Kapitel 15: Is this really safe…?

„Irgendwie habe ich ein wirklich schlechtes Gefühl bei der Sache..." kommentiert Yosuke das Szenario, dass sie gleich betreten sollten, „Sollte man da nicht Angst um seine Männlichkeit bekommen?"

Gut, ein Badehaus war wirklich nicht das, womit sie gerechnet hatten. So gesehen, hatten sie wohl gehofft, dass es sich dabei um einen schlechten Scherz handelte.

„Was mich viel mehr beunruhigt ist die Größe von diesem Teil. Wenn wir uns nicht aufteilen, schaffen wir es nie rechtzeitig ihn zu finden," meinte Chie darauf nur und ignorierte die Bedenken der männlichen Teammitglieder.

„Aufteilen? Wir sollen da alleine rein?"

Das konnte sie nicht ernst meinen.

„Nicht alleine, aber wenigstens in Zweierteams, so können wir ein größeres Gebiet abarbeiten, als wenn wir zusammenbleiben."

Ihr Vorschlag hatte Hand und Fuß und so wurde es nach einigem hin und her entschieden, wie sie weiter vorgehen sollten. Und so bildeten am Ende Chie und Yukiko, Yosuke und Teddy und Minato und Souji ein Team. Natürlich war Yosuke mit dem Ergebnis mehr als unzufrieden, aber es gab nichts, was er dagegen hätte tun können.

Minato auf der anderen Seite war mit der Entscheidung mehr als zufrieden. Dieser Ort ließ ihm kalte Schauer über den Rücken laufen...

„Dieser Ort ist das seltsamste, dass ich bisher gesehen hab..." murmelte Seta, als die beiden durch die endlosen Gänge gingen. Die Schatten hielten sich verdächtig zurück und sie rechneten jeden Augenblick mit einem Angriff, doch dieser blieb erst mal aus.

Ob Kanji wirklich in dieser Richtung zu finden war, war anzuzweifeln.

„Ich glaube, wir sind vollkommen falsch..." merkte Minato an. Das beste wäre es wohl, einfach umzudrehen und einen anderen Weg zu finden, vielleicht hatten die anderen Teammitglieder inzwischen schon mehr Erfolge erzielt.

„Ich schätze du hast recht..."

Seta ließ sich auf eine der Holzbänke und atmete schwer aus. Er brauchte eine Pause.

Es war viel zu warm für seinen Geschmack und am liebsten hätte er sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen. Allerdings würden das die anderen sicherlich nicht gutheißen.

Minato gesellte sich zu ihn und genoss ein wenig die Ruhe, von der er in letzter Zeit nicht sonderlich viel gehabt hatte.

„Ist schon irgendwie seltsam," begann Seta, „Vor ein paar Monaten hätte ich noch nicht einmal zu träumen gewagt, was ich hier alles erleben würde und jetzt sind wir hier und versuchen einen Mordfall zu lösen..."

„So ähnlich ging es mir damals auch, wie schnell doch die Zeit vergeht."

Wenn Minato so darüber nachdachte, war das Jahr wirklich schnell rum gewesen und nun hatte ein weiteres für ihn begonnen. Ob sein Leben diesmal ein glückliches Ende nehmen würde, konnte er nicht sagen, aber er hoffte es aus tiefstem Herzen.

„Ich schätze, wir sollten wieder los..."

Seta sah nicht so aus, als ob er wirklich aufstehen wollte, aber die anderen würden sich sicher bald Sorgen machen, wo sie abgeblieben sind.

„Wollen wir?" fragte er dann und half Minato auf.

Dieser hatte jedoch die schwüle Luft zu sehr unterschätzt und bekam einen leichten Schwindelanfall. Er prallte gegen Seta und riss sie beide zu Boden.

Für einen Moment sahen sie sich einfach an, für die beiden war die Pose mehr als ein wenig seltsam.

Minato riss sich zuerst aus seiner Schreckstarre und stand schnell wieder auf.

Er räusperte sich: „Ich denke, wir sollten gehen."

Er konnte Seta nicht in die Augen sehen, als sie den Rückweg antraten, hatte aber auch das Gefühl, dass es dem anderen ähnlich zu gehen schien.