Hey Leute,
ich weiß, ich weiß es hat ewig gedauert, aber hier ist das nächste Kapitel. Ich verspreche euch, dass nächste kommt eher!!! Ich hoffe es gefällt euch. Bitte hinterlasst mir auch ein Review.
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Auszug aus dem letzten Kapitel:
Doch ihr Gedankengang wurde durch die sehr wütende Stimme Malfoys unterbrochen: „Pass doch auf wo du hingehst, Granger. Jetzt muss ich mich noch mal duschen. Wie ekelig ich hab ein Schlammblut angefasst." Dabei wischte er sich über den Umhang, als wäre dieser schmutzig.
Wut stieg in ihr hinauf und eine Zornesröte trat in ihr Gesicht. Was glaubte er eigentlich wer er ist dieser dumme Schnösel.
„Ach, pass doch selber auf! Nur weil du zu blöd bist um`ne Ecke zu gehen, brauchst du hier niemanden so anzumachen. Tu der Welt und dir einen Gefallen und hör auf zu Atmen oder spring von ner Klippe! Wenn du willst kann ich dir dabei auch behilflich sein. Ich würde dir gerne den nötigen Schubs geben. Dafür sind „Freunde" ja da.", schnauzte Hermine ihn an. Wütend und mit erhobenen Haupt, ging sie an ihm vorbei und ließ in verdutzt im Gang stehen. Erst Lavender und dann Malfoy. Konnte der Tag eigentlich noch schlimmer werden?
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4. Schlimmer gehts immer
An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts. Unbekannt
Und der Tag wurde noch schlimmer. Es fing mit Zaubertränke an.
Nachdem Neville zum wiederholten Male seinen Zaubertrank in die Luft gesprengt hatte. Die ekelhaft stinkende, grün-gelbliche Brühe hatte sich im gesamten Klassenraum verteilt und keines der Glasgefäße war mehr ganz. Über lagen kleine Glassplitter herum. Es war ein halbes Wunder, dass keiner verletzt wurde. Mit fast vor Wut schäumendem Mund hatte Snape Neville eine saftige Strafe aufgebrummt und dann hatte er auch noch ihr dafür die Schuld gegeben. Denn sie hätte, als seine Banknachbarin, merken müssen, dass Neville mal wieder seinen Trank vermurkst hatte. So kam es das auch sie etliche Punkte verlor und demnächst zwei Tage die Bettpfannen im Krankenflügel putzen musste.
Dann in Verteidigung gegen die dunklen Künste teilte sie Prof. Yale in gemischte Hausgruppen ein. Das Klasseinklima sollte dadurch verbessert werden. Als ob dadurch eine innige Freundschaft zwischen Gryffindor und Slytherin entstehen würde, dachte sich Hermine. Wohl eher das Gegenteil.
Doch das wäre noch nicht das schlimmste gewesen, denn zu ihrem unglaublichen Glück wurde sie als Partnerin von Malfoy eingeteilt. Der ihr nun hämisch lächelnd gegenüber stand. Konnte er eigentlich auch mal etwas anderes machen als dämlich zu grinsen?
„Na, Angst Granger?" höhnte er.
„Das wünscht du dir wohl, Malfoy", zischelt sie mit funkelnden Augen zurück.
Sie sollten den Schutzschildzauber „Protego" üben. Malfoy und Hermine stellten sich gegenüber auf. Zähneknirschend hatte sie mit ihm vereinbart, dass er als erstes einen Fluch in ihre Richtung schicken sollte. Beide nahmen eine kampfbereite Haltung ein und sie warteten nur auf das verabredete Kommando.
„Ok. Malfoy, bei drei. Eins, zwei dr…" Doch weiter kam sie nicht, da Draco schon bei zwei seinen Fluch aussprach. Sie war total überrumpelt und hatte keine Zeit mehr den Schutzzauber auszusprechen. Aber erstaunlicher Weise straf der Fluch sie nicht, den plötzlich bildete sich eine grüne schützende Aura um sie. Der Ursprung des Lichts war das Amulett um ihren Hals. Trotzdem hatte sie das Gefühl als würde sie immer mehr an Kraft verlieren. Als ob etwas ihre Energie anzapfen würde. In ihrem Blickfeld tanzten auf einmal schwarze Punkte, die sich wie wild drehten. Ganz am Rande ihres Bewusstseins sah sie wie sich die Gestalt von Malfoy krümmte. Ihr wurde immer schwindeliger. Wie in Zeitlupe merkte sie wie ihre Knie langsam nachgaben und sie nach vorne kippte. Verzweifelt versuchte sie das Bewusstsein zu behalten. Aber ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr. Ihr wurde schwarz vor den Augen. Sie nahm nur noch das dumpfe Schlagen ihres eigenen rasenden Herzens wahr. Ganz am Rande spürte sie noch den harten Aufprall auf den Boden. Danach gab sie den Kampf auf und verlor das Bewusstsein.
Sie bekam nicht mehr mit wie auch Malfoy zusammenklappte und die grüne Aura langsam um sie herum verblasste. Auch von dem besorgten Gesichtern ihrer Freunde und ihren raschen Transport in den Krankenflügel war für sie nicht mehr wahrnehmbar.
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So kam es das sie nun nach diesem „wundervollen" Tag im Krankenhaus verweilte und gewiss schon seit ein paar Stündchen die weiß gestrichene Decke mit bösem Blick anstarrte. Es wurde ihr von Madame Pomfrey strengstens verboten auch nur einen Zehen aus dem Bett herauszuhalten oder auch nur ein Buch in die Hand zu nehmen.
Was war in letzter Zeit nur los mit ihr?
Das Amulett der Erde hatte sie gegen die Attacke Malfoys auf seltsame Art und Weise beschützt. Bei diesen Gedanken fiel ihr Blick auf Malfoy der rechts von ihr im Bett lag. Er schien tief und fest zu schlafen. Sein Gesicht sah friedvoll und zart aus. Ein totaler Kontrast zum Gesicht des wachen Malfoys. Sein eigener Fluch hatte ihn getroffen und danach, so hat Madame Pomfrey ihr erzählt, sei auch er zusammengebrochen.
Während sie noch immer gedankenverloren Malfoy anstarrte, wurde seine Atmung unregelmäßiger und seine Augen öffneten sich langsam. Noch völlig desorientiert betrachtete er blinzelt seine Umgebung. Bis sein Blick auf Hermine fiel, die ihn mit großen Augen anstarrte.
Er schien noch nicht zu realisieren wer ihn denn da anstarrt und wo er sich überhaupt befindet.
„Wo bin ich?", nuschelte er noch völlig benommen.
Dadurch erwachte Hermine aus ihrer Starre.
„Im Krankenflügel, Malfoy. Weißt du nicht mehr was in Prof. Yales Klasse passiert ist?"
Die Erinnerungen schienen nun wieder zurück zukommen, dass erkannte Hermine in seinen Blick. Den seine Mimik verdüsterte sich und er guckte sie vorwurfsvoll an.
„Granger, du dummes Schlammblut. Was hast du mit mir gemacht?" zischelte er.
Bevor sie etwas erwidern konnte ging plötzlich die Tür zu Madame Pomfreys Büro auf und heraustrat besagte Dame und zu ihrer großen Überraschung auch Prof. Dumbeldore. Beide gingen mit eilenden Schritten auf sie zu.
„Gut, sie sind nun beide wach. Vorsichtshalber werden sie die Nacht hier im Krankenflügel verbringen! Besonders sie, Mr. Malfoy hat es schwer erwischt. Vielleicht müssen sie sogar noch etwas länger bleiben" sagte die Krankenschwester mit strenger Miene.
„Aber mir gehts doch schon wieder besser", maulte Hermione.
„Nein, keine Widerrede. Ich bin hier die Heilerin. Außerdem wissen wir immer noch nicht wie es zu ihrer Bewusstlosigkeit kam. Sie könnten noch mal einen Rückfall erleiden!" antwortete sie bestimmt.
Nun meldete sich auch Prof. Dumbeldore zu Wort der sie über seine halbmondförmige Brille musterte.
„Haben sie irgendeine Idee was da heute während des Duells passiert ist?"
„Nun ja" antwortete Hermine und blickte dabei verstohlen auf Malfoy. Sie wollte nur ungern in Anwesenheit von Malfoy etwas von ihren Amulett und dem seltsamen Traum erzählen. Anderseits wie sollte sie sonst die Ereignisse erklären. Auch in der Zauberwelt ist es nicht üblich das grüne Auren wie aus dem nix um einen erscheinen. Malfoy würde bestimmt unbequeme Fragen stellen und was sollte sie dann sagen, dass sie eine Auserwählte ist die die kommende Finsternis bekämpfen soll?
Auf einmal kam ihr alles lächerlich vor. Vielleicht war ja alles wirklich nur ein Traum und das Amulett einfach nur ein Geschenk, welches einen vor Flüchen beschützen soll. Wenn sie über die Geschehnisse logisch nachdachte, kam ihr alles ziemlich absurd vor.
Aber trotzdem war es irgendwie real... Anderseits auch verrückte Leute kommen sich normal vor. Letztendlich fasste sie einen Endschluss.
„Also, ich habe von den Weasleys dieses Amulett zu Weihnachten bekommen." sagte sie und zog dabei das Amulett aus ihren Schlafanzug hervor. „Mrs. Weasley sagte, dass es mich vor Flüche bewahren soll. Ich hätte es vielleicht vor der Unterrichtsstunde ablegen sollen. Aber ich wusste ja nicht, dass so etwas passieren würde", stammelte sie weiter.
Prof. Dumbeldore musterte sie sehr durchdringend. Würde er ihre Lüge glauben? Flackerte da in seinen Augen Misstrauen und Enttäuschung? Oder war es nur eine Reflexion auf seinen Brillengläsern?
„Zeigen sie mal her Miss Granger", sagte Dumbeldor und streckte gleichzeitig seine Hand aus.
Aus den Augenwinkel konnte sie sehen, dass sich Malfoy in seinen Bett aufgerichtet hatte und sich nun interessiert in ihre Richtung vorbeugte um auch ein Blick auf das Amulett zu erhaschen.
Mit einem nervösen Blick auf Malfoy, streifte sie zögernd die Kette mit dem Amulett über ihren Kopf und legte es in Dumbledores ausgestreckte Hand.
Neugierig begutachtete er das Amulett, besonders die Rune unterzog er einer genauen Inspektion. Dann wanderte sein Blick von dem grünen Amulett weg und zum Fenster des Krankenflügels hinaus. Dabei wog er gedankenverloren das Amulett in seiner Hand.
Eine bleiernde Stille senkte sich über den Krankensaal. Man könnte nur noch das Ticken der Uhr im Büro der Krankenschwester hören.
„Mmmhh, wo hab ich dieses Amulett schon mal gesehen…." murmelte Dumbeldore vor sich hin.
Malfoy räusperte sich laut.
Dieses Geräusch schien Dumbeldore aus seiner Erstarrung aufzuwecken. Seine Augen fielen zu erst auf Malfoy und wanderten dann zu Hermine wo sie hängen blieben.
„Und sie wissen wirklich nicht mehr?" fragte Dumbeldore während es so aussah als durchbohrte er sie förmlich mit seinen Blick.
Hermine musste schlucken und um nicht ins stottern zu kommen nickte sie einfach nur.
„Nun denn. Dann war das anscheinend alles nur ein bedauerlicher Zwischenfall. Ich will sie beide dann auch nicht weiter stören. Falls ihnen noch etwas einfällt, oder noch mal etwas Merkwürdiges passiert haben sie keine Hemmungen und kommen sie ruhig in mein Büro." sprach er augenzwinkernd und ging aus dem Krankensaal.
Kaum hatte Prof. Dumbeldore den Krankensaal verlassen schwirrte Madame Pomfrey auch schon wieder um sie herum. Nachdem sie ihren und Malfoys Puls gemessen hat und sie zum wiederholten Male daran erinnerte, dass sie das Bett nicht verlassen durften, ging sie mit leichten und schnellen Schritten wieder in ihr Büro zurück. Mit einen leisen knarren schloss sie die Bürotür.
Seufzend legte sich Hermine wieder in ihr Bett. Mit fahrigen Händen streifte sie wieder das Amulett über ihren Kopf. Sie konnte förmlich spüren wie Malfoys Blicke noch immer auf ihr ruhten. Sie sollte ihn einfach ignorieren, irgendwann würde er schon aufhören. Es herrschte eine unglaubliche bedrückende Stille im Krankensaal. Warum zum Teufel starrt er denn immer noch, dachte sich Hermine als sie durch ihre Augenwinkel einen kurzen Blick auf ihn erhaschte.
„Granger, du bist eine unglaublich schlechte Lügnerin! Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass die Weasleys so etwas teures wie ein Schutzamulett besitzen. Nur ganz wenige Reinblütige Familien, wie zum Beispiel wir, besitzen so etwas" schnarrte Malfoy.
Mit einem erneuten Seufzer drehte sich Hermine zu ihm um. Es half ja doch nichts ihn zu ignorieren. Malfoys kann man nicht ignorieren.
„Das geht dich gar nichts an Malfoy!" schnauzte sie mürrisch und verschränkte ihre Arme vor der Brust.
„Weißt Du, mein Vater hat ein Buch über Schutzamulette in unserer Bibliothek. Ich hab das mal gelesen. Gib es mir mal, vielleicht kenn ich es ja", erwiderte Malfoy mit kühlen Blick und ausgestreckter fordernder Hand.
„Für wie dumm hältst du mich? Wenn du etwas von mir willst komm doch einfach rüber!" antwortete Hermine. Im Stillen dachte sie sich, der wird eh nicht kommen.
Doch da hatte sie Malfoy wohl unterschätzt. Mit einer herausfordernder Miene nach dem Motto: „Stopp mich doch wenn du kannst!" erhob er sich aus seinem Bett und trottete mit nackten Füßen, über den sicherlich kalten Boden, zu ihr hin.
„So dann zeig mal her, Granger!", sagte Malfoy mit einen zynischen Grinsen.
Widerwillig holte Hermine das Amulett aus ihren Ausschnitt des Krankenhaushemdes zum Vorschein und legte es ohne von ihren Hals zu streifen behutsam in Malfoys ausgestreckter Hand.
Wie durch einen Zufall streiften sich für einige Sekunden ihre Hände. Hermine durchfuhr ein wohlig, warme Blitz der sie von den Fingerspitzen anfangend bis in die Zehenspitzen durchfuhr. Auf einmal fühlte sie sich geborgen und sicher. Wie von selbst schlossen sich sanft ihre Augen.
Auch Malfoy schien etwas zu spüren. Er atmete zischend aus. Oder war es mehr wie ein leises stöhnen? Dieses undefinierbare Geräusch schreckte sie hoch. Mit neugierigem Blick musterte sie Malfoy, der ihr selten so nah war. Seine blonden Haare waren nicht wie sonst gekämmt und fein säuberlich zurück gegelt, sondern einzelnen Strähnen fielen ihm sanft in die Augen. Sein Gesicht sah völlig entspannt aus, keine Falte war um seine Mundwinkel sichtbar.
Ohne groß drüber nachzudenken fragte Hermine mit leiser Stimme „ Malfoy hast du das auch gespürt?"
„Ich weiß nicht wovon du sprichst, Granger", erwiderte Malfoy. Sogleich war seine Körperhaltung wieder angespannt und seine Augen fixierten sie scharf.
Hermine spürte wie das Blut in ihre Wangen schoss. Oh, Gott jetzt wird bloß nicht rot!!! Aber es war ihr nicht möglich ihre Körperreaktion zu unterdrücken. Beschämt senkte sie ihren Blick nach unten.
Mit schadenfrohem Grinsen auf den Lippen und einer hochgezogener Augenbraue widmete sich Malfoy nun dem Amulett in seiner Hand.
Langsam beugte er seinen Kopf vor und musterte das Amulett sorgfältig. Als er es umdrehte und so die Rune sichtbar wurde zuckte Malfoy plötzlich zusammen und starrte Hermine mit weit aufgerissenen Augen unglaublich an. Doch schon nach einen Sekundenbruchteil schien er sich wieder zu fangen und setzte eine gleichgültige Miene auf.
„Ne, hab ich noch nie gesehen. Ist wahrscheinlich irgendein Ramsch vom Flohmarkt," sagte Malfoy mit zuckenden Achseln. Lapidar ließ er das Amulett aus seiner Hand fallen.
Bevor sie sich versehen konnte hatte er sich wieder in sein Bett begeben.
„Sicher, Malfoy," höhnte Hermine ungläubig „Ich werds auch alleine herausfinden."
„Tu doch was du willst solange du kein Lärm machst. Ich will nämlich jetzt schlafen!" schnarrte Malfoy und drehte sich um sodass sie nur noch seinen Rücken sehen konnte.
„Ein schöner Rücken kann auch entzücken", murmelte Hermine vor sich hin.
„Ich hab gesagt du sollst ruhig sein", zischelte Malfoy erneut.
Bei Merlin was hat der denn jetzt, fragte sich Hermine. Erst ist der interessiert, dann erschrocken und im nächsten Augenblick schon wieder gleichgültig. Ich glaub auch Männer haben ihre Tage…
Mit forschendem Blick begutachtete sie nun erneut die Rune auf dem grünen Amulett. Am liebsten wäre sie sofort aufgestanden und in die Bibliothek gestürmt. Sie wusste dort würde sie die Antworten auf all ihre Fragen finden. Leise seufzend steckte sie das Amulett wieder in ihren Kragen. Mit einem letzen Blick auf Malfoy schloss auch sie die Augen….
Im Schlaf vergehen die Stunden bekanntlich ja schneller. So hoffte sie jedenfalls und vielleicht würde sie wieder von Damia träumen.
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So, das wars erst mal. Lob, Kritik, Anregungen? Ich hoffe das nächste Kapitel dauert nicht so lange.
Bin schon gespannt auf eure Reviews. Lg *meldisil
