Diesmal verspreche ich keine Besserung hinsichtlich der Updates, es bringt ja doch nix, aber wie ihr sehen könnt, schreibe ich immer noch an der Geschichte und ich bin auch immer noch fest entschlossen, sie nicht unbeendet zu lassen. Vor allem weil es ja langsam zur Sache geht… :D

Wie immer hat sich Kira meiner erbarmt und mir die Beta gemacht. Vielen Dank dafür Kira!

Gern geschehen - tut mir nur leid, dass du diesmal etwas warten musstest

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Missionsstatus:
Planungsphase abgeschlossen,

Vorbereitungsphase läuft.

Die Aktion gestaltete sich gleich zu Anfang anstrengender, als alle Beteiligten angenommen hatten.

Die Mehrfachsteckdose erwies sich als recht widerspenstig. Sie hatte sich mit den anderen Dingen, die sich bei ihr in der alten Bananenkiste befanden, derart verkantet, dass es eine geraume Zeit brauchte, um sie endlich da raus zu bekommen.

Snape betrachtete die Anstrengungen der anderen ungerührt. Er hatte sich wieder auf seinen Posten an der Bodenluke zurückgezogen.

Tims Aufräumaktion schien inzwischen beendet zu sein, zumindest nahm der Zaubertrankmeister das an, doch er würde sich hüten, die anderen darauf hinzuweisen.

Erleichterte Ausrufe ließen ihn schließlich wissen, dass die Rettungstruppe es wohl endlich geschafft hatte, die Steckdosenleiste aus der Kiste zu nehmen.

Als alle nun zufrieden da standen und ihr Werk betrachteten, fiel auch ihnen die zunehmende Dunkelheit auf.

Picard strich sich über seine Kunststoffglatze und meinte bedauernd:
„Wir haben wohl erheblich länger gebraucht als geplant… Da wir auf Tageslicht angewiesen sind, müssen wir wohl für heute abbrechen."

Die anderen nickten zustimmend.

Data landete auf dem Boden neben den anderen. Er hatte auf dem Rand der Kisten gestanden, um den anderen Hilfestellung zu geben wo sich die Steckdose verkanntet hatte.

In Kisten oder Schachtel rein und wieder raus zu klettern, schien hier oben schnell zu einer Routine zu werden.

Seine Landung war erheblich eleganter als Deanna´s erster Sprung in die „neue Welt".

Dana und Fox schauten zum entfernten Fenster. Es war jetzt schon ziemlich dunkel, das war nicht mehr zu leugnen. In den von vornherein dunkleren Ecken des Dachbodens, herrschte schon eine beängstigende Schwärze.

Fox murmelte mehr zu sich selber, doch seine Worte ließen die anderen aufhorchen.

„Mäuse sind meist nachts unterwegs oder?"

Will nickte.

„Das bedeutet, wir müssen bei Bruno und den anderen Wache halten…"

Schnell waren die Teams für die Wache eingeteilt, niemand sollte alleine gehen.

Das Ende des Tages sagte den „unverbesserlichen Weltrettern" allerdings auch, das Tim wohl schon im Bett war, und Severus seinen Posten verlassen konnte. Also wurde auch er einer Wache, zusammen mit Dana und Fox, zugeteilt.

***

Nach einer fast ereignislosen Nacht, kam mit dem neuen Tag, wieder Leben in die Mission der Spielzeuge.

Es wurde sogar ein recht anstrengender Tag. Die einzelnen Stücke der Wäscheleine wurden verknotet und mit der Mehrfachsteckdose verbunden. Der Tag war mühsam, aber auch recht heiter.

Beim Tauziehen, zum verfestigen der Knoten in den Wäscheleinestücken, wurde viel gelacht, da gegen allen Erwartungen die Frauen zwei von drei Runden gewannen. Snape weigerte sich strikt eine andere Funktion als die des Schiedsrichters zu übernehmen, was von den Frauen allerdings begrüßt wurde, den so herrschten wenigstens ausgegl8ichene Zustände.

Auf einem Dachboden wird üblicherweise irgendwie immer alles in eine Ecke gestellt, daher hatten unsere Helden im Mittelgang jede Menge Platz für diese Aktion.

Irgendwann legte man die zusammen gebastelte Rettungsleine, wie sie von allen genannt wurde, der Länge nach hin und versuchte abzuschätzen, ob sie wohl schon lang genug sei.

Nachdenklich betrachtete jeder das Stückelwerk.

Data ging dabei grübelnd an das Ende und nahm die Wäscheleine noch mal in die Hand. Prüfend bog und wand der das Stück Schnur.

„Lange genug dürfte es inzwischen sein, doch wir haben noch ein anderes Problem." Fragend sah die Gruppe ihn an.

Snape und Picard traten zu ihm und sahen auf die Schnur in seinen Händen hinab.

Dem Captain fiel schließlich als erstem auf, was Data meinte und auch Severus zeigte Anzeichen von Erkennen.

„Wir brauchen noch etwas ans Ende hier, was sich leichter und schneller verknoten lässt. Die Wäscheleine ist zu dick und zu zäh. Wenn es plötzlich schnell gehen muss, wird das ein großes Problem…"

Jetzt zeigte sich auch bei den anderen leichte Besorgnis. Schließlich erhellte sich Deanna´s Gesicht, sie drehte sich wortlos um und lief in die Richtung der Ecke, die sie ganz zu Anfang mit ihrer Gruppe erkundet hatte.

Langsamer, aber neugierig, folgte ihr der Rest der Gruppe.

Sie sahen gerade noch wie Deanna in einer Plastikkiste verschwand. Den Geräuschen nach zu urteilen, suchte sie etwas, und ihrem freudigen Ausruf nach zu urteilen, hatte sie es auch nach kurzer Zeit gefunden.

Als die Kunststoffcounselor wieder am Rand der Kiste erschien, erkannte man, dass sie eine widerspenstige Last trug. Die anderen eilten ihr zu Hilfe, streckten die Hände entgegen, um ihr beim Heraussteigen zu helfen, und ihr das unhandliche und störrische Gepäck abzunehmen.

Es handelte sich um ein kleines, wirres Knäuel Wolle, in dem noch allerhand Legobausteine feststeckten oder sich verfangen hatten.

„Das müsste funktionieren." Picard war zufrieden. Will und Data hatten schon begonnen, die Legoteile aus dem Knäuel zu pflücken.

Snape trat an die Wolle heran und betrachtete sie eingehend.

„Dürfte klappen, doch ich bin dafür, dass wir den Faden mindestens doppelt nehmen. Es sieht mir ziemlich alt aus und wir wissen nicht wie stabil das Zeug ist. Am besten wir testen das und suchen uns dabei den strapazierfähigsten Teil der Wolle raus. Außerdem müssen wir das ganze ordentlich an der Wäscheleine befestigen. Die Leine ist ziemlich glatt und rutschig, da müssen wir höllisch aufpassen, dass unsere Konstruktion der Belastung auch wirklich standhält."

Diese, für seine Verhältnisse, lange Rede, in der es auch noch um die Sicherheit der Gruppe ging, ließ alle überrascht, aber wohlwollend, auf den grimmigen Kunststoffmagier blicken.

Einen Großteil des Tages verbrachte man also damit, die Wolle ordentlich und bombensicher an der Wäscheleine zu befestigen. Ein weiteres Tauziehen bestätigte wieder die Festigkeit, doch diesmal wurde nicht mehr halb soviel gelacht, denn Severus´ Hinweis hatte allen in Erinnerung gerufen, dass ihre Mission keinesfalls ungefährlich war.

Im Gegenteil!

Wenn man genau darüber nachdachte, war es sogar ein halsbrecherisches Unternehmen, bei dem eine Menge schief gehen konnte.

Doch niemand dachte daran einen Rückzieher zu machen, nicht einmal Severus oder Will.

Riker wollte nicht als Angsthase da stehen, und ein Severus Snape, macht aus Prinzip keinen Rückzieher.

Die Rettungsleine war fertig, man hatte einen großen Teil der Vorbereitungen geschafft. Jetzt galt es noch einen geeigneten Behälter zu finden in dem man das Außenteam abseilen und später zusammen mit den Wattebällchen wieder hochziehen konnte.

Alle hatten angenommen, dass die Rettungsleine das größte Problem sei, das sie während der Vorbereitungen zu bewältigen hätten, doch jetzt zeigte sich, dass dem nicht so war.

Will brachte es auf den Punkt:
„Behälter gibt es genügend, doch sie sind entweder zu schwer, oder nicht stabil genug. Zu groß und unhandlich, oder zu klein. Bei denjenigen deren Format und Gewicht passt, fehlt etwas, woran man unsere tolle Rettungsleine sicher festbinden könnte."

Die Gruppe seufzte kollektiv.

Es konnte doch jetzt nicht an einem simplen Behälter scheitern!

Mulder und Scully standen enttäuscht neben einer Plastiktasse, die man getestet hatte. Der Henkel hatte allen gefallen, nur leider erwies sich die Schräglage der Tasse, bei diesem einseitigen Hochheben, als viel zu unsicher und gefährlich.

Mulder verpasste der Tasse frustriert einen Tritt, dass es nur so klapperte. Scully schmunzelte wehmütig doch die Stimmung ließ sich nicht aufhellen.

Sich spekulierend das Kinn reibend, betrachtete Picard die Tasse.

„Wenn sie zwei Henkel an gegenüberliegenden Seiten hätte, wäre das ideal. Aber so eine Tasse gibt es nicht…"

Frustriert wandte sich Picard von der Tasse ab.

Wenn er gekonnt hätte, hätte er sich die Haare gerauft…

So bekam er es nicht mit, dass Beverly aufgehorcht hatte und die Tasse noch mal in Augenschein nahm.

„Doch, Jean-Luc! So eine Tasse gibt es!" rief sie freudig. „Kommt mit, ich weiß auch wo!"

Mit neuem Tatendrang folgten alle der Ärztin.

Ebenso zielstrebig wie Deanna, schritt Beverly auf einen bestimmten Bereich des Dachbodens zu. Vor der Schachtel mit den Kindersachen blieb sie stehen.

„Data komm mit, ich bekomm sie bestimmt nicht alleine da raus." Gehorsam setzte sich der Androide in Bewegung.

Nach einigen spannenden Minuten erschienen die Beiden wieder mit der begehrten Tasse, die zwei wunderbare Henkel an den Seiten aufwies.

„Eine Schnabeltasse für Kinder?!"

Severus betrachtete das farbenfröhliche Ding, als würde es ihn gleich anfallen. Niemand achtete auf ihn, dazu war die Begeisterung über die Henkel viel zu groß.

„Aber da ist ja ein Deckel drauf…" gab Will schließlich zu bedenken. Deanna warf ihm einen mitleidigen Blick zu und Riker senkte beschämt den Kopf.

„Den machen wir natürlich ab, mein Lieber…"

Das war allerdings einfacher gesagt, als getan. Die Schnabeltasse war alt, jedoch hatte das Alter ihre Funktionstüchtigkeit nicht eingeschränkt. Der Deckel war dafür gedacht, den Inhalt der Tasse sicher zu verwahren und saß dementsprechend fest.

Die Gruppe zog und zerrte, doch der Deckel gab nur sehr langsam nach.

Letztendlich siegte jedoch die rohe Gewalt der Truppe und mit einem Plopp, landete das Rettungsteam synchron auf ihren harten Plastikhintern.

Einem Triumphmarsch gleich, transportierte man die Beute schließlich zur Rettungsleine und machte alles fertig.

Der Tag neigte sich schon wieder dem Ende zu, doch die wahre Mission würde am nächsten Morgen starten können.

TBC