A/N.

Hallo! Leute, es tut mir wirklich so so leid, dass ich meine deutschen Stories vernachlässigt hab. Ich gelobe Besserung und adde schon mal dieses Kapitel. Das nächste ist halb fertig und folgt dann dieses Wochenende!

Bitte vergesst nicht, mir eine Review zu hinterlassen, damit ich sehe wie euch die Story gefällt!


Vorwort: Also in diesem Kapitel werde ich von einer Storyline aus der Show Abstand nehmen. Nate und Jenny werden in dieser Story nicht als Pärchen enden. Also schon mal ein Sorry vorab an die Nenny Fans aber diese Story ist nichts für euch.


Gesichtet: Blair Waldorf kehrt aus ihrem Exil in Frankreich zurück. Und sie kommt nicht allein, sondern mit der ganzen Gefolgschaft. Hat die gefallene Königin etwa rekrutiert um ihren Thron zurückzuerobern? Haltet mich auf dem Laufenden, Kinder. xoxo

Chuck traute seinen Augen nicht. Es war also offiziell. Die Waldorfs wiedervereint in New York. Wenn Chuck eins in all den Jahren mit Blair gelernt hatte, dann das Komplotte ein fester Bestandteil der Familientradition im Hause Waldorf war. Etwas das alle von der Pieke auf erlernt hatten und das nur allzu gern eingesetzt wurde, um zu bekommen was man will.

Aber das war nicht das Einzige, woran Chuck dachte. Er hatte Blair vermisst. Sehr sogar. Andererseits war alles so aussichtslos. Es blieb ihm nichts anders übrig, als abzuwarten und vorzubeugen. Er nahm sein Handy und wählte eine Nummer.

„Hallo Onkel Jack! Hier ist Chuck. Hast du einen Moment?.....Ja, wunderbar und Bart auch – keine Sorge. Ich rufe wegen etwas anderem an……Nein danke, ich habe meinen Stammdealer……ja, ja sozusagen ist es ein Frauenproblem. Aber mit keiner meiner Frauen oder besser gesagt nur indirekt….nein auch keine von Bart, Lily ist okay…..deine, Jack. Eine deiner Frauen…..ich weiß wie lange du nicht mehr hier warst. Aber sie war genauso lange weg. Es geht um Catherine Waldorf….doch. Kein Scherz." An diesen Punkt hätte Chuck darauf gewettet, dass Jack es als Kinderkram abtut und sich herauswindet. Doch stattdessen wurde er ruhig. Als er wieder zu sprechen anfing, fiel Chucks Kinnlade sinnbildlich auf den Boden. „Ja, ich hole dich ab. Wann fliegst du ein? Der erste Flug morgen. Okay, dann solltest du so gegen 23 Uhr hier sein…..ja texte mir die Daten. Bis morgen dann."

Chuck war nun völlig verwirrt. Blair kam mit ihrer Privatarmee zurück und Jack flog aus Australien ein. Bart würde sich nicht darüber freuen. Das hieß für Chuck nun Ärger an allen Fronten – und niemand der ihm beistand. Immerhin hatte er, wenn Jack erst morgen Nacht einfliegen wollte, noch eineinhalb Tage sich etwas einfallen zu lassen, um Bart zu beruhigen. Und noch einen Tag bis die Schule wieder anfangen würde und er Blair von Angesicht zu Angesicht gegenüber treten müsste.

Glücklicherweise gaben Bart und Lily an dem Tag ihre Hauseinweihungsparty und Chuck würde die Möglichkeit haben, sich etwas Ablenkung aufzureißen.


„Blair, wo bist du denn?" Cathy lief durch das obere Stockwerk auf der Suche nach Blair.

„Hier unten!" hörte sie Eleanor antworten. Die ganze Familie inklusive Roman und Dorota saßen im Wohnzimmer.

Als Cathy die Treppe herunter kam, erstarb das fröhliche Gespräch im Wohnzimmer. Alle schauten sie verwundert an. Cathy war immer das Mädchen in den engen, langen Jeans. Das außerhalb von Partys oder sonstigen Anlässen dieser Art Kleider trug war äußerst selten. Aber heute trug sie eines. Und zwar eines das Blair kannte. Serena hatte es beim Shooting für Eleanor getragen. Es war ein kurzes hellblaues Kleid mit Neckholderträgern und Rosenmuster. Nur das Cathy den Unterrock weggelassen hatte und das Kleid kürzer schien als bei Serena.

„Eleanor, du hattest Recht. Das Kleid passt wirklich gut." sagte Cathy fröhlich in die Stille.

„Ja, das sehe ich." sagte Eleanor und lächelte.

„Bleibst du nicht zum Tee?" fragte Harold.

„Nein, ich muss noch ein Geschenk besorgen. Und ich hab gehört, dass in Williamsburg eine Galerie eröffnet hat, die sehenswert ist." sagte sie mit einem lächeln und zwinkerte Blair zu.

Blair brauchte einen Moment um zu realisieren, was genau ihre Cousine vorhatte aber als der Groschen fiel trat ein breites Grinsen auf ihr Gesicht.

„Viel Spaß in Brooklyn dann." sagte Blair.

„Oh, den werde ich haben."


Nate hatte gerade eine weitere Diskussion mit seiner Mutter hinter sich gebracht. Er fragte sich, wie ein Mensch so ignorant sein konnte. Immer wenn es ernst wurde, zog sich seine Mutter in ihre eigene Welt zurück. Nate stellte erschrocken fest, dass es ganz ähnlich mit Blair war. Ihm wurde klar, dass er Blair zwar sehr gern gehabt hatte, doch wenn er ehrlich zu sich wahr, hatte er sich nur so wohl bei ihr gefühlt weil sie seiner Mutter charakterlich sehr ähnlich war und weil es von ihm erwartet wurde.

Er brauchte eine Person, die dieses ganze UES Drama von außerhalb betrachtete. Es war Zeit für einen Besuch in der Galerie und bei Vanessa. In den letzten Wochen hatte er sich wirklich gut mit dem Mädchen aus Brooklyn angefreundet und dadurch das sie niemand wirklich kannte, war es einfach sich bei ihr auszusprechen.


Catherine gab dem Taxifahrer einen Hundert Dollar Schein und sagte ihm, dass der Rest Trinkgeld sei. Die Fahrt hatte weniger als fünfzig gekostet aber das war egal. Eine Sache die in der Waldorf Familie nie eine Rolle gespielt hatte, war Geld. Es war nie Thema weil immer genug da sein würde. Damit wurden die Waldorfs reihum groß gezogen. Cathy hatte ihre eigene Meinung dazu entwickelt. Bei den Menschen die es nicht so gut hatten im Leben wie sie, also beispielsweise dieser Taxifahrer war es angebracht großzügig zu sein. Bei Geschäftspartnern hingegen wurde gefeilscht und bei Prozessen gegen reiche Leute der gerechte Anteil herausgekitzelt. Überhaupt war das Bestreben Gerechtigkeit zu schaffen der Grund für ihr Jurastudium gewesen. Aber bevor sie sich mit der neuen Kanzlei der großen bösen Welt zuwenden wollte, galt es nun erstmal Gerechtigkeit für Blair zu üben. Und der Vater der Humphrey Göre war ein guter Anfang, um etwas herauszufinden damit der Racheplan auch möglichst effektiv werden würde.

Blair hatte ihr erzählt, dass Jennys Vater in Trennung mit seiner Frau lebte, scheinbar allein war und ein Ex-Freund von Lilian van der Woodsen. Das konnte nur gut gehen. Sie öffnete die Tür zur Galerie und trat ein.

Eine Minute später Bog Nate um die Ecke und machte sich ebenfalls auf den Weg in die Galerie.

„Guten Tag. Kann ich Ihnen helfen?" fragte Rufus freundlich. Als er näher kam, stockte er einen Moment zurück. „Blair?" fragte er etwas ernster.

„Nicht ganz." sagte Catherine als sie sich zu ihm drehte. „Eigentlich ist es Cathy. Aber auch fünf Buchstaben." lächelte sie ihn an.

„Mein Fehler. Entschuldigen Sie bitte." stammelte Rufus.

„Kein Problem. Aber sie können tatsächlich helfen. Ich suche ein Geschenk für einen alten Freund." sagte Cathy zuckersüß.

Nate kam ins Cafe und Vanessa lächelte ihm zu.

„Hi Nate." sagte sie freundlich.

„Hi Vanessa, na wie geht's?" antwortete er.

„Ganz gut. Und heute ist sogar was los. Es scheint so als würde Rufus heute tatsächlich gut verkaufen." Vanessa streckte ihren Zeigefinger aus um auf die Frau die neben Rufus stand zu deuten. „Aber die kommt mir so bekannt vor."

Nate drehte sich um und sein Lächeln erstarb auf den Lippen. Rufus und Catherine hatten sich zu ihnen gedreht und Cathy gab Nate einen kalten Blick. Nate schluckte instinktiv.

„Entschuldige mich bitte kurz." sagte er als er aufstand und zu den Beiden herüber trat.

„Hallo Nate. Schön dich zu sehen." sagte Rufus.

Nate antwortete nicht direkt sondern hielt vorerst nur den Blicken Cathys stand.

„Oh, ja guten Tag Mr. Humphrey."

Rufus schaute verwirrt von Cathy zu Nate und zurück.

„Ähm, kennt ihr euch?"

„Ja, das tun wir. Mr. Humphrey könnten Nate und ich einen Moment haben bevor wir uns die Landschaftsgemälde ansehen, bitte?" fragte Cathy höflich. Rufus nickte und machte sich auf den Weg zu Vanessa ins Cafe.

Nachdem Rufus außer Reichweite war, stellten die beiden sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber.

„Na, Frauenschläger? Trost in Brooklyn gefunden?" warf Cathy ihm mit einem unauffälligen Nicken zu Vanessa an den Kopf.

Nate riss die Augen auf. Er hatte mit vielem gerechnet, aber das? „Du weißt genau, dass das mit Blair ein Versehen war. Ich hätte sie nie angerührt!" fauchte Nate.

„Ja, ich weiß das du sie nie anrühren wolltest bis jemand anderes das getan hat. Und dann bist du durchgedreht. Tolle Leistung." gab sie schnippisch zurück.

„Du hast verdammt nochmal keine Ahnung wovon du redest!"

„Nein? Erzähl mir nichts. Um Serena zu begatten hatte es doch auch gereicht?! Blair war so verliebt in dich und du hast sie nur vor den Kopf gestoßen."

„Das ist nicht deine Angelegenheit. Halt dich raus und fern."

„Du weißt genau, dass ich das nicht tun werde."

„Was willst du hier, Catherine?" fragte Nate genervt.

„ICH kaufe ein Geschenk für die Party heute Abend."

„Du kommst dorthin?" fragte Nate verwundert.

„Ja, warum auch nicht. Wenn ich mich Recht erinnere sind es nicht die Waldorfs die ihr Gesicht verloren haben. Grüß den Capitan von mir!" sie drehte sich um und ging zu Rufus der gerade ambitioniert mit Vanessa über die Form der Kaffeetassen diskutierte.

„Mr. Humphrey, ich wäre so weit."

Cathy kaufte Rufus eine schöne Fotographie ab. Darauf abgebildet war der Himmel. Durchzogen von rosafarbenen Streifen und Schäfchenwolken in der Abenddämmerung.

Nate blockte jede Frage Vanessas nach der Fremden ab.


Blair konnte ihr Glück noch nicht fassen. Ihre Familie vereint in New York. Zumindest für eine Weile. Und dann die wunderbare Nachricht, dass Harold und Catherine so sehr an sie glaubten. Es konnte nicht besser werden.

Der Dong des Aufzugs erklang und eine große, langbeinige Blonde trat heraus.

„Serena! Was für eine Überraschung." sagte Eleanor und bot Serena einen Platz in der Runde an.

„Hallo Eleanor, Harold, Mister…ähm…Roman?" Serena lächelte verlegen.

„Es ist nur Roman." erklärte Blairs neuer Stiefvater.

„Wäre es möglich, dass wir uns kurz privat unterhalten, Blair? Bitte?" bettelte Serena.

Blair wollte nicht. Aber sie wollte auch keine Szene riskieren. Also lächelte sie kurz und nickte ihren Eltern zu.

Sie ging die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf, setzte sich auf das Bett und wartete auf die Vorstellung.

„Blair. Ich wollte mich entschuldigen." sagte Serena.

Blair hob nur eine Augenbraue an.

„Es tut mir wirklich leid, dass ich mich so dämlich benommen habe. Ich hätte für dich da sein müssen, wie du für mich da warst." erklärte Serena und die Tränen stiegen ihr in die Augen.

Blair beäugte sie genauer. Immer noch emotions- und regungslos.

„Bitte Blair, rede mit mir." flehte Serena.

„Warum bist du wirklich hier, Serena?" fragte Blair kalt.

„Ich meine es ernst, Blair. Ich will mich entschuldigen und ich will dich als beste Freundin zurück." sagte Serena aufrichtig.

Blair überlegte eine Weile, dann nickte sie. Sie stand auf und ging auf Serena zu. Sie umarmten sich.

„Nie wieder!" sagte Blair ernst und Serena nickte.

„Sehen wir uns heute Abend?" fragte Serena und Blair nickte.


Blair saß an ihrem Schminktisch. Sie war gerade aus der Dusche und hatte nur ein Handtuch um. Sie schaute sich kritisch an, als die Tür aufging.

Cathy trat ein.

„Blair, du glaubst nicht was gerade passiert ist."

Cathy erzählte Blair alles über die Begegnung in der Galerie. Und Blair erzählte ihr dir Geschichte mit Serena.

„Nun ja, offensichtlich haben sich die Dinge mit Nate und Serena somit selbst erledigt. Bleibt nur noch Chuck." sagte Cathy.

„Ja, es bleibt nur noch Chuck." sagte Blair geistesabwesend.

„Blair, ich brauche eine ehrliche Antwort auf eine Frage. Wirst du mir sie geben?" fragte Cathy bestimmt.

Blair schaute sie an. „Die Antwort ist ja, Cathy."

Cathy legte den Kopf auf die Seite und begutachtete Blair. „Und wie war die Frage?" sagte sie um Blair zu testen.

„Bist du verliebt in ihn. Und das bin ich, Cathy. Und er ist es auch in mich. Er ist nur zu feige ernsthafte Schritte zu nehmen."

„Dann werden wir ihn dazu bringen." sagte Cathy lässig.

„Nein! Ich will, dass er es von sich aus tut." erwiderte Blair.

Cathy nickte nur und wünschte Blair von Herzen, dass sie mit Chuck mehr Glück haben würde als sie mit ihrem Bass-iasko.

„Und wie lief es mit Humpty Dumpty Senior?" fragte Blair.

„Soweit ganz gut. Ich denke, er ist drauf angesprungen oder würdest du jedem deiner Kunden deine private Handynummer geben?" sagte sie mit einem gehässigen Grinsen, das Blair erwiderte.


„Das wird lustig." sagte Cathy munter in die Runde. Sie stand mit Blair, Harold, Roman und Eleanor im Aufzug. Dieser war gerade auf dem Weg nach oben ins van der Woodsen-Bass Apartment. Cathy hielt das verpackte Bild in der Hand. Blair schaute sehr nervös durch die Gegend.

Eleanor war mit der Situation ebenfalls unzufrieden doch es blieb ihr nichts anderes übrig, als ruhig zu bleiben - Harold hatte Roman ohnedies schon als seinen Freund vorgestellt. Es wäre ihr nur lieber gewesen, sie hätte ebenfalls ein Date mitgebracht.

Roman war neben Cathy der einzige der im Aufzug bester Laune war. Allerdings nicht aus dem selben Grund. Der muntere Franzose war einfach eine Frohnatur. Und er war froh, dass offensichtlich alles gut lief. Offensichtlich hatte der Gute noch nicht allzu viel Zeit mit den Waldorf Frauen verbracht….

Die Aufzugtür öffnete sich und alle fünf strömten in den Flur und gaben ihre Mäntel an das Hausmädchen, dass lächelten neben der Garderobe stand weiter.

Lily hatte sie schon gesehen und gewunken. Sie hatte Barts Ellenbogen umgriffen und zog ihn mit in Richtung der neu angekommenen Gäste. Lily lächelte und Bart schaute…wie Bart.

„Hallo allerseits!" sagte Lily freudestrahlend. Sie grüßten zurück.

„Mrs. Bass, ich habe etwas für Sie." Cathy übergab das Geschenk und sah aus dem Augenwinkel wie eine andere Person sich seitlich näherte.

Lily packte das Bild aus und lächelte. „Sieh nur Bart, wie schön! Danke Catherine. Es freut mich übrigens sehr dich wieder zu sehen. Ich denke wir hängen es…."

„..in den Wandschrank. Ja eine gute Idee." sagte eine Stimme gehässig von der Seite.

„Chuck!" warnte Bart ihn.

Aber er hatte längst volle Aufmerksamkeit. Chuck erwartete einen zynischen, sarkastischen oder ähnlich gestrickten Konter. Doch Cathy blieb stumm. Sie schaute ihn eher…bestürzt an. So empfindlich konnte sie doch nicht sein, dachte Chuck.

„Oh mein Gott. Er sieht von Mal zu Mal mehr aus wie sie, Onkel Bart." sagte Cathy. Plötzlich merkte sie, was gerade passiert war und drehte sich zu Bart. „Verzeihen Sie bitte, Mr. Bass. Nach all den Jahren ist die Höflichkeitsform wohl eher angebracht. Tut mir leid." sagte Cathy schnell um die Gemüter zu beruhigen ehe etwas aufkommen konnte. Es gab nichts Schlimmeres in der Welt der High Society als eine Szene zu riskieren.

„Schon gut, Cathy. Gerade weil wir uns schon all diese Jahre kennen, ist es in Ordnung. Aber lass das Onkel weg. Wenn eine erwachsene Frau mich Onkel nennt, komme ich mir nur noch älter vor." sagte Bart unerwartet freundlich. Sowohl Lily als auch Chuck waren zutiefst überrascht. Lily fasste sich jedoch schnell wieder, umgriff Eleanor und Romans Ellenbogen weil die Beiden direkt neben ihr standen und sagte „Los Leute, eine Tour!".

Bart rollte die Augen, aber bot Cathy seinen Arm an. Damit blieben nur noch Harold und Blair. Harold machte schon einen Schritt auf Bart zu doch dieser gab ihm seinen berühmten Bart-Bass-warnt-dich-Blick und hielt Blair seine Elle hin. Blair nahm den Arm, aber ihre Augen waren immer noch auf Chuck gerichtet. Chuck hatte ihren Blick vermieden und sie hatte es gemerkt. Aber so einfach wollte sie es ihm nicht machen.

Schließlich konnte Chuck nicht anders als ihren Blick zu erwidern. Sein Gesichtsausdruck war unergründlich. Doch er folgte den dreien. Lily machte tatsächlich eine volle Tour durch das komplette Haus. Nachdem sie in Serenas Zimmer die Wandfarben bewundert hatten, ging es in das Zimmer gegenüber. Es war Chucks Raum. Chuck saß auf seiner Kommode am Fenster und belächelte die einfallende Truppe. Lily erzählte irgendwas, doch weder Cathy noch Blair hörten zu. Blair starrte Chuck an und Cathys Aufmerksamkeit wurde von Chucks Nachttisch angezogen. Cathy ließ Bart los und machte einen Schritt darauf zu.

„Fasziniert von meinem Bett?" sagte Chuck mit einem schiefen Lächeln.

Cathy antwortete nicht. Sie ging einen Schritt näher auf den Nachttisch zu. Bart bemerkte es und blieb stehen als Lily Eleanor, Harold und Roman weiter trieb.

Als der Raum sich leerte waren es nur noch Blair, die neben der Tür stand, Chuck immer noch auf der Kommode, Bart der nicht weit von Chuck weg stand und Cathy zwei Meter vom Nachttisch entfernt. Bart starrte an ihr vorbei auf den Nachttisch. Blair und Chuck sahen die beiden verwirrt an und suchten mit ihren Blick nach dem Gegenstand der die Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war ein umrahmtes Bild.

„Sie war wunderschön." sagte Cathy.

„Jaaa, das war sie." sagte Bart.

„Ich erinnere mich noch an den Tag an dem dieses Foto gemacht wurde."

„Stimmt. Wie könntest du es auch vergessen. Du hast es gemacht." Bart lächelte und Chuck konnte nicht fassen was vor ihm ablief. Blair ging es ähnlich.

Cathy drehte sich zu Chuck um. „Du hast die Schönheit deiner Mutter geerbt. Sei dankbar dafür." Chuck war zu perplex um etwas zu antworten, also drehte Cathy sich weiter zu Bart und sagte „Bart, wie wäre es mit einem Drink? So schön die Wohnung ist, ich wette Lily würde es uns nachsehen."

Bart erwiderte ihr Lächeln und nickte. „Gut, und ihr beide bleibt hier und redet." sagte sie während sie die Wand anschaute. Sie wollte es keinem direkt befehlen also wählte sie diesen Weg. Bart machte einen verwunderten Gesichtsausdruck aber Cathy zog ihn bereits aus dem Zimmer.

Blair und Chuck blieben starr. Als die Tür sich schloss suchten sie den Blick des jeweils anderen. Chuck erwartete einige bitterböse Blair-Kommentare und wappnete sich mental schon einmal für den Angriff.

„Ich habe dich vermisst." sagte Blair kleinlaut.

Okay, nicht was ich erwartet habe dachte Chuck. Er war mit der Situation überforderter denn je. Er beschloss vorerst nichts zu erwidern. Er sah wie Blair anfing nervös mit ihren Fingern zu spielen.

„Wie war Frankreich?" fragte er schließlich. WIE WAR FRANKREICH??? schrie er sich selbst im Kopf an. Schwachkopf sagte er sich selbst.

Blair sah ihn einen Moment lang an, er sah die Tränen in ihren Augen. Schließlich schüttelte sie den Kopf und ging Richtung Tür.

„Warte!" sagte Chuck als er von der Kommode sprang.

„Worauf denn, Chuck?"

„Hierauf." Er stand nun dicht neben ihr und umgriff ihre Hüfte. Blair schaute ihn verwirrt an. „Es tut mir leid. Alles. Und ich habe dich auch vermisst."

Blair fühlte ihr Herz springen. Sie lächelte und er erwiderte ihr Lächeln. Sie küsste ihn. Als sich ihre Lippen trennten und sich ihre braunen Augen wieder trafen konnte Chuck nicht anders als sie wieder an sich zu ziehen und ihr einen weiteren, innigen Kuss zu geben. Er hatte zwei Wochen lang jede Nacht von diesen Lippen geträumt. Von ihrer weichen Haut, ihrem Parfum das wie Sommerregen roch. Sein Herz pochte heftig und die Schmetterlinge waren wieder da.

Blair ging es genauso. Sie hatte seine starken Arme vermisst, seine hübschen Augen, seine tollen Hände. Dennoch lehnte sie sich aus seinem Kuss zurück.

„Chuck. Keine Heimlichtuerei mehr. Ich will dich ganz und ich will das jeder weiß das wir zusammen sind." sagte Blair leise. Chuck nickte. Er nahm ihre Hand und ging mit ihr zurück auf die Party. Hand – in – Hand.

„Und was machen wir jetzt?" sagte Blair.

„Wir gehen ins Kino. Oder willst du hier bleiben?" lächelte Chuck ihr zu.

Blair schüttelte den Kopf. Chuck und Blair halten Händchen, Chuck und Blair gehen ins Kino. Es fühlte sich gut an.

Chuck hatte sich gerade bei Lily und Bart entschuldigt und wollte mit Blair verschwinden, als sich der Aufzug öffnete.