Kapitel 26: It´s just a game
Die Nachricht hatte dem Abend einen unangenehmen Dämpfer verpasst und am Ende entschied man sich dazu, ihn doch frühzeitig zu beenden, aber man wollte sich am folgenden Tag noch vor der Schule treffen, um die neuen Ereignisse zu besprechen.
„Er war zwar nicht sonderlich beliebt, wie du wahrscheinlich mitbekommen hast, aber das ihn jemand umgebracht hat?"
Seta konnte nur mit dem Kopf schütteln, egal wie sehr sie ihn gehasst hatten, aber dieses Schicksal hatte er deffinitiv nicht verdient...
Minato´s Gesichtsausdruck blieb neutral, als er die verlassene Straße hinter ihrem Haus beobachtete. Er konnte es sich selbst nicht erklären, aber irgendwas an dieser Sache war mehr als faul. Es passte einfach nicht zusammen...
„Irgendwas interessantes da draußen?" fragte Seta, als er merkte, dass er wohl keine Antwort erhalten würde.
„Ich dachte, dass ich vielleicht etwas gesehen hatte...war wahrscheinlich nur eine Katze...Tut mir leid, ich glaube ich bin heute einfach nicht gut drauf..."
„Schon gut, ich glaube das war für uns alle heute ein langer Tag."
Er hasste es ihn so anlügen zu müssen, aber für den Moment wollte er ihn noch nicht beunruhigen. Er war sich sicher gewesen, dass er dort eine Bewegung gesehen hatte und wer auch immer dort unten war, dieser hatte auch Minato gesehen...
„Morgen wird in der Schule wahrscheinlich die Hölle los sein...Trotzdem...findest du es nicht auch seltsam? Ich weiß nicht warum, aber wenn man es mit den anderen Opfern vergleicht, will es irgendwie nicht zusammenpassen..."
„Ich weiß was du meinst," stimmte Seta ihm zu, „Er ist vorher nicht einmal im Fernsehen gewesen..."
„Könnte es sich um einen Nachahmer handeln?"
„Das wäre deffinitiv eine Möglichkeit. Lass uns das morgen mit den anderen besprechen und dann werden wir uns wohl mal wieder auf der anderen Seite ein wenig umschauen müssen. Vielleicht hat Teddie etwas mitbekommen."
Seta verabschiedete sich und ließ ihn allein, damit er sich für die Nacht vorbereiten konnte. Trotz alledem würde der Alltag nicht einfach zum Stillstand kommen und Schule gehörte leider dazu.
Wenn es nur nicht der selbe Stoff war, den er bereits gelernt hatte...
„Ein Mysterium nach dem anderen...ich muss zugeben, dass das wirklich unglaublich spannend ist."
Pharos saß auf seinem Bett und lächelte ihn an. So gesehen war es das erste mal, dass er nicht erst mitten in der Nacht bei ihm aufgetaucht war und er musste zugeben, dass er ein wenig überrascht war.
„Jedenfalls beeinflusst es nicht deine gute Laune..."
„Warum auch? Das ist wahrscheinlich das interessanteste, was seit langem passiert ist. Und jetzt sag bloß nicht, dass du dich nicht wenigstens ein bisschen amüsierst."
Es war schwer abzutun, dass er so etwas hier nicht vermisst hatte. Das Schicksal hätte für ihn vorausgesehen, für alle Ewigkeit als Siegel zu fungieren, umso mehr freute er sich darauf, noch einmal zu erleben, wie es war, ein mehr oder weniger normaler Mensch zu sein. Wenn das hier alles vorbei war...vielleicht...nur vielleicht...
„Niemand weiß, was die Zukunft bringt, sprach Pharos als hätte er seine Gedanken gelesen, „Für mich persönlich und auch für dich möchte ich allerdings hoffen, dass dieses Spiel ein gutes Ende findet."
