A.N.: Danke für dein Review, Cara.

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Phedolas verlässt das Haus dicht gefolgt von Asarin. Kaum hat er das Haus verlassen, bleibt er stehen und Asarin rempelt ihn an. „Entschuldigt." Sagt Asarin mit rotem Kopf. "Kein Problem. Es war nicht Eure Schuld." Asarin sieht den Elfen fragend an. "Was ist mit Euch?" "Ich weiß nicht, wo Ihr übernachten könnt. In diesem Dorf gibt es kein Gasthaus. Aber Ihr könnt in meiner Hütte schlafen, wenn Ihr wollt." Phedolas beißt sich auf die Zunge, als er den letzten Satz gesagt hat. Doch Asarin lächelt ihn an. "Das wäre wirklich sehr nett, Phedolas. Ich möchte Euch aber keine Umstände machen." "Kein Problem.", murmelt Phedolas. Inzwischen sind auch der Bürgermeister, Helana und Oleff bei den beiden angekommen. "Ihr könnt aber auch in meinem Haus schlafen", sagt der Bürgermeister und wischt sich den Schweiß von der Stirn. "Ich denke, das ist besser. Wir sehen uns dann morgen." Mit diesen Worten dreht sich der Waldläufer um und läuft mit raschen Schritten in den Wald. Asarin sieht ihm fragend nach. Dann dreht sie sich zum Bürgermeister um. "Es wäre mir eine Ehre in Eurem Hause zu übernachten."

Asarin folgt dem Bürgermeister zu seinem Haus. "Da wären wir." Der Bürgermeister hält die Tür auf und Asarin tritt ein. Asarin sieht sich um. "Ihr habt ein wunderschönes Haus, Kalonn." "Ich danke euch, Lady Asarin." Inzwischen hat der Bürgermeister die Haustür geschlossen. Eine Tür, die sich rechts von Asarin befindet, wird geöffnet. Eine kräftig gebaute Frau mit blonden Locken und einem Lächeln im Gesicht kommt auf die beiden zu. "Ihr müsst Lady Asarin sein. Ich habe schon viel von Euch gehört. Mein Name ist Anna. Ich bin die Frau von Kalonn." "Ich bin Asarin. Es freut mich Euch kennen zu lernen." Asarin lächelt Anna an. Anna kommt auf Asarin zu und schüttelt ihre Hände. "Ihr habt sicher Hunger. Ich habe Euch Frühstück gemacht. Kommt und esst." Ohne ein weiteres Wort zu verlieren zieht Anna Asarin in das Esszimmer. Asarin nimmt an einen reich gedeckten Tisch platz. "Ich habe tatsächlich Hunger. Dankeschön." Anna lacht und verlässt das Zimmer. An der Tür dreht sie sich noch einmal um. "Ich bereite Euch inzwischen das Gästezimmer vor." Mit diesen Worten verlässt sie wieder den Raum und lässt den Bürgermeister und Asarin allein. "Ihr habt wirklich eine sehr nette Frau, Kalonn." Der Bürgermeister nickt und setzt sich auch an den Tisch. Er isst eine Kleinigkeit. "Ich möchte euch noch einmal für Eure Hilfe danken, Lady Asarin." "Ich helfe sehr gern. Ich hoffe nur, dass Phedolas und ich die Ursache für den Fluch finden. Aber ich bin zuversichtlich." Asarin lächelt den Bürgermeister aufmunternd an. Er nickt nur traurig. "Ich hoffe es, Lady Asarin, ich hoffe es."

Die Tür zum Esszimmer wird wieder geöffnet und Anna tritt herein. "Das Gästezimmer ist vorbereitet. Wenn Ihr fertig mit Essen seid, dann bringe ich Euch in das Zimmer. Ihr seid sicherlich müde." "Ich bin fertig mit Essen. Vielen Dank, Anna, es war hervorragend." Asarin steht auf und folgt Anna. Doch bevor sie den Raum verlässt dreht sich noch einmal um. "Ich danke Euch für eure Gastfreundschaft, Kalonn. Wir sehen uns in wenigen Stunden." "Schlaft gut, Lady Asarin." Asarin folgt Anna in das Gästezimmer und sieht sich um. Das Gästezimmer es klein, aber gemütlich. "Da wären wir, Lady Asarin. Ich hoffe, Ihr könnt gut schlafen." "Noch einmal vielen Dank für alles, Anna." Anna lächelt und verlässt das Zimmer. Asarin legt ihre Waffen ab und zieht ihre Rüstung aus. Sie wäscht sich kurz und legt sich hin. Nur eine Minute später ist die eingeschlafen.

Phedolas ist inzwischen bei seiner Hütte angekommen. Es sieht nach den kranken Tieren, doch ihr Zustand hat sich nicht verändert. Dann betritt er die Hütte und packt einige Dinge ein, die er für die bevorstehende Aufgabe benötigt. Gegen Mittag hat er alles vorbereitet. Phedolas beschließt, noch einmal einen Rundgang durch den Wald zu machen. Er hofft, dass er sich damit ablenken kann. Obwohl er Asarin erst wenige Stunden kennt, fühlt er sich schon sehr stark zu ihr hingezogen. Doch er weiß, dass eine Frau wie sie, nichts mit ihm zu tun haben möchte. Und das tut ihm mehr weh, als der Verrat seiner früheren Geliebten Lalia.

Nicht weit entfernt sieht eine merkwürdige Gestalt in einen Spiegel. Neben dieser Gestalt befindet sich ein großes Auge. "Nun, nun, nun… Alles ist vorbereitet." Die Gestalt dreht sich zu dem Auge um. "Zeige mir den Waldläufer." Die Gestalt dreht sich wieder zum Spiegel, der merkwürdig blinkt. Kurz darauf ist ein Waldläufer im Spiegel zu sehen. Der Waldläufer hat seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen. "Nun, nun, nun… Er ist nicht perfekt, aber er ist das Beste, was ich bekommen kann. Ich weiß, sie haben Hilfe von außerhalb." Er dreht sich wieder zu dem Auge. "Zeige mir den Neuankömmling." Die Gestalt dreht sich wieder zum Spiegel, der wieder merkwürdig blinkt. Nach einem Augenblick ist in dem Spiegel eine wunderschöne Elfe zu sehen, die in einem großen Bett liegt und schläft. "Nun, nun, nun… Was haben wir denn da. Schön, wunderschön. Oh ich weiß, sie ist der Bonus. Perfekt." Die merkwürdige Gestalt summt leise vor sich hin. "Xanx. Komm sofort her." Kurz darauf kommt ein kleiner Kobold in den Raum und verbeugt sich vor der Gestalt. "Xanx ist da, Meister. Was Xanx tun sollen." "Nun, nun, nun… Unsere *Gäste* werden bald eintreffen. Sorge dafür, dass sie mich auch finden. Gehe nun, Sklave." Der Kobold verbeugt sich noch einmal und verlässt den Raum. Die merkwürdige Gestalt sieht sich noch einmal die Elfe im Spiegel an. "Nun, nun, nun… Bald schon, werdet Ihr mir gehören, meine wunderschöne Elfe."

Phedolas hat seinen Rundgang beendet und kehrt in seine Hütte zurück. Er ist erleichtert, dass er keine weiteren kranken Tiere gefunden hat. Er betritt die Hütte und nimmt den gepackten Rucksack. Es ist jetzt später Nachmittag. Phedolas kehrt in das Dorf zurück und begibt sich schnurstracks zum Haus des Bürgermeisters. Er klopft an und nach kurzer Zeit wird die Tür geöffnet. "Einen wunderschönen Guten Tag, Phedolas. Seid Ihr wegen Lady Asarin hier?" "Seid gegrüßt, Anna. Ich bin tatsächlich wegen Lady Asarin hier." "Kommt rein. Ich bereite gerade das Abendessen zu. Ihr könnt gerne mitessen. Lady Asarin schläft noch. Sie war sicherlich sehr erschöpft." Der Waldläufer überlegt einen Augenblick. "Nun gut, ich nehme Euer Angebot an." Phedolas folgt Anna in das Haus und dann in das Esszimmer. "Es dauert noch eine Weile bis das Abendessen fertig ist. Ich schicke Euch inzwischen mein Mann." Ohne seine Antwort abzuwarten verlässt einer das Zimmer. Phedolas stellt seinen Rucksack in die Ecke und nimmt an dem Tisch platz. Kurz darauf wird die Tür geöffnet und Kalonn kommt herein. Er setzt sich zu dem Waldläufer an den Tisch.

"Wie sieht es im Wald aus, Phedolas?" fragt der Bürgermeister den Waldläufer. "Ich habe einen weiteren Rundgang gemacht. Zum Glück habe ich keine weiteren kranken Tiere gefunden. Ich hoffe, dass ich und Lady Asarin die Ursache für diesen Fluch finden." Der Bürgermeister nickt nur zu der Aussage des Waldläufers. "Das hoffe ich. Nun, Lady Asarin ist wirklich sehr hübsch. Nicht wahr?" Kalonn beobachtet Phedolas' Reaktion ganz genau. Der Waldläufer zuckt ein wenig zusammen. "Sie ist tatsächlich wunderschön. Und sie scheint eine wunderbare Elfe zu sein. Ich meine, dass nicht viele sich so um fremde Menschen kümmern, wie Lady Asarin es tut." Der Bürgermeister schmunzelt über die Aussage von dem Waldläufer. "Ist es nicht an der Zeit eine Familie zu gründen?..." doch bevor der Bürgermeister weiterreden kann wird er von Phedolas unterbrochen. "Ich muss zugeben, dass ich mich zu ihr hingezogen fühle. Aber das ist egal, eine so wunderbare Frau wie sie wird sich nie mit jemanden wie mich einlassen." Kalonn schüttelt den Kopf. Er ist der einzige, der die Vergangenheit von Phedolas kennt und warum er ständig sein Gesicht verbirgt. "Nicht alle Frauen sind sowie Lalia. Glaubt mir, mein Freund, Lady Asarin ist das ganze Gegenteil." Bevor Phedolas antworten kann nur die Tür geöffnet. "Das Abendessen ist fertig. Ich werde schnell den Tisch decken und dann Lady Asarin wecken."

Fortsetzung folgt