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Beta:Mein ohji-lein, wer auch sonst?

~F*H~

Tag zweiundzwanzig war endlich angebrochen und Harry hatte nicht einmal ein Haar von Ginny Weasley gesehen, seitdem sie darauf bestanden hatte Fawkes und sein Kostüm zu machen. Auch wenn der Unterricht zu Ehren des Soul-Bound Balls für die Woche ausfiel, hatte sie ihr Zimmer nur selten verlassen. Das machte Harry Sorgen, wissend, dass sie mit großem persönlichen Interesse am drauflos arbeiten war.

„Harry?", erklang eine tiefe Stimme hinter ihm. Harry drehte den Kopf zur Seite und spähte hoch zu der ihn überragenden Gestalt. „Ich habe mit Ginny gesprochen."

„Oh?", regte Harry ihn zum weiter sprechen an, seinen Blick zurück auf den glitzernden See lenkend und sich der rauen Oberfläche des Baumes anpassend, an dem er lehnte.

Fawkes setzte sich neben ihn und fuhr fort: „Sie ist fertig mit unseren Kostümen und möchte, dass wir sie, für Änderungen in letzter Minute, anprobieren."

„Wann?"

„Vorzugsweise heute. Der Ball ist immerhin heute Abend."

„Sehr gut!", seufzte Harry, sammelt allseine Habseligkeiten ein und stand langsam auf. „Wir sollten es am besten gleich hinter uns bringen."

„Sie sind nicht schlecht, Harry.", sagte Fawkes, als sie zurück in dasSchlossgingen.

„Du hast sie gesehen?" Fawkes nickte. „Wie sind sie?"

„Warte und überzeuge dich selbst. Ich glaube, du wirst sie mögen.", antwortete der Phönix vage.

Als sie den Gemeinschaftsraum betraten, wurde das Duo sofort von einem sehr aufgeregten Rotschopf in Angriff genommen. „Es ist vollbracht! Es ist vollbracht! Probiert es an! Kommt schon, kommt schon! Folgt mir!" Und damit zerrte Ginny sie bis zu Harrys Zimmer und überreichte ihnen jeweils ein Bündel. „Zieht sie an und lasst es mich ansehen!" Fawkes begann sich, zu Ginnys Belustigung und Harrys Verdruss, da auszuziehen, wo er gerade stand.

„Hast du denn kein bisschen Anstand?", schnappte Harry, tief errötend.

Fawkes zuckte mit den Schultern. „Nein!"

Harry machte ein mürrisches Gesicht und eilte dann aus dem Raum. Fawkes und Ginny brachen auf Kosten des dunkelhaarigen Zauberers in Gelächter aus, während Fawkes sich fertig umkleidete. Sein Gewand war aus feinem Material – wie Ginny es geschafft hatte es zu erwerben war, in anbetracht ihrer begrenzten Mittel, ein Rätsel. Es war seidig und schimmerte mit einem übernatürlichen Glanz, gerade wie Fawkes' eigenen lodernden Züge.

Es war im arabischen Stil, das ärmellose rote Top mit orangen Applikationen und einer gelben Schärpe und die Hosen in einem transparenten, fast leuchtenden Weiß. Das Top war vorne mit einer schmalen orientalischen Kordel nur lose verbunden und ließ die Mitte seiner Brust frei. Die Hausschuhe waren golden, an den Seiten mit Rubinen und auf der Oberseite mit Mondsteinen verziert.

Ginny gab ihm mehrere reich verzierten goldene Ringe und einen Paradiesvogelanhänger. Der Vogel war auch aus Gold, das jedoch rot glühte, als wären es in einem Feuer erhitzt worden, und seine Augen waren aus einem kostbaren Edelstein, den Fawkes noch nie in seinem langen Leben gesehen hatte. Er besah sich selbst im Spiegel und passte sein Aussehen leicht an.

„Irgendetwas fehlt.", bemerkte er.

Ginny nickte zustimmend. „Aber es ist etwas, für das nur du sorgen kannst."

Fawkes starrte angestrengt für einige Minuten auf sein Spiegelbild, bevor er etwas von seinem Haar in Federn verwandelte. Er legte den Kopf zur Seite und prüfte kritisch seinen neuen Look. Viel besser. Viel… verführerischer. Zumindest hoffte er, dass dem so war. Es wäre alles umsonst, wenn es Harry nicht gefiel.

Harry tauchte wenige Augenblicke später wieder auf, gekleidet in sein eigenes wunderschönes arabisches Outfit. Die Farben und Schuhe waren die gleichen, aber der Stil der Kleidung war anders. Es bedeckte mehr Haut, umschmeichelte seine Gestalt aber in einer Art, die ebenso verlockend und freizügig war, wie Fawkes' lockere, offene Kleidung. Er trug eine kleinere Halskette – eine Feuerkugel, wenn Fawkes sich richtig erinnerte – und hatte Augen Make-up aufgelegt und seine Brille entfernt, was seinen smaragdgrünen Augensternen ein aufforderndes Glitzern verlieh. Smaragdgrün. Man würde erwarten, dass dieses grün mit den feurigen Farben seiner Kleidung nicht zusammen passte, doch stattdessen machte der Kontrast ihn noch attraktiver.

„Herrlich!", hauchte Fawkes.

Harry errötete leicht, konnte aber seinen Blick nicht losreißen. Er war sprachlos auf Grund des erhabenen Phönixes vor ihm. Dies war derjenige, den er im Spiegel der Seelen gesehen hatte, wenn auch vom Aussehen her einige Jahre älter, aber das diente nur dazu jeden möglichen Hauch von jugendlichen Ungeschicklichkeit oder Unfeinheit zu entfernen. Nein, dies war kein ungeschickter Teenager. Dies war ein Mann. Ein sehr anmutiger, sinnlicher, faszinierender Mann. Nein, Phönix; Fawkes war ein Phönix, ein der menschlichen Rasse überlegenes Wesen. Und aus irgendeinem Grund erregte das Harry umso mehr.

„Nun, sind sie akzeptabel?", fragte Ginny, ein neckisches Glitzern in ihren hellen Augen. Sie erhielt zwei spitze Blicke. „Ich nehme das als ein Ja.", kicherte sie. „Gut, ich werde mein eigenes Abendkleid ausgraben gehen."

„Nicht mit Malfoy abgestimmt?", scherzte Harry.

Ginny stieß ein höhnisches, undamenhaftes Schnauben aus. „Ja, klar! Mit Malfoy abgestimmt! Hah!"

„Ich nehme das als ein Nein."

„Verspotte mich nicht, Potter!"

„Ja Madam. Diesem Unwürdigen tut es sehr leid, Miss Ginny, Madam."

„Harry!"

„Ginny!"

„Raus, geh raus du Barbar!" Sie warf ein weiches Päckchen nach dem jungen Mann.

„Wie Ihr wünscht, liebliche Jungfer, und vielen Dank für die Kostüme, sie sind perfekt.", rief Harry, als er aus dem Raum raste, bevor Ginny einen Gegenstand finden konnte, der nicht so angenehm weich wie der erste war. Fawkes folgte in einem lockereren Tempo. Das war ziemlich leicht für ihn, da er nicht derjenige war, der am Ende die Prügel auf Grund von Ginny Weasleys bekanntlich tödlichen Zorn würde einstecken müssen.

Fawkes und Harry gehörten zu den ersten, die an diesem Abend für den Soul-Bound Ball in der Großen Halle erschienen. Der gesamte Lehrertisch war besetzt und es waren einige Ravenclaws, Hufflepuffs, und Slytherins anwesend, aber viele Schüler waren bisher noch nicht da. Trotzdem waren sie sofort im Mittelpunkt des Interesses. Die hitzigen und neugierigen Blicke ignorierend, führte Fawkes Harry zum Gryffindortisch und setzte sich neben ihn.

„Wie lange müssen wir hier bleiben?", fragte Harry leise, sich der Blicke, die in ihre Richtung geworfen wurden, sehr wohl bewusst.

„Ich weiß es nicht. Möchtest du, dass ich Dumbledore fragen gehe?", antwortete Fawkes.

Harry schüttelte heftig den Kopf und klammerte sich verzweifelt an Fawkes. „Verlass mich nicht."

Fawkes starrte ihn mit großer Intensität an. „Ich werde dich nicht verlassen, Harry." Harrys Rücken reibend, begann er beruhigend zu trillern, dabei darauf achtend, ihn nicht mit seinen Krallen zu kratzen. Harry lehnte sich an ihn und kuschelte sich an seinen Hals. Fawkes schlang seine Arme fest um die geschmeidige Taille des Jungen. „Willst du… unbedingt gehen?", fragte Fawkes leise, ein dunkler Schimmer glitt durch seine Augen, als die Worte seine Lippen verließen.

Harry wurde rot und nickte. „Ja."

„Kannst du eine Stunde warten?" Harry stöhnte bei der Aussicht. „Zumindest sollten wir warten, bis alle eingetroffen sind und das Treiben des Balles begonnen hat."

„Hey, schau mal! Ist das nicht Harry?" Fawkes und Harry wandten sich beide herum um Hermine anzusehen, die einen peinlich berührten Ron in den Raum führte. Hermine war so schön wie beim Weihnachtsball, vielleicht noch mehr, weil sie etwas fülliger geworden war. Ron trug ein neues Festgewand – Kompliment an die Zwillinge, kein Zweifel – und wuselte ungeschickt hinter seinem Date her. „Harry, du siehst fantastisch aus! Woher hast du dein Outfit? Oh, und es ist mit Fawkes' abgestimmt, wie reizend!" Fawkes und Harry trugen beide ein vorgetäuschtes Lächeln auf ihre Gesichter gekleistert und nickten im Gleichklang.

„Ginny hat sie selbst gemacht.", sagte Harry. Hermine erstarrte überrascht und Rons Unterkiefer fiel herunter.

„Sie hat sie gemacht?", wiederholte die Hexe benommen. Harry nickte langsam. „Wow…"

„Ja, das ist es, was wir auch gesagt haben, als wir sie letztendlich zum anziehen bekommen hatten.", sagte Fawkes liebenswürdig.

„Meine Schwester hat dies gemacht?", quietschte Ron. Harry und Fawkes nickten.

Meine Schwester hat dies gemacht?" Sie nickten wieder. „Meine Schwester hat dies gemacht?" Einmal mehr nickten sie, dieses Mal mit mehr Belustigung. „Meine Schwester hat … dies gemacht? Meine Babyschwester? Diese … diese Dinger? Das sind ja wohl kaum Kleider! Was denkt sie sich?"

Harry rollte seine Augen. „Sie ist sicherlich kein `Baby´ mehr, Ron. Falls du es noch nicht bemerkt hast, Ginny hat sich zu einer schönen jungen Frau mit einem eigenen Verstand entwickelt – den ich nicht wagen würde zu erkunden, auch wenn ich die Chance bekämme. Der Geist einer Frau ist, letztendlich, ein geheimnisvoller Ort, der für Männer auch weiterhin ein Geheimnis bleiben sollte."

„Wo wir gerade von Ginny Weasley sprechen, da ist ihr Seelengefährte.", sagte Fawkes, in Richtung Eingang nickend. Jeder drehte sich um und starrte zu Malfoy. Harrys Herz erstarrte in seiner Brust. Ginny sollte bei ihm sein. Warum verweigerte er seine Verantwortung als ihr Begleiter? Wenn Ginny und Draco die Verbindung ablehnten, würde es laut Dumbledore schwerwiegende Folgen haben. Dachten sie daran sich nicht an seine Warnung zu halten? Diese Narren. Bestimmt würden sie nicht unverletzt hier heraus kommen. Dumbledore warnte nur dann, wenn die Situation aussichtslos war, und Harry kannte, aus erster Hand, die Schwere der Folgen bei Nichtbeachtung dieser Warnungen.

Abrupt aufstehend, bahnte sich Harry seinen Weg in Richtung des Slytherintisches, wo Malfoy nun mit einigen seiner Freunde saß. „Malfoy!", schnappte er. „Was glaubst du eigentlich, was du hier verdammt noch mal tust?"

Malfoy wandte sich ihm zu und hob eine Augenbraue. „Wonach sieht es denn aus, Potter? Ich genieße meinen Abend – oder zumindest habe ich es getan, bis du deine hässliche Visage gezeigt hast."

Harry schenkte ihm einen durchdringenden Blick. „Du solltest Ginny begleiten."

„Ja? Ich habe nicht die Absicht, solch einen Pöbel wie die Weaselette irgendwohin zu begleiten."

„Du hast keine Wahl. Sie ist deine Seelengefährtin.", erinnerte ihn der dunkelhaarige Teenager.

Draco blickte ihn mürrisch an. „Ist mir egal."

„Aber mir nicht!", schrie Harry, noch mehr unnötige Aufmerksamkeit von den anderen Insassen des Raumes auf sich lenkend, was jedoch zu diesem Zeitpunkt unwichtig war. „Sie ist wie eine Schwester für mich, Malfoy, und ich werde nicht einfachdastehen während sie von deinesgleichen verletzt wird. Sie hat etwas Besseres verdient als dies. Sie mag in deinen Augen ein `Pöbel´ sein, aber in meinen ist sie für die Herrschaft geeignet. Sie sollte mit Zuneigung überhäuft werden wie eine Prinzessin, nicht beiseite geworfen wie Müll. Sie mag im finanziellen Ansehen her 'unter' dir stehen, aber sie euch elitären Reinblütern in allem anderen weit überlegen."

„Harry, das ist genug, es ist in Ordnung.", sagte Ginny, gerade erst in seine Auseinandersetzung mit dem Blonden kommend. „Ich erwarte überhaupt nichts von ihm, ganz besonders nichts, das Höflichkeit gleicht. Du solltest den Abend mit deinem Seelengefährten genießen, nicht einen sinnlosen Kampf gegen meinen in die Wege leiten." Harry blickte sie mit unglücklichen, bis zum Rand mit wütenden Tränen gefüllten, grünen Augen an. „Es ist okay, Harry. Nicht jeder kann in der Ehe so viel Glück haben, wie du."

„Du verdienst Besseres", sagte er.

„Es spielt keine Rolle mehr. Dies… dies ist, wie es sein soll.", sagte Ginny mit einer weichen, entschlossenen Stimme. Sie lächelte schwach zu dem Jungen, den sie liebte, obwohl Tränen ihre eigenen Augen füllten.

„Es tut mir leid, Ginny.", flüsterte Harry und ging ohne ein weiteres Wort.

Er setzte sich neben Fawkes, der leise trillerte und ihn besorgt beäugte.

„Bist du in Ordnung?"

„Ich bin in Ordnung, Fawkes. Ich werde in Ordnung sein.", sagte Harry, obwohl seinen Worten die Überzeugung fehlte. Schließlich brach der Damm und die Tränen flossen. „Ich bin Harry Potter. Ich bin immer in Ordnung. Ich muss es sein."

„Harry, lass uns gehen. Komm mit, Liebling." Harrys Augen trafen direkt auf Fawkes' Blick.

„Wie hast du mich genannt?"

Fawkes runzelte verwirrt die Stirn. „Harry."

„Nein, danach."

„Liebling?"

Harry nickte. „Meinst du das ernst? Liebst du mich wirklich?" Er konnte die Hoffnung nicht aus seinem Tonfall heraushalten.

„Natürlich liebe ich dich, Harry. Das habe ich immer."

„Ich dachte, es sei nur Lust.", antwortete der Teenager argwöhnisch.

„Vielleicht am Anfang ein wenig.", gab Fawkes zu. „Aber als du mich in dieser Nacht geküsst hast, als ich dich zum ersten Mal zum Fliegen mitgenommen hatte, haben sich meine Gefühle verändert. Oder besser gesagt, ich erkannte sie, als das, was sie waren."

„Ich…ich weiß nicht, ob ich…" Harry brach ab. „Ich kann nicht sagen, dass ich dich liebe. Ich weiß nicht, ob es stimmt." Fawkes' Herz wurde schwer, aber er hielt seinen Ausdruck so neutral wie möglich. Harry bemerkt es trotzdem. „Aber vielleicht, vielleicht könnte ich es sicher wissen, wenn du mich noch einmal küssen würdest.", fügte er hinzu, puterrot werdend und wegschauend.

Fawkes' Augen leuchteten wie geschmolzenes Gestein. „Harry", murmelte er zärtlich, nach oben greifend und Harrys Gesicht mit beiden Händen umfassend, den jungen Zauberer sanft dazu nötigend seinem Blick zu begegnen. Er lehnte sich vor und schloss die Lücke zwischen ihnen mit einem warmen Kuss, der seine Gefühle für den Jungen vermittelte. Es war ein einfacher Kuss, Lippen auf Lippen, eine sanfte Berührung, aber er ließ Fawkes' Geist, Herz und Sinne taumeln.

Ihm wurden plötzlich die viele Augenpaare bewusst, die auf ihnen ruhten. Er fragte sich, ob Harry es bemerkte. Er zog sich langsam zurück und beobachtet den Effekt, den sein Kuss auf seinen Seelengefährten hatte. Das Gesicht des Teenagers war gerötet, seine Augen waren glasig und er keuchte ein wenig, um zu Atem zu kommen.

„Nun?"

„Ich weiß es noch nicht. Ich glaube, ich brauche noch einen weiteren Kuss.", keuchte Harry, bevor er einen mehr als willigen Fawkes in einen glühenden Kuss zog. Er war viel intensiver und leidenschaftlicher als der vorherige und wurde schnell zu einem hitzigen Zungenkampf. Fawkes dominierte schnell und übernahm die Kontrolle über Harrys Mund, hungrig die warme, feuchte Höhle erkundend. Harry stöhnte, als Fawkes seine Arme fester um seine Taille schlang und ihn näher zog, so dass sie enger beieinander waren. Harry ließ seine Hände unter Fawkes' westenartiges Überteil gleiten und über die glatte, straffe Brust des Phönixes streichen.

Ein peinlich berührtes Husten brachte sie in halsbrecherischer Geschwindigkeit zurück in die Realität. Sie trennten sich um den Eindringling finster anzublicken. Ron verlagerte unbehaglich seine Position. "Äh, denkt ihr, dass ihr dass vielleicht später machen könntet? Zum Beispiel, wenn wir nicht dabei sind.", bat er. Mehrere andere nickten zustimmend, aber eine große Anzahl hätte das Paar gerne weiterhin beobachtet.

„Ah, entschuldige das bitte, Ron. Wir haben es ein wenig übertrieben.", murmelte Harry, sich noch mehr an Fawkes' Brust anschmiegend.

„Ein bisschen?", stichelte Hermine.

Harry rollte seine Augen. „Wäre um einiges weiter gegangen, wenn ihr nicht unterbrochen hättet.", murrte er. Seine Freunde wurden bei dieser Aussage so rot wie Tomaten. Er seufzte. „Aber ich nehme an, es ist besser bis nach dem Ball zu warten. Wo wir gerade davon sprechen, ich frage mich, wann diese Qual offiziell beginnt."

Als ob er nur darauf gewartet hätte, stand Dumbledore von seinem Platz am Lehrertisch auf und bat um Stille in der Großen Halle, die jetzt ein elegant dekorierter Ballsaal war. „Willkommen, Schüler und Lehrer gleichermaßen. Es ist mir eine große Freude den Beginn des 851. Soul-Bound Balls zu verkünden, der an der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei stattfinden soll.

Erfrischungen stehen, mit den besten Empfehlungen des siebten Jahrgangs der Hufflepuffs, an der Ostwand zur Verfügung, also fühlen sich frei diese in Anspruch zu nehmen. Und nun, ohne weitere Umschweife, lasset den Tanz beginnen." Mit einer Handbewegung des Direktors, begann die Musik zu spielen und nervöse Paare füllten die Tanzfläche.

Fawkes blickte zu Harry und sah das Unbehagen in seinen grünen Augen. „Möchten du gerne tanzen, Harry?"

Harry verspannte sich mehr und schüttelte energisch den Kopf. „Nein danke.", piepte er hastig.

Fawkes runzelte leicht die Stirn. „Weist du, wie man tanzt?"

Harry schaute ihn böse an. „Natürlich weis ich wie! Ich bin nicht dumm!", schnappte er.

Fawkes blinzelte überrascht und antwortete: "Ich habe weder gesagt noch beabsichtigt dir zu unterstellen, dass du es wärest, Harry. Ich bin nur neugierig, warum du offensichtlich so abgeneigt bist zu tanzen."

„Ich mag es nicht. Bringt schlechte Erinnerungen zurück; Winterballball und alles, es war keine erfreuliche Erfahrung."

Fawkes schmunzelte verschmitzt und lehnte sich vor, sodass seine Lippen direkt neben Harrys Ohr waren, es sanft streiften, als er sprach. „Ich verspreche es für dich angenehm zu machen, Harry." Er biss neckend in Harrys Ohrläppchen, bevor er sich zurückzog um die Reaktion des Zauberers zu beurteilen. Was er sah, ließ ihn grinsen. Harry schien nun ganz begierig darauf zu tanzen. Er erhob sich würdevoll und blickte mit ausgestrecktem Arm zu Harry.

„Dürfte ich um die Ehre der nächsten zwei Tänze bitten, Mr. Potter?" Harry legte seine zittrige Hand in die von Fawkes und ließ sich von dem Phönix auf die Tanzfläche führen. Fawkes hielt Harry sicher in seinen starken Armen und wirbelte ihn mit einer Anmut, Erfahrung und Selbstsicherheit, die kein Mensch besitzen konnte, über das Parkett.

Zu Harrys großer Überraschung und Enttäuschung hielt Fawkes einen respektablen Abstand zwischen ihnen. Dann, als ob er Harrys Unzufriedenheit gespürt hätte, zog Fawkes Harry näher, wirksam alle Spuren von affektierter Förmlichkeit beseitigend, die bis zu diesem Moment vorhanden gewesen waren. Harry unterdrückte ein Stöhnen, als er spürte, wie erregt Fawkes war. Wie konnte er so ruhig und gesammelt bleiben während er in solch einem Zustand war? Harry konnte seine Knie, bei dem Gefühl von Fawkes' Sehnsucht nach ihm, kaum am Einknicken hindern.

„Du trillerst.", sagte Fawkes nur ein wenig über einem Flüstern.

Harrys Wangen wurden rosa. „Oh! Sorry!."

„Nein, ich bin froh. Ich genieße es deine Gedanken zu hören.", antwortete der Phönix mit einem vergnügten Lächeln, das den sinnlichen Nebel in seinen Augen maskierte.

Der erste Tanz endete zu schnell und der zweite begann nach zu langer Wartezeit. Harry verließ Fawkes' Umarmung nicht und schmiegte sich an den Phönix, als ob er sein Rettungsanker wäre. Fawkes, für seinen Teil, war am Ende seiner Kräfte. Seine Hände zitterten aus unterdrücktem Verlangen nach seinem Gefährten, und er war sich sicher, Harry fühlte jedes Beben. Der Junge war praktisch Wachs in seinen Armen. Harry rieb sich auf subtile Weise gegen seine Männlichkeit. „Harry, oh Gott!", keuchte er in Harrys Ohr, ein Stöhnen von den jungen Zauberer hervorrufend.

„Fawkes, ich bin müde.", flüsterte Harry heiser. „Lass uns in's Bett gehen."

~~~tbc~~~