Chapter Rating: 12/

Beta: the one and only … ohji!!!

Sorry für die lange Wartezeit!

~F+H~

„Hey Harry, warte!" Harry verlangsamte sein Tempo etwas, blieb jedoch nicht stehen oder wandte sich von seinem Gespräch mit Ginny ab. „Wie war die Schule? Hattest du Spaß? Hat Mr. Snape dir wieder das Leben schwer gemacht? Hey, warum ignorierst du mich?"

Harry seufzte und hielt an. Er blickte die Quelle des lauten Geplappers mit verärgerten grünen Augen an. „Fawkes, du bist unhöflich. Ich war mitten in einem Gespräch mit Ginny. Du sollst nicht stören.", tadelte er.

Der Zwölfjährige schmollte niedlich. „Es tut mir leid. Ich werde warten."

Harry nickte zustimmend und Ginny lächelte, vollkommen angetan von der unschuldigen Miene des Phönixes. „Guter Junge!", sagte er, wieder zu seinem Gespräch zurückkehrend und gemächlichen Schrittes seinen Weg wieder aufnehmend. Ginny blickte zurück und schenkte Fawkes ein Lächeln, als er den beiden Teenagern in Richtung der Großen Halle zum Abendessen folgte. Sie diskutierten über den Soul-Bound Ball, der sich schnell näherte.

Fawkes hatte drei Brandtage erlebt, seitdem Harry herausgefunden hatte, dass er sein Seelengefährte war und der Phönix hatte jeden möglichen Moment in der Nähe des Zauberers verbracht. Es hatte sich herausgestellt, dass er für jeden Tag des Monats vom Aussehen her ein Jahr älter wurde. Er wurde niemals älter als einunddreißig. Er war, bevor er Harry vor vier Jahren traf, daran gewöhnt ein Jahrhundert zu leben, vor dem Zeitpunkt eines wahren Brandtages (an denen er sein Leben als Säugling neu begann; alle paar Jahre würde er brennen und im gleichen Alter wie vorher wieder auferstehen, aber das waren keine wahren Brandtage), und jetzt musste er monatlich diese quälenden Erfahrung über sich ergehen lassen – und das auch noch in den besten Jahren seines Lebens!

Er kannte den Grund für die plötzlichen Veränderungen seines Körpers nicht. Allerdings hatte er den Verdacht, dass es sehr viel mit Harrys Alter zu tun hatte. Vielleicht würde Fawkes, wenn Harry das Alter von zweiunddreißig erreichte, auch die Grenzen dieses monatlichen Kreislaufs überschreiten können. Er hoffte auf jeden Fall, dass dies so war und er nicht ewig dazu verflucht war monatlich einen Brandtag zu erleiden.

"… und da Fawkes in der Nacht des Balles zweiundzwanzig, fast dreiundzwanzig sein wird, dachte ich es wäre ein guter Zeitpunkt, um es hinter sich zu bringen.", sagte Harry, eine leise Spur von Bitterkeit verschnürte seine Stimme. Fawkes' Schultern sackten bei diesem Tonfall in sich zusammen. Was hatte er dieses Mal getan, um Harry zu verärgern?

Ginny blickte zurück zu Fawkes und zwinkerte fröhlich. Er entspannt sich und stieß seinen Atem aus, von dem er nicht gewusst hatte, dass er ihn angehalten hatte. Er hatte nichts Falsches getan. Wenn er etwas getan hätte, hätte Ginny nicht so freundlich gelächelt. Mrs. Weasley war Harry betreffend sehr beschützerisch und war vor allem Fawkes Fehlern ihm gegenüber, auf Grund der Umstände, wie er in ihr Leben getreten war, sehr intolerant; Sie hatte Vorurteil gegenüber ihm als Harrys Seelengefährten, sodass es sie fast einen Monat gebraucht hatte um seine Anwesenheit zu akzeptieren.

Natürlich, wenn Ginny Weasley auch nur die kleinste Ahnung gehabt hätte, was Fawkes' Instinkte ihm zu schrieen, würde sie vermutlich auf unverzeihliches Verhalten zurückgreifen. Letzten Endes waren die Instinkte eines Phönixes nieder und vollständig verwerflich – oft sagten sie ihm, er solle Harry auf den Boden werfen um es mit ihm wie ein wildes Tier zu treiben! Aber im Moment waren solche Regungen auf Grund seines `Alters´ relativ schwach, da als Zwölfjähriger solche Aktivitäten vermutlich nicht ständig im Mittelpunkt standen. Nein, als Kind hatte er einfach den Wunsch in der Nähe des dunkelhaarigen Zauberers zu sein und Gedanken die Paarung betreffend kamen später während der Pubertät und des Erwachsenseins, wenn er fähig war in tieferen Ebenen zu denken.

„Tja, habt viel Spaß ihr zwei!", kicherte Ginny. Fawkes blickte zu Ginny und dann zu Harry, der ob des Themas ihres Gespräches vollkommen nervös war. Fawkes versuchte sich in Harrys Gedanken einzustimmen, aber zu seiner Enttäuschung hatte der Junge, die Kontrolle seiner unbeabsichtigten Triller betreffend, eine bemerkenswerte Arbeit geleistet. Bemessen an dem beschämten Ausdruck auf dem Gesicht seines Seelengefährten würde er in der nächsten Zeit nicht so schnell irgendeine Antwort von Harry bekommen.

Also war die einzige übrige Möglichkeit Ginny zu fragen. „Viel Spaß mit was?", fragte er leichtfertig.

Ginny lachte und Harrys Gesicht wurde fast sofort kalt und gesammelt. „Das kann dir egal sein!", sagte er endgültig.

„Aber sie sagte meinen Namen. Ich habe ein Recht darauf zu wissen, was los ist, wenn es was mit mir zu tun hat!", sagte Fawkes, in einen Ton zorniger Verzweiflung, den Harry oft nutzte, wenn es um das Thema der persönlichen Rechte ging, bei welchem der Jugendliche sehr hartnäckig war. Harry starrte ihn böse an und weigerte sich zu sprechen. Fawkes klammerte sich an Harrys Arm und schenkte ihm den Mitleid erregendsten getretener-Welpen-Blick, den er zustande brachte. "Harry", winselte er flehend.

„Fawkes, benimm dich deinem Alter entsprechend.", war die einzige Antwort, die er von dem Zauberer erhielt, als sie die Großen Halle betraten und sich an einen Platz am Ende des Gryffindortisches, abseits der Menge niederließen.

Ginny lachte süß und sagte: „Er ist sich seinem Alter entsprechend am verhalten. Er ist zwölf, erinnerst du dich? Noch ein Kind." Harry grübelte still vor sich hin, bewusst von seinen Gefährten wegschauend. Ginny rollte die Augen und richtete ihr Augenmerk auf Fawkes. „Er hat die Nacht des Balls zur Vervollständigung eures Bundes gewählt."

Fawkes errötete entzückt und ließ einen lustigen Triller vernehmen, bevor er sich selbst stoppen konnte. Sie Leute starrten das Trio seltsam an, bevor sie sich wieder ihren eigenen Gesprächen zuwandten. „Wunderbar!", zwitscherte er, Harry anlächelnd. „Ich werde auch ein angemessenes Alter haben.", stellte er zufrieden fest. Harry schaute weiterhin unbehaglich weg. „Harry!", sagte der Phönix. „Ich verspreche es zu einem angenehmen Erlebnis zu machen … Wenn du es nur zulässt."

Harry blickte ihn vorsichtig an. Für einen Moment klang das Kind wie damals, im Büro des Schulleiters, zu Beginn des ganzen Seelengefährten-Fiaskos. Neckend, raffiniert, verführerisch. Harry erschauderte unfreiwillig bei der Erinnerung an die Vision, die er im Spiegel der Seelen gesehen hatte. Er konnte ihn jetzt noch sehen, Fawkes, den bezaubernden jungen Mann in fremdartiger Kleidung und mit unmenschlicher Schönheit. Er erlebte das Potenzial, die Stücke, aber nie das komplette Bild der Perfektion, das er im Spiegel erblickt hatte. Fawkes schien seine Phönixmerkmale immer zu verbergen und so menschlich wie möglich erscheinen zu wollen, als würde er versuchen Harry nichtzu verführen. Und um ehrlich zu sein, war Harry sich ziemlich sicher, dass seine Jungfräulichkeit noch vor Ablauf einer Stunde passé gewesen wäre, wenn er diesem köstlichen Wesen von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden hätte.

„Wir werden sehen!", murmelte er unhörbar. Ein Blick auf Fawkes teilte ihm mit, dass, wenn der begeisterte Glanz in seinen feurigen Augen etwas zu bedeuten hatte, der Phönix ihn irgendwie gehört hatte.

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