Kapitel 12: Man! This Guy is scary! And Weird…
Trotz aller Hoffnungen überraschte es Minato nicht, als die drei endlich auftauchten und ihnen die traurige Botschaft übermittelten, dass sie auf ganzer Linie versagt hatten.
Scheinbar hatten Yosuke und Chie sich wieder in die Haare gekriegt und ihre Deckung auffliegen lassen, so dass sie von Kanji bemerkt wurden und unter viel Geschrei vertrieben worden waren.
„Soviel zu unserem Plan..." murmelte Seta enttäuscht und wandte sich Minato und den anderen zu: „Am besten warten wir noch einen Moment, vielleicht taucht Kanji hier auf..."
Wie auf´s Stichwort dröhnte eine Stimme hinter ihnen: „Was lungert ihr hier herum!"
Erschrocken drehten sie sich um und blickten in das Antlitz eines ziemlich griesgrämigen Kanji Tatsumi.
„Seit ihr nicht die Typen, die mich vorhin verfolgt haben?! Was für krankes Spiel spielt ihr hier?!"
Yosuke versuchte ihn zu beruhigen, aber wie schon so oft, schaffte er es wieder einmal, sich vollkommen zu verplappern und seinen Gegenüber noch verärgerter zu machen.
„Zeit den Rückzug anzutreten!" brüllte er noch, bevor sie die Beine in die Hand nahmen und in die entgegengesetzte Richtung rannten.
„Mann, dieser Typ ist in echt ja noch furchteinflößender, als im Fernsehen..." keuchte Yosuke und stütze sich kurz ab.
„Jedenfalls scheint er immer noch OK zu sein...
Es ist schon eine Weile her, seit wir ihn auf dem Midnight Channel gesehen haben, wenn es so ist wie bei Yukiko, dann kann es nicht mehr lange dauern..."
„Das beste wird es sein," schlug Yukiko vor, „wenn wir heute erst mal nach Hause gehen und morgen wieder hierher kommen. Vielleicht hat er sich dann wieder etwas beruhigt und wir können in Ruhe mit ihm reden."
„Da wir ja sowieso keine andere Wahl haben..." seufzte Chie.
Sie verabschiedeten sich und machten sich auf den Heimweg. Ein ruhiger Spatziergang wurde Seta und Minato jedoch verwehrt, denn kaum, nachdem sie sich von ihren Freunden getrennt hatten, begann es zu regnen.
So schnell sie nur konnten, rannten sie zu Doujimas Haus, wo sie auch schon von Nanako erwartet wurden.
Sie kümmerte sich sofort um die beiden durchgeweichten Jungen und reichte ihnen ein Paar Handtücher, damit sie sich abtrocknen konnten.
Sie aßen zusammen in Ruhe ihr Abendbrot, bevor sie sich auf ihre Zimmer zurückzogen.
Jedenfalls bis auf Minato, der sich bei Seta eingefunden hatte.
Doch die Ruhe wurde je unterbrochen, als Seta´s Handy klingelte. Eine vollkommen aufgelöste Yukiko meldete sich und berichte ihnen, dass Kanji verschwunden war. Sie mussten mit dem Schlimmsten rechnen, soviel war klar.
Sie mussten heute Nacht unbedingt den Midnightchannel schauen, dann wüssten sie genau, ob Kanji etwas zugestoßen war.
Minato stimmte ihm in dieser Hinsicht vollkommen zu, denn wenn sich ihre Befürchtungen bewahrheiteten, mussten sie schnell handeln, bevor es zu spät war.
Sie harrten bei Seta im Zimmer aus, bis die Uhr in seinem Zimmer endlich zwölf Uhr anzeigte. Draußen prasselte immer noch der Regen und die beiden positionierten sich vor dem Fernseher.
Kanji, spärlich bekleidet in nichts mehr als einem Lendenschurz erschien auf dem Bildschirm.
„Hallo~ liebe Zuschauer...es ist Zeit für „Schlimmes, schlimmes Badehaus!" ertönte es und die beiden mussten schon zweimal hinschauen, bevor sie wirklich glaubten, dass das hier wirklich der Kanji war, den sie vorhin noch gesehen hatten.
