Kapitel 13: Hearing Voices
„Hast du das auch gesehen?" fragte Seta, als der Bildschirm sich wieder verfinsterte.
„Ja, aber ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll...Läuft das immer so ab?"
„Ja, auch wenn ich zugeben muss, dass das, das Skurielste ist, was ich bis dato gesehen habe..."
Sie wurden von Setas Handy unterbrochen, dass wieder angefangen hatte zu klingeln.
„H...h...hey, was ich meine…."
Es schien, als hätte Yosuke das Spektakel von eben auch gesehen.
Seta versuchte sein bestes ihn zu beruhigen.
„Aber das war vollkommen übertrieben! Auch wenn ich zugeben muss, dass das wirklich Kanji war.
Verdammt! Unsere Vermutung war also wirklich richtig...
Wenn wir doch nur ein wenig länger geblieben wären..."
Yosuke atmete einmal scharf aus.
„Jedenfalls, du hast den Ort im Hintergrund auch gesehen, oder? Was glaubst du was es ist?"
„Keine Ahnung," gab Seta zurück, „Aber das Wichtigste im Moment es, schnellstmöglich einen Rettungsplan auszuarbeiten."
Seta legte auf und legte das Handy auf den kleinen Beistelltisch.
„Ich würd´ sagen, das wär´s für heute."
„Vermutlich."
Minato verabschiedete sich und ging danach auf sein Zimmer. Dieses Erlebnis war wirklich mehr als verrückt und er hatte wirklich einen Moment gebraucht, um zu begreifen, was er da gesehen hatte.
Die Welt im Fernseher war skuriel gewesen, doch dass sie zu so was in der Lag war...
Irgendwas stimmte hier ganz und gar nicht und vielleicht war es an der Zeit, dass er mal ein wenig herumschnüffelte.
„Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist..."Erschrocken fuhr er hoch und blickte sich in seinem Zimmer um, doch außer ihm war dort niemand. Mit dem Gedanken, dass er sich das wohl bloß eingebildet hatte, machte er es sich wieder auf seinem Bett gemütlich, als ihn ein Kichern wieder hochschrecken ließ.
„Ich bin hier drüben."Diesmal fiel es ihm leichter, die Stimme zu orten und sie schien direkt aus dem Fernseher zu kommen. Vorsichtig näherte er sich diesem und blickte hinein.
Das was er dort erblickte, ließ ihn unweigerlich zurückschrecken, denn es war etwas, mit dem er absolut nicht gerechnet hatte.
„Pharos?!"
War das überhaupt möglich? Technisch gesehen war Death immer noch in seinem Körper eingeschlossen, aber sie hatten Nyx doch besiegt...
„Ich hatte auch einen Wunsch frei," grinste der Junge und winkte ihm zu.
„Aber wie...?"
Dann kam ihm eine Idee.
„...Igor richtig?"
Pharos nickte: „Er meinte, dass du vielleicht meine Hilfe gebrauchen kannst. Auch wenn ich noch nicht so richtig weiß wie. Aber da du mein Freund bist, werde ich mein allerbestes versuchen, dich bei deiner Aufgabe zu unterstützen, sag mir nur, was ich tun muss."
Minato spürte den Social Link aufflackern, den er vor so langer Zeit mit ihm gebildet hatte.
„Es gibt da wirklich etwas, womit du mir helfen kannst..." sagte er nach kurzer Überlegung, „Könntest du dich auf deiner Seite ein wenig umsehen, ob dir irgendwas seltsames auffällt? Egal wie unbedeutend es sein mag?"
„Wenn ich dir damit helfen kann."Er lächelte ihm noch einmal kurz entgegen und verschwand dann wieder.
Hoffentlich war es das letzte mal, an diesem Abend, wo man seinen Schlaf störte...
