Und je länger dies andauerte, desto nervöser und fahriger wurde er. Das war ja schlimmer als ein Crucio!
Ihre Augen begannen vor Genugtuung zu blitzen, als sie seine Unruhe bemerkte. Entspannt lehnte sie sich zurück und beobachtete ihn amüsiert, die Mundwinkel zu einem feinen zufriedenen Grinsen verzogen. Ihr gefiel, wie sie ihn hier vor sich sah.
Er fühlte sich entsetzlich. Schwach, nicht mehr Herr der Lage, vollkommen hilflos und ihrer Willkür ausgeliefert. Und er konnte sich gegen sie nicht zur Wehr setzen. Er war ihr unterlegen. Und dieses Gefühl hasste er wie die Pest. Ein Malfoy war nie und nimmer jemanden unterlegen, ein Malfoy war allem überlegen! Doch so ganz schien das in diesem Falle nicht zuzutreffen.
Fahrig fuhr er sich durch seine langen blonden Haare und zerstörte dabei seine Frisur. Momentan war dies aber wirklich nebensächlich.
Unschuldig begann sie mit ihrem Fuß auf und ab zu wippen und tappte dabei wie zufällig immer auf den Boden. Tapp, tapp, tapp, tapp. Die Arme hatte sie vor der Brust verschränkt, während sie ihn immer noch eiskalt fixierte.
Langsam kroch ihm die Gänsehaut über den Rücken und ließ ihm die Härchen auf seinen Unterarmen zu Berge stehen.
Er legte das Gesicht in seine Hände und holte tief Luft.
„Granger, zum letzten Mal, ich habe nichts mit Ginny vor."
Seine Stimme klang müde und hatte einen beinahe flehenden Unterton- allerdings nur beinahe, fast schon vernachlässigbar. Ein Malfoy flehte doch niemals.
„Seit wann denn nicht mehr Weasley?", fragte sie spitz.
„Hör einfach damit auf.", sagte er erschöpft.
Sie beugte sich nach vorne und blickte ihn scharf an.
„Was willst du von ihr? Was sind deine perfiden Todesser- Pläne?"
Sie blieb hartnäckig.
„Ich habe keine Pläne mit Ginny, jedenfalls nicht so, wie du denkst.", verteidigte er sich schwach.
Die Situation begann an seinen Nerven zu zehren.
„Und welche denn dann?"
Sie wurde ungeduldig und hatte die Stirn ärgerlich in Falten gezogen.
„Ganz normale Pläne, die ein Junge mit dem Mädchen eben hat, in das er verliebt ist.", antwortete er gequält.
Granger war gleich hartnäckig wie seine Mutter, wenn sie sich eine Sache in den Kopf gesetzt hatte.
Lange Zeit blieb es still in dem Raum, nur ab und zu wurde die Stille von dem Schnurren von Grangers Kater Krummbein unterbrochen, der sich wohlig auf ihrem Schoß räkelte.
„Du scheinst es wirklich ehrlich zu meinen.", sagte sie schließlich.
Erleichtert ließ er seinen Kopf stöhnend in seine Hände sinken und nickte langsam.
Merlin, endlich hatte sie es begriffen! Es war ja auch Zeit geworden. Er hatte schon befürchtet, das Kreuzverhör würde sich bis tief in die Nacht fortziehen.
Sie stand auf und wandte sich drohend an ihn.
„Und ich warne dich, Malfoy, wenn du ein falsches Spiel mit ihr treibst, sie verletzt oder ihr sonst auch nur das Mindeste antust, dann wirst du das bitter bereuen, das schwöre ich dir! Dann wirst du erfahren, was Schmerzen bedeuten! Und glaub mir, dagegen, was ich dann mit dir vorhabe, sind Voldemorts Foltereien das reinste Kinderspiel!"
Mit diesen Worten drehte sie sich majestätisch um, nachdem sie ihm einen letzten grausigen Blick zugeworfen hatte und verschwand gefolgt von dem roten Kater in ihrem Zimmer.
Aufatmend ließ er seinen Kopf gegen die Lehne sinken und atmete tief durch. Ihm war der kalte Schweiß ausgebrochen und sein Herz raste immer noch. Granger würde eine perfekte Todessern abgeben mit ihren subtilen Foltermethoden. Ein Sectumsempra war ja direkt harmlos im Vergleich dazu. Er verschnaufte noch ein paar Minuten, dann ging er in sein Zimmer und warf sich auf sein Bett. Bald darauf war er eingeschlafen.
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Und, was sagt ihr dazu? Ist es euch nicht ein winziges Review wert? schlechtesgewissenmacht Sonst ist mein schönes Wochenende im Eimer, ihr könnt doch nicht so herzlos sein...
Meinen treuen Reviewern gilt der Tadel oben natürlich nicht!!! Ihr seid toll, ich liebe euch alle!!!
LG,
eure LAMon
