Also, auf die Dauer ist es umständlich ständig zu schreiben, dass ich keinerlei Rechte an Twilight habe.
Deswegen jetzt noch einmal für die gesamte Fanfiction. Ich hab keine Rechte an Twilight. Weder an den Charakteren noch an den Orten. Ich leihe sie mir nur aus.
Und dann noch ein riesen Danke an Tearfulness und viki für eure Reviews.
Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß mit dem neuen Kapitel von "Finding Gravity". Ich hoffe es gefällt euch.
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Problem
Wir fuhren nicht sehr lange. Wobei das zum größten Teil auch daran lag, dass Emmett fuhr wie ein Verrückter. Wenn es mir nicht egal gewesen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich Angst um mein Leben gehabt. Aber das war egal. Was wollte ich denn noch hier? Mein Leben hatte seinen Sinn verloren. Schon vor langer Zeit.
Emmett fuhr einfach den Weg weiter in den Wald, in den ich eingebogen war. Eigentlich dachte ich, dass hier keiner wohnen würde, aber anscheinend hatte sich einiges getan, seitdem ich das letzte Mal hier gewesen war.
Nach ca. fünf Minuten erreichten wir ein riesiges Haus. Ich war mir eindeutig sicher, dass das, das letzte Mal als ich da war, noch nicht da war. Forks hatte sich wirklich verändert.
Das Haus war wirklich riesig, hell und freundlich und wunderschön. Viel zu schön, um hier so versteckt im Wald zu stehen. Aber trotzdem passte es hier hin. Als ob der Wald freiwillig Platz gemacht hatte, damit das Haus hier stehen konnte. Der Fluss lief in einer perfekten Biegung um das Haus herum. Es war einfach traumhaft.
Als Emmett den Wagen anhielt kamen vier Personen aus dem Haus. Sie sahen alle aus wie Models. Kaum zu glauben, dass so viele hübsche Menschen zusammenwohnten. Die mussten eine Art Krankheit haben, oder warum waren sie so hübsch?
"Carlisle, du musst dir Bella mal anschauen. Ich und Rose haben sie im Wald gefunden. Gerade, als wir losgegangen waren um zu...", er räusperte sich. Warum sprach er nicht weiter?
"Vielleicht ist sie krank, oder so. Du musst sie mal untersuchen", erklärte er, während er ausstieg.
Noch während Emmett sprach, kam einer der beiden Männer die Treppe herunter und öffnete meine Tür.
"Hallo Bella. Mein Name ist Carlisle. Ich bin Arzt. Bist du gestürzt oder hast dich sonst irgendwie verletzt?", fragte er und half mir dabei aus dem Auto.
"Nein. Es ist alles in Ordnung. Wirklich nicht nötig, dass sie sich solche Umstände machen. Ihr Sohn ist einfach etwas überempfindlich", antwortete ich und schaute Emmett am Ende meiner Antwort an.
Widerstand war aber auch bei diesem Familienmitglied zwecklos. Ich hätte wahrscheinlich genauso gut mit einer Mauer reden können. das hätte genauso viel Sinn.
Carlisle führte mich in das Haus. Erst durch die riesige Eingangshalle, dann eine Treppe hoch und schließlich in ein riesiges Zimmer mit jeder Menge Bücher.
So viele Bücher hatte ich außerhalb einer Bibliothek noch nicht gesehen. Aber trotzdem sah der Raum nicht vollgestopft aus. Es waren gerade so viele Bücher, dass es passte. Das ganze Haus schien sehr stillvoll eingerichtet zu sein.
"Mein Arbeitszimmer", erklärte Carlisle.
Er bat mich, mich hinzusetzen und verschwand dann. Es dauerte etwas, bis er mit einem schwarzen Koffer zurück kam. Zwischendurch war unten eine Auseinandersetzung zu hören. Ich verstand nicht viel. Der Satz: "Du hättest wissen müssen, dass das zu gefährlich ist." Viel einige Male. Auch hörte ich: "Emmett, es geht doch nicht nur um uns, auch um sie. Es ist einfach zu gefährlich!" Hoffentlich war ich nicht der Grund für die Auseinandersetzung. Obwohl es sich ganz danach anhörte...
Carlisle holte einige Sachen und seiner Tasche und begann mich zu untersuchen.
Als erstes wurde mein Blutdruck gemessen, die Herz-Lungen-Geräusche überprüft und die Reaktionsfähigkeit meiner Pupillen festgestellt. Als letztes schaute Carlisle sich meinen Hals an.
Carlisle packte seine Sachen wieder zusammen und fragte: "Nimmst du öfter Pillen?"
´Scheiße!´ Wenn Charlie das mitbekam war ich erledigt. Tod. Einfach geliefert.
Was sollte ich antworten. Lügen würde er sofort durchschauen. ich konnte noch nie gut lügen. Aber die Wahrheit erzählen? Nein, das kam nicht in Frage. Also entschied ich mich für den Mittelweg.
"Das waren meine einzigen zwei."
Das war keine Lüge, im weitesten Sinne.
Carlisle nickte, schien aber nicht vollkommen überzeugt zu sein.
"Es ist einfach herauszufinden, ob du mehr konsumierst, als du preisgibst."
Ich kam mir so transparent vor wie eine Fensterscheibe. Er konnte mich doch nicht so einfach durchschauen. Oder doch? Meine Mutter hatte mich früher immer ihr "offenes Buch" genannt. Vielleicht war ich wirklich so einfach zu durchschauen.
"Das geht sie gar nichts an!", blaffte ich ihn an.
Er lächelte und antwortete: "Wahrscheinlich nicht. Da hast du recht. Ich wäre dann fertig. Dir fehlt nichts, zumindest nichts, was ich heilen könnte. Mein Sohn hat dich einfach zum falschen Zeitpunkt gefunden. Trotzdem können solche Pillen gefährlich sein."
Er schaute mich an, als ob er mich hypnotisieren wollte.
Ich stand auf und ging Richtung Tür. Als ich sie öffnete stand Emmett schon dort. Er begleitet mich nach unten.
"Ich bring dich nach Hause!", verkündete er.
"Nein! Emmett, ich kann alleine fahren. Mir fehlt ja nichts. Du kannst deinen Vater gerne fragen, wenn du mir nicht glauben willst."
"In Ordnung", gab er klein bei.
Wir waren mittlerweile im Wohnzimmer angekommen.
Dort sah ich auch die anderen drei, die vorhin schon auf der Veranda gestanden hatten, die hübsche blonde Frau aus dem Wald und ein mir fremder junger Mann.
"Das ist meine Familie. Carlisle kennst du ja schon. Das ist Alice." Er deutete auf eine zierliche Frau mit dunklen Haaren. Sie war in etwa in meinem Alter.
"Esme, meine Mutter." Er zeigte auf eine Frau mit karamellfarbenem Haar. Sie stand mir direkt gegenüber und sah nicht alt genug aus, um die Mutter von Kindern in diesem Alter zu sein.
"Und daneben stehen Jasper und Edward." Er deutete auf zwei Männer, welche mir daraufhin beide zunickten.
Welcher wohl der hübsche mit dem bronzefarbenen Haar war?
"Rosalie hast du vorhin schon im Wald getroffen", sprach er weiter und unterbrach meinen Gedankengang.
"Das ist Bella Swan. Die Tochter vom Chief", stellte Emmett mich ihnen nun vor.
´Was?´ Das hatte ich ihm nicht gesagt. Wie konnte er das wissen? War ich wirklich so bekannt in Forks, dass selbst Menschen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, wussten wer ich war?
"Es war echt nett, euch alle kennen zu lernen. Ihr habt ein wirklich schönes Haus. Aber ich muss jetzt wirklich los."
"Werden wir uns morgen in der Schule sehen?", fragte Alice.
Waren sie heute auch in der Schule gewesen? Nein, waren sie nicht. Die fünf wären mir doch aufgefallen!
"Ja. Ich denke, wir sehen uns morgen", antwortete ich und verschwand aus der Tür raus direkt in mein Auto. Charlie würde definitiv ärger machen. Ich war viel zu lange weg gewesen.
Ich schaltete mein Radio ein und drehte es so laut es ging. Leider hatte mein Auto einen zweiten Nachteil. Nach der Motorlautstärke war das Radio nicht sehr laut. Die Musik war kaum zu hören.
Wie erwartet war Charlie schon fast am kochen vor Wut.
"Wo warst du, junges Fräulein?", hörte ich ihn brüllen, noch bevor ich den Motor abgestellt hatte.
Charlie lief hinter mir, wie ein Schatten, bis ich im Haus war. Ständig wollte er eine Antwort auf seine Frage haben.
"Dad! Ich bin nur ein wenig rumgefahren. Dann habe ich ein paar Leute aus meiner Schule getroffen. Nichts weiter. In Ordnung?", unterbrach ich ihn.
"In Ordnung? Nichts ist in Ordnung!", begann er wieder.
"Ich will wissen wo du bist, wann du wieder kommst, mit wem du zusammen bist und was du machst! Du wirst nicht einfach verschwinden wie es dir passt. Hast du mich verstanden?"
"Dad. Ich bin kein Kleinkind", antwortete ich zwischen zusammengebissenen Zähnen. "Ich bin fast 18 also..."
"Na dann benimm dich doch auch mal so!", brüllte Charlie.
"Würdest du dich nicht wie ein Kleinkind aufführen, Drogen nehmen und trinken, bis du ins Krankenhaus kommst, dann hätten wir keine Probleme. Dann wärst du jetzt nicht hier in Forks sondern bei deiner Mutter in Phoenix!"
´Wow!´ Das saß.
"Soll das heißen, dass ich dein Problem bin? Willst du das damit sagen? Ich kann auch verschwinden. Du weißt gar nicht, wie gerne ich weg aus Forks wäre. Ich hab mir das alles hier nicht ausgesucht, schon vergessen?"
Ich schnappte mir meine Jacke, die ich über die Stuhllehne gelegt hatte und ging raus.
Es war mittlerweile stockdunkel.
"Wo willst du hin? Bleib stehen, wenn ich mit dir rede!", brüllte Charlie mir hinterher.
Aber ich würde nicht stehen bleiben. ´Ich lasse mich doch nicht kontrollieren wie eine 3-jährige!´
Mein Auto fuhr mich solange, bis ich es aufgab nicht zu weinen. Ich fuhr rechts ran und ließ ihnen einfach freien Lauf.
Ich saß vorne übergebeugt, die Arme verschränkt über dem Lenkrad und den Kopf darauf gelegt, und ließ einfach alle Tränen raus.
Warum musste ich gerade hier hin, wenn Charlie mich doch sowieso nicht hier haben wollte?
Ich weiß nicht, wie lange ich so da saß, aber ich musste wohl irgendwann eingeschlafen sein. Ich wurde erst wieder wach, als mir zu kalt wurde. Also drehte ich meinen Autoschlüssel halb um und stellte ich die Heizung an. Dabei fiel mein Blick auch auf meine Uhr. 4.37 Uhr!
Charlie würde sich wahrscheinlich nicht sonderlich drum kümmern, wo ich war. Ich war ja nur ein Problem. Ein Problem, was er jetzt los war.
Es interessierte doch keinen, was mit mir war. Niemand wollte mich. Überall war ich unerwünscht und wurde weggeschickt. Renee wollte alleine sein mit Phil und für Charlie war ich auch nur ein Problem.
Aber egal. Wenn mich keiner bei sich haben wollte, dann konnte ich ja auch genauso gut verschwinden.
Ich drehte den Schlüssel nun ganz rum und fuhr weiter. Einfach immer der Straße folgend und ein paar Mal willkürlich abbiegend. Mir war egal, wo ich ankam. Im Moment war alles besser als Forks.
Zwischendurch fing mein Auto an zu piepen. Ich musste tanken.
Also beschloss ich, mir eine Raststätte oder so was zu suchen. Ich hatte Hunger und musste dringend mal auf die Toilette. Und mein Auto hatte Durst!
Ich fand aber weit und breit keine Tankstelle. Und so kam es, wie es kommen musste. Mein Auto blieb mitten auf der Straße liegen.
„Scheiße! Du dämliche Mistkarre, beweg deinen Arsch und spring an!", fluchte ich, während ich mit aller Gewalt versuchte, das Auto zu starten.
Es dauerte eine ganze Weile, bis ich endlich aufgab.
Wollte sich denn nun alles gegen mich verschwören? Reichte es nicht, dass meine Eltern das schon taten? Musste mein Auto sie nun auch noch unterstützen? Konnte nicht einmal etwas so laufen, wie ich es wollte?
Ich wollte doch nun wirklich nicht zu viel. Einfach nach Hause, wobei ich mir im Moment nicht sicher war, wo ich zu Hause war.
Ich wollte mein Leben weiterleben. Mich mit meinen Freunden treffen. Damien und die anderen wieder sehen. So, wie es vorher war.
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Das war's erst mal. Ich werde die Tage das nächste Kapitel Hochladen. Und dann muss ich auch erstmal wieder welche schreiben. Solange könnt ihr mir doch ein paar Reviews schicken. Ist ganz einfach.
BlueBloodedVampireAngel
