A/N: Disclaimer und Summary in Kapitel 1.

Es geht mal wieder weiter.. . mit einer neuen Geschichte. :) Die Hälfte ist bereits geschafft! Ich verrate aber noch nicht, wieviele Kapitel es insgesamt geben wird... ;)

Nochmal: Original ist von Canimal! Ich übersetze nur.. andächtig.. ;)


.

.

Kapitel 14: Isabella und James 1

Ohne auch nur einen Augenblick Zeit zu haben, die freilaufenden Tränen vom Gesicht zu wischen, fand sich Hermine an einem komplett anderen Ort wieder. Die Luft war wärmer, die Gänsehaut, die sie am brausenden Fluss verspürt hatte, verschwunden. Tatsächlich, als die junge Hexe sich umsah, sah sie überhaupt kein Wasser mehr. Es hatte hohes, saftiges Gras am Ufer des Flusses, der Claras Leben gefordert hatte, gestanden. Aber alles Gras, das sie jetzt sehen konnte, war gelblich und karg. Sie hatte mitten in einer hügeligen, grünen Landschaft gestanden. Dieser neue Ort war eben, weit und breit keine Spur von Hügeln. Das einzig Schöne, das Hermine entdecken konnte, war der riesige, offene blaue Himmel.

„Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte," sagte sie zu sich selbst, mindestens zum dritten Mal.

Das neue Land hatte eine merkwürdige Schönheit, dachte sie. Auf den ersten Blick wirkte es kahl und leer. Die befremdlichen Lieder unbekannter Vögel waren recht beängstigend. Eine leichte Brise fuhr durch ihr ungebändigtes Haar. Alles an diesem Land schien ungewohnt, sogar feindselig.

Hermine atmete tief durch, um sich zu beruhigen.

„Dir kann hier nichts geschehen," erinnerte sie sich selbst. „Du bist nur zu Besuch."

Ein dumpfes Summen in der Ferne wehte mit dem Wind zu ihr herüber. Weit weg, in der Weite des Landes sah sie winzige, fahrende Punkte, die stetig näher kamen. Eine Welle von Nervosität und Erwartung durchfuhr sie, als Hermine auf die Flecken am Horizont wartete. Sie waren nur noch einige hundert Meter entfernt, als sie erkannte, was sie waren: Planwagen, mindestens vierzig Stück an der Zahl.

„Bitte lass es diesmal gut ausgehen!" flüsterte sie, obwohl sie wusste, dass, wenn die Dinge gut ausgegangen wären, sie jetzt nicht dort wäre.

„Hey da," rief der Mann auf dem ersten Wagen seinen Pferden zu, kurz bevor er Hermine passierte. „Hey, Callahan!" rief er zu dem Wagen, der ihm am nächsten war. „Ich denke, wir sollten heute hier bleiben."

Hermine konnte sich kaum erinnern, wann sie das letzte mal so fasziniert gewesen war. Dies war fast besser als ihr erster Besuch in der Winkelgasse mehr als sieben Jahre zuvor. Die vierzig Planwagen hielten an und bildeten eine Art unförmigen Kreis. Innerhalb von Minuten umgab sie ein Gewimmel von Aktivität, das sie noch nie gesehen hatte. Jeder Wagen brachte seine Insassen hervor, welche sich sofort daran machten das Camp herzurichten.

Sie sah mit großem Interesse zu, wie die Männer die Tiere fütterten und die Frauen das Abendessen vorbereiteten. Kinder jeden Alters, Größe und Form liefen umher und halfen ihren Eltern, wo es gerade nötig war. Die jüngsten und kleinsten Kinder wurden von ihren älteren Geschwistern mitgezogen, die für sie verantwortlich schienen.

„Margaret," sagte eine müde aussehende Frau an einem nahe stehenden Herd zu einem jungen Mädchen. „Sieh nach dem kleinen Joshua. Er läuft mir immer weg. Das letzte, was wir brauchen können, ist dass er von einer Klapperschlange gebissen wird."

„Ja, Mama," antwortete Margaret, bevor sie einem hinreißenden pausbäckigen Kleinkind hinterher lief.

Die Vorbereitungen der einzelnen Campstellen waren faszinierend, aber Hermine vergaß nicht, was in den vergangenen Leben passiert war. Sie verließ Margarets und Joshuas Mutter rasch und suchte nach dem bekannten Gesicht in der Menge der Pioniere.

Viele andere Familien saßen bereits und warteten auf ihr Abendessen, als Hermine schließlich die Person fand, nach der sie suchte. In ein einfaches, buntes Kleid und eine verschmutzte weiße Schürze gekleidet, fand Hermine sich selbst.

Die junge Frau in Baumwolle war über ihren eigenen kleinen Herd gebeugt. Sie hatte einen entschlossenen Ausdruck im Gesicht, als sie, was nach Salzfleisch aussah, in der Pfanne umher schob. Ihr buschiges braunes Haar löste sich teilweise aus dem losen Knoten im Nacken, ein bunter Hut hing auf ihrem Rücken. Dem gebräunten, sommersprossigen Gesicht nach zu urteilen trug sie den Hut nicht so, wie es sich gehörte.

„Okay," sagte die Frau laut zu sich selbst. Sie hatte anscheinend dieselbe schlechte Angewohnheit wie Hermine und sprach laut mit sich selbst. „Ich muss es nur noch ein paar Minuten braten."

„Isabella." Eine weitere junge Frau gesellte sich zu Hermines Doppelgängerin am Feuer. Sie hielt ein altes, zerfleddertes Buch im Arm. „Ich habe das Buch gefunden, von dem ich dir gestern erzählt habe. Arthur hatte es hinten im Wagen verstaut."

Isabella, Hermine nahm an, dass sie es war, ließ den Spieß mit einem Scheppern in die Pfanne fallen. Sie wandte sich ihrer Freundin zu, die Augen sofort auf das Buch gerichtet. Es war recht alt und schien durch einige Hände gegangen zu sein. Isabella sah es an, als wäre es aus reinem Gold gemacht.

„Danke, Helen," sagte Isabella und nahm das Buch aus Helens ausgestreckter Hand entgegen. „Ich fürchte, ich habe mich bereits durch meine und James Bücherei gelesen. Wir mussten so viele Bücher zurück lassen. Ich vermisse sie so sehr."

Helen sah ihre Freundin amüsiert an. Sie verstand anscheinend Isabellas Liebe zu Büchern. Isabella schien Hermine recht ähnlich zu sein.

„Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange bis wir in unserer neuen Heimat ankommen und wir unser zu Hause wieder mit den Dingen, die wir lieben, füllen können," antwortete Helen.

Isabella hob den Blick vom geliehenen Buch und lächelte Helen zu.

„James sagt, es sind nur noch ein paar Tage, bis wir endlich auf unserem neuen Land sind," gab sie zurück.

„Ich hatte nie gedacht, dass Texas so groß ist," gab Helen zu. „Ich dachte Arthur veräppelte mich, als er mir davon erzählte."

„In Austin hab ich James gesagt, dass ich mich gut und gerne gleich dort niederlassen könnte, aber er sagte, dass das beste Land mehr als 300 Meilen westlich liegt."

Beide Frauen lachten leise.

„Männer und ihr Land," lachte Helen. „Ich habe ein schöneres Land erwartet. Hier scheint es nichts als Himmel und Erde zu geben."

Isabella schien von den Worten ihrer Freundin beleidigt.

„Das meinst du doch nicht ernst, Helen," gab sie zurück. „Dieses Land hat so viel Schönheit. Ich kann sehen, was James meinte, als er das erste Mal erzählte wir sollte hier her ziehen."

„Vielleicht würde ich die Schönheit sehen, wenn ich ein wenig idealistischer wäre," sagte Helen freundlich. „Wenn du mich entschuldigst, ich habe die Mädchen bei Mrs. Callahans ältester Tochter gelassen. Sicher wird sie froh sein sie wieder los zu werden."

„Danke für das Buch, Helen," sagte Isabella erneut. „Es wird gut tun morgen mal etwas Neues zu lesen."

Helen lächelte ihrer Freundin zu und ging in Richtung ihres eigenen Wagens davon. Die erste Seite des Buches vorsichtig umschlagend, setzte sich Isabella in den Stuhl am Feuer und begann zu lesen.

„Sie weiß doch, dass sie kocht, oder?" Hermine sah, dass das Fleisch in der Pfanne zu qualmen begonnen hatte.

Beinahe als ob Isabella sie gehört hätte, sprang sie plötzlich auf und ließ das Buch zu Boden fallen.

„Oh, nein!" rief sie und zog die Pfanne mit ihrer Schürze vom Feuer. „Nicht schon wieder!"

Neben ihr stand ein kleiner Tisch mit zwei Blechtellern. Sie schob die Pfanne mit dem verbrannten Fleisch auf das Tischchen. Isabella starrte auf ihr misslungenes Mahl hinab. Ein Seufzer, den sie nicht unterdrücken konnte, entfuhr ihr.

„Stimmt etwas nicht?" tönte eine sanfte, tiefe Stimme hinter ihr.

„Ich hab's schon wieder verbrannt!" Tränen begannen Isabella Wangen hinab zu fallen. Der Mann hinter ihr legte seine Arme um sie und zog sie an seine Brust.

Hermine wusste, dass eventuell ein Mann, der wie Professor Snape aussah, auftauchen würde. Als er es allerdings tat, war sie geschockt von dem was sie sah. Sie war gewohnt ihn als hageren, blassen Mann mit langen, öligen Locken zu sehen. Dieser Mann, obwohl er ohne Zweifel dasselbe Gesicht hatte, war sehr anders. Er war muskulös, noch mehr als Severus. Seine Haut war goldbraun getönt, vermutlich von den vielen Stunden, die er auf dem Planwagen in der sengenden Sonne verbrachte. Sein Haar war kurz geschnitten und seine Kleidung bestand aus hellbraunen Hosen und einem schmuddeligen weißen Hemd. Sein Gesicht erschien weicher und jünger.

„Ich bin sicher, es ist trotzdem gut," versicherte er Isabella. Er sah in die Pfanne hinab und verzog beim Anblick sein Gesicht hinter ihrem Rücken. „Komm schon, hör auf zu weinen. Es wird sonst kalt."

„Du verdienst eine bessere Ehefrau als mich, James," weinte Isabella in seine Schulter.

Diese Aussage ließ Hermine innehalten. Sie sind verheiratet? dachte sie. Vielleicht liege ich diesmal falsch. Wenn sie verheiratet sind, vielleicht passiert ihnen diesmal nichts Schlimmes.

„Sag so was nie wieder, Liebling," schalt er sie sanft. „Du bist mehr, als ich mir je als Gattin erhofft hatte."

Isabella löste sich von James beruhigender Schulter. Sie sah mit tränengestreiftem Gesicht zu ihm auf und lächelte. Beinahe sofort verblasste ihr Lächeln und ihr Gesicht verzog sich in eine finstere Miene.

„Ich kann noch nicht mal etwas so simples wie kochen!" rief sie, bevor sie ihr Gesicht erneut in seiner Schulter vergrub.

James war anders als Severus Snape. Zumindest nahm Hermine das an. Obwohl sie ihn nie anders als scheußlich zu allem und jedem erlebt hatte, glaubte sie dennoch, dass ihr Zaubertränkeprofessor auch eine sanfte Seite hatte. James zeigte eine immense Menge an Sorge und Geduld gegenüber seiner jungen Frau. Nach einer näheren Inspektion war Hermine überzeugt, dass James einige Jahre jünger sein musste als ihr Professor. Er konnte kaum älter als fünfundzwanzig sein und Isabella war wohl erst siebzehn. Dies schien ein Mann zu sein, der Severus Snape hätte sein können, wäre er nicht als junger Zauberer solchen Widerwärtigkeiten ausgesetzt gewesen.

„Es braucht sicher nur seine Zeit, bis du dich ans kochen gewöhnt hast," erinnerte er sie. „Mein Pa hat immer erzählt, dass er in seinem ersten Ehejahr immer nur verbranntes Essen bekommen hat. Wir sind gerade mal fünf Monate verheiratet."

„Ich hab einfach nicht aufgepasst," gab sie zu und entzog sich erneut aus seinen Armen. „Helen ist herübergekommen und hat mir ein Buch ausgeliehen. Ich hab das Abendessen völlig vergessen und zu lesen angefangen."

„Dachte ich mir doch, dass es so was war," lachte er leise. „Meine kleine Alleswisserin."

Isabella lächelte ihn an, bevor sie ihm spielerisch auf den Arm schlug. Sie nahm den Zipfel ihrer Schürze und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. James setzte sich auf einen der Stühle am Tisch. Isabella teilte widerwillig das beinahe vollständig schwarze Fleisch auf und ihr Ehemann sah es mit einem wild entschlossenen Ausdruck an, bevor er zu essen begann.

-

Die Szene hatte sich nach Hermines nächstem Augenzwinkern recht drastisch verändert. Es war dunkel. Die meisten Lagerfeuer waren zu roter Glut herunter gebrannt. Und bis auf ein paar Männer, die mit Gewehren umher patrouillierten, schienen die meisten im Camp bereits zu schlafen. Schnarchgeräusche drangen aus einigen Planwagen und Zeltstätten rings umher. Hermine hörte leise Stimmen aus James und Isabellas Wagen. Sie kam sich schäbig vor einfach zu lauschen, ging allerdings näher an den Wagen heran und stellte sich neben den Lüftungsschlitz, um heraus zu finden, was vor sich ging.

„Wie weit ist es noch bis zu unserem neuen Zuhause?" fragte Isabella leise, um die Nachbarn nicht zu stören.

„Ich schätze, es sind noch so fünf, sechs Tage. Wenn das Wetter mitspielt, natürlich," antwortete James.

„Ich kann es kaum glauben, dass wir so nah dran sind. Niemand hat geglaubt, dass wir es so weit schaffen. Meine Eltern erwarten immer noch, dass wir umdrehen und nach Kentucky zurück fahren."

„Da liegen sie aber falsch," gab er zurück. „Wir gehen hier nicht mehr weg. Texas ist unser neues Zuhause. Es gibt nicht viel, was ein Mann in Kentucky tun kann, aber hier… hier gibt es Millionen Hektar Land, die nur darauf warten, dass jemand sie nutzt."

„Was ist mit den Indianern?" Hermine spürte die Angst in Isabellas Stimme.

„Mach dir über die mal keine Sorgen. Die Armee wird dafür sorgen, dass die weißen Siedler vor den Wilden sicher sind."

„Ich habe schreckliche Dinge von den anderen Frauen gehört. Sie sagten, dass die Comanchen und Apachen Wagenzüge attackieren, die Männer ermorden und die Frauen und Kinder stehlen…"

„Schhh… hör nicht auf so ein Gerede. Dir wird nichts geschehen. Ich werde es nicht zulassen."

Das Heulen eines fernen Kojoten ließ Hermine zusammen fahren. Obwohl sie wusste, dass ihr nichts geschehen konnte, waren die nächtlichen Geräusche der Weite in Texas unheimlich und beängstigend. Sie drehte sich in die Richtung um, aus der das Heulen erklungen war, aber bevor sie etwas sehen konnte… war es Morgen.

-

„Wir werden nur für ein paar Stunden auf die Jagd gehen," informierte James Isabella, als sie das Frühstücksgeschirr abräumte. Wir werden vor neun Uhr zurück sein. Versprochen."

„In Ordnung," seufzte Isabella. „Das gibt mir die Zeit noch einige Dinge zu erledigen, bevor wir wieder aufbrechen."

„Versprich mir, dass du vorsichtig bist," sagte er, als er sie auf die Wange küsste. „Du hast die Neigung zu abenteuerlustig zu sein und dich in Gefahr zu bringen."

„Versprochen," gab sie zurück, ein kleines Lächeln auf den Lippen. Dann fügte sie trotzig hinzu: „Ich bringe mich nicht immer in Schwierigkeiten."

„Natürlich nicht." Er zwinkerte ihr zu, schulterte sein Gewehr und folgte einer Gruppe von Männern, die sich auf die Jagd machten.

-

Isabella hatte gerade das Geschirr gespült und weggeräumt, als Helen vorbei kam. Mit ihr kamen zwei kleine Mädchen im Alter von fünf Jahren. Sie waren Zwillingsschwestern, identisch, wenn Hermine nicht ganz falsch lag. Jede mit blonden Locken. Alle drei trugen Körbe mit Leinentüchern.

„Die Mädchen und ich gehen Wäsche waschen. Mrs. Callahan sagte ihr Mann hat nicht weit von hier einen Fluss entdeckt. Ein paar der Frauen gehen hin. Möchtest du mitkommen?" fragte Helen.

„Ja, das sollte ich," antwortete Isabella. Sie verschwand im Wagen und kam kurz darauf mit einem Korb voller Tücher und Kleider wieder heraus. „Ich hatte schon gehofft, bald zum Waschen zu kommen."

Der Strom, von dem die Rede war, war kaum weiter als ein oder zwei Meilen von den Wagen entfernt. Insgesamt waren es etwa zwanzig Frauen und zwölf Kinder, die sich auf den Weg zum Waschen oder Füllen der Wasserbehälter machten. Hermine genoss die Gesellschaft der Frauen, die sich am Ufer verteilten und nieder hockten, um ihre Tücher zu waschen. Helen schien diejenige zu sein, zu der alle für die neuesten Gerüchte gingen. Sie hatte unzählige Geschichten und Anekdoten über die Frauen und Männer, die nicht mit am Fluss waren.

„Alice sagte, dass sie jemanden aus dem Wagen von dem Junggesellen Jackson kommen gesehen hat…" erzählte Helen den Frauen um sich herum eines ihrer vielen Gerüchte, als plötzlich die Kinder zu schreien begannen.

Alle Frauen, inklusive Hermine, sprangen vom Ufer auf, um zu sehen was vor sich ging. Mindestens ein Dutzend Comanchen auf Pferden waren plötzlich, wie aus dem Nichts, aufgetaucht. Sie ritten um die Ansammlung von Frauen herum, drohende Blicke im Gesicht. Ohne Vorwarnung begannen einige von ihnen Frauen und Kinder aufzugreifen und mit ihnen vor sich auf dem Pferd liegend davon zu reiten.

„Mama!" schrie eine von Helens Töchtern. Sie war auf ihre Mutter zugerannt, als sie plötzlich von den Füßen gerissen und über einen Pferderücken geworfen wurde. Helen rannte zu ihrer Tochter, wurde aber selbst von einem der Reiter gepackt.

Die meisten der Frauen und Kinder, die nicht von den Indianern gefasst wurden, rannten so schnell sie konnten zu der Wagensiedlung zurück. Hermine suchte verzweifelt nach Isabella. Sie war nicht mit den anderen fortgerannt, sondern stand wie erstarrt an der Stelle, an der sie zu Beginn des Aufruhrs gestanden hatte. Ihre Angst ließ sie am Fleck einfrieren.

„Lauf!" schrie Hermine ihrer Doppelgängerin zu.

Als Isabellas Beine ihr schließlich gehorchten und sie den anderen Siedlern hinterher rennen konnte, ritt der letzte Comanche, der noch keine Gefangene hatte auf sie zu. Innerhalb weniger Augenblicke war sie vom Boden gerissen und lag auf dem Rücken des Pferdes. Ohnmächtig musste Hermine zusehen, wie Isabella ins Ungewisse verschleppt wurde.

.

.


.

A/N: Hoffe das nächste Kapitel dauert nicht zu lange.. aber versprechen kann ich wie immer nichts! :) Please R&R! Soll ich überhaupt noch weitermachen?