Titel: Ein Malfoy in Gryffindor

Titel: Ein Malfoy in Gryffindor? – Niemals! – Oder doch?

Autor: Buecher-FFwurm

Disclaimer: Nix meins, alles J.K. Rowlings… leider…

Kategorie: Drama/Romance

Pairing: Draco Malfoy/? Entweder Harry Potter oder Hermine Granger

Ihr könnt mir ja mal schreiben was euch lieber wäre… ich bin noch ziemlich unentschlossen…

Raiting: erstmal K; später vielleicht T

Inhalt: Was passiert wenn Draco Malfoy von dem Hut nach Gryffindor gesteckt wird und nicht nach Slytherin? Richtig, sein schlimmster Albtraum würde wahr! Oder könnte das Ganze doch etwas Positives haben? Warum ist Draco überhaupt in das Haus der Löwen gekommen?

So, und weiter geht's. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.

Ach ja, was ich noch sagen wollte: IHR SEID SPITZE, LEUTE!! Vielen, vielen Dank für die vielen Reviews! Ich hab mich total gefreut! Weiter so!!

Also, die neusten Werte der Abstimmung:

Harry: lll (3)

Hermine: lllllll (7)

Kapitel 3

Hogwarts – ein Abenteuer

Ein, für ihn so ungewohntes, ehrliches Lächeln lag auf Dracos Lippen, als aus dem Büro Dumbledores trat. Er war wohl nie in seinem Leben so glücklich. Er musste vielleicht nie wieder unter der Fuchtel seines Vaters leiden, er war ein Gryffindor, kein Slytherin, hatte schon einen Freund gefunden und hatte Aussicht auf eine Zukunft ohne Voldemort.

Jetzt musste er nur noch Severus stand halten. Er hatte keine Ahnung wie dieser sich ihm gegenüber verhalten würde. Er war hier zwar in Hogwarts, also in Sicherheit, Snape konnte ihn natürlich trotzdem schikanieren. Doch Draco hatte jetzt einen Grund, diesen Schikanen stand zu halten.

Als Draco in die Eingangshalle kam, sah er sich kurz um. Er wusste, dass das Zaubertrankklassenzimmer in den Kerkern lag, aber wo genau wusste er nicht. Zum Glück hatte er jedoch an diesem Morgen einen Slytherin aus einer Tür an einem Ende der Eingangshalle kommen sehen. So wusste er wenigstens wo der Zugang zu den Kerkern war. Wenn er dann noch Glück hatte musste er einfach nur dem Gang folgen. Und wenn nicht… Nun, dann war das wohl seine erste Probe im Bezug auf sein kaltes Verhalten Severus Snape gegenüber.

Ein kaltes Lächeln schlich sich auf seine Züge als er die Kerker betrat. Ein, mit Fackeln beleuchteter Gang lag vor ihm, der von hunderten Füßen ganz ausgetreten war, genauso wie die Stufen, die an seinem Ende lagen. Zuversichtlich ging Draco darauf zu. Es konnte ja wohl nicht so schwer sein, dieses Klassenzimmer zu finden. Wie sehr er sich getäuscht hatte…

Das sah Draco auch ein, als er eine viertel Stunde später immer noch den Gang folgte, der ihn immer weiter in die Tiefe führte. Inzwischen war es schon so kalt geworden, dass Dracos Atem in kleinen, weißen Wölkchen vor seinem Gesicht tanzte. Er gestand sich ein, dass er wohl doch irgendwo hätte abbiegen müssen.

Warum gab es für die Erstklässer nicht auch einen Lageplan oder wenigstens eine Wegbeschreibung für den Anfang, dachte er verärgert. Wer, bitteschön sollte in diesem Labyrinth einen bestimmten Raum finden? Vielleicht durch Zufall?

Schließlich blieb der Gryffindor dann doch stehen und überlegte ob er nicht zurück gehen sollte. Einfach weiter in die Tiefe gehen half bestimmt auch nicht. Da konnte er genauso gut in den Gemeinschaftsraum zurück gehen und auf die anderen warten. Er hatte das Klassenzimmer schließlich wirklich nicht gefunden. Doch eigentlich wollte er diese Niederlage nicht einstecken. Der Gryffindor in ihm ließ das nicht zu.

Also wandte er sich grimmig um und ging weiter in die Tiefe. Ihm war klar, dass das nichts bringen würde, das Klassenzimmer musste weiter oben liegen, aber ohne Hilfe würde er es auch nicht finden, wenn er zurück ging, also konnte er genauso gut die Kerker weiter erforschen. Solange er nicht von dem Hauptweg abwich, konnte er sich nicht verlaufen.

10 Minuten später wurde ihm jedoch langweilig. Er begann den Entschluss zu bereuen, nicht umgekehrt zu sein, als der Rückweg noch nicht so lang gewesen war. Jetzt wollte er nicht umkehren, ohne nicht wenigstens etwas gefunden zu haben. Und wenn es auch noch so langweilig war. Die Türen, die in regelmäßigen Abständen vom Gang abgegangen waren, waren schon seit einer ganzen Weile verschwunden und Draco ging nur noch an kahlen Steinwänden vorbei. Er wusste nicht wie weit er noch gehen konnte, aber rechtzeitig in den Unterricht würde er jetzt eh nicht mehr kommen, auch wenn er durch ein Wunder vielleicht doch noch so etwas wie einen… Kartenraum? finden würde.

Der Aussicht auf ein, wenn auch kleines Abenteuer ließ ihn immer weiter gehen. Und schließlich…wurde er belohnt. Und zwar mit dem Ende des Ganges… Und an dessen Ende wartete eine dunkle, Unheilverkündende Tür auf den blonden Jungen.

Zögernd ging er auf sie zu. Schon in Malfoy Manor hatte er lernen müssen, dass gerade in den Kerkern oft gefährliche Sachen lagen. Vor allem hinter Türen, die so weit abgeschieden lagen. Deshalb war ihm jetzt gar nicht wohl bei dem Gedanken, durch diese Tür zu treten. Wer weiß ob nicht ein Ungeheuer dahinter lebte. Schon im nächsten Moment wurde ihm klar, wie kindisch dieser Gedanke doch war. Vielleicht lag nur ein verstaubter Raum hinter dieser Tür, oder vielleicht auch ein großes Geheimnis, aber bestimmt kein Ungeheuer.

Also ging Draco jetzt entschlossen auf die Tür zu und versuchte sie zu öffnen. Sie bewegte sich keinen Millimeter. So sehr Draco auch rüttelte und zog, sie ließ sich einfach nicht öffnen. Schließlich zog er sogar seinen Zauberstab um gegen das Türschloss zu klopfen und einen Zauber zu murmeln, den er einmal bei seinem Vater beobachtet hatte. Die Tür ließ sich einfach nicht erweichen.

Enttäuscht stemmte Draco die flachen Hände gegen die Tür. Das sollte also sein kleines Abenteuer gewesen sein? Von einer einfachen, verschlossenen Tür beendet?

„Verdammt, wenn ich mich nun schon vielleicht verirrt habe und stundenlang diesen Gang runter gegangen bin, dann WILL ich jetzt durch diese Tür!" Die Tür schwang mit einem Klong nach innen auf und Draco stolperte überrascht in den Raum dahinter

Draco starrte die Tür geschockt an. Hatte die sie sich einfach nur auf sein Drängen hin geöffnet? Das konnte doch nicht sein, oder? Egal, rief er sich zur Ordnung, sie ist offen und das ist das einzige was zählt. Aufgeregt sah er sich jetzt in dem Raum dahinter um.

Dieser war anders als die normalen Räume eines Kerkers, fast freundlich in orangenen Tönen gestaltet. Kerzen brannten überall an den Wänden und ein dicker Teppich, der Dracos schritte Dämpfte lag auf dem Boden. Doch ansonsten war der Raum leer und er sah überhaupt nicht aufregend aus. Draco war enttäuscht. Warum war der Raum denn so gut verschlossen gewesen, wenn doch nur ein leerer Raum dahinter lag. Nein, irgendwas gab es hier, dass vielleicht nur sehr gut versteckt worden war.

Aufmerksam sah er sich noch einmal um und sein Blick blieb schließlich an der Wand hängen. Der Raum war kreisrund und ein Gemälde bedeckte die komplette runde Wand. Das Bild war wohl direkt auf den Stein gemalt worden und stellte eigentlich keine besondere Szene dar, sondern bestand nur aus einem Muster. Doch was Draco aufgefallen war, war dass nach immer einem Meter das Muster sich änderte. Das war einfach zu regelmäßig und auch einfach zu sinnlos hier unten ein solch prächtiges Gemälde anzubringen als das es nicht eine Bedeutung hätte.

Deshalb ging Draco jetzt langsam an der Wand entlang und strich vorsichtig mit den Fingerspitzen über die Farbe. Er fühlte die normalen Unebenheiten, die ein Gemälde immer hatte, doch dann ertasteten seine Finger einen Huckel. Eine Erhebung, die sich nach oben und unten hin fortsetzte. Fast wie bei einem Türrahmen…

Aufgeregt lenkte Draco seine Finger dahin wo bei einer normalen Tür ein Griff war und tatsächlich: Er spürte eine Vertiefung, die er hineinfassen konnte und die nach unten hin noch einen kleinen Hohlraum hatte. Dort ertasten seine Finger einen kleinen Hebel. Er betätigte ihn… und siehe da: Eine Tür schwang auf, die so geschickt in das Gemälde eingearbeitet war, dass man sie nicht sah. Selbst wenn man direkt davor stand.

Und jetzt, wo Draco bei der offenen Tür den Bildteil auf der Tür noch einmal aufmerksam betrachtete, fiel ihm auf, dass dort wo das Loch mit dem Hebel war, die Farbe des Bildes eine große, geöffnete Blüte bildete. Es war die einzige Blüte auf dem ganzen Bildteil, was aber nicht besonders auffiel, da das Gemälde komplex, farbenfroh und mit verschiedenen Formen und Gegenständen bedeckt war.

Gespannt wandte Draco sich einem anderen Teil des kreisrunden Gemäldes zu und fand auch dort die Blüte auf Höhe eines Türgriffes. Noch eine Tür! Insgesamt zählte Draco 11 Türen.

Schließlich ging er wieder zu der Tür, die er am Anfang geöffnet hatte, schob sie ganz auf und trat hindurch, aber sorgsam darauf bedacht, dass sie nicht zu fiel. Nicht, dass er dann hier gefangen war und Jahre warten konnte, bis irgendjemand sich mal wieder hier herunter verirrte. Doch seine Sorge war unbegründet. Der Gang dahinter endete schon nach wenigen Schritten an einer weiteren Tür. Diese ließ sich Problemlos aufstoßen und Draco stand wieder in einem Gang in den Kerkern. Verwirrt trat er vollends aus der Tür und sah sich um. Was war denn das für eine Tür gewesen? Oder eher, was sollte dieser ganze Raum, voll von Türen bewirken?

Draco zuckte zusammen, als die Tür hinter ihm mit einem dumpfen Laut ins Schloss fiel. Erschrocken drehte er sich um und versuchte erneut vergeblich die Tür zu öffnen. Schon wie bei der anderen Tür ließ sie sich nicht erweichen. Leicht ängstlich drehte Draco sich um. Er hatte absolut keine Ahnung wo er sich befand. Und in den Kerkern aufs gerate Wohl drauf los zu laufen, grenzte an einen Selbstmordversuch. Nein, leicht schaudernd drehte Draco sich wieder zu der Tür um und überlegte angestrengt, wie und wann sie sich beim letzten Mal geöffnet hatte. Hatte er sie nicht gedrängt sich zu öffnen?

„Ähm…Bitte geh auf!?" Nichts passierte.

„Geh auf!" Wieder nichts.

„Ich WILL da rein!" Immer noch nichts.

Was hatte er bloß gesagt und getan beim letzten Mal? Zögernd legte Draco eine Hand auf die Tür.

„Ähm…Ich habe mich verirrt und…" Die Tür sprang auf. Verirren? War das das Zauberwort?

Als Draco wieder in dem Gemälde-Raum stand, warf er der Tür einen scheelen Blick zu und wandte sich dann der nächsten Tür zu. Vorsichtig steckte er seinen Finger in das Loch, betätigte den Hebel und die Tür schien aus dem Nichts zu kommen.

Als er den kurzen Gang durchquert hatte schob er vorsichtig die Tür auf, um dann plötzlich in der Eingangshalle zu stehen. Verwirrt blickte er sich um. Ihm war die Tür, aus der er getreten war, bis jetzt noch nicht aufgefallen. Was zum Teufel bewirkten diese Türen??

Als er sich wieder umdrehte, war die Tür schon wieder zugefallen und ließ sich natürlich nicht wieder öffnen. Doch diesmal war Draco darauf gefasst gewesen, legte eine Hand an die Tür und murmelte „Verirren!" Und siehe da: Die Tür ging auf.

Grinsend öffnete Draco jetzt eine Tür nach der anderen und gelangte nach einander erst auf die Länderein und dann in die 7 Stockwerke. Als er im 7. Stock die Tür öffnete begann er langsam zu verstehen, was dieser Raum tat. Er sollte so eine Art Abkürzung sein. Es musste viel schneller gehen, einfach durch die Tür in den Raum und dann durch eine andere Tür in die Kerker zu gelangen, als durchs ganze Schloss zu gehen. Da hatte seine kleine Extratour ja doch noch etwas genützt.

Doch dann stutzte Draco. In jeden Teil des Schlosses hatte eine Tür geführt. Nur in die Kerker hatten 2 geführt. Warum? Warum führte eine der Türen in einen so abgelegenen Gang in den Kerkern, wenn der Raum doch eigentlich als Abkürzung dienen sollte. Abkürzung… zu zentralen…oder wichtigen Orten. Eine Abkürzung zu einem sehr wichtigen Ort? Aber an dem Gang lagen weitere Türen doch erst viel weiter oben. Und auch sonst hatte es keine Abzweigungen gegeben…

Kurz entschlossen ging Draco noch einmal auf die Tür zu, durch die er ganz am Anfang diesen erstaunlichen Raum betreten hatte. Auch hier war die Tür nicht zu sehen, bis Draco den Hebel unter der Blüte betätigt hatte.

Er trat in den Gang hinaus und ging ein paar Schritte wieder nach oben bis ihm plötzlich ein schmaler Durchgang auffiel, der so schräg war, dass man ihn unmöglich sehen konnte, wenn man von oben kam. Nur wenn man von unten kam fiel der schmale Spalt auf. Aufgeregt schob Draco sich durch den engen Spalt und erlebte eine Überraschung.

Dahinter lag ein Studierzimmer. Freundlich eingerichtet mit einer kleinen Sitzgruppe für 4 Personen, einer Studierecke (ebenfalls für 4 Personen) und einer erstaunlichen Bücherecke. Dort standen Folianten, die so alt und wertvoll waren, dass Draco ehrfürchtig stehen blieb. Doch nicht nur Bücher standen dort. Auch Pergamentrollen, Phiolen mit Zaubertränken, kleine Büchlein, die ganz offensichtlich handschriftlich geschrieben worden waren und gleich 4 Denkarien. Über dem Karmin prangte die 4 Wappen der Gründer und Draco begriff schlagartig worum es sich hier handelte: Dem Studier- und Planungsraum der Gründer!

Und was wohl das Erstaunlichste war: Er lag in einem Turm, denn er war kreisrund und hatte Fenster an allen Seiten, die einmal das Schloss und ein paar Mal die Länderein zeigten. Draco hatte das kurze Kribbeln von Magie gespürt als er durch den Spalt geklettert war, aber das diese Magie so mächtig war eine Transportation zu bewirken, das erstaunte ihn. Doch so musste es sein, denn er befand sich auf keinen Fall mehr in den Kerkern. So täuschend echt, wie die Landschaft vor den Fenstern konnte keine Täuschung sein, außerdem war eines der Fenster gekippt und Draco spürte den Luftzug der hereinkam.

Nein, was er hier entdeckt hatte war außergewöhnlich. Und er verstand jetzt auch warum 2 Türen in die Kerker führten. Eine in die Kerker und die andere hier her. Seine Wangen glühten, als Draco sich umwandte und zurück in den Abkürzungsraum ging, wie er ihn getauft hatte, um in den 7. Stock und in den Gemeinschaftsraum zurück zu kehren.

Als er sich schließlich genau mit dem Gong, der das Ende der 1. Doppelstunde verkündete in einen Sessel sinken ließ, hatte er sich soweit beruhigt um die Tragweite seiner Entdeckung zu begreifen. Was für Wissen musste in diesem Studierzimmer schlummern.

Er brannte darauf mit Harry zusammen diese Schätze zu erkunden! Und all das, was es noch in Hogwarts zu entdecken gab.

Ein breites Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Draco war glücklich!


Ok, das war's schon wieder! Ich weiß, ich weiß, es sehr kurz geworden, aber ich dachte so ein Übergangskapitel ist doch auch mal ganz nett, oder?? ;)

Ich würde mich seeehr über ein Review freuen.

Übrigens: Ich hab gute Nachrichten für euch: Weil das Chap so kurz ist, kommt das nächste schon in ein paar Tagen!

LLG Buecher-FFwurm