Hallo allerseits. Sorry für das späte Update aber mein Internet will nicht immer. Dafür gibt es heute aber 2 neue Kapitel und das nächste ist schon fast fertig :-)
Der neue Charakter ist da und sie wird für einigen Wirbel sorgen. Ich hoffe ihr mögt es.
Wie immer freue ich mich immer über Reviews 3
Er war gerade aus der Tür als Blair Mut fasste und ihm nachlief.
„Chuck!" rief sie ihm die Treppe herunter nach.
Er blieb stehen, drehte sich aber nicht zu ihr um.
„Bitte Chuck, es tut mir leid." sagte sie als sie an ihm vorbeilief um sich vor ihn zu stellen.
Chuck musterte sie und stellte fest, dass sie eine zarte Verfärbung unter dem rechten Wangenknochen hatte. Das Resultat von Nates Ohrfeige. Es machte ihn wütend. So wütend, dass er für einen Moment vergaß wie wütend er auf sie war und wie gekränkt durch ihre barsche Zurückweisung am Ball. Er legte eine Hand an ihre Wange und streichelte den blauen Fleck mit seinem Daumen. Sie zuckte kurz bei der ersten Berührung.
„Tut es weh?" fragte Chuck heiser.
„Nicht mehr so sehr." entgegnete Blair flüsterend.
„Du hättest das nicht tun sollen, ich hätte mich selbst verteidigen können, Blair."
„Das weiß ich Chuck. Aber ich war Schuld an dem Chaos. Es tut mir leid was am Ball passiert ist, aber ich konnte einfach nicht glauben, dass du Nate für ein Komplott einspannst, statt einfach mit mir offen darüber zu reden, Chuck." erklärte Blair leise. „Kannst du mir verzeihen?"
Ja, sie hatte ihren Stolz für einen Moment heruntergeschluckt. Und sie hoffte inständig, dass Chuck dies nicht ausnutzen würde. Sie trat einen Schritt auf ihn zu und umarmte ihn.
Chuck rang mit sich selbst. Würden sie dieses Spiel weiterführen, würde er Nate mit Sicherheit verlieren und Nate war sein Leben lang wie ein Bruder. Blair hingegen war genau wie er und er wusste, dass er verliebt war. Er wusste aber auch, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Beiden alles versauen würden.
„Hör zu, Blair. Wir beide, jetzt, das geht nicht. Du weißt genau, dass es alle unsere Freundschaften kosten würde. Ich will das nicht auf's Spiel setzen und ich weiß, dass du das genauso siehst. Vielleicht irgendwann, aber im Moment nicht."
Chuck gab ihr einen Kuss auf die Stirn und löste sich dann aus ihrem Griff. Es brach ihm das Herz, aber er dachte es wäre das einzig Richtige.
Blair konnte nicht mehr atmen. Chuck hatte gerade das letzte Fünkchen Hoffnung erstickt, in dem er mit einer großen Schaufel auf ihren innerlichen Scherbenhaufen eingedroschen hatte. Sie war selbst überrascht, dass sie das nicht traurig sondern wütend machte.
Chuck war schon am Aufzug und hatte den Knopf gedrückt, als Blair sich umdrehte.
„Ich wusste es. Ich war nur eine weitere Eroberung für dich, du Schwein." schrie sie ihn an.
„Du weißt das das nicht stimmt!" schnauzte Chuck zurück.
„Und wie das stimmt. Du bist genau wie dein Vater! Sportvögeln ist alles was ihr könnt! Raus hier! RAUS!" sie mutierte zu einer Furie als sie immer lauter wurde.
Wäre Chuck nicht so wütend über ihren Kommentar gewesen, hätte er vielleicht sogar einen Tick Angst bekommen vor Blair-außer-Kontrolle. Aber die Karte der ultimativen Beleidigung, den Vergleich mit seinem Vater, auszuspielen, damit hatte sie den Bogen überspannt. Er würdigte sie keines Blickes mehr als er den Aufzug betrat und den Knopf drückte.
Blair sah ihm nur nach. Sie war verzweifelt. Was sie jetzt brauchte, war etwas Beistand. Sie rannte die Treppe hoch in ihr Zimmer und griff nach ihrem Handy. Sie drückte eine Taste und wartete bis der Speeddial sein übriges dazu tat.
„Serena?" schluchzte sie ins Handy.
„Hallo Blair." Serena klang schuldbewusst aber auch kälter als sonst.
„Serena, ich muss mit dir reden." sagte Blair verzweifelt.
„Blair, das ist vielleicht keine gute Idee." entgegnete Serena unsicher.
„Wie meinst du das?!" fragte Blair als sie langsam wütend würde.
„Blair, hör zu. Ich bin gerade bei Dan und wir haben über die ganze Sache gesprochen. Nun, da Jenny auch mit drin hängt und die Dinge so verworren geworden sind, denke ich, es ist das Beste wenn ich Abstand davon halte. Du weißt, es ist deine persönliche Farce die du kreiert hast und ich würde ungern zwischen die Fronten geraten. Du bist meine beste Freundin, Nate ist mein bester Freund und Chuck, nun ja, er ist bald mein Bruder."
Blair konnte nicht fassen was sie hörte. Nach allem, was sie mit Serena mitgemacht hatte, jetzt das? Wirklich? Das konnte nicht von Serena stammen. Humphrey hatte ihr das eingeredet.
„Serena, kann es sein, dass du das zufällig mit Dan diskutiert hast und das jetzt das Resultat der Diskussion war?" fragte Blair vorsichtig, um dem Wutausbruch noch etwas hinauszögern.
Serena brauchte einen Moment um sich zu sammeln, dann seufzte sie und antwortete „Ja, Blair habe ich. Und du weißt das es so ist. Bye." Danach legte sie auf.
Blair nahm ihr Handy herunter damit sie auf das Display schauen konnte. Anruf beendet. Das konnte doch nicht wahr sein. Serena hatte sie gerade für ihren asozialen Freund aus Brooklyn aufgegeben. Wenn Blair vorher nicht verzweifelt war, nun war sie es vollkommen. Sie ließ sich neben ihr Bett auf den Boden sinken, ließ ihren Oberkörper auf das Bett fallen und fing an zu weinen. So heftig, dass sie nicht bemerkte wie Eleanor das Zimmer betrat.
Eleanor sah ihre Tochter auf dem Boden kniend weinen und ihr kamen selbst die Tränen. Sie war zwar immer äußerst streng mit Blair, aber sie war ihr ein und alles. Sie ging hinüber, setzte sich dicht neben Blair und legte ihr eine Hand auf den Rücken und beugte sich über sie, damit sie ihr ins Ohr flüstern konnte.
„Blair, Schatz, was ist los?" fragte Eleanor sanft.
„A…a…alles ist schrecklich, Mommy. Kann ich bitte Daddy besuchen gehen in den Ferien? Bitte."
„Blair, ich mache mir große Sorgen."
„Dann buch einen Flug!"
„Die Ferien fangen übermorgen an. Du fliegst morgen."
„Danke Mommy." sagte Blair als sie höher rückte damit sie Eleanor richtig umarmen konnte. Eleanor küsste ihre Stirn und wischte ihr die Tränen von den Wangen.
„Also du packst jetzt deine Koffer, ich mache alle Telefonate." sagte Eleanor als sie vom Bett aufstand.
Chuck ging durch die Lobby des Waldorf Hauses zu seiner Limousine. Er ließ sich die Tür aufhalten schlug sie aber selbst zu. Er war wütend – auf Blair, für alles was sie getan hatte. Insbesondere für die bitterböse Beleidigung gerade eben. Auf Nate war er sauer, weil Nate Blair jahrelang ignorant behandelt hatte und dann, als jemand anders kam und Blair glücklich machte, war Nate zu eifersüchtig um das geschehen zu lassen. Doch am meisten war er wütend auf sich selbst. Er hatte mit Blair geschlafen obwohl er wusste, dass das nur Ärger geben konnte. Er hatte eine Affäre mit Blair angefangen obwohl er wusste, dass er damit nur Nate verletzen konnte. Und jetzt, da Blair wirklich etwas ernstes, offizielles mit ihm starten wollte, hatte er sie zurück gewiesen.
Das Einzige, das ihn darüber tröstete, war die Tatsache, dass er wusste wie Nate gestrickt war. Er würde bald wieder zu Chuck kommen. Und Blair hatte Serena. Sie würde also okay sein.
Eleanor wählte aufmerksam die lange Telefonnummer und wartete auf das Freizeichen.
„Allo?" fragte eine männliche Stimme am anderen Ende.
„Hi, ich bin's, Eleanor."
„Eleanor! Wundervoll! Wie geht es dir?" fragte Roman aufgeregt.
„Gut, Roman. Gut. Könnte ich bitte Harold sprechen, es ist dringend."
„Naturellement. Ein Moment!" Eleanor konnte ihn Harold rufen hören.
„Hallo Eleanor?" fragte Harold.
„Hallo Harold, ich rufe an wegen Blair…." sie erzählte ihm, dass Blair in letzter Zeit komisch war und das Eleanor sie morgen schicken würde.
„Selbstverständlich kann sie kommen, Eleanor. Ich hab dir gesagt, dass sowohl für Blair als auch für dich immer ein Zimmer in diesem Haus frei sein würde, wenn ihr das braucht." sagte Harold freundlich.
„Danke Harold. Dann hoffe ich mal, dass Blair bei euch auf andere Gedanken kommt."
„Ach weißt du" sie konnte Harolds süffisantes Grinsen durch den Hörer hören, „ich wüsste da jemanden, der das arrangieren könnte."
Als Chuck im Apartment ankam, saß Serena mit Dan im Wohnzimmer. Beide machten ernste Gesichter.
„Serena, kannst du die Hoi Polloi nicht in Brooklyn unterhalten?" fragte Chuck als er in die Küche trat. Das letzte, was er jetzt brauchte, war Humpty-Dumpty und Serena. Da fiel ihm ein: Warum war Serena nicht bei Blair?
„Was interessiert es dich Chuck? Solltest du nicht woanders sein?" fragte Serena gereizt.
„Nein, aber DU solltest woanders sein, Sis." erklärte Chuck gefährlich leise.
Serena sah ihn bestürzt an, sie wusste was er getan hatte. Dan schaute zwischen den beiden nur verwirrt hin und her.
„Chuck wo bist du gewesen?" fragte Serena heiser.
„Ich war da wo du jetzt sein solltest und habe es….beendet." erklärte er.
„Nun, Serena sollte nirgendwo anders sein, denn auch sie hat es beendet." sagte Dan vorlaut.
„Was?" fragte Chuck ungläubig.
„Chuck, ich will mich nicht in eure Angelegenheiten einmischen. Es ist euer Problem, nicht meins." sagte Serena.
Chuck riss die Augen auf. Er konnte es nicht fassen. „Ernsthaft, Serena? Nach allem lässt du dir von Humpty Dumpty ein Gewissen verpassen?" Er wurde wütend.
Serena sah Chuck an. Sie war halb überzeugt, halb schuldbewusst. Sie zuckte mit den Schultern.
„Serena, Blair war für dich da als du vollgekotzt ins Familienmeeting geplatzt bist. Sie hat dich nach jeder Sauftour mit Georgina aufgelesen und bemuttert bis du nüchtern warst. Nach deiner ersten Überdosis war es Blair die deine Hand in Krankenhaus hielt. Und jetzt hast DU sie fallen gelassen? Großes Kino, du egoistisches Miststück." sagte Chuck wütend als er sich umdrehte und wieder zum Aufzug ging. Er würde nicht in diesem Apartment heute übernachten. Er machte sich auf den Weg ins Palace.
Blair wachte am nächsten Morgen spät auf. Es war nahezu zehn als Dorota sie weckte. Ihr Flug würde in drei Stunden abheben. Und dann würde sie drei Wochen lang Ruhe vor jedem und allem haben. Ein Lächeln trat auf ihr Gesicht. Sie stand auf und ging ins Badezimmer um zu Duschen und sich fertig zu machen. Sie hoffte, dass es vielleicht gar niemand bemerken würde, dass sie heute nicht in der Schule war. Das war Wunschdenken und sie wusste es. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, nicht wahr?
Es war kurz nach 12 Uhr als die Pause zum Lunch läutete. Serena hielt Ausschau nach Blair. Genauso wie Chuck, wie sie feststellte. Plötzlich klingelten sämtliche Handys. Das bedeutete nur eins: Gossip Girl.
Gesichtet: Unsere gefallene Queen B beim Boarden auf dem JKF. Eine Flucht nach Frankreich, B? Wir sind gespannt was ihre Lover dazu sagen. Ihr wisst, ihr liebt mich. xoxo
Serena war geschockt. Blair war weggelaufen. Sie schaute auf und suchte mit ihren Blicken nach Nate und Chuck. Sie sah als erstes Nate, der die Nachricht las, kurz die Stirn runzelte und dann sein Handy wieder einsteckte. Weiter abseits stand Chuck. Und wenn Blicke hätten töten können, wäre Serena auf der Stelle umgefallen. Er gab ihr ein gemeingefährliches Starren.
Blair las die Nachricht bevor sie den Gate zum Flugzeug betrat. Sie lächelte ein triumphales Lächeln. Sie war zum Spielball geworden, nur das sich der Spielball nun selbst ins Aus rollte. Sie würde die Zeit in Frankreich mit ihrem Vater genießen. Und sie hatte einen weiteren Plan. Sie wollte, wenn sie erst einmal da war, dafür sorgen nicht zurück zu müssen. Sie würde ihre Eltern davon überzeugen, dass ein Schuljahr in Frankreich eine gute Idee sein würde.
