Titel: Ein Malfoy in Gryffindor
Titel: Ein Malfoy in Gryffindor? – Niemals! – Oder doch?
Autor: Buecher-FFwurm
Disclaimer: Nix meins, alles J.K. Rowlings… leider…
Kategorie: Drama/Romance
Pairing: Draco Malfoy/? Entweder Harry Potter oder Hermine Granger
Ihr könnt mir ja mal schreiben was euch lieber wäre… ich bin noch ziemlich unentschlossen…
Raiting: erstmal K; später vielleicht T
Inhalt: Was passiert wenn Draco Malfoy von dem Hut nach Gryffindor gesteckt wird und nicht nach Slytherin? Richtig, sein schlimmster Albtraum würde wahr! Oder könnte das Ganze doch etwas Positives haben? Warum ist Draco überhaupt in das Haus der Löwen gekommen?
Hey Leute…
Hier kommt also das zweite Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch und wünsche euch viel Spaß beim lesen.
Ach ja, ich hab euch ja mal gefragt, ob ihr lieber ein DM/HP oder DM/HG Pairing hättet. Hier die ersten Ergebnisse:
DM/HP:l
DM/HG:lll
Ich bin offen für weitere Vorschläge, also lasst mich eure Meinung wissen. :)
Kapitel 2
Ein Albtraum oder doch ein Traum?
Draco saß wie erstarrt auf dem dreibeinigen Stuhl.
Gryffindor? Das war ja wohl nicht wahr. Das war alles nur ein ganz, ganz böser Albtraum. Sicher würde er gleich aufwachen und dann über diesen blöden Traum lachen. Bestimmt…
Vielleicht brachte es ja etwas wenn es sich in den Arm kniff… Ach hör auf, Draco. Du wirst dich doch nicht wie ein albernes Kleinkind benehmen!
Draco war so in seinen Gedanken, dass er nicht bemerkte, dass die gesamte Schüler- und Lehrerschaft Hogwarts ungläubig auf ihren Stühlen saß und den Malfoyerben anstarrte. Schließlich war es Albus Dumbledore der langsam an fing zu klatschen und sich mit einem Lächeln dachte, dass dieses Schuljahr in mehr als einem Grund interessant werden würde. Professor McGonagall schloss sich zögerlich Albus an und nach einem Augenblick war es… Harry der ebenfalls anfing zu klatschen.
Draco öffnete zaghaft die Augen, als er den Applaus hörte. Er blickte durch die Halle und sah in Gesichter, die genauso geschockt wirkten wie er sich fühlte. Er erblickte Professor Dumbledore, der ihm wohlwollend zulächelte und Harry…, der ebenfalls einer der wenigen war, der klatschte und Draco aufmunternd zuzwinkerte. Ron, neben dem Schwarzhaarigen, blickte Draco nur mit offenem Mund an.
Draco erhob sich ganz langsam und gab McGonagall den Hut zögernd zurück. Fast schien es, als wolle er sich den Hut erneut aufsetzten.
Inzwischen hatten sich noch andere Schüler dem Applaus angeschlossen und Draco konnte erkennen welches der Gryffindortisch war, denn dort war der wenige Applaus immer noch am Lautesten. Zögernd ging er auf den Tisch zu und ließ sich neben einen anderen Erstklässler fallen. Draco versuchte den anderen nicht in die Augen zu schauen, hatte er doch Angst dort Unverständnis und Verachtung zu finden. Doch ein Mädchen mit buschigen Haaren und braunen Augen sah ihn neugierig an.
„Hallo. Ich bin Hermine Granger. Schön, dass du auch nach Gryffindor gekommen bist. Aber erzähl mal: Warum waren denn die anderen so überrascht, dass du in dieses Haus gekommen bist?"
Draco sah sie überrascht an. Das wusste sie nicht?? Doch dann dämmerte ihm: Sie war eine Muggelgeborene, ein Schlammblut! Er zuckte innerlich zusammen. …Schlammblut… Sein Vater hatte ihm unter Schmerzen eingepresst, dass ein Umgang mit Schlammblütern nicht erwünscht war, sonst… Draco schluckte.
Er war immer noch wie betäubt. Was würde wohl sein Vater sagen, wenn er erfuhr, dass er nach Gryffindor, ausgerechnet nach Gryffindor gekommen war. Draco schnaubte. Natürlich würde sein Vater gar nichts sagen, sondern nur handeln. Obwohl… EIN Wort würde er mit Sicherheit sagen: Crucio!! Draco schauderte. Er war so gut wie tot. Wie sollte er das auch überleben. Noch nicht einmal seine Mutter konnte ihn vor dem Zorn seines Vaters schützen.
Plötzlich fiel Draco auf, dass er dem Mädchen immer noch keine Antwort gegeben hatte. Schnell und ganz leicht herablassend sagte er:
„Nun…da fragst du sie am Besten selber, nicht?!"
Ihre Miene verdüsterte sich. Doch bevor sie eine Antwort abgeben konnte fuhr McGonagall mit lauter Stimme fort und rief das pummelige Mädchen mit den schwarzen Haaren auf. Es setzte sich auf den Stuhl und nach nur 3 Sekunden verkündete der Haut laut, dass sie eine Slytherin war.
Mit verbittertem Gesichtsausdruck sah Draco Pansy nach, wie sie sich mit strahlendem Gesicht an den Slytherintisch setzte und registrierte, wie Severus Snape ihr laut Befall klatschte. Rasch wandte er den Blick ab, denn er wagte es nicht seinem Onkel in die Augen zu sehen. Draco seufzte erneut. Er hatte gedacht, dass er wenigstens hier auf Hogwarts in Sicherheit sei, und sich dem unvermeidlichen Zorn seines Vaters erst in den Ferien stellen musste, doch offensichtlich hatte er sich getäuscht. Sein Onkel würde ihn bestimmt ganz genau beobachten und jeden Befehl seines Vaters ausführen.
Dracos Aufmerksamkeit wurde erneut von Professor McGonagall angezogen, als sie Harry aufrief. Draco umfasste seine Daumen mit seinen restlichen Fingern und begann zu hoffen. Zu hoffen, dass wenigstens etwas an diesem Abend gut ging und er eine Person, die er kannte und der er vertraute in seinem Haus hatte. Beklommen sah er also zu, wie Harry ebenfalls den Hut aufsetzte und…wartete. Auch bei Harry konnte sich der Hut nicht sofort entscheiden und genau wie Draco versuchte Harry den Hut zu beeinflussen, denn Draco sah, wie sich seine Lippen bewegten. Er konnte nicht sagen, ob Harry seinen Wunsch bekam, aber er, Draco, bekam seinen und hörte erleichtert wie der Haut laut ‚GRYFFINDOR' in die Halle rief.
Der Gryffindortisch explodierte und begann zu klatschen und zu jubeln was das Zeug hielt. Draco schloss sich ihnen mit einem Lächeln an und klopfte Harry grinsend auf die Schulter, als sich dieser neben ihn setzte. Seine Stimmung war nicht mehr ganz so mies, jetzt wo er einen Freund neben sich sitzen hatte.
„Herzlich Glückwunsch, Harry. Du bist in das Beste Haus gekommen, in das du kommen konntest."
„Danke, aber du sahst nicht besonders glücklich aus. Was war überhaupt los? Im Zug hast du doch erzählt, dass du nicht nach Slytherin wolltest. Und das ist doch auch eingetroffen. Freu dich doch."
Dracos Lächeln verschwand und er seufzte: „Ich weiß… aber…sieh mal Harry, du hast Recht und ich wollte eigentlich nicht nach Slytherin, aber… aber ich hab nie zu hoffen gewagt, dass das wirklich eintritt, den meine ganze Familie war doch in Slytherin und außerdem… du weißt nicht, was mein Vater mit mir macht, wenn er das erfährt. Ich bin ein toter Mann!"
„Jetzt übertreib mal nicht…" Harry lächelte ihm aufmunternd zu. Doch als er Dracos ernste Mine sah, verblasste es. „Du… du meinst es ernst, oder?"
„Du kennst meinen Vater nicht…" meinte Draco leise. „Aber jetzt belaste dich nicht mit meinen Sorgen und genieße das Fest. Vielleicht kann ich ja noch das Haus wechseln" Das dämmt den Zorn meines Vaters wenigstens ein kleines bisschen ein. , fügte er in Gedanken hinzu.
„Jetzt mach keinen Scheiß. Ich will, dass wir in einem Haus bleiben!"
Draco lächelte ihn dankbar an und widmete sich dann wieder der Auswahl, gerade noch rechtzeitig um mit zu bekommen, dass auch Ron ein Gryffindor wurde. Mit Weasley in einem Haus… Na, das kann ja heiter werden. Und das wurde es! Draco wusste nur noch nicht WIE heiter es werden sollte!
Nach der Auswahl begann das Festessen und lenkte Draco etwas von seinen düsteren Gedanken ab. Alle am Tisch plapperten aufgeregt drauf los und Draco erfuhr viel über die anderen Schüler aus seinem Jahrgang, vor allem über ihre Herkunft. In Gryffindor vereinten sich Muggelgeborene, Halbblüter und Reinblüter gleichermaßen. Niemand machte einen Unterschied, ob man nun aus der einen oder der anderen Familie kam oder nicht.
Draco beteiligte sich nicht an dem Gespräch, sondern hörte nur zu. Es war interessant etwas aus den anderen Familien zu erfahren. Vor allem über die Muggelstämmigen und ihre Lebensweisen. Draco gespannt es sich war nicht ein, aber er hörte gespannt und auch fasziniert zu. Harry neben ihm versuchte ihn ein weiteres Mal in ein Gespräch zu verwickeln, aber Draco blockte ab und Harry schien zu verstehen, dass er nicht über seine Familie reden wollte. Irgendwann vielleicht, aber nicht jetzt. Draco hatte immer noch viel zu viel Angst und wusste keinen Ausweg. Die Bemerkung mit dem Hauswechsel war ein Scherz gewesen, wusste er doch dass so etwas unmöglich war, doch inzwischen dachte er wieder darüber nach. Auch wenn es sinnlos war, ein Versuch war es vielleicht doch wert.
Draco genoss das Festessen, das sogar noch einen Tick besser war, als bei ihm zu Hause, und das sollte etwas heißen. Doch nachdem der Nachtisch verschwunden war, erhob sich Dumbledore, wünschte ihnen eine gute Nacht und als Draco sah wie alle aufstanden und die verschiedenen Häuser sich in der Eingangshalle trennten, wurde ihm wieder bewusst, dass sein Weg nicht in die Kerker führte.
Eigentlich, gestand er sich ein, war er ganz froh, nicht in den kalten, düsteren Räumen Slytherins wohnen zu müssen. Ja, eigentlich war er nicht unfroh, nach Gryffindor gekommen zu sein. Doch er hatte einfach Angst vor seinem Vater. Und um dessen Zorn zu entgehen, würde er sogar freiwillig nach Slytherin gehen.
Langsam ging er hinter den Anderen her, die von einem weiteren Weasley immer weiter nach oben geführt wurden. Er bekam nur am Rande mit, was für ein großartiges Schloss Hogwarts war und wie viel Spaß es machen musste, alles zu erkunden. Die Treppen, die Geheimgänge hinter den Wandteppichen, die Gemälde, die sich doch tatsächlich bewegten und die anderen tollen Sachen.
Schließlich war die kleine Gruppe vor einem Gemälde einer hässlichen alten Frau in Rosa angekommen und der Weasley nannte ihr das Passwort.
„Caput Draconis! Ihr solltet euch dieses Passwort gut merken, denn ohne es wird die Fette Dame", er deute auf das Portrait, „euch nicht hinein lassen. Egal wie sehr ihr ihr versichern werdet, dass ihr ein Gryffindor seid. Verstanden?"
Die Erstklässler nickten eingeschüchtert, doch Ron rief großspurig:
„Ja Percy, verstanden!" Und er schlug die Hacken zusammen und salutierte. Die Anderen lachten und Draco stimmte mit ein. Doch als sie durch das Portraitloch krabbelten, blieb ihm das Lachen im Halse stecken. Der Gemeinschaftsraum Gryffindors wirkte so gemütlich und familiär, dass Draco eine Gänsehaut über den Rücken kroch. Ja, hier fühlte er sich geborgen. Vielleicht war es ja doch nicht so schrecklich in Gryffindor. Und vielleicht, fand er auch noch eine Lösung im Bezug auf seinen Vater.
Diese und andere Gedanken spukten auch noch durch seinen Kopf als er kurze Zeit später in seinem Schlafsaal lag und den Tag noch einmal Revue passieren ließ.
Am nächsten Morgen erwachte Draco nur ganz langsam. Er fühlte sich so entspannt und wollte gar nicht aufstehen, doch ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass er langsam mal aus den Federn kommen sollte, wenn er nicht sein Frühstück herunter schlingen wollte.
Stöhnend hob er den Kopf und schob die karminroten Vorhänge seines Himmelbettes auseinander. Seine Hauskameraden schliefen noch. Gut so, dann hatte er das Bad ganz für sich.
Gähnend tapste er auf bloßen Füßen zu seiner Truhe, holte sich seine Sachen und verschwand im Bad um erst mal mit einer heißen Dusche wach zu werden.
20 Minuten später kam er wieder heraus geschlurft und gewahrte kopfschüttelnd, dass die Anderen immer noch schliefen. Weder Finnigan, Thomas, Longbottem und Weasley noch Harry hatten sich auch nur einmal gerührt. Also ging er als Erstes zu Harrys Bett und schüttelte ihn vorsichtig an der Schulter, um ihn wach zu bekommen. Doch der dachte gar nicht daran aufzuwachen. Das gleiche Phänomen trat auch bei den anderen auf. Genervt hob Draco seinen Zauberstab und wandte einen Zauber an mit dem seine Mutter ihn schon immer mit Vorliebe geweckt hatte, um sich dann königlich zu amüsieren. Jetzt verstand Draco auch warum, denn der Anblick von den 5 Jungen wie sie wie von der Tarantel gestochen hochfuhren war wirklich super. Dracos Zauber hatte bewirkt, dass jeder eine Ladung Wasser auf den Kopf bekommen hatte, ohne dass das Bett nass wurde.
Prustend und fluchend sahen die anderen ihn an. Draco lachte noch immer. Weasley war der Erste, der den Mund aufbekam:
„Verflucht Malfoy! Sonst geht's dir aber noch gut, ja? Was sollte das denn, he? Ich wusste, dass es nicht gut sein würde, mit dir in einem Zimmer zu schlafen."
Seine Schimpftirade brachte rein gar nichts. Im Gegenteil, Draco lachte nur noch mehr. „Ach weißt du Weasley, wenn ich euch seit geschlagenen 10 Minuten versuche wach zu bekommen und du mich nur angrunzt, dann ist die Maßname eigentlich berechtigt, oder? Aber bitte, wer nicht will… Morgen lass ich euch dann weiterpennen und ihr könnt selber sehen, wie ihr den Lehrern euer zu spät kommen erklärt. Aber für Heute seid ihr wach, und ich würde mich an eurer Stelle mal beeilen. Das Frühstück hat schon lange angefangen."
Die Jungen sahen erst ihn und dann sich mit offenem Mund an, und dann… prustete Harry los.
„Hihi, d…danke Draco…Besten Dank auch…haha…" Die anderen sahen ihn an, als hätte er sie nicht mehr alle. Doch Harry lachte weiter und brachte unter Lachkrämpfen heraus: „Seht … seht euch doch mal an."
Die anderen musterten sich verwirrt und dann grinsten auch sie. Mit verpennten und tropfnassen Köpfen sahen sie aber auch wirklich witzig aus. Schließlich lagen alle 6 Jungen vor lachen am Boden. Das Eis war gebrochen. Draco war der Erste der wieder auf den Beinen war und die anderen wissen ließ, dass er im Gemeinschaftsraum auf sie warten würde.
Dort ließ er sich in einen Sessel fallen und beobachtete die anderen Schüler, wie sie in und aus dem Portraitloch kletterten. Draco fühlte sich erstaunlich wohl zwischen dem ganzen Rot der Löwen, nachdem er seine ganzes bisheriges Leben nur das silber-grün von Slytherin gewöhnt gewesen war. Ja, er hatte sich insgeheim schließlich gewünscht nicht nach Slytherin zu kommen, welches Haus statt dessen, war ihm eigentlich egal gewesen, dachte er jedenfalls.
Doch inzwischen spielte er mit dem Gedanken, dass er sich wohl doch insgeheim Gryffindor gewünscht hatte.
Draco wurde aus den Gedanken gerissen, als diese Granger sich neben ihn setzte. Schüchtern sah sie ihn an.
„Hey…ähm, wartest du noch auf die anderen?" Draco nickte stumm und drehte dann den Kopf in die andere Richtung um ihr zu zeigen, dass er nicht mit ihr reden wollte. Doch entweder interessierte sie das nicht, oder sie war mutiger als ihr gut tat.
„Weißt du, meine Eltern sind Muggel und deshalb wusste ich gestern nicht…", sie ließ den Satz unvollständig, „also, ich wollte dir sagen, es tut mir Leid. Ich hätte erkennen müssen, dass du nicht so besonders glücklich über die Häuserwahl warst. Ich…ich habe die anderen Mädchen gefragt warum…"
„So, hast du das?" unterbrach Draco sie grob. „Weißt du was du hast? In Sachen rumgeschnüffelt, die dich nichts angehen."
Sie sah ihn entsetzt an. „Was? Aber… aber ich wollte doch nur sagen, dass ich dich verstehe. Meine Eltern erwarten auch immer sehr viel von mir, weil… nun ja… ich war an meiner Schule, also an meiner Muggelschule nicht gerade schlecht und jetzt…jetzt erwarten sie von mir, dass es hier genauso ist. Aber ich kann doch noch gar nicht zaubern. Das ist alles so fremd…" stotternd brach sie ab.
Draco sah sie erstaunt an. Dieses Schlammblut… MUGGELSTÄMMIGE, schalte er sich selbst. Diese Muggelstämmige hatte ihm gerade ihr Herz ausgeschüttet und Draco störte es eigentlich nicht. Er war sogar ganz froh, dass es jemanden gab, der ihn zu verstehen schien. Harry hatte sich zwar bemüht ihm zu helfen, oder einfach nur zu zuhören, aber er konnte einfach nicht einschätzen wie es Draco ging. Doch dieses Mädchen…
„Ähm…", verzweifelt versuchter er sich an ihren Namen zu erinnern, „…Granger, ich finde es nett, dass du mir helfen willst. Und ich danke dir, dass du versuchst mir zu zeigen, dass du mich verstehst. Aber im Moment kann mir keiner wirklich helfen. Ich… ich muss das hier einfach genießen so lange wie ich es noch kann. So lange bis mein Vater einen Weg gefunden hat mich nach Slytherin zu stecken." Er nickte ihr kurz zu und erhob sich dann, froh, dass Harry und die anderen gerade nach unten kamen.
Zusammen gingen sie nach unten zum Frühstück (wobei sie sich dreimal verliefen, bis sie einen Vertrauensschüler aus Hufflepuff fanden, der ihnen den Weg erklärte). Beim Hinausgehen hatte Draco aus den Augenwinkeln gesehen, wie Granger traurig über seinen abweisenden Tonfall den Kopf gesenkt hatte. Fast tat ihm sein Auftreten ein bisschen Leid. Sie suchte wahrscheinlich genau wie er am Vortag nur Freunde. Trotzdem versuchte Draco diese Gedanken zu verdrängen. Wenn sein Vater auch noch erfuhr, dass er sich mit einem Schlammblut angefreundet hatte konnte er sich noch nicht einmal mit dem blöden Hut rausreden. Das hätte er dann nämlich ganz alleine verzapft.
Das Frühstück hob seine Laune auch nicht gerade, denn die Stundenpläne, welche verteilt wurden zeigten ihm, dass sie gleich in der ersten Doppelstunde, Zaubertränke zusammen mit den Slytherins hatten. Das ging ja super los. Müde ließ er den Kopf über seinem Teller sinken, wagte es nicht zum Lehrertisch aufzublicken, aus Angst den Augen seines Onkels zu begegnen.
Schließlich war es Zeit um zum Unterricht zu gehen, und so erhob sich Draco schicksalsergebend. Doch eben jenes schien noch einmal Gnade vor Recht ergehen zu lassen, denn Professor McGonagall fing ihn kurz vor der Tür ab.
„Mr. Malfoy. Der Direktor möchte Sie sprechen. Wenn Sie mir bitte folgen würden."
„Öh, ja. Aber was ist mit meiner ersten Stunde?"
Missbilligend, dass er davon ausging, dass sie nicht daran gedacht hatten, kniff die Professorin die Lippen zusammen. „Professor Snape ist darüber unterrichtet, dass Sie während der ersten seiner beiden Stunden bei Professor Dumbledore sind. Und nun kommen Sie schon."
Draco zuckte mit den Schultern und warf den anderen Gryffindors aus seinem Jahrgang, die auf ihn gewartet hatten einen entschuldigenden Blick zu. Innerlich jubelte er jedoch. Offensichtlich wurde ihm noch einmal eine Gnadenfrist einberäumt. Also folgte McGonagall, welche ihn bis zu einem steinernen Wasserspeier brachte, um dort das Passwort zu sagen und ihn die sich drehende Wendeltreppe hoch schickte.
Mit klopfenden Herzen pochte Draco vorsichtig an die Tür. Ein freundliches Herein erklang. Schüchtern öffnete Draco die Tür und trat ein.
„Guten Tag, Mr. Malfoy. Ich hoffe Sie hatten eine angenehme Nacht. Nun, bitte setzten Sie sich. Wir haben etwas mit einander zu besprechen." Draco kam der Aufforderung nach und der Schulleiter fuhr fort.
„Also, ich muss sagen, ich war sehr überrascht, als Sie gestern nach Gryffindor kamen…", Draco schnaubte. Ja, das war er auch gewesen, „…aber durchaus nicht unfroh. Es freut mich zu sehen, dass ein Mitglied der Familie Malfoy nicht den Spuren seiner Vorfahren folgt. Zwar kann das auch Gutes bedeuten, aber ich denke ich muss Ihnen nicht erzählen, in Ihrem Fall nicht.
Sie scheinen anders zu sein. Das freut mich. Vor allem, dass die bestimmt sehr harte Erziehung Ihres Vaters nicht so gefruchtet hat wie sie sollte. Nun kann ich mir denken, dass Sie sich Sorgen wegen Ihres Vaters machen. Ich kann Ihnen sagen, Ich auch. Lucius wird bestimmt nicht begeistert sein und er ist bestimmt schon von gewissen Personen informiert worden. Ehrlich gesagt, suche ich seit gestern Abend nach einer Lösung. Wie es mir scheint, kann ich es nicht verantwort, dass Ihr Vater sie zu Gesicht bekommt, ohne dass er zur Einsicht gebracht wurde, was, eher unwahrscheinlich ist, nicht wahr?!", er zwinkerte Draco zu.
„Es freut mich zu sehen, dass Sie bereits Freundschaft mit Mr. Potter geschlossen haben. Freundschaft ist in einer Situation wie dieser sehr wichtig.
Nun, ich will ehrlich zu Ihnen sein. Mir ist keine Lösung eingefallen. Bzw. keine die wirklich gut für Sie wäre. Ich könnte Ihnen natürlich anbieten, jede Ferien hier in Hogwarts zu verbringen, bis Sie 17 sind." Draco sah ihn entsetzt an. Er sollte 7 Jahre lang, nichts anderes als das Schloss sehen.
„Ja ich weiß, ich bin damit auch nicht zufrieden. Auch ein Waisenhaus habe ich nicht wirklich in Betracht gezogen. Ja, da schauen Sie noch entsetzter. Mit Recht. Nein, wie gesagt, ich habe noch keine Lösung. Aber in einer Sache bin ich mir sicher, soweit Sie mir zustimmen: Eine Begegnung mit Ihrem Vater wäre fatal und können wir so mit nicht verantworten. Ist nur die Frage wie wir das verhindern wollen, schließlich ist er ihr Vormund. Wenn er fordert, dass Sie die Schule verlassen und wir Sie nicht herausgeben, dann haben wir Sie eigentlich entführt. Es wäre somit illegal. Und darauf würde das Ministerium aufmerksam werden, sich einschalten und uns die Hände binden. Und dann könnten wir Ihnen nicht mehr helfen.
Mir ist noch ein anderer Gedanke gekommen. Nehmen wir mal an, Sie schließen Freundschaft mit noch jemand anderem aus Ihrem Haus, jemandem dem wir absolut vertrauen können. Und Sie werden von diesem jemand jede Ferien EINGELADEN, die Ferien bei seiner Familie zu verbringen. Und da wir natürlich nichts davon wissen, kann uns das Ministerium nichts nachsagen, wir können Ihnen weiterhin helfen und Ihr Vater weiß nicht wo Sie sind, weiß somit nicht bei wem er auf der Türschwelle erscheinen soll. Schließlich werden wir ihm versichern, dass Sie ganz normal mit den anderen zusammen in den Zug gestiegen sind. Wenn er dann nicht als erstes da ist und Sie in empfang nimmt, können wir daran auch nichts ändern, oder?" Dumbledore lächelte Draco unschuldig, mit einem vergnügten Zwinkern in den Augen an.
Draco war sprachlos. Professor Dumbledore, der Schulleiter von Hogwarts tischte ihm hier eine Geschichte auf, die skurriler und gefährlicher nicht sein könnte. Illegal noch dazu. Und trotzdem hatte Draco plötzlich wieder eine Perspektive. Allerdings mit einem kleinen Haken.
„Was ist mit meiner Mutter? Sie ist nicht wie mein Vater und musste genauso unter ihm leiden, wie ich. Wenn ich in den Ferien nicht nach Hause komme, wird er sie dafür verantwortlich machen. Ich kann nicht zulassen, dass ihr etwas passiert."
Dumbledore nickte nachdenklich. „Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Aber wenn er wirklich auf diesen Gedanken kommt, wird er ihr Veritaserum einflößen, um die Wahrheit aus ihr heraus zu bekommen. Das Dumme ist nur, sie weiß ja wirklich nichts. Er kann ihr also nichts beweisen. Später wenn jede Ferien, der gleiche Ablauf ist, Sie also unauffindbar sind, wird er nicht mehr so höllisch aufpassen. Dann haben wir die Chance Ihre Mutter hier her zu bringen. Und wenn wir das geschafft habe, haben wir gewonnen. Dann können wir ein Verfahren einleiten, dass das alleinige Sorgerecht, Ihrer Mutter zuspricht. Mit Ihrer, unter Veritaserum gesprochenen Aussage, Sie seinen von Ihrem Vater misshandelt worden, wird das kein Problem werden."
Draco saß wie erstarrt auf seinem Stuhl. Hatte Dumbledore am Anfang gesagt, er wäre zu keinem Ergebnis gekommen? Das war ja wohl so was von gelogen. Dieser Plan war bis ins kleinste Detail ausgetüftelt. Und Draco schien wirklich eine Chance zu haben. Er musste nur noch einen weiteren Freund finden.
„Ach und machen Sie sich keine Sorgen wegen der Familie, wo Sie unterkommen könnten. Ich weiß bereits eine Familie zu der Sie könnten, selbst wenn Sie keine Freundschaft mit ihrem Sohn schließen würden. Trotzdem hoffe ich, dass Sie noch weitere Freunde finden werden. Also, Kopf hoch. Sie werden die beste Zeit ihres Lebens hier in Hogwarts, in Gryffindor haben." Er lächelte Draco aufmunternd zu. „Und jetzt trollen Sie sich in Ihren Unterricht."
Draco nickte vollkommen erleichtert. Dann fiel ihm noch etwas ein: „Professor Dumbledore? Sie müssten doch wissen, dass Professor Snape in engem Kontakt mit meinem Vater steht."
„Habe ich je gesagt, dass jemand von den Lehrern eingeweiht wird?"
Draco klappte der Mund auf. Das Ganze sollte ohne das Wissen eines Lehrers über die Bühne gehen? Ja, warum eigentlich nicht? Jetzt konnte er sich ein glückliches Grinsen nicht mehr verkneifen. Er sprang von seinem Stuhl auf und hopste völlig unmalfoyhaft zur Tür. Dort drehte er sich noch einmal herum und murmelte ganz leise und doch so ehrlich, wie er noch nie in seinem Leben etwas gemeint hatte:
„Danke!"
Jo, das war's, Leute.
Ich hoffe doch es hat euch gefallen und ihr werdet vielleicht ein klitzekleines Review hier lassen.
Ich würde mich waaaaahhhnsinnig freuen!! :D
LLG Buecher-FFwurm
