Hallo ihr Lieben,

da bin ich wieder! Ja, diesmal hat es nicht so lange gedauert, genauer gesagt habe ich gestern noch das Kapitel getippt, kurz nachdem ich das liebe Review von Moondancer gelesen habe! Danke, danke, danke für die Muse der Künste, die du extra aus Griechenland für mich geholt hast! Hier siehst du das Resultat. Und vielen lieben Dank für dein Angebot, zu betan, ich nehme es gerne an! Schreib mir einfach deine Emailadresse, dann schicke ich dir das nächste Chap hoffentlich bald!

Wow, ich war überrascht, dass ihr das Kapitel doch positiver aufgenommen habt, als ich es erwartet hatte!

Moondancer: Du bist ein Engel! Dein Review hat mich so motiviert, dass ich danach gleich wie irre zu tippen begonnen habe… Ich glaube fast, die Muse der Künste heißt Moondancer 

Gifty: Freut mich, dass du findest, dass das Kapitel doch reingehört! Die ganze Familie wird nicht nach Hogwarts kommen, evtl. Percy, allerdings nicht im Auftrag Mollys, sondern, weil er im seine Karriere fürchtet….Ist aber bis jetzt nur so eine Idee. Die Reaktion der Malfoys kommt noch! Danke für dein Angebot zu betan, hab aber leider schon eine…

kleineli: Nein, du bist keinesfalls dauernd nur am meckern! empört stirnrunzel wie kleineli nur auf so was kommt Deine Reviews sind toll, ich habe absolut nichts gegen Kritik! (Ich bin sogar froh darüber.) Ja, mit dem Kapitel bin ich auch nicht ganz zufrieden, finde es eigentlich eher mäßig… Und danke für dein Angebot mit dem betan, aber ich habe mich für Moondancer entschieden, weil sie mich einfach wunderbar aufgebaut hat und ich dann so einen Schreibwahn hatte. Ich hoffe, du nimmst das nicht übel. Aber ich freu mich nach wie vor über deine Reviews, vor allem auf deine Kritik, die stört mich nämlich nicht, falls du das denkst. Kritik ist sogar willkommen!

Aber jetzt habe ich genug getratscht und wünsche euch viel Spaß mit Kapitel 17 (um einiges besser als Kapitel 16 meiner Meinung nach…)

Liebe Grüße,

eure Lamon

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Ginny

„Ronald Weasley!"

Ginny stand fuchsteufelswild im Korridor, der zum Gryffindor- Gemeinschaftsraum führte, und hatte ihre Hände energisch in die Seiten gestemmt. Ihr rotes Haar fiel ihr zerzaust über die Schultern und auf ihrer Stirn hatte sich eine steile Zornesfalte gebildet.

„Bleib sofort stehen!", schrie sie über den Gang.

Verdutzt drehte sich Ron zu seiner Schwester um.

„Und komm auf der Stelle hier her, ich habe keine Lust, noch lauter zu schreien und meine Stimmbänder noch mehr zu ruinieren!"

Sie sah, wie Ron langsam näher kam und ziemlich dämlich dreinsah. Naja, intelligent hatte ihr Bruder ja noch nie ausgesehen, aber diesmal übertraf er sich selbst. Sein Miene war eine Mischung aus Verwirrtheit, Empörung und ein kleiner Schuss schlechten Gewissens, allerdings im Mikroliterbereich.

„Was denkst du eigentlich, wer du bist, dass du Mum solch einen Brief schreibst?", giftete Ginny, sobald er näher gekommen war. „Deinetwegen muss ich mich jetzt mit der kompletten Familie herumschlagen! Was geht es dich überhaupt an, was ich mache? Ich muss dich verdammt noch mal nicht um Erlaubnis fragen! Ich bin nicht dein Eigentum! Ich bin nicht dein Hauself, als dass du mich herumkommandieren könntest!"

Schwer atmend schnappte sie nach Luft. Diese Pause nutzte Ron, um sich nun einzuschalten.

„Ginny, ich bin dein Bruder! Du bist jung, du weißt nicht, was du tust…"

„Papperlapapp, Ron! Ich bin alt genug, um selbst zu entscheiden. Und ich bin durchaus in der Lage, die Konsequenzen meines Tuns abzuschätzen! Ich brauche dich nicht als Beschützer, Vormund oder was-weiß-ich! Halt dich einfach aus meinem Leben raus! Und von wegen, ich sei zu jung! Du bist zwar älter als ich, aber du bist nicht einmal in der Lage, irgendetwas selbstständig zu machen! Ha, und du willst mir vorschreiben, was ich zu tun habe! Dass ich nicht lache! Mum muss für dich immer noch Pigwidgeon füttern, weil du selbst dazu nicht fähig bist!"

„Aber Ginny, wenn du dich mit Malfoy einlässt, dann muss ich doch eingreifen…", versuchte Ron einzuwerfen.

„NEIN, DAS MUSST DU NICHT!", bellte seine Schwester ungehalten. „Verdammt, ich bin alt genug, um Fehler zu machen! Und wenn ich sehenden Auges ins Verderben renne, dann ist es jetzt mein Problem und nicht deins! Es ist mein Herz, das gebrochen wird und nicht deines! Und grab dich endlich mit deinen bescheuerten Vorurteilen ein, Ron! Du bist ja nur zu feige und zu bequem, um mal den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Und ich lasse mich nicht mehr von meiner Mutter und meinen Brüdern bevormunden und herumkommandieren! Ich will mein eigenes Leben leben, ohne dass ihr euch einmischt und bestimmt, wie mein Leben auszusehen hat! Es tut mir ja wahnsinnig Leid, dass ich euch nicht mehr den tollen Harry Potter als Freund servieren darf sondern stattdessen den unwürdigen Todesser Malfoy, aber was geht es euch wirklich an? Gar nichts! Ihr müsst nicht mit ihm zusammen sein, sondern ich! Hast du dich jemals gefragt, warum Harry mit mir zusammen war? Nein, weil du ja ohnehin davon ausgegangen bist, dass wir zusammengehören, so wie der Rest unserer bescheuerten Familie! Und jetzt hat er Schluss gemacht und endlich bin ich wieder ein klein wenig glücklich und ihr habt nichts Besseres zu tun, als mir alles kaputt zumachen! Vielen Dank Ron, du bist wirklich ein toller Bruder!"

Damit wirbelte sie auf dem Absatz herum und verschwand hoch erhobenen Hauptes um die nächste Ecke. Sie ignorierte Rons verdatterten Gesichtsausdruck und das aufgeregte Getuschel ihrer Mitschüler, die die Szene mitbekommen hatten. Sie kochte vor Wut.

Was dachte sich ihre Familie eigentlich? Dass sie ewig das kleine Mädchen war, das man herumkommandieren und so modellieren konnte, wie man wollte?

Natürlich wären sie alle über die Maßen glücklich gewesen, wenn sie schließlich den großen Harry Potter als Schwiegersohn in der Familie gehabt hätten. Welche Ehre, welch ein Privileg! Ha, und jetzt hatte Harry Schluss gemacht und er stand noch immer auf seinem Podest! Es war doch schlicht und einfach zum Kotzen! Und den Schwarzen Peter hatte natürlich wieder einmal sie, wer denn sonst! So war es doch immer gewesen. Immerzu hatte sie funktionieren und das tun müssen, was ihre Familie von ihr, der Jüngsten und einzigen Tochter, erwartet hatte. Niemals hatten sie ihr zugestanden, eine eigenständige Persönlichkeit zu sein, immer hatten sie sie bevormundet. Aber sie hatte es satt, endgültig und ein für alle Mal! Und Harry hatte auch immer zu gedacht, er könnte über ihren Kopf hinweg entscheiden. Aber nicht mit ihr! Sie würde sich das nicht mehr länger gefallen lassen. Von jetzt an würde sie ihren eigenen Weg gehen und sich von niemanden mehr dreinreden lassen. Oh nein, damit war jetzt ein für alle Mal Schluss!

So lief sie in ihre düsteren Gedanken vertieft durch das Schloss, als sie auf einmal jäh aufschreckte. Da hatte doch jemand eindeutig ihren Namen gerufen. Verwundert blieb sie stehen und kaute auf ihrer Unterlippe herum.

„Ginny!"

Die Stimme war jetzt direkt hinter ihr. Erschrocken wirbelte sie herum und wurde wie von einem elektrischen Schlag durchzuckt. Vor ihr stand Harry. Seine dunklen Haare fielen ihm in wirren Strähnen in die Stirn und seine grünen Augen sahen sie fragend an. Sie bemerkte, wie ihre Handflächen zu schwitzen begannen und ihr Herz schneller zu schlagen begann. Unsicher nagte sie weiter an ihrer Unterlippe.

„Ginny.", sagte er wieder.

Sie hielt ihren Blick auf ihre Schuhspitzen fixiert und wackelte nachdenklich mit den Zehen. Ihre Gedanken überschlugen sich. Was wollte Harry nur von ihr? War er ihr etwa nachgegangen? Was sollte das nun bloß werden?

„Ginny, stimmt das mit dir und Malfoy?", fragte er.

Verdutzt horchte sie auf. Seiner Stimme fehlte der verletzte Klang, den sie sich erhofft hatte.

Sie nickte trotzig.

Pah, was ging ihn das an? Es konnte ihm doch herzlich egal sein! Hallooo, immerhin hatte er Schluss gemacht und…

„Ginny, wie kannst du nur?", unterbrach Harry ihre Gedankengänge vorwurfsvoll. „Er ist Malfoy, so ziemlich der niederträchtigste und nichtsnutzigste Mensch, den ich kenne!"

Bei seinen Worten musste sie bitter auflachen. Das wurde ja immer schöner!

„Er meint es nicht ehrlich mit dir!"

Wütend hob sie den Kopf und bohrte ihre Augen Speerspitzen gleich in die seinen.

„Ach ja, aber du hast es wohl ehrlich gemeint mit mir?", fuhr sie ihn wütend an.

Harry schwieg perplex.

„Hm, ja… weißt du… irgendwie… ich bin ja noch jung und….", druckste er herum.

„Schon klar, Potter!", spie sie giftig. „Du hast einfach nur eine zum Flachlegen gebraucht!"

Harry sah sie entsetzt an.

„Nein, Ginny, so war es nicht! Ich denke nur, dass wir nicht glücklich miteinander werden. Und ich will mich jetzt noch nicht binden. Ich bin einfach zu jung dazu…."

„Und ich bin zu jung dazu, um schon jetzt allein zu sein. Also lass mich.", konterte sie. „Es ist mein Leben und nicht deins. Du hast mit mir Schluss gemacht, also braucht es dich nicht mehr länger zu kümmern, was ich tue. Und wenn ich nackt in der Großen Halle tanze und jede Nacht einen anderen Slytherin in meinem Bett habe, dann kann es dir auch egal sein."

Müde drehte sie sich um und wollte ihres Weges gehen.

Harry brauchte einen Moment, ehe er sich gefangen hatte. Das hatte er von ihr anscheinend nicht erwartet.

Sie hatte bereits ein paar Meter zwischen sie gebracht, als sie hörte, wie er ihr nachrief.

Müde wandte sie sich zu ihm um.

„Willst du denn jetzt gar nichts mehr mit mir zu tun haben?", fragte er enttäuscht.

Sie hob langsam die Augen und blickte ihn fest an.

„Wenn ich ehrlich bin, Harry, so lege ich keinen Wert darauf, mit dir noch freundschaftlichen Kontakt zu pflegen."

Damit verschwand sie endgültig um die Ecke und ließ Harry allein zurück.

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Und? Was meint ihr? gespannt sein wie englischer Langbogen mit Pfeil auf der Sehne

Und ich freue mich schon riesig auf eure Reviews!

LG,

LaMon