28. Das, was du nie wolltest, ist in dir
Angespannt lief Severus durch die Gänge von Hogwarts. In seinem Kopf schwirrte es. Er konnte nicht verstehen, warum er, seit er hier war, so eine immense Wut auf diese Frau spürte. Er konnte nicht verstehen, warum sie sich das eben hatte alles gefallen lassen. Seine Schülerin hätte sich das nicht bieten lassen, dass hatte er in den letzten Wochen mehr als einmal deutlich zu spüren bekommen.
Doch diese gestandene Frau, die auch noch Macht besaß, hatte sich von ihm einfach so beleidigen und erniedrigen lassen. Und das war eine Tatsache, die er nicht begreifen konnte, begreifen wollte.
Tief in seinem Inneren war ihm bewusst, dass er der Regentin Unrecht tat, dass er gemein und herzlos gehandelt hatte. Aber was anderes erwartete man doch auch nicht von ihm. Er war Snape der Todesser, der fiese Tränkemeister aus dem Kerker.
Und er war mit Sicherheit nicht Severus der liebende Ehemann und Familienvater. Er hoffte, dass dies nun auch bei der älteren Hermine angekommen war.
Mit gerader Haltung schritt er gerade die Treppe zum zweiten Stockwerk hinauf, als ein lauter Lärm diese so friedliche Ruhe störte. Er verdrehte nur die Augen aufgrund des Geschreis, welches sich ihm nährte – Kindergeschrei.
Er hasste Kindergeschrei. Er hasste spielende und lärmende Kinder und vor allem hasste er sie, wenn sie in SEINER Nähe waren. Und genau das drohte nun zu geschehen.
Wie zwei kleine Blitze kamen Feline und Ryan auf ihn zugeschossen. Lachend, herumalbernd und spielend. Wie Kinder eben. Doch wie nicht anders zu erwarten war, stoppten all diese Tätigkeiten, als sie Severus erkannten.
Abrupt blieben sie stehen und blickten den großen dunklen Mann mit seltsamen Augen an. Snape hätte beinahe seine Augen verdreht aufgrund dieser Reaktion. Aber er hatte es sich gerade noch so verkneifen können.
Und so erwiderte er lediglich stumm ihre Blicke und hoffte inständig, dass die beiden Kinder einfach weiter laufen würden. Doch er hätte es besser wissen müssen, denn genau das taten sie natürlich nicht.
Stattdessen bewegte sich Feline mit vorsichtigen Schritten auf Snape zu, die Augen nicht eine Sekunde von ihm lassend.
Snape packte währenddessen der Fluchtinstinkt. Was hatte diese Göre vor? Er konnte es nicht verhindern, dass er ein paar Schritte zurückwich. Als das Mädchen das bemerkte, hielt sie wieder in ihrer Bewegung inne. Doch den tiefen, fragenden, beinahe sehnsuchtsvollen Blick hielt sie weiterhin auf ihn gerichtet.
Ryan hingegen wirkte so, als ob er gar nicht verstehen würde, was hier passierte. Er war gerade einmal ein Jahr alt gewesen, als sein Vater starb. Und so konnte er den großen Tränkemeister, der nun vor ihm stand, nicht wirklich mit seinem Papa in Verbindung bringen.
Severus überlegte fieberhaft, wie er aus dieser Situation nun fliehen konnte. Doch ihm fiel partout nichts ein. Gut, er hätte einfach weglaufen können, doch er wollte vor diesen Kindern nicht wie der letzte Idiot dastehen.
„Es… es ist seltsam." Durchbrach Feline schließlich diese angespannte Stille.
Snape kräuselte seine Stirn. „Was ist seltsam?" fragte er etwas gelangweilt nach, als Feline nicht weiter sprach.
Mutig blickte das Mädchen Snape an, doch er konnte deutlich die Furcht vor Ablehnung in ihrem Blick sehen. Ihre dunklen Augen waren wie ein offenes Buch. Etwas, was sie ganz eindeutig von ihrer Mutter geerbt hatte.
„Dich zu sehen." antwortete sie ihm schließlich.
Snape zuckte innerlich zusammen. Es hatte nur noch gefehlt, dass sie ihn Papa genannt hätte und er wäre völlig außer Kontrolle geraten.
Snape hob daraufhin nur seine Augenbrauen. Er hatte absolut keine Ahnung, wie er sich den Kindern gegenüber verhalten sollte. Er hätte jetzt einen ekligen Kommentar abgeben können, aber er war sich ziemlich sicher, dass er diesen später bereuen würde.
Denn immerhin war ihre Mutter eine Löwin. Und es war gemeinhin bekannt, dass eine Löwin ihre Jungen mit Krallen und Zähnen verteidigte. Und da er die Regentin vor wenigen Minuten mehr als erniedrigt hatte, würde das sicherlich nicht gut für ihn ausgehen.
„Das jüngere Ich von Mama war irgendwie redseliger." stellte Feline plötzlich mit einem beinahe erbosten Gesichtsausdruck fest.
Snape war gelinde gesagt sprachlos. Was erlaubte sich dieses Gör eigentlich. Wer war er denn, dass er sich von einem neunmalklugen elfjährigen Mädchen so etwas sagen lassen musste. Und noch eine Parallele zu ihrer Mutter, dachte er nur Missmutig und verzog daraufhin sein Gesicht zu einer Grimasse.
„F´line, warum möchte der Mann nicht mit uns reden?" fragte plötzlich der kleine Ryan seine Schwester.
Snape hätte beinahe losgeschmunzelt, als er den Jungen hatte reden hören. Seine Stimme war so herrlich niedlich und an der Aussprache haperte es auch noch ein wenig. Aber schnell hatte sich der Tränkemeister wieder unter Kontrolle gehabt.
Fragend blickte Feline nun Snape an und leitete die Frage ihres kleinen Bruders somit stumm an ihn weiter.
Severus atmete laut aus und schloss für einen Moment seine Augen. Was sollte er ihnen jetzt sagen? Dass er nicht wirklich den Drang verspürte, sich mit ihnen zu unterhalten? Dass er gelinde gesagt, keine Lust hatte?
Doch auch wenn der Tränkemeister für seine Ruppigkeit und schonungslosen Worte berüchtigt war, so konnte er dies an den Kindern nicht ausleben. Dazu hatte selbst ein Severus Snape zu viel Anstand.
„Über was möchtet ihr denn reden?" fragte er nur.
Feline stemmte daraufhin mit einem zornigen Blick in den dunklen Augen ihre Arme in die Hüften. „Könntest du aufhören, mit einer Gegenfrage zu antworten? Es reicht schon, dass Ryan dass von dir geerbt hat."
Abermals blickte er das Mädchen leicht überrumpelt an. Sie war ziemlich keck und nahm kein Blatt vor den Mund. Das kam ihn ziemlich bekannt vor. Doch bevor sich dieser Gedanke erweitern konnte, schüttelte er nur sachte seinen Kopf, um diese Überlegung abzuwenden.
„Was soll ich dann antworten?" erwiderte er betont gelangweilt.
„Du tust es schon wieder!" ereiferte sich die kleine Feline, die ihn mit Augen anblickte, die so tief wie die ihrer Mutter und so schwarz wie seine eigenen waren.
„Gut." Gab er schließlich zurück. Langsam hatte er wirklich genug von dem hier. „Wenn ihr es unbedingt wissen müsst. Ich habe keine Lust, mit euch zu reden, da ich im Allgemeinen auch kein Freund großer Worte bin."
„Papa hat aber immer mit uns geredet." Meinte das Mädchen mit einer unüberhörbaren Enttäuschung in der Stimme.
„Ich bin aber nicht euer Vater!" Spie er Feline entgegen.
„Aber sein jüngeres Ich!" zischte sie zurück.
Stumm aber mit erhobener Augenbraue blickte er das Mädchen an. „Eins muss man dir lassen." Sprach er schließlich doch weiter. „Du hast denselben dunklen und bedrohlichen Ton in der Stimme, wie…„ er stockte. Was sollte er sagen.
„Wie du?" fragte sie vorsichtig nach und sah ihn dabei mit einem versöhnlichren Blick an.
Snape schluckte, wollte erst sagen, wie dein Vater, doch schließlich nickte er einfach nur sanft.
„Ja, das habe ich schon öfter gehört." Meinte Feline mit einem gewissen Stolz in der Stimme. „Es haben immer alle gesagt, dass ich mehr nach dir komme. Ryan hingegen kommt eher nach Mama. Er ist nicht so keck, eher ruhig und verschmust."
Das hätte Feline ihm gar nicht sagen müssen. Denn man sah dem Mädchen an, dass sie eindeutig ein Snape war. Diese langen glatten beinahe schwarzen Haare erinnerten ihn sehr an seine eigene Mutter. Auch das blasse Gesicht und die dunklen großen Augen fand man bei ihm selbst und auch in seiner Familie wieder.
Auch die Art wie sie sprach, sich artikulierte, war mehr schlangen- als löwenhaft. Sie wäre sicherlich eine ausgezeichnete Slytherin geworden.
Ihr kleiner Bruder hingegen wirkte mit den großen tiefbraunen Knopfaugen, den leichten Sommersprossen im Gesicht und den wild gewachsenen und kaum zu bändigen Haaren wie ein echter Granger. Auch sein wesen trug mehr Züge von Hermine. Er wirkte in sich gekehrt, ruhig und nachdenklich, aber dennoch irgendwie fröhlich.
„Papa war ganz anders als du." Stellte Feline plötzlich fest und unterbrach somit Snapes Beobachtungen an dem kleinen Ryan.
„Er war nicht so mürrisch, irgendwie netter." stellte das Mädchen ganz offen klar.
Insgeheim bewunderte er Feline für diese Ehrlichkeit. Aber da war noch etwas anderes, was ihn imponierte. Zwar hatte sie ihn eben ganz offen kritisiert, aber in einer Art und Weise, die ihn weder kränkte noch beleidigte.
Wie sie das anstellte, wusste er nicht. Vielleicht war es ihr liebevoller Blick, der im starken Gegensatz zu ihren Worten stand. Vielleicht lag es aber auch an dieser Nüchternheit, mit der sie die Worte gesprochen hatte.
Klar war nur, dass ihn das Mädchen damit ziemlich beeindruckt hatte.
„Was heißt denn, irgendwie netter?" fragte er schließlich nach und sah ein leichtes aufleuchten in den kindlichen Augen. Und er konnte deutlich lesen, was in diesen nun stand – er redet endlich mit uns.
„Du hast immer mit uns gespielt und mit uns herumgealbert. Außerdem hast du mir früher immer Märchen vorgelesen, jeden Abend vorm Einschlafen." Felines Blick wirkte mit einem Mal verklärt, was deutlich zeigte, dass das kleine Mädchen gerade in Erinnerungen schwelgte, die sowohl schön als auch schmerzhaft waren.
„Du warst immer für uns da und hast alles für uns gemacht." Meinte sie nun mit leiserer Stimme.
Snape bekam langsam Panik, denn nun wurde es eindeutig zu emotional für ihn. Noch weniger als weinende Frauen konnte er heulende Kinder ausstehen. Das war ein Grund für ihn, wegzulaufen. Doch Severus Snape blieb – warum auch immer.
„Du hast mir eine große Schaukel gezaubert, auf der ich auch herumklettern konnte, so wie die Kinder in der Muggelwelt."
Erstaunt hob Snape abermals seine Augenbrauen in die Höhe. Er hatte Muggelsachen gebaut? So langsam aber sich glaubte er, dass sein älteres Ich gar nichts mehr mit ihm zu tun hatte. Das war nicht er! Das konnte er niemals sein!
Plötzlich wurde er durch ein Ziehen am Hosenbein aus seinen Überlegungen gerissen. Erstaunt blickte er nach unten und sah direkt in das lachende Gesicht des kleinen Ryan. Seine eine Hand zottelte aufgeregt an seinen Sachen herum, die andere hatte er nach oben gen Snape gestreckt.
Der Tränkemeister hatte absolut keine Ahnung, was der kleine Junge von ihm wollte und das spiegelte sich auch in seinem Gesicht wieder. Völlig überfordert blickte er Ryan an, der noch immer mit der nichtvorhandenen Sonne um die Wette strahlte.
„Ich glaube, er möchte, dass du ihn auf den Arm nimmst." Meinte Feline, als Snape sich auch nach mehreren Augenblicken nicht rührte.
Innerlich seufzte er laut auf. Ihm blieb aber auch gar nichts erspart. Doch wenn er in die braunen Augen des kleinen Jungen blickte, konnte er ihm kaum etwas ausschlagen. Dies war ein Fakt, der neu für ihn war. Seit wann konnten große Kinderkulleraugen ihn so erweichen?!
Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, ging Snape in die Hocke, hob Ryan so vorsichtig er konnte, um ihn nicht zu zerquetschen, auf seine Arme und erhob sich mit den kleinen Jungen wieder.
Sich noch etwas unwohl in seiner Rolle fühlend, hielt er den Kleinen mit einem gewissen Abstand zu seinem Oberkörper und betrachtete ihn mit einem leicht überforderten Blick.
Doch Ryan schien das überhaupt nicht zu stören. Lachend griffen seine kleinen Patschehändchen nach den langen schwarzen Haaren von Snape und spielten mit diesen. Auch die Ohren, die Augen, die Nase und der Rest des Gesichtes wurden mit ungeschickten Kinderhänden abgetastet und befühlt.
Besonders angetan schien Ryan von den wenigen Bartstoppeln an Snapes Kinn zu sein, die so herrlich rau waren und leicht auf der Haut kitzelten.
Geduldig ließ Snape diese Erkundungstour geschehen und ehe er sich versah, hatte er den kleinen ziemlich nahe an seinen Körper gedrückt. Er konnte in diesem Moment nicht beschrieben, wie sich das anfühlte, wie er sich fühlte.
Es war etwas Neues für ihn. Noch nie hatte er sich so intensiv mit einem Kind beschäftigt und noch nie hatte ein Kind sich so liebevoll ihm gewidmet gehabt.
„Da seid ihr ja." Ertönte plötzlich eine andere männliche Stimme, die die Drei aus diesem sehr innigen Moment riss.
Verwirrt blickte Remus Lupin auf Snape und auf den kleinen Ryan, der sich sichtlich wohl in den Armen des großen Mannes fühlte.
„Entschuldige." Meinte Remus schließlich. „Ich wollte euch nicht stören."
„Das hast du nicht." erwiderte Snape nur hastig und setzte den kleinen Ryan wieder auf den Boden ab, was der mit einem leicht bockigen Gesichtsausdruck quittierte.
Snape war es mehr als unangenehm, dass man ihn in so einem Moment gesehen hatte. Es reichte ja schon, dass die Kinder seine plötzliche Schwäche mitbekommen hatten.
Mit einem lauten Räuspern fand er schließlich in seine alte Rolle zurück. Seine Haltung straffte sich und der unsichere Glanz in seinen Augen von eben wich dem gewohnt harten Blick.
„Hermine sucht die kleinen schon überall. Es ist Zeit für ihren Nachmittagsunterricht." Fügte Lupin erklärend hinzu.
Und während Feline und Ryan nicht so wirklich begeistert über die Aussicht auf Unterricht zu sein schienen, nickte Snape Lupin lediglich knapp zu und befand es dann an der Zeit zu gehen. Er hatte sich schon viel zu lange mit diesen Kindern beschäftigt.
*****
Mit zügigen Schritten ging Snape abermals durch die Korridore von Hogwarts. Doch dieses Mal hatte er ein Ziel vor Augen – die Bibliothek. Er wusste weder, ob es in dieser Zeit noch eine gab, noch ob sie am selben Ort war.
Doch er musste sich jetzt ablenken, seine Gedanken wieder auf andere Bahnen lenken. Und Bücher waren da genau das Richtige.
Im untersten Stockwerk wieder angelangt, bog er einmal rechts ab und stand dann vor der großen hölzernen Tür, die mit einem schwarzen Ornamentgitter beschlagen war. Langsam drückte er die Klinke hinunter und bereits, als sich das Schloss löste und die Tür sich einen Spalt breit öffnete, strömte ihn der so vertraute Geruch nach alten Pergamenten und Büchern entgegen.
Er hatte also tatsächlich Glück. Die Bibliothek war noch immer hier. Ein letztes Mal blickte er sich um, ob er auch wirklich alleine war und als er sich dessen vergewissert hatte, trat er in den großen Saal, der mit vielen Regalreihen gesäumt war, ein.
Leise ließ er die Tür hinter sich ins Schloss fallen. Und als er das Klicken des Türschlosses vernommen hatte, blieb er stehen, schloss seine Augen und atmete diesen staubigen Büchergeruch tief ein.
Nicht viele Menschen fanden diesen Geruch angenehm. Doch Snape gehörte zu den wenigen, die bei diesem Duft entspannen konnten. Die Bibliothek war seit seiner Kindheit ein fester Bestandteil in seinem Leben.
Hier hatte er oft seine Freizeit verbracht, während sich seine Mitschüler draußen auf den Ländereien oder im Gemeinschaftsraum aufgehalten hatten. Auch Lily hatte einige Male die Zeit mit ihm hier verbracht.
Das war wohl auch der Hauptgrund, warum er sich zwischen Büchern und verstaubten Regalen so wohl fühlte. Es war einfach ein vertrautes Gefühl, hier zu sein. Ein Stück Normalität. Und die brauchte er nun dringender als kaum jemals zuvor.
Mit langsamen Schritten ging er die Regalreihen entlang. Blieb hier und da stehen, als der Titel eines Buchrückens seine Aufmerksamkeit forderte, blätterte das Werk kurz durch, stellte es wieder an seinen Platz und ging weiter.
Mehrere Minuten lang wiederholte er diese Prozedur immer und immer wieder. Doch schließlich war er in der verbotenen Abteilung angelangt, die zu dieser Zeit alles andere als verboten zu sein schien, da die Verriegelung entfernt worden war.
Auch hier besah er sich die Buchrücken der unterschiedlichen Werke. Immer wieder zog er einen dicken Band heraus, in einigen las er sogar einen kleinen Abschnitt, der ihn gerade interessierte.
Er verfolgte kein besonderes Ziel mit dieser Tätigkeit. Er wollte sich einfach nur ablenken. Und dies gelang ihm zwischen all den alten und wertvollen Büchern durchaus.
Erneut hatte er ein Werk entdeckt, welches er zwar schon kannte, aber es dennoch hervorzog. Es handelte sich um die Tränkekunst der schwarzen Magie. Ein Fachgebiet, auf dem auch er sich gut auskannte – dank des dunklen Lords.
Doch als er das Buch aus seinem Platz hervorzog, löste sich plötzlich etwas aus den Seiten und segelte bedächtig zu Boden.
Zuerst glaubte Snape, dass das Werk eine Seite verloren hätte, was aufgrund des immensen Alters nichts Ungewöhnliches wäre. Doch als er sah, dass das Stück Papier zusammengefaltet war, war ihm bewusst, dass dieses Pergament nicht zum Buch gehörte.
Snape bückte sich, um das Stück Papier wieder aufzuheben. Eigentlich hatte er es sofort wieder in das Buch stecken wollen, doch eine kleine Ecke war so geknickt, dass es etwas von seinem Inhalt offenbarte. Und was Snape dort sah, ließ ihn gebannt und ungläubig zugleich auf das Blatt blicken.
