Kapitel 18: Is she really that famous?
Das Minato die Tatsache, dass eines der größten Idole gerade vor ihm stand, kalt ließ, war noch untertrieben.
Man hätte es ihm ins Gesicht schreien können und es wäre ihm egal gewesen.
Rise konnte sich ein Kichern nicht verkneifen, als sie die Reaktionen der Jungen sah, doch dann wurde sie wieder ernst.
„Seit ihr nur hier um mich anzustarren, oder wollt ihr auch etwas kaufen?"
„Eigentlich wollten wir mit dir reden," sagte Seta und begann ihr von den Befürchtungen zu erzählen, dass sie vielleicht in Gefahr schwebte.
Sie hörte es sich bis zum Ende ohne Wiederworte an, aber man konnte ihr ansehen, dass sie ihre Warnungen nur begrenzt ernst nahm.
Trotzdem versprach sie vorsichtig zu sein.
„Sie wird entführt werden..." murmelte Minato, als sie den Laden verließen, er konnte das Gefühl nicht beschreiben, aber hinter dieser Sache schien mehr zu stecken, als sie im Moment überhaupt erahnen konnten. Und er glaubte nicht, dass sich der Täter davon abhalten ließ, dass seine Opfer über die möglichen Gefahren bescheid wussten.
Wenn Pharos das nächste mal auftauchte, würde er bestimmt schlauer sein. Vorausgesetzt, er tauchte wieder auf. Denn irgendwie kam es ihm immer noch so vor, als hätte er die ganze Sache nur geträumt...
Nanoko war hellauf begeistert von der Tatsache, dass sie Risette getroffen hatten und wollte alles bis ins kleinste Detail wissen. Am Ende wurde sie jedoch von ihrem Vater ausgebremst, der wohl noch immer nicht wusste was er von dem Verhalten der Jungen halten sollte.
Und so gestaltete sich das Abendbrot ein wenig abgekühlt und jeder war erleichtert, als sie in ihre Zimmer gingen.
Ein leichter Regen hatte eingesetzt; die perfekte Voraussetzung für den Midnight Channel. Und so fand sich Minato spät Nachts vor seinem Fernseher wieder und wartete darauf, dass sich etwas auf dem dunklen Bildschirm regte.
Lange brauchte er nicht auszuharren, als das Bild zu flackern anfing und Rise in einem knappen Bikini auftauchte.
Interessanterweise war der einzigste Gedanke, den er in diesem Moment hatte der, ob Seta so umsichtig gewesen war, die ganze Sache aufzunehmen...
So langsam verstand er, warum sie so viele Fans hatte.
Und so dauerte es auch nicht lange, bis Seta bei ihm im Zimmer stand.
„Ich schätze du hast es gesehen?" fragte Seta.
Minato nickte. Es war schwer es zu übersehen.
„Ich schätze mal, wir haben für die nächsten Tage wieder was zu tun?" fragte er anschließend.
„Ja. Ich hatte zwar gehofft, dass es nicht so weit kommt, aber scheinbar ist unser Killer nicht so leicht aufzuhalten, wie wir gedacht hatten..."
Was Minato jedoch viel mehr interessierte war die Motivation des Killers. Was hatte er davon jeden umbringen zu wollen, der im Fernsehen erschien. Das ergab doch überhaupt keinen Sinn!
Sie wollten sich morgen an ihrem üblichen Treffpunkt beraten und Teddy befragen, ob er sie in seiner Welt bemerkt hatte.
Hoffentlich würde das nicht in einer ähnlichen Suche ausarten, wie es bei Kanji der Fall gewesen war, denn darauf hatte er wirklich keine Lust.
Vielleicht kann ich dir da helfen.
Etwas erschrocken fuhr er zum Fernseher herum.
Wie es schien hatte er doch nicht geträumt...
