Kapitel 9: Still Healing
Es war später, als sie gedacht hatten, als sie wieder auf der anderen Seite waren. Sie entschlossen sich für heute Schluss zu machen und trennten sich.
Seta und Minato entschlossen sich für den direkten Weg nach Hause, für heute hatten sie wirklich genug von den Überraschungen.
Minato nahm sich die Zeit, Seta ein wenig über die Ereignisse vor zwei Jahren einzuweihen, wobei er jedoch sowohl sein wahres Alter als auch ein Ende nach dem Kampf mit Nyx verschwieg.
Die Zeit war einfach noch nicht reif dafür.
„Das ist Wahnsinn," meinte Seta, „Und ich dachte, wir wären die einzigsten, die Persona beschwören könnten."
„Allerdings konnten wir dies nur während der Dark Hour..." versuchte Minato seinen Enthusiasmus etwas zu bremsen.
„Aber du konntest doch auch in dieser anderen Welt deine Persona beschwören..."
Minato musste zugeben, dass Setas Standpunkt Sinn ergab.
„Ja, vielleicht hast du recht..."
„Siehst du?" Seta grinste.
Minatos Gedanken wurden schwer, die anderen wären bestimmt eine große Hilfe bei der Lösung dieses Rätsels, aber er wollte sie nicht in diese ganze Sache mit reinziehen, wenn es sie vermeiden ließe.
Ein kurzes Schwindelgefühl ließ ihn inne halte.
Scheinbar hatte sein Körper sich noch ganz wieder hergestellt und die Beschwörung von Orpheus hatte ihm wohl doch mehr Kraft abverlangt, als er zuvor geglaubt hatte.
„Ist alles in Ordnung?"
Seta, der vorrausgegangen war hatte sich umgedreht, sein Gesicht zeigte Züge der Besorgnis.
Er wollte ihm gerade sagen, dass alles in Ordnung sein, als ein brennender Schmerz sich in seinen Gliedern ausbreitete und die Welt um ihn herum schwarz wurde.
Er sah nur noch, wie Seta auf ihn zugerannt kam.
Minato erwachte im Velvet Room.
„Scheint als hättest du dich ein wenig übernommen, Junge," lachte Igor.
„Was ist passiert?" wollte er wissen.
„Es scheint, als hätte sich dein Körper noch nicht ganz an diese Lage gewöhnt. Du kannst dich also glücklich schätzen, dass es sich diesmal nur um einen Schwächeanfall handelt. So lange du also noch nicht bei Kräften bist, solltest du dich ein wenig zurückhalten, sonst landest du schneller wieder unter der Erde, als dir lieb ist und dann wäre auch unser Vertrag ungültig und das willst du bestimmt nicht."
Nein, dass wollte er wirklich nicht.
„Nun gut, dann ist es jetzt wohl an der Zeit, dass du zurückkehrst, es scheint, dass dein Freund sich Sorgen um dich macht."
Ein gleißendes Licht hüllte ihn ein und als er die Augen wieder öffnete, befand er sich wieder in seinem Zimmer.
Neben Ihm schlief Seta auf einem Stuhl, es schien er hatte die ganze Zeit über ihn gewacht.
Eigentlich wollte er ihn nicht wecken, wahrscheinlich war Seta vollkommen ausgelaugt, schließlich musste er ihn wahrscheinlich den ganzen Weg bis hierher tragen...
Aber dort sitzen lassen konnte er ihn auch nicht.
Vorsichtig versuchte er ihn wachzurütteln, doch Seta rührte sich nicht.
„So wird das nichts...Der schläft wie ein Toter..."
Minato blieb nichts anderes übrig, als Seta in sein Bett zu verfrachten, er musste dann halt in Setas Zimmer schlafen, aber damit würde er schon klar kommen.
Vorsichtig legte er Seta hin und deckte ihn zu.
Er warf noch einen letzten Blick auf den schlafenden Jungen und verließ leise das Zimmer.
