Also, zuerst mal muss ich mich entschuldigen, dafür, dass das Kapitel etwas verspätet kommt. Eigentlich sollte es das gestern schon geben, aber ich hatte Probleme mit meinem Server.
Ansonsten möchte ich mich (endlich) bei denen bedanken, die mich auf ihrer Favorite/Alert Liste haben. Ich finde es immer schön, solche Mails zu bekommen. ;P
Ein riesiges Danke für die Reviews von Ina, -Sonnenschein- und couchkartoffel...
So und nun als letztes noch: Ich hoffe euch gefällt das Kapitel....Und schreibt wieder Reviews!

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Anfang

Ich hatte Alice Nummer gewählt und sie ging nach dem ersten Klingeln dran.
"Ja", meldete sie sich, sobald sie den Anruf angenommen hatte.
"Alice? Ich bin's Bella", erklärte ich.
Ich hatte die Stimme gedämpft. Charlie musste ja nicht unbedingt etwas von dem Telefonat mitbekommen.

Ich hatte mich entschlossen, das durchzuziehen und das wollte ich auch. Aber ich wollte Charlie die "neue" Bella erst präsentieren, wenn ich bereit war. Ich wollte ihm zeigen, dass ich mich ändern konnte. Vielleicht würde er ja sogar Stolz auf mich sein.
Alice reagierte total über.
"Bella? Ist was passiert?", fragte sie sofort. Sie klang wirklich besorgt.
"Nein. Eigentlich ist nichts passiert", beruhigte ich sie. "Aber ich brauche deine Hilfe."
"In Ordnung. Ich komme. Also, ich bin in fünf Minuten da!", erwiderte sie und legte auf.
Ich hatte noch nicht einmal die Möglichkeit ihr zu sagen, dass das nicht nötig wäre. Sie war einfach zu schnell. Aber daran würde ich mich wohl gewöhnen müssen. So schnell wie sie immer auftauchte und verschwand...
Daran sollte sie mal arbeiten.
So groß war das Problem ja nicht. Ich musste nur irgendwie vor Charlie geheim halten was ich tat. Und einen Entzug geheim zu halten würde bestimmt nicht einfach werden.
Alice stand innerhalb von fünf Minuten vor meiner Haustür. Wie hatte sie das denn gemacht?
Ich brauchte mindestens 15 Minuten bis zu ihrem Haus, wenn ich mich beeilte und sie schaffte es in fünf Minuten zu mir.
Na ja. Egal. Es gab sicher eine plausible Erklärung dafür. Ich hatte jetzt andere Sachen, um die ich mir Sorgen machen musste.
Ich öffnete ihr die Tür und sie kam herein, als ob es das Normalste auf der Welt wäre, und nicht das erste Mal, dass sie zu mir kam.
"Hallo Mr. Swan", begrüßte sie meinen Vater.
Er schaute nur kurz auf und grummelte ein "Hallo".
"Also, was hast du denn für ein Problem?", fragte sie und setzte sich auf die Couch zu Charlie.
Charlie schaute sofort auf.
`Na toll Alice. Super gemacht!´, dachte ich.
"Du hättest echt nicht herkommen brauchen", antwortete ich, während ich sie von der Couch raus aus dem Wohnzimmer zerrte.
"Mir ist eingefallen, dass ich die ersten Tage unmöglich bei Charlie in der Nähe sein kann", flüsterte ich.
Alice fing an zu lächeln.
Warum lächelte sie denn nun? Ich hatte nicht irgendeinen doofen Witz gemacht. Ich hatte ihr doch nur versucht meine Situation zu erklären!
Noch ehe ich mich aber so richtig in meine Wut reinsteigern konnte beruhigte sie mich schon wieder.
"Bella. Mach dir keine Sorgen. Das ist alles schon geregelt. Du kommst zu mir. Dort kann Carlisle dich am besten überwachen. Das ist alles schon abgeklärt.
Für die Schule hast du eine Beurlaubung und Charlie muss die nächsten Tage auf einen Kongress.
Das heißt er bekommt nichts mit. Und wenn er wieder kommt hast du das Schlimmste schon überstanden."
"Oh!", war das einzige, was ich darauf erwidern konnte.
Allerdings hatte ich noch nichts von einem Kongress gehört. Charlie hatte mir davon nichts erzählt.
Nach einem Moment hatte ich mich soweit zusammen, dass ich vollständig auf Alice Erklärung reagieren konnte.
"Ihr müsste euch doch nicht so einen Stress machen! Außerdem weiß ich überhaupt nichts von einem Kongress. Woher weißt du das denn? Charlie hat mir nichts erzählt."
"Du kommst zu mir. Das steht fest. Wir machen uns keinen Stress. Vertrau mir einfach.
Meine Mum ruft gleich bei deinem Dad an und klärt ab, dass du bei uns bleibst, solange er weg ist. Du brauchst dir wirklich keine Gedanken zu machen. Er bekommt nichts mit.
Und du hast das perfekte Alibi.
Und solange, gehen wir jetzt deine Sachen zusammenpacken!", erklärte Alice.
"Woher willst du wissen, dass Charlie das auch wirklich erlaubt?", fragte ich sie und kam mir dabei so richtig doof vor. Sie wusste genau, was sie wollte. Selbst von diesem Kongress wusste sie. Von dem hatte noch nicht mal ich etwas gewusst.
Alice schüttelte nur ihren Kopf und sagte: "Ich weiß, dass es klappt. Also stell dich jetzt nicht so an. Wir packen jetzt deine Sachen."
Sie klang mal wieder so überzeugt, dass ich nichts darauf zu erwidern wusste und mich einfach geschlagen gab.
Ich wüsste echt gerne mal, woher sie dieses unglaubliche Selbstvertrauen her hatte.
Ich hätte auch gerne ein bisschen davon.
Ob man sich das kaufen konnte?
Oder musste man dafür ein Cullen sein?
Alice drehte sich um und lief geradewegs auf mein Zimmer zu.
Woher wusste sie denn, wo mein Zimmer war?
Das sie wusste, dass es im oberen Stockwerk lag war ja noch dadurch zu erklären, dass unten einfach keine Möglichkeit mehr war. Aber oben gab es ja nicht nur meine Zimmertür. Also woher wusste sie das schon wieder?
Woher wusste sie sowieso immer alles?
Charlie hatte sie bestimmt noch nie durch das Haus geführt. Und ich wusste ganz sicher, dass ich es ihr noch nicht gezeigt hatte.
Als ich in mein Zimmer kam saß sie auf meinem Bett und grinste mich breit an.
"Woher wusstest du, welches mein Zimmer ist?", fragte ich sie irritiert.
Alice erstarrte augenblicklich.
Sie sah aus wie eine Marmorskulptur, die schon immer auf meinem Bett gelegen hatte.
"Alice? Was ist denn los? Ist was passiert?", fragte ich leicht panisch.
Noch bevor ich mich auch nur einen Zentimeter bewegen konnte um zu schauen, ob alles in Ordnung war, hatte sie sich auch schon wieder gefangen.
Sie schien wieder "normal" zu sein.
"Alice?"
"Ja?"
"Was war das denn eben? Ich meine im einen Moment sitzt du da und alles ist in Ordnung, und im nächsten bewegst du dich nicht einen Millimeter mehr, als ob du zu Stein erstarrt bist.
Du warst irgendwie nicht mehr anwesend, zumindest nicht mehr psychisch", erklärte ich besorgt.
"Ist alles in Ordnung?"
"Ja klar", antwortete sie mit gespielter Leichtigkeit.
"Wirklich? Bist du sicher? Ich kann auch einen Arzt anrufen!", schlug ich vor.
"Nein Bella, es ist wirklich alles in Ordnung. Mir ist nur gerade eben etwas... eingefallen", antwortete sie locker.
Sie stand auf und ging nun zum Objekt ihrer Begierde. Meinem Kleiderschrank.
Sie öffnete ihn und fing an ihn durch zu suchen.
Mittlerweile war ich auch shoppen gewesen.
Ich hatte meine Phoenix-Sachen auf der einen und die Forks-Sachen auf der anderen Seite des Schrankes gestapelt.
Mit gezielten Handgriffen suchte sie Sachen raus uns schmiss sie auf mein Bett.
"Alice? Was wird das?"
"Ich suche dir Sachen raus, die du mitnimmst", antwortete sie und fuhr fort.
"Das kann ich doch alles gar nicht in einer Woche anziehen", erwiderte ich und deutete auf den Wäsche-Berg, den sie auf meinem Bett angehäuft hatte.
"Außerdem ist das meiste zu dünn für Forks. Das sind meine Phoenix-Sachen."
"Das geht schon", antwortete sie abgelenkt.
"Alice? Stop!"
Anders, als ich erwartet hatte blieb sie sofort stehen und schaute mich überrascht an.
"Ich bleibe doch nur eine Woche, wenn überhaupt. Und ein kalter Entzug ist kein Ereignis, an dem man aussehen muss, wie eine Schönheitskönigin! Ich denke, dass ein paar gemütliche Hosen und Pullover doch vollkommen ausreichen sollten."
"Bella, lass mich packen. Bitte!", antwortete sie und schaute mich mit einem Hundeblick an.
"Nein Alice. Das kriege ich gerade so noch alleine hin."
Alice schaute mich enttäuscht an, erwiderte aber nichts mehr.
"Bella? Kommst du mal runter?", rief Charlie von unten.
"Ja. Ich komme!", antwortete ich und ging nach unten.
Charlie wartete schon an der Treppe.
"Esme Cullen, Alice Mutter hat gerade hier angerufen. Da ich morgen früh zu diesem Kongress muss, bleibst du die Woche über bei den Cullens. Das ist doch in Ordnung, oder?
Ich dachte, das sei besser, als wenn du die ganze Woche hier alleine sitzt. Du müsstest nur manchmal nach dem Haus schauen, ob alles in Ordnung ist. Und mich anrufen", erklärte er.
"Oh! Danke Dad! Das ist echt super."
"Solange die Eltern von Alice nichts dagegen haben und du auch einverstanden bist, ist das kein Problem."
"Danke Dad", wiederholte ich und ging wieder in mein Zimmer.
Dort wartete Alice schon mit einem triumphalen lächeln.
"Siehst du, was hab ich dir gesagt?!"
"Ja, ich weiß. Das nächste mal glaub ich dir sofort", antwortete ich.
Ich bückte mich, um eine Tasche unter meinem Bett hervorzukramen, aber die, die ich wollte war nicht mehr da.
"Ähm...Deine Tasche ist hier, wenn du die suchst. Ich hab sie dir schon gepackt", sagte Alice und hielt die Tasche hoch, nach der ich geschaut hatte.
"Alice. Ich hatte doch gesagt, dass ich alleine packe."
"Ich weiß, aber ich dachte ich helfe dir. Ich hab dir ein paar Hosen und Pullover und was du sonst noch brauchst eingepackt. Sind auch alles nur "Forks-Sachen". Du kannst es gerne überprüfen".
"Danke Alice. Sei mir nicht böse, aber ich würde schon ganz gerne schauen, ob alles drin ist", antwortete ich und öffnete die Tasche.
An sich, hatte sie ganz vernünftige Sachen eingepackt und es schien auch alles bis auf meine Zahnbürste drinnen zu sein.
Ich schaute nur flüchtig drüber um ihre Gefühle nicht noch mehr zu verletzten, als ich ohnehin schon hatte.
Als ich meine "Inspektion" beendet hatte grinste sie mich an und sagte: "Siehst du. Das nächste Mal darf ich von vornherein packen."
Darauf antwortete ich nur, dass ich hoffte, dass es kein nächstes Mal geben würde.
Alice schaute betreten zu Boden und ich merkte, dass man das auch in die andere Richtung auslegen konnte.
"Ich meine nur, dass ich hoffe, dass ich nicht mehr aus dem jetzigen Grund zu dir komme."
Alice schaute auf und hatte mir anscheinend schon wieder vergeben.
"Dann gibt es nur noch eine Sache, die ich erledigen muss!", verkündete ich und ging zu meinem "Geheimversteck".
Ich holte meine Drogen raus und gab sie Alice.
"Damit ich nicht auf dumme Ideen komme."
"Damit hättest du den Anfang gemacht", stimmte sie zu.
"Ja. Und es fühlt sich einigermaßen gut an."
"Du schaffst das!", sagte sie und umarmte mich.
"Hoffentlich!"
"Nein Bella. Du schaffst das. Glaub an dich. Du kannst das. Meine Eltern und Geschwister helfen dir. Okay?"
Ich nickte.
Sie nahm mich wieder in den Arm und drückte mir einen Kuss auf die Wange.
"Ich weiß, dass du das schaffst!", flüsterte sie mir ins Ohr.
Sie schaute mir fest in die Augen, und ich glaubte ihr.
Ich würde das schaffen.
Alice nahm meine Tasche und brachte sie in den silbernen Volvo.
"Also, sobald dein Dad morgen weg ist, kommst du zu uns!", sagte sie.
Wir standen an der Haustür und sie hielt meine Hände.
"Ja. Wir sehen uns dann morgen!"
Alice drückte mir noch einen Kuss auf die Wange, schnappte sich meinen Vorrat und ging.
Ich stand noch solange an der Tür, bis der Volvo verschwunden war.
Das war also der Anfang. Jetzt gab es kein zurück mehr.
Ich ging wieder ins Haus und schloss die Tür hinter mir.
"Echt nett, diese Alice", bemerkte Charlie.
"Das ist sie", antwortete ich mehr für mich selbst und fügte in normaler Lautstärke ein "Ich gehe dann ins Bett" zu.
"Alles klar. Schlaf gut.
Ich denke nicht, dass wir uns morgen noch mal sehen, deswegen wünsche ich dir ganz viel Spaß bei der Familie von Dr. Cullen."
Ja, "Spaß" würden wir bestimmt haben. Ich würde schmerzen haben und Alice Familie würde alles mögliche versuchen müssen, um mich davon abzuhalten mir irgendwas rein zu ziehen.
Super Definition von "Spaß".
"Sehen uns dann nächste Woche wieder."
"Denk dran mich anzurufen, Bells!"
"Mach ich. Versprochen."
Ich ging in mein Zimmer und setzte mich an meinen Laptop. Zum schlafen war es noch etwas zu früh.
Ich machte mich dran, endlich die Mails von meiner Mum zu beantworten.

Hi Mum!
Hier ist alles in Ordnung. Die Sonne hat sogar schon geschienen. Kaum zu glauben, ich weiß!
Charlie und ich gewöhnen uns langsam aneinander.
Ansonsten gibt es eigentlich nichts neues.
Wie geht es dir?
Ich vermisse Phoenix.
Habe hier schon Freunde gefunden, denke ich.
Hab dich lieb.
Bella

Schrieb ich schnell und drückte auf "Senden".
Mehr wollte ich nicht schreiben. Immerhin war sie der Grund, warum ich hier war.
Aber andererseits konnte ich ihr nicht lange Böse sein. Sie meinte es ja trotzdem nur gut.
Ich schaltete das Laptop aus und ging ins Bad.
Dort duschte ich erst Mal ausgiebig und genoss das warme Wasser.
Danach putzte ich mir die Zähne und legte mich dann ins Bett.
Ich schlief schnell ein.

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Und? Wie hat's euch gefallen?
Ich weiß, es passiert nichts besonderes, aber im nächsten Kapitel gibts wieder was...Versprochen!
Also schreibt mir, wie es euch gefiel...
Ihr müsst nur eine Review schreiben, wenn ihr mich glücklich machen wollt! ;D

BlueBloodedVampireAngel