p data-p-id="9395ec3b4de5ea5f140151d0952b2b32"strongspan style="text-decoration: underline;"James Potter:/span/strong/p
p data-p-id="3e4da2230c36ea4bbc1123cf5044b6b6"emImmer noch schweigend folgte ich Lily zur Garderobe und wir zogen uns an, doch als ich mich zur Eingangstür drehte, ging mir ein Bild durch den Kopf. Es war eines der Fahndungsplakate, nach Todessern, die überall in der Winkelgasse und in Hogsmead hangen. Einer, der eben hereingekommenen wies eine erstaunliche Ähnlichkeit zu einem der beweglichen Fotos auf und auch die das Gesicht der Frau kam mir wage bekannt vor. Meine eine Hand schnellte zu meinem Zauberstab und die andere griff nach Lilys Arm./em/p
p data-p-id="e6d42c14fa379a05b53bbb839a7f8e19"Lily drehte sich zu mir um und sah mich fragend an. „Was ist?", fragte sie. „Dort drüben", flüsterte ich und zeigte auf das Paar, das sich suchend im Restaurant umblickte, als würden sie nach einem freien Tisch suchen. Als ihr Blick zur Garderobe wanderte, riss ich Lily geistesgegenwärtig herum und presste sie an mich. Meinen Kopf vergrub ich in ihrem dicken Schal, sodass uns niemand erkennen konnte. „Kommen dir die Gesichter nicht auch bekannt vor", raunte ich in Lilys Ohr und sie nickte kaum merklich. „Ja", hauchte sie und rückte ein paar Zentimeter von mir ab, um mich ansehen zu können. „Todesser", flüsterten wir gleichzeitig und auch Lily hatte ihren Zauberstab gezückt. „Tschüss!", ertönte eine eisige Stimme, die uns beide herumfahren ließ. Petunia und Vernon hatten sich schon zum Gehen gewandt, doch ich schnappte nach Petunias Ärmel und bekam ihn zu fassen. „Was soll das?", zischte sie angriffslustig, doch jetzt war keine Zeit für Streitereien! „Wir sind in Gefahr!", erklärte ich schnell. Lily neben mir hatte entschlossen die Arme vor der Brust verschränkt, dennoch bemerkte ich den sorgenvollen Ausdruck auf ihrem Gesicht. „Was soll das heißen?", knurrte Vernon und wollte seine Verlobte aus meinem Griff befreien, doch ich ging unwirsch dazwischen. „Hier in dem Restaurant befinden sich Todesser! Anhänger vom dunkelsten Magier aller Zeiten und wenn sie mich und Lily sehen, haben wir ein gewaltiges Problem!", sagte ich ruhig und sah die beiden eindringlich an. Hoffentlich würden sie mich verstehen! „Und ihr seid dann genauso in Gefahr". Während Petunia leichenblass geworden war, kam Vernon ein paar Schritte auf mich zu. „Ich lass mich nicht von dir verarschen, Potter", fauchte er. „Das ist kein Witz, Vernon", mischte sich jetzt Lily ein. Sie schluckte heftig, bevor sie auf Petunia zutrat und ihre Arme um den Hals ihrer Schwester schlang. „Passt auf euch auf!", sagte sie mit brüchiger Stimme, dann schob sie die beiden in Richtung des Lieferanteneingangs. Vernon protestierte, doch zum Glück erkannte Petunia den Ernst der Lage und beruhigte ihn sofort wieder. Lily kam schnell zu mir zurück. Ihre Stirn lag in Falten und ihre Augen funkelten entschlossen. „Ich glaube nicht, dass die einfach nur zum Essen hier sind!", knurrte sie. „Es ist sicherlich kein Zufall, dass die ausgerechnet jetzt genau hier auftauchen! Die suchen uns!". „Jede Wette!", stimmte ich ihr zu. „Ich bin bereit zu kämpfen!" Lily hatte ihren Zauberstab erhoben, doch ich drückte ihre Hand sanft wieder runter. „Vielleicht haben sie uns noch nicht bemerkt", sagte ich. „Wir dürfen nichts riskieren! Schon gar nicht hier drin". „Du hast Recht", antwortete sie matt. "Gut. Wir verlassen jetzt das Restaurant und zwar durch den Lieferanteneingang wie deine Schwester. In Ordnung?" Sie nickte und schon packte ich sie am Arm und wir gingen möglichst unauffällig in Richtung der unscheinbaren Tür. Immer wieder vergewisserte ich mich, dass uns niemand folgte, doch die beiden saßen inzwischen an einem der Tische und sahen nicht zu uns herüber. Mit erhobenen Zauberstäben und sehr wachsam verließen wir das Lokal, doch auch draußen stand niemand und wartete auf uns. Erleichtert fassten wir uns an den Händen und disapparierten. Sofort als wir wieder festen Boden unter den Füßen spürten, rannten wir los. Warum konnte man nicht einfach in Hogwarts apparieren?! Japsend und Keuchend kamen wir vor Dumbledores Büro zum Stehen und mussten feststellen, dass das Passwort geändert worden war. Ich rasselte so viele Süßigkeiten wie möglich runter und als Lily „Schokofroschkarten" einwarf, fuhr der Wasserspeier, für meine Verhältnisse viel zu langsam, knarzend zur Seite und gab den Weg auf eine steinerne Wendeltreppe frei. Hastig stiegen wir die Stufen empor und klopften an die dicke Holztür. Ohne eine Antwort abzuwarten, öffnete ich sie und trat ein. „Professor!", keuchte Lily außer Atem. „Todesser!". Dumbledore sah uns erstaunt an. „Wo?" „In dem Restaurant, in dem wir mit meiner Schwester verabredet waren", antwortete sie schnell. „Gut. Ich werde sofort das Ministerium benachrichtigen und mich selbst auf den Weg machen. Vielen Dank für die Information". Dumbledore stand auf, rückte seine Halbmondbrille zurecht und drehte sich zu einem der Portraits um. „Sagen Sie im Zaubereiministerium Bescheid, dass zwei Todesser gesichtet wurden". Der alte Mann auf dem Gemälde erhob sich aus seinem Sessel und verließ seinen Bilderrahmen. Dumbledore schloss die Augen und verschwand mit einem lauten Knall. „Ich dachte, in Hogwarts kann man nicht apparieren?", sagte Lily verblüfft und zeigte auf die Stelle, an der Dumbledore vor wenigen Sekunden noch gestanden hatte. „Tja. Er ist eben immer für 'ne Überraschung gut", erwiderte ich und zuckte die Schultern. br /„Was ist passiert?", fragte Sirius, als er unsere verschwitzten Gesichter und verwuschelten Haare sah. „Todesser", antwortete ich und ließ mich zu ihm auf das rote Sofa fallen. Mein Sakko hatte ich ausgezogen und achtlos auf den Boden geworfen. Während ich begann Sirius alles zu erzählen, befreite sich Lily noch aus ihren warmen Anziehsachen. Sirius Blick verfinsterte sich, als ich erzählte, wen ich wiedererkannt hatte. Der Mann war ein entfernter Cousin von ihm und die Frau tatsächlich mit ihm verheiratet. Jedoch hellte sich seine Laune augenblicklich auf, als ich dazu kam, dass Dumbledor bereits auf dem Weg war, um sie Dingfest zu machen. „Askaban wird den beiden sicher gar nicht gefallen", lachte Sirius. „Dort können sie keine Befehle mehr von ihrem verehrten Herrn entgegennehmen". Wir erzählten noch bis spät in die Nacht und schliefen irgendwann auf dem Sofa ein./p
p data-p-id="4ba9f5c3073c106ea08c16c941636da2"strongspan style="text-decoration: underline;"Lily Evans:/span/strong/p
p data-p-id="aef912c0f310e634d46a2177f002bc9d"Als ich am nächsten Morgen die Augen aufschlug, blickte ich mich verwirrt um. Ich war nicht in meinem Bett sondern im Gemeinschaftsraum und unter mir lag jemand, der stöhnte, als ich mich rum wälzte, um ihn besser sehen zu können. "Tschuldigung", murmelte ich und zog meinen Ellenbogen zurück, den ich James ausversehen in den Bauch gerammt hatte. Ja, ich lag halb auf James Potter und der wiederum auf Sirius Black. Schnell rückte ich ein Stück von ihm ab, denn das war für den frühen Morgen einfach viel zu nah! "Morgen Lily", grummelte James und rappelte sich auf. "Gut geschlafen?", fragte er und rieb sich den Nacken. "Ja", antwortete ich. "Du warst ein gutes Kissen". "Das will ich doch hoffen!", lachte er und rüttelt Sirius wach. "Aufwachen Tatze, du Schlafmütze!", brüllte er seinem besten Freund ins Ohr, der heftig zusammen zuckte und hoch fuhr. "Man!", stöhnte er genervt und schlug James auf den Arm. "Lass uns frühstücken gehen. Ich will unbedingt wissen ob sie die Todesser gekriegt haben", sagte ich und stand auf. Ich richtete meine Klamotten und strich mir die Haare glatt, dann half ich den Jungs auf. Höchstwahrscheinlich immer noch total verstrubbelt gingen wir frühstücken. "Guten Morgen Ms. Evans, Mr. Potter und Mr. Black", begrüßte uns Dumbledore fröhlich. Wir nickten ihm zu und setzten uns an den großen Tisch. "Ihre Information hat uns sehr geholfen", fuhr er fort. "Es ist uns gelungen die beiden zu verhaften ohne großes Aufsehen zu erregen". Ich hörte wie Sirius neben mir einen erfreuten Laut ausstieß und James hielt mir seine Hand hin. Ich schlug ein und begann dann mit dem Frühstück. br /Erst heute, nach dem Abendessen mit meiner Schwester kam die weihnachtliche Stimmung so richtig bei mir an. Heute war schon Heilig Abend und morgen würde es Geschenke geben. Aber ein bisschen traurig war ich auch. Heute würden James und Sirius abgeholt werden, damit sie mit ihrer Familie Weihnachten feiern konnten und ich würde alleine sein. Alleine mit Severus und den Kleinen und darauf hatte ich keine Lust. Mir würde bestimmt schrecklich langweilig werden ohne die beiden Rumtreiber, die mir inzwischen wirklich ans Herz gewachsen waren (Einer von ihnen vielleicht sogar ein bisschen zu dolle). br /"Schon Koffer gepackt?", fragte ich, als die beiden endlich wieder im Gemeinschaftsraum auftauchten. Weil ich die beiden nicht gefunden hatte, hatte ich mich auf eines der Sofas gelegt und gelesen, was eine entspannende Abwechslung zu den letzten Tagen war. "Klar", sagte Sirius und ließ sich neben mir auf das rote Polster fallen. "Und du Evans?", fragte er grinsend, während James sich neben ihn setzte. "Natürlich nicht", entgegnete ich verwirrt. "Ich bleibe hier". "Ach wirklich?". Jetzt machte Sirius eine ratlose Miene und sah James fragend an. Der war leicht rosa angelaufen und räusperte sich leise. "Ich habe sie noch gar nicht gefragt", zischte er seinem besten Freund zu, der sich daraufhin schuldbewusst die Hand vor den Mund schlug. „Hä?" Jetzt verstand ich wirklich gar nichts mehr! James funkelte Sirius noch einmal wütend an, bevor er sich an mich wandte. „Also...Heute bist du bei uns zum Abendessen eingeladen. Weil heute ja Heilig Abend ist und meine Eltern sich wegen Gestern gerne revangieren wollten. Und dann habe ich ihnen halt erzählt, dass du hier in Hogwarts ganz alleine wärst, wenn wir zuhause sind und da haben sie vorgeschlagen, dass du bei uns bleiben darfst, bis die Ferien zu Ende sind". „Das ist...Das ist echt nett von ihnen und von euch!", stammelte ich, denn es hatte mir vor Überraschung die Sprache verschlagen. „Ich komme sehr gerne mit euch!", fügte ich etwas bestimmter hinzu und legte mein Buch beiseite. Auf James Gesicht breitete sich ein strahlendes Lächeln aus und ich freute mich ebenfalls. Diese Ferien würden doch besser werden als erwartet! br /„Wann geht es los?", fragte ich und erhob mich vom Sofa. „In einer halben Stunde", antwortete James, der sein altes Selbstbewusstsein wiedergewonnen hatte. „Ich bin gleich wieder da", verabschiedete ich mich und ging in meinen Schlafsaal. Nachdem ich meinen Koffer mit einem einfachen Zauberspruch gepackt und geschrumpft hatte, suchte ich mir noch Klamotten raus, denn in meiner Jogginghose und dem schlabbrigen T-Shirt konnte ich unmöglich zu den Potters gehen. Überhaupt fragte ich mich, wie wir nach Godric's Hollow gelangen sollten. Vermutlich würde Dumbledore uns einen Portschlüssel bereitstellen, doch bei ihm wusste man nie... br /Ich entschied mich nach einigem Suchen für meinen Rock aus der Schuluniform und für eine dunkelblaue Bluse mit großen weißen Sternen drauf, die meiner Meinung nach, perfekt zu Weihnachten passte. Damit es nicht zu kalt wurde hatte ich eine graue Strumpfhose unter den Rock gezogen. Zusammen mit meinem Mini-Gepäck verließ ich den Schlafsaal und ging zurück zu den Jungs, die sich immer noch auf dem Sofa rum fläzten. „Ich sag nur noch schnell Professor McGonnagal Bescheid", sagte ich und stellte meinen Koffer auf den Tisch. Dann machte ich mich auf den Weg zur Leiterin des Hauses Gryffindor. br /„In Ordnung" Die stellvertretende Schulleiterin lächelte amüsiert und ich fragte mich, was das zu bedeuten hatte. „Sie können Gehen und richten Sie Mr. Und Mrs. Potter schöne Grüße aus!".br /Ja, Dumbledore hatte einen Portschlüssel für uns bestellt. Es war eine alte, zerlöcherte Ledertasche mit einem abgewetzten Henkel, den wir drei jetzt umklammerten. „3...2...1", zählte der weißhaarige Schulleiter runter und noch während die letzte Zahl verklang, spürte ich ein Ziehen am Bauchnabel und schon befanden wir uns nicht mehr in dem gemütlichen Büro mit den seltsamen Werkzeugen. Ich schloss die Augen und bekam deshalb nicht mit, dass wir uns dem Boden näherten. Mit einem dumpfen Aufschlag landeten wir und weil meine Knie eh schon weich wie Pudding waren, fiel ich der Länge nach auf den dunklen Holzfußboden. Portschlüssel hatte ich noch nie gut vertragen! Ich wartete einen Moment bevor ich versuchte mich aufzurappeln, um den entstandenen Schwindel wieder zu vertreiben. Doch gerade als ich mich auf die Arme stützte, senkte sich eine Hand in mein Blickfeld. So gut es ging drehte ich meinen Kopf nach oben und erblickte James, der vor mir stand und mir seine Hand entgegen streckte. Dankbar griff ich danach und ließ mich von ihm zurück auf die Beine ziehen. Sirius lachte, doch als ich ihm einen vernichtenden Blick zuwarf, verstummte er. Dieser Blick hatte es immer noch in sich! Zwar war er nicht mehr ganz so böse gemeint wie früher, dennoch verfehlte er seine Wirkung nicht. Mr. und Mrs. Potter, die den lauten Knall gehört hatten, den wir (oder besser gesagt: hauptsächlich ich) bei unserer Landung verursacht hatten, kamen in das Zimmer und begrüßten James und Sirius mit einer Umarmung und dann wandten sie sich mir zu. „Guten Tag Lily", sagte Mrs. Potter und streckte mir ihre Hand entgegen, die ich sofort schüttelte. „Danke für die Einladung!", sagte ich etwas verlegen. „Gern geschehen!", erwiderte Mr. Potter herzlich. „Wir freuen uns, dass du gekommen bist! Je mehr Gäste desto besser wird die Feier!"./p
p data-p-id="3e4da2230c36ea4bbc1123cf5044b6b6"emImmer noch schweigend folgte ich Lily zur Garderobe und wir zogen uns an, doch als ich mich zur Eingangstür drehte, ging mir ein Bild durch den Kopf. Es war eines der Fahndungsplakate, nach Todessern, die überall in der Winkelgasse und in Hogsmead hangen. Einer, der eben hereingekommenen wies eine erstaunliche Ähnlichkeit zu einem der beweglichen Fotos auf und auch die das Gesicht der Frau kam mir wage bekannt vor. Meine eine Hand schnellte zu meinem Zauberstab und die andere griff nach Lilys Arm./em/p
p data-p-id="e6d42c14fa379a05b53bbb839a7f8e19"Lily drehte sich zu mir um und sah mich fragend an. „Was ist?", fragte sie. „Dort drüben", flüsterte ich und zeigte auf das Paar, das sich suchend im Restaurant umblickte, als würden sie nach einem freien Tisch suchen. Als ihr Blick zur Garderobe wanderte, riss ich Lily geistesgegenwärtig herum und presste sie an mich. Meinen Kopf vergrub ich in ihrem dicken Schal, sodass uns niemand erkennen konnte. „Kommen dir die Gesichter nicht auch bekannt vor", raunte ich in Lilys Ohr und sie nickte kaum merklich. „Ja", hauchte sie und rückte ein paar Zentimeter von mir ab, um mich ansehen zu können. „Todesser", flüsterten wir gleichzeitig und auch Lily hatte ihren Zauberstab gezückt. „Tschüss!", ertönte eine eisige Stimme, die uns beide herumfahren ließ. Petunia und Vernon hatten sich schon zum Gehen gewandt, doch ich schnappte nach Petunias Ärmel und bekam ihn zu fassen. „Was soll das?", zischte sie angriffslustig, doch jetzt war keine Zeit für Streitereien! „Wir sind in Gefahr!", erklärte ich schnell. Lily neben mir hatte entschlossen die Arme vor der Brust verschränkt, dennoch bemerkte ich den sorgenvollen Ausdruck auf ihrem Gesicht. „Was soll das heißen?", knurrte Vernon und wollte seine Verlobte aus meinem Griff befreien, doch ich ging unwirsch dazwischen. „Hier in dem Restaurant befinden sich Todesser! Anhänger vom dunkelsten Magier aller Zeiten und wenn sie mich und Lily sehen, haben wir ein gewaltiges Problem!", sagte ich ruhig und sah die beiden eindringlich an. Hoffentlich würden sie mich verstehen! „Und ihr seid dann genauso in Gefahr". Während Petunia leichenblass geworden war, kam Vernon ein paar Schritte auf mich zu. „Ich lass mich nicht von dir verarschen, Potter", fauchte er. „Das ist kein Witz, Vernon", mischte sich jetzt Lily ein. Sie schluckte heftig, bevor sie auf Petunia zutrat und ihre Arme um den Hals ihrer Schwester schlang. „Passt auf euch auf!", sagte sie mit brüchiger Stimme, dann schob sie die beiden in Richtung des Lieferanteneingangs. Vernon protestierte, doch zum Glück erkannte Petunia den Ernst der Lage und beruhigte ihn sofort wieder. Lily kam schnell zu mir zurück. Ihre Stirn lag in Falten und ihre Augen funkelten entschlossen. „Ich glaube nicht, dass die einfach nur zum Essen hier sind!", knurrte sie. „Es ist sicherlich kein Zufall, dass die ausgerechnet jetzt genau hier auftauchen! Die suchen uns!". „Jede Wette!", stimmte ich ihr zu. „Ich bin bereit zu kämpfen!" Lily hatte ihren Zauberstab erhoben, doch ich drückte ihre Hand sanft wieder runter. „Vielleicht haben sie uns noch nicht bemerkt", sagte ich. „Wir dürfen nichts riskieren! Schon gar nicht hier drin". „Du hast Recht", antwortete sie matt. "Gut. Wir verlassen jetzt das Restaurant und zwar durch den Lieferanteneingang wie deine Schwester. In Ordnung?" Sie nickte und schon packte ich sie am Arm und wir gingen möglichst unauffällig in Richtung der unscheinbaren Tür. Immer wieder vergewisserte ich mich, dass uns niemand folgte, doch die beiden saßen inzwischen an einem der Tische und sahen nicht zu uns herüber. Mit erhobenen Zauberstäben und sehr wachsam verließen wir das Lokal, doch auch draußen stand niemand und wartete auf uns. Erleichtert fassten wir uns an den Händen und disapparierten. Sofort als wir wieder festen Boden unter den Füßen spürten, rannten wir los. Warum konnte man nicht einfach in Hogwarts apparieren?! Japsend und Keuchend kamen wir vor Dumbledores Büro zum Stehen und mussten feststellen, dass das Passwort geändert worden war. Ich rasselte so viele Süßigkeiten wie möglich runter und als Lily „Schokofroschkarten" einwarf, fuhr der Wasserspeier, für meine Verhältnisse viel zu langsam, knarzend zur Seite und gab den Weg auf eine steinerne Wendeltreppe frei. Hastig stiegen wir die Stufen empor und klopften an die dicke Holztür. Ohne eine Antwort abzuwarten, öffnete ich sie und trat ein. „Professor!", keuchte Lily außer Atem. „Todesser!". Dumbledore sah uns erstaunt an. „Wo?" „In dem Restaurant, in dem wir mit meiner Schwester verabredet waren", antwortete sie schnell. „Gut. Ich werde sofort das Ministerium benachrichtigen und mich selbst auf den Weg machen. Vielen Dank für die Information". Dumbledore stand auf, rückte seine Halbmondbrille zurecht und drehte sich zu einem der Portraits um. „Sagen Sie im Zaubereiministerium Bescheid, dass zwei Todesser gesichtet wurden". Der alte Mann auf dem Gemälde erhob sich aus seinem Sessel und verließ seinen Bilderrahmen. Dumbledore schloss die Augen und verschwand mit einem lauten Knall. „Ich dachte, in Hogwarts kann man nicht apparieren?", sagte Lily verblüfft und zeigte auf die Stelle, an der Dumbledore vor wenigen Sekunden noch gestanden hatte. „Tja. Er ist eben immer für 'ne Überraschung gut", erwiderte ich und zuckte die Schultern. br /„Was ist passiert?", fragte Sirius, als er unsere verschwitzten Gesichter und verwuschelten Haare sah. „Todesser", antwortete ich und ließ mich zu ihm auf das rote Sofa fallen. Mein Sakko hatte ich ausgezogen und achtlos auf den Boden geworfen. Während ich begann Sirius alles zu erzählen, befreite sich Lily noch aus ihren warmen Anziehsachen. Sirius Blick verfinsterte sich, als ich erzählte, wen ich wiedererkannt hatte. Der Mann war ein entfernter Cousin von ihm und die Frau tatsächlich mit ihm verheiratet. Jedoch hellte sich seine Laune augenblicklich auf, als ich dazu kam, dass Dumbledor bereits auf dem Weg war, um sie Dingfest zu machen. „Askaban wird den beiden sicher gar nicht gefallen", lachte Sirius. „Dort können sie keine Befehle mehr von ihrem verehrten Herrn entgegennehmen". Wir erzählten noch bis spät in die Nacht und schliefen irgendwann auf dem Sofa ein./p
p data-p-id="4ba9f5c3073c106ea08c16c941636da2"strongspan style="text-decoration: underline;"Lily Evans:/span/strong/p
p data-p-id="aef912c0f310e634d46a2177f002bc9d"Als ich am nächsten Morgen die Augen aufschlug, blickte ich mich verwirrt um. Ich war nicht in meinem Bett sondern im Gemeinschaftsraum und unter mir lag jemand, der stöhnte, als ich mich rum wälzte, um ihn besser sehen zu können. "Tschuldigung", murmelte ich und zog meinen Ellenbogen zurück, den ich James ausversehen in den Bauch gerammt hatte. Ja, ich lag halb auf James Potter und der wiederum auf Sirius Black. Schnell rückte ich ein Stück von ihm ab, denn das war für den frühen Morgen einfach viel zu nah! "Morgen Lily", grummelte James und rappelte sich auf. "Gut geschlafen?", fragte er und rieb sich den Nacken. "Ja", antwortete ich. "Du warst ein gutes Kissen". "Das will ich doch hoffen!", lachte er und rüttelt Sirius wach. "Aufwachen Tatze, du Schlafmütze!", brüllte er seinem besten Freund ins Ohr, der heftig zusammen zuckte und hoch fuhr. "Man!", stöhnte er genervt und schlug James auf den Arm. "Lass uns frühstücken gehen. Ich will unbedingt wissen ob sie die Todesser gekriegt haben", sagte ich und stand auf. Ich richtete meine Klamotten und strich mir die Haare glatt, dann half ich den Jungs auf. Höchstwahrscheinlich immer noch total verstrubbelt gingen wir frühstücken. "Guten Morgen Ms. Evans, Mr. Potter und Mr. Black", begrüßte uns Dumbledore fröhlich. Wir nickten ihm zu und setzten uns an den großen Tisch. "Ihre Information hat uns sehr geholfen", fuhr er fort. "Es ist uns gelungen die beiden zu verhaften ohne großes Aufsehen zu erregen". Ich hörte wie Sirius neben mir einen erfreuten Laut ausstieß und James hielt mir seine Hand hin. Ich schlug ein und begann dann mit dem Frühstück. br /Erst heute, nach dem Abendessen mit meiner Schwester kam die weihnachtliche Stimmung so richtig bei mir an. Heute war schon Heilig Abend und morgen würde es Geschenke geben. Aber ein bisschen traurig war ich auch. Heute würden James und Sirius abgeholt werden, damit sie mit ihrer Familie Weihnachten feiern konnten und ich würde alleine sein. Alleine mit Severus und den Kleinen und darauf hatte ich keine Lust. Mir würde bestimmt schrecklich langweilig werden ohne die beiden Rumtreiber, die mir inzwischen wirklich ans Herz gewachsen waren (Einer von ihnen vielleicht sogar ein bisschen zu dolle). br /"Schon Koffer gepackt?", fragte ich, als die beiden endlich wieder im Gemeinschaftsraum auftauchten. Weil ich die beiden nicht gefunden hatte, hatte ich mich auf eines der Sofas gelegt und gelesen, was eine entspannende Abwechslung zu den letzten Tagen war. "Klar", sagte Sirius und ließ sich neben mir auf das rote Polster fallen. "Und du Evans?", fragte er grinsend, während James sich neben ihn setzte. "Natürlich nicht", entgegnete ich verwirrt. "Ich bleibe hier". "Ach wirklich?". Jetzt machte Sirius eine ratlose Miene und sah James fragend an. Der war leicht rosa angelaufen und räusperte sich leise. "Ich habe sie noch gar nicht gefragt", zischte er seinem besten Freund zu, der sich daraufhin schuldbewusst die Hand vor den Mund schlug. „Hä?" Jetzt verstand ich wirklich gar nichts mehr! James funkelte Sirius noch einmal wütend an, bevor er sich an mich wandte. „Also...Heute bist du bei uns zum Abendessen eingeladen. Weil heute ja Heilig Abend ist und meine Eltern sich wegen Gestern gerne revangieren wollten. Und dann habe ich ihnen halt erzählt, dass du hier in Hogwarts ganz alleine wärst, wenn wir zuhause sind und da haben sie vorgeschlagen, dass du bei uns bleiben darfst, bis die Ferien zu Ende sind". „Das ist...Das ist echt nett von ihnen und von euch!", stammelte ich, denn es hatte mir vor Überraschung die Sprache verschlagen. „Ich komme sehr gerne mit euch!", fügte ich etwas bestimmter hinzu und legte mein Buch beiseite. Auf James Gesicht breitete sich ein strahlendes Lächeln aus und ich freute mich ebenfalls. Diese Ferien würden doch besser werden als erwartet! br /„Wann geht es los?", fragte ich und erhob mich vom Sofa. „In einer halben Stunde", antwortete James, der sein altes Selbstbewusstsein wiedergewonnen hatte. „Ich bin gleich wieder da", verabschiedete ich mich und ging in meinen Schlafsaal. Nachdem ich meinen Koffer mit einem einfachen Zauberspruch gepackt und geschrumpft hatte, suchte ich mir noch Klamotten raus, denn in meiner Jogginghose und dem schlabbrigen T-Shirt konnte ich unmöglich zu den Potters gehen. Überhaupt fragte ich mich, wie wir nach Godric's Hollow gelangen sollten. Vermutlich würde Dumbledore uns einen Portschlüssel bereitstellen, doch bei ihm wusste man nie... br /Ich entschied mich nach einigem Suchen für meinen Rock aus der Schuluniform und für eine dunkelblaue Bluse mit großen weißen Sternen drauf, die meiner Meinung nach, perfekt zu Weihnachten passte. Damit es nicht zu kalt wurde hatte ich eine graue Strumpfhose unter den Rock gezogen. Zusammen mit meinem Mini-Gepäck verließ ich den Schlafsaal und ging zurück zu den Jungs, die sich immer noch auf dem Sofa rum fläzten. „Ich sag nur noch schnell Professor McGonnagal Bescheid", sagte ich und stellte meinen Koffer auf den Tisch. Dann machte ich mich auf den Weg zur Leiterin des Hauses Gryffindor. br /„In Ordnung" Die stellvertretende Schulleiterin lächelte amüsiert und ich fragte mich, was das zu bedeuten hatte. „Sie können Gehen und richten Sie Mr. Und Mrs. Potter schöne Grüße aus!".br /Ja, Dumbledore hatte einen Portschlüssel für uns bestellt. Es war eine alte, zerlöcherte Ledertasche mit einem abgewetzten Henkel, den wir drei jetzt umklammerten. „3...2...1", zählte der weißhaarige Schulleiter runter und noch während die letzte Zahl verklang, spürte ich ein Ziehen am Bauchnabel und schon befanden wir uns nicht mehr in dem gemütlichen Büro mit den seltsamen Werkzeugen. Ich schloss die Augen und bekam deshalb nicht mit, dass wir uns dem Boden näherten. Mit einem dumpfen Aufschlag landeten wir und weil meine Knie eh schon weich wie Pudding waren, fiel ich der Länge nach auf den dunklen Holzfußboden. Portschlüssel hatte ich noch nie gut vertragen! Ich wartete einen Moment bevor ich versuchte mich aufzurappeln, um den entstandenen Schwindel wieder zu vertreiben. Doch gerade als ich mich auf die Arme stützte, senkte sich eine Hand in mein Blickfeld. So gut es ging drehte ich meinen Kopf nach oben und erblickte James, der vor mir stand und mir seine Hand entgegen streckte. Dankbar griff ich danach und ließ mich von ihm zurück auf die Beine ziehen. Sirius lachte, doch als ich ihm einen vernichtenden Blick zuwarf, verstummte er. Dieser Blick hatte es immer noch in sich! Zwar war er nicht mehr ganz so böse gemeint wie früher, dennoch verfehlte er seine Wirkung nicht. Mr. und Mrs. Potter, die den lauten Knall gehört hatten, den wir (oder besser gesagt: hauptsächlich ich) bei unserer Landung verursacht hatten, kamen in das Zimmer und begrüßten James und Sirius mit einer Umarmung und dann wandten sie sich mir zu. „Guten Tag Lily", sagte Mrs. Potter und streckte mir ihre Hand entgegen, die ich sofort schüttelte. „Danke für die Einladung!", sagte ich etwas verlegen. „Gern geschehen!", erwiderte Mr. Potter herzlich. „Wir freuen uns, dass du gekommen bist! Je mehr Gäste desto besser wird die Feier!"./p
