13. Schwere Zeiten

Bereits vier Tage später nahm Hermine wieder am Unterricht teil. Poppy hatte ihr davon dringend abgeraten und gemeint, dass sie sich besser noch ein paar Tage ausruhen sollte. Doch wie Hermine nun einmal so war, konnte sie nicht länger einfach so still liegen bleiben und nichts tun.

Körperlich fühlte sie sich dank der diversen Aufpäppelungstränke wieder ganz fit. Doch ihr Gemütszustand war irgendwie seltsam. Die junge Frau befand sich in einer nachdenklichen Stimmung, die sie selbst nicht richtig beschreiben konnte.

Sie war so melancholisch und innerlich aufgewühlt. Und sie kam nicht umhin, sich einzugestehen, dass auch diese letzte Vision daran mitbeteiligt war. Diese vertrauten Gesten und Berührungen zwischen Snape und ihr gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf.

Seine Küsse, seine Berührungen und vor allem seine letzten Worte, bevor er starb, verfolgten sie bis in ihre Träume. Sie fühlte sich seltsam beengt, wenn sie an seinen Tod dachte. Es nahm sie auf eine gewisse Weise mit.

Snape selbst hatte sie seit diesem doch sehr aufgewühlten Aufeinandertreffen nicht mehr gesehen. Er hatte sie nicht mehr besucht – warum sollte er auch – und auch die Behandlung hatte nun Poppy wieder übernommen.

Die Medihexe hatte der Gryffindor doch tatsächlich bestätigt, dass Snape sie eine ganze Zeit lang behandelt hatte. Sie erwähnte sogar, dass er zu Beginn nur äußerst widerwillig jemand anderen an sie heran gelassen hatte.

Wie Hermine mit dieser Information umgehen sollte, hatte sie bis heute noch nicht herausgefunden. Sie fand es seltsam, warum ausgerechnet er sie behandeln wollte. Doch eine logische Erklärung fand sie dafür nicht. Und schließlich hatte sie es auch aufgegeben. Es gab andere Dinge, um die sie sich kümmern musste. Zum Beispiel den versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen.

Zwar hatten Harry und Ron alles mitgeschrieben. Doch wie nicht anders zu erwarten gewesen war, fielen die Aufzeichnungen der Jungs eher mager aus. Und so blieb der jungen Frau wohl nichts anderes übrig, als den Stoff selbst nachzuarbeiten.

Obwohl man fairer Weise erwähnen sollte, dass Hermine nicht wirklich viel nachzuholen hatte. Das Meiste wusste die Gryffindor sowieso schon.

Doch ein weiteres Problem wartete auf die junge Frau: Zaubertränke. Es war Montag morgen, Hermine war hundemüde, ihr Körper noch ein wenig geschwächt von der langen Ohnmacht und ihr Gemüt war heute auch nicht das Fitteste.

Doch sie hatte es ja selber so gewollt. Sie hätte es anders haben können. Aber gut. Irgendwann musste sie ja wieder in die Höhle des Löwen – oder passender ausgedrückt – in die Schlangengrube zurückkehren.

Mit Harry und Ron im Schlepptau, die, seit sie wieder wach war, gar nicht mehr von ihrer Seite wichen, betrat sie den Klassenraum. Snape war leider auch schon da und bemerkte natürlich, wie sie zusammen mit den beiden Jungs den Raum betrat.

„Ah, wieder unter den Lebenden Miss Granger?" ließ er auch sogleich verlauten.

Psychisch bereits angeschlagen, traf seine Häme die junge Frau heute besonders hart. Konnte die Fledermaus nicht einmal seinen Mund halten?

Ohne seine Worte auf irgendeine Weise zu kommentieren, ging sie zu ihrem Platz und ließ sich darauf nieder. Snapes erstaunter Blick, dass sie so ruhig geblieben war, entging ihr jedoch nicht.

Eigentlich konnte der Zaubertränkemeister nicht sagen, warum er sie abermals verbal attackiert hatte. Er war wirklich froh gewesen, als die Gryffindor wieder erwacht war. Ganz und gar nicht froh war er jedoch über die Tatsache gewesen, dass sie Händchen haltend neben IHM erwacht war.

Er könnte sich bis heute dafür Ohrfeigen, dass er in einem schwachen Moment, in dem seine Schuld ihn malträtiert hatte und er auf Lilys Rat gehört hatte, ihre Hand gepackt und sie leicht gedrückt hatte.

Er konnte sich wirklich glücklich schätzen, dass die junge Frau kurz nach dem Aufwachen noch so benebelt gewesen war, dass sie dieses kleine Detail offensichtlich wieder vergessen hatte. Und falls nicht, würde er ihr schon zeigen, dass mit ihm noch immer nicht zu spaßen war.

Zufrieden mit seinem eigenen Entschluss, richtete er nun wieder seine volle Aufmerksamkeit der Klasse. „Heute werden Sie einen Trank gegen Schlafstörungen braunen." Gab er ohne Umschweife bekannt und sah dabei Hermine mit einem belustigten Funkeln in den Augen an.

„Sie dürften damit ja keine Probleme haben Miss Granger." Fügte er noch gehässig an. „Mit den Schlafstörungen meine ich."

Ein unterdrücktes Kichern ging durch die Klasse und Hermine wünschte sich einmal mehr, Poppys Rat Folge geleistet zu haben. Gedemütigt senkte sie ihren Kopf. Sie hatte weder die Kraft noch den Willen, sich gegen seine verbalen Attacken zu wehren. Und so ließ sie die Häme auf sich niederrieseln.

Snape wunderte sich bereits zum zweiten Mal, warum die sonst so vorlaute Gryffindor mit einem Mal so ruhig war. Doch schonen würde er sie wegen diesem Umstand trotzdem nicht.

Eine Weile lang herrschte absolute Stille im Klassenraum. Jeder Schüler arbeitete aufmerksam an seinem Trank. Nur Hermine schaffte es nicht, sich hundertprozentig auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

Immer wieder schweiften ihre Gedanken in Gefilde ab, die nichts im Unterricht zu suchen hatten. Und dennoch konnte sie ihre Gedankengänge nicht steuern. Immer wieder dachte sie an den Snape aus ihrer letzten Vision. Diese Augen. Sie waren so sanft und liebevoll gewesen. ER war so sanft und liebevoll gewesen.

Und was stand gerade vor ihr? Ein widerlicher und ungerechter Bastard, der sich einen Spaß daraus machte, sie zu erniedrigen. Sie blickte ihren Lehrer an, der gerade in seiner Lektüre vertieft war. Seine Augen waren hart und ungerecht. In ihnen war nicht der Hauch von dem zu sehen, was ihr der Snape in ihrer Vision entgegengebracht hatte.

Und Hermine zweifelte wirklich sehr stark daran, dass ihr Lehrer je dazu fähig sein würde, so zu fühlen, so zu lieben.

Was dachte sie denn da?! Müsste sie nicht eigentlich geschockt sein, weil sie mit IHM zusammen war? Weil sie gesehen hat, wie sie sich geküsst haben? Wie er ihr gesagt hat, dass er sie liebt?

Ja, sie hätte geschockt sein müssen. Doch sie war es nicht. Und das war wiederum ein Fakt, der sie wirklich schockte. Diese Bilder, die sie gesehen hatte, haben sie berührt, irgendwo tief in ihr drin.

Doch Hermine wusste auch, dass dies nur so war, weil der Snape in ihrer Vision ein völlig anderer Mensch gewesen war. Ein liebevoller Mensch. Halt so überhaupt nicht Snape.

Dem Tränkemeister entging es natürlich nicht, dass er von der jungen Frau beobachtet wurde. Doch er würde sich hüten und jetzt seinen Blick heben, um womöglich noch in einen peinlichen Moment des sich gegenseitig Anstarrens hineinzuschliddern.

Aber er kam auch nicht umhin, sich einzugestehen, dass ihn ihre Blicke irgendwie verärgerten. Er wusste nicht, was sie dabei dachte. Vielleicht sah sie auch einfach nur zufällig in seine Richtung. Aber er mochte es einfach nicht, so angestarrt zu werden.

Und nach mehreren Minuten hatte er dann wirklich genug. Böse hob er seinen Blick und wollte Hermine schon wegen dieser Unverschämtheit anfahren, als etwas anderes seine Aufmerksamkeit forderte.

In dem bronzenen Kessel von Hermine brodelte es gewaltig. Gelblicher Dampf quoll daraus und keine Sekunde später fing der Kessel an zu wackeln. Ohne noch einen Moment zu zögern, zog Snape seinen Zauberstab und ließ den Kesseln samt Inhalt augenblicklich gefrieren.

Starr vor Schreck blickte die junge Frau auf ihre Arbeit, die nun völlig ruiniert war. Doch noch schlimmer war die Tatsache, dass sie tatsächlich ihre eigentliche Aufgabe vergessen hatte. Sie hatte nur noch über ihren Lehrer nachgedacht und über den Mann, der sie scheinbar so sehr geliebt hatte.

Natürlich war Hermines Fauxpas auch von den anderen Schülern nicht unbemerkt geblieben. Wie schon so oft in den letzten Wochen blickten ihre Mitschüler sie ein wenig überrascht an.

Erst nach mehreren Sekunden getraute sich Hermine ihren Blick von dem Kessel zu nehmen und ihn langsam in Richtung Lehrerpult wandern zu lassen. Was sie dort sah, ließ sie hart schlucken und sich wünschen, nie geboren worden zu sein.

Severus Snape stand mit seinem Zauberstab auf ihren Kessel gerichtet und wutverzerrtem Gesicht vor ihr und schien sie mit seinen Blicken zu durchstechen. Seine Lippen waren zu einem schmalen Strich zusammengepresst und seine gesamte Körperhaltung zeigte der jungen Frau, dass er kurz vorm Explodieren stand.

„Raus." War das einzige, was er der jungen Frau noch zu sagen hatte. Er konnte sie nicht mehr ertragen. Ihre impertinente Art, ihre verträumten Blicke, ihre Unachtsamkeit, ihr gesamtes Verhalten.

Er sah seine Schülerin kurz unter diesen einen Wort zusammenzucken. Mit großen Augen blickte sie ihn an, wartete offenbar, dass er noch etwas sagen würde. Doch er hatte nicht vor, sich zu diesem Thema weiter zu äußern. Und auch die Gryffindor schien dies nach einigen Momenten erfasst zu haben.

Langsam und mit versteinerter Miene packte sie ihre Tasche zusammen und verließ, ohne noch irgendjemanden anzusehen, den Klassenraum.

Den Rest der Unterrichtsstunde war Snape noch schlechter gelaunt, als sowieso schon. Er hätte seiner Wut gerne irgendwie Luft gemacht, doch leider stand die Möglichkeit, einen Schüler zu verhexen, nicht zur Option. Albus würde das sicherlich nicht gefallen.

Als die Schulglocke diese Katastrophenstunde endlich beendete, atmeten nicht nur die Schüler auf. Doch Snape hatte noch ein Hühnchen zu rupfen, wie man so schön bei den Muggeln sagte.

„Potter" fauchte er durch den gesamten Klassenraum.

Der Angesprochene blieb stehen, drehte sich jedoch nicht zu seinem Lehrer um. Diesen war das erneute unhöfliche Verhalten in diesem Moment aber völlig egal. „Bringen Sie mir Granger und zwar sofort!"

Harry nickte nach mehreren Sekunden nur angedeutet und verließ dann den Klassenraum.

*****

Ganze vier Stunden später klopfte es endlich an seiner Bürotür. Wild wie ein Stier riss er die Tür auf und blickte in das etwas eingeschüchterte Gesicht von Hermine. „Haben ich Ihren Potterfreund nicht ausdrücklich gesagt, dass er Sie SOFORT zu mir schicken soll?!" blaffte er sie auch sogleich an, ohne sie hereinzulassen.

Hermine fühlte sich grausam. Mit Snape war heute wirklich nicht zu spaßen und sie hatte ausgerechnet auch noch das seltene Glück, ihn in dieser Stimmung besuchen zu „dürfen". „Ich hatte noch Unterricht Sir." Murmelte sie etwas kleinlaut und hoffte, dass dies eine gute Erklärung war.

Doch wie sich herausstellen sollte, war sie keineswegs akzeptabel für den Zaubertränkeprofessor. „Das ist mir relativ egal Granger. Wenn ich sage, sie sollen sofort kommen, dann meine ich nicht erst vier Stunden später."

Wütend ging er in sein Büro zurück und Hermine folgte ihn mit kleinen unsicheren Schritten. Der jungen Frau fiel es heute besonders schwer, ihrem Lehrer Kontra zu bieten. Sie wusste nicht genau warum, aber seit sie diese Vision von diesem liebevollen Snape gehabt hatte, schien sie zu versuchen, auch in ihrem Lehrer diese Seite zu finden.

„Sie können sich sicherlich denken, warum Sie hier sind?" fragte er seine Schülerin mit harter Stimme.

„Ja Sir." Kam es nur leise zurück.

Snape zog seine Brauen zusammen. Seit wann war diese Göre so gehörig? Sie hatte sich doch sonst nichts von ihm bieten lassen.

„Können Sie mir Ihr Verhalten von heute erklären?"

Hermine schluckte hart. „Ich… ich konnte mich nicht konzentrieren." Erklärte sie mit leicht zitternder Stimme. Ihr Blick war zu Boden gerichtet.

„Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn Sie Ihre gesamte Aufmerksamkeit die ganze Zeit über auf mich und nicht auf ihre Arbeit richten, dann kann das auch nichts werden." Meinte er gehässig.

Abermals schluckte die junge Gryffindor. „Ich habe Sie nicht angeguckt." Versuchte sie sich zu verteidigen, doch der bekannte Trotz in ihrer Stimme fehlte.

„So? Haben Sie dann meine Innereien begutachtet oder wie darf ich ihr Verhalten deuten?" Er war wirklich wütend. Wollte ihn die junge Frau etwa zum Narren halten? Er hatte doch gemerkt, dass sie ihn angestarrt hatte.

Hermine fühlte sich sinnbildlich in die Enge getrieben. Sie konnte weder vor noch zurück. Es gab nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder sie schwieg oder aber sie sagte ihm die Wahrheit. Da Snape ihr diese früher oder später sowieso herausquetschen würde, konnte sie auch gleich offen reden.

Vorsichtig hob Hermine ihren Blick und versenkte diesen Zenitmeter für Zentimeter in seinen. So lange, bis sie fest mit seinen schwarzen Augen verbunden war. „Ich habe Sie nur angesehen, weil…weil…"

„Weil?" fragte Snape ungeduldig mit gehobener Augenbraue.

Hermine holte tief Luft. Erst dann fand sie den Mut, weiter zu sprechen. „Weil ich irgendeine Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und… und den Severus Snape aus der Vision finden wollte."

Zum Schluss hin war die Gryffindor immer leiser geworden, bis es nur noch ein Flüstern gewesen war.

Doch Snape hatte sie auch so verstanden. Doch er wünschte sich, dass es nicht der Fall gewesen wäre. „Und? Haben Sie eine Gemeinsamkeit gefunden?" fragte er spitz und versuchte seine Wut erst gar nicht zu verbergen.

Stumm schüttelte Hermine ihren Kopf.

„Und soll ich Ihnen verraten warum?" fragte er in einem etwas gelangweilten Tonfall.

Abermals blieb Hermine stumm, sah ihn lediglich an.

„Weil es diese Person, von der sie so romantisch geträumt haben, nicht gibt, nie gab und nie geben wird! Haben Sie mich verstanden?!" Snape konnte einfach nicht verstehen, warum diese Frau immer wieder mit diesem Thema anfing.

Hermine hingegen konnte es nicht nachvollziehen, warum er bei diesem Thema so auf stur schaltete. Er musste doch mittlerweile auch mitbekommen haben, dass das nicht einfach nur Träume waren. Dass das alles, was mit ihr in den letzten Wochen geschehen war, nicht normal war.

Sie wusste wirklich nicht mehr, was sie dazu noch sagen sollte. Und so schwieg sie einfach beharrlich weiter.

Das entging natürlich auch Snape nicht. „Warum heute so schweigsam? Wo haben Sie denn Ihren vorlauten Mund gelassen?"

„Da wo Sie Ihren Respekt gelassen haben." Erwiderte sie nun doch etwas vorlauter als beabsichtigt.

„Wie bitte?" hakte er mit glühenden Augen nach.

„Seit ich wieder aus dem Koma erwacht bin, haben Sie nichts Besseres zu tun, als mich zu erniedrigen, wo es nur geht." Ereiferte sich Hermine, jetzt wo sie schon mal angefangen hatte, zu reden.

Snape kniff seine Augen zusammen. „Das wäre wohl kaum passiert, wenn Sie nicht an diesem lächerlich gefühlvollen Menschen festhalten würden, der ihnen erschienen ist." Ätzte er zurück.

„Ich habe lediglich versucht, herauszufinden, ob es Parallelen gibt."

„Und?"

Genervt stöhnte die Gryffindor auf. „Das hatten wir doch schon."

„Ich würde es aber gerne von Ihnen hören." Erwiderte er süffisant.

„Also schön." Gab sich Hermine geschlagen. Eher würde er sie sowieso nicht in Ruhe lassen. „Sie haben absolut nichts mit diesem anderen Snape gemeinsam. Denn im Gegensatz zu ihm, sind sie ein respektloses, skrupelloses Arschloch!" schwer atmend stand sie vor ihrem Lehrer.

Das hatte sie jetzt nicht wirklich gesagt oder? Doch sein rasender Blick, der gerade auf ihr lag, bestätigte ihr, dass sie ihn leider doch beleidigt hatte.

Beinahe hätte Snape laut aufgelacht. Hatte diese Göre ihm nicht noch vor ein paar Sekunden vorgeworfen, keinen Respekt ihr gegenüber zu haben? Und was war mit ihrem? Vielleicht hatte sich ihr Respekt mit seinem zusammengetan und es sich nun auf einer schönen Südseeinsel gemütlich gemacht. Eine abstruse Vorstellung, wie er fand.

„Nachsitzen." War das einzige, was er ihr noch zu sagen hatte.

Mit großen Augen blickte sie ihren Lehrer an. „Das ist nicht fair Sir. Sie haben mich auch aufs Übelste beleidigt." Wehrte sich die junge Frau gegen seine Strafe.

Ein fieses Grinsen breitete sich auf seinen Zügen aus. „So viel Spaß es mir auch bereiten würde, sie für jede Frechheit zu bestrafen Granger. Aber diese Strafe haben Sie sich nicht wegen ihrem Vorlauten Mund eingehandelt, sondern viel mehr wegen Ihrer Unachtsamkeit im Unterricht."

Unachtsamkeit. Pah! Da träumt man einmal vor sich hin und schon wird man als unachtsam degradiert.

„Eine Woche lang, bei mir." Fügte er schließlich noch hinzu und sein Grinsen wurde noch breiter.

Hermine stöhnte frustriert auf. Man war das ein Ekel! „Darf ich dann gehen Sir?" presste sie bemüht freundlich hervor.

Snape zog seine Augenbrauen in ungeahnte Höhen. „Gehen?" fragte er mit einem sehr seltsamen Ton in der dunklen Stimme. „Aber wo denken Sie hin Miss Granger. Sie können gleich mit Ihrer Strafarbeit beginnen."