Kapitel 14: Rescue Kanji, maybe...
Am nächsten Tag fanden sie sich nach der Schule sofort wieder zusammen.
„Wenn wir die Abläufe bedenken, dürfte Kanji schon im Fernseher sein..." schlussfolgerte Yosuke.
Das war nicht gut, bedeutete es doch, dass der Täter ihnen mal wieder einen Schritt voraus war. „Was dieser Midnight Channel wohl ist..." murmelte Yukiko, doch so richtig wusste niemand, wie sie es ihr erklären sollten. Doch eins war auf alle Fälle klar, der Mörder musste es genießen, wenn er seine Opfer hineingeworfen hatte.
Man entschloss sich dazu, gleich im Anschluss zu Teddy zu gehen, er würde schon wissen, wo sie ihn finden konnten.
Teddy war nicht eine so große Hilfe, wie anfangs angenommen. Er konnte Kanji nicht orten und brauchte irgendwas, dass ihm gehört hatte. Eine gar nicht so leichte Aufgabe, wie sich herausstellte.
Minato überließ das Suchen den anderen, denn wenn er ehrlich war, hatte er darauf wirklich keine Lust. Er wollte seine Freizeit lieber dazu nutzen, sich ein wenig in der Stadt umzusehen. Er hatte noch nicht sehr viele Chancen dazu gehabt und wollte das endlich nachholen. Musste jedoch feststellen, dass es hier weniger zu sehen gab, als er angenommen hatte. Es war halt wirklich nur ein kleiner Ort. Und bis auf die Einkaufspassage gab es hier wirklich nicht viel.
Und so war es kein Wunder, dass er sich am späten Nachmittag an der Tankstelle am Ortsrand befand und nicht mehr so richtig wusste, was er jetzt noch tun konnte.
Er setzte sich auf den Bürgersteig und beobachtete einfach die Autos, die an ihn vorbeifuhren, bis sich ein Schatten über ihn legte und er unweigerlich aufblicken musste.
Er erkannte die Person sofort. Es war der junge Tankwart, den er während seiner Ankunft schon einmal gesehen hatte. Finster blickte er auf ihn herab und schien über dessen Anwesenheit mehr als nur erzürnt zu sein.
Den Grund dafür konnte er sich jedoch nicht erklären.
„Verlass diese Stadt. Deine Anwesenheit ist hier nicht erwünscht."
Seine Stimme war kalt, ohne jegliche Gefühlregung und Minato musste sich eingestehen, dass es ihn beunruhigte. Bevor er jedoch etwas erwähnen konnte, tauchten Doujima und Adachi auf und begrüßten ihn.
„Was machst hier soweit draußen?" fragte Doujima in seiner üblichen Polizistenstimme. Natürlich war es seltsam, wenn man bedachte, dass er sonst immer mit seinem Neffen zusammen war.
„Ich habe mir ein wenig die Stadt angesehen," antwortete er, was so gesehen auch nicht gelogen war.
„Wenn das so ist...
Bleib aber nicht mehr so lange hier. Momentan ist es hier ziemlich gefährlich und da ich die Verantwortung für dich habe, gefällt es mir gar nicht, wenn du hier alleine rumläufst."
„Keine Sorge, ich wollte sowieso gerade gehen."
Hier gab es sowieso nichts mehr zu tun und dann konnte er auch gut und gerne zu Hause die Zeit totschlagen.
„Wenn das so ist, kannst du bei mir mitfahren. Ich muss nur noch schnell etwas von der Wache holen."
Doujima´s Vorschlag kam ihm gerade recht, da er so wenigstens nicht laufen musste. Denn der Weg zurück war doch länger, als er in Erinnerung hatte.
Kaum dort angekommen wurde er auch schon von Nanako begrüßt und zusammen machten sie sich daran, das Abendbrot vorzubereiten.
Auch Souji traf kurz darauf ein und half noch ein wenig mir, bevor es Zeit wurde, schlafen zu gehen.
Davor jedoch trafen sich die beiden noch einmal in Minato´s Zimmer.
„Wir haben endlich den Hinweis, den wir brauchten und wollen morgen zu Kanji´s Rettung aufbrechen. Ich hoffe, wir können auf dich zählen?"
Diese Frage hätte Seta sich auch sparen können, denn es war klar das Minato sich das nicht entgehen lassen würde.
