Kapitel 1-Mein ach so tolles Leben

„Ah, nein bitte nicht. Ich weiß es wirklich nicht, lasst mich bitte am Leben."

Ich kann mir diese Schreie nicht mehr mit anhören. Ich muss hier weg. Wieso muss Jane immer die armen Leute so quälen? Was ist wenn dieser Mann es wirklich nicht weiß?

Liebend gerne würde ich meinen Platz in der Volturi eintauschen, aber es ist nicht so einfach. Ich mein, liebend gern würde Jane meinen Platz einnehmen (es ist ja so toll Prinzessin der Volturi zu sein), jedoch kann man nicht seinen „Job" einfach kündigen und zu Marcus, Caius und zu meinem Adoptivvater Aro gehen und sich verabschieden: „Hey Leute, es war echt toll mit euch. Wir hatten eine tolle Zeit miteinander, aber ich möchte jetzt ein neues Leben beginnen ohne irgendwelche Menschen zu quälen."

Ja, ihr habt richtig gehört. Aro ist mein Adoptivvater.

Ich glaub vor 50 Jahren war ich noch ein Mensch und Aro hat mich gefunden, auf einer Straße sitzend wie ich nach ein wenig Geld bettelte. Damals hatte ich kein Geld, meine Eltern sind sehr früh gestorben und Aro hatte mir versprochen, wenn ich mitkommen würde, würde ich immer ausreichend Geld und zu Essen haben. Wie naiv ich damals war, bin ich mitgekommen und Aro hat mich in einen Vampir verwandelt. So wurde ich zur Prinzessin der Volturi, Marcus, Caius und Aro sind die Könige.

Aro hat mir erzählt, dass er mir angesehen hat, dass ich, wenn ich ein Vampir bin, eine besondere Gabe haben werde. Und wie der Zufall es so will, habe ich eine Gabe. Ich kann jeden beliebigen Menschen oder Vampir sehen, was er gerade macht, egal wo dieser sich gerade befindet.

„Bella, komm mal bitte her." Verdammt… Jetzt muss ich auch noch da rein und mir den armen Mann anschauen.

Ich betrete gerade die riesen große Halle und sehe einen auf den Boden gekauerten Mann hocken, der winselnd um Gnade bettelt.

„Aro, lass ihn doch bitte. Was ist wenn er wirklich unschuldig ist?"

Schreie ich ihn schon panisch an.

„Was? Ich glaub ich habe mich gerade verhört! Was hast du mit meiner Bella gemacht?"

„Es tut mir leid, aber ich denke schon lange so."
Ich strecke ihm meine Hand aus, damit er sie berühren kann.

Durch eine Berührung kann er alle Gedanken, die man je hatte lesen. Ich versuche den Gedanken die Volturi zu verlassen zu verdrängen, jedoch zu meinem Glück muss er diesen auch lesen.

Aro: „Seit wann hast du vor uns zu verlassen?"
Ich: „Na ja, ich hatte es nicht wirklich vor. Aber ich möchte gerne meinen eigenen Weg gehen. Ich bin euch für alles dankbar, jedoch denke ich dass ich hier nicht richtig aufgehoben bin." Mist, jetzt hatte ich es doch ausgesprochen.

Plötzlich durchfährt mich ein stechender Schmerz und ich klappe zu Boden. –Jane!
Aro: „Lass das sofort sein!"

Jane: „Aber sie hat es nicht verdient nett behandelt zu werden. Ich sollte besser ihren Platz einnehmen und sie sollte die Bedeutung kennen lernen nicht in eurer Obhut zu stehen."

Aro: „Sprich nicht so von Bella!"

Marcus: „Aro, sie hat Recht. Wenn Bella denkt, wir sind nicht gut genug für sie, sollte sie besser gehen."

Ich schluchze laut los. Ich habe nie gemeint, dass sie nicht gut genug sind, sondern ich mochte nie die Art wie sie die anderen Mitvampire und Mitmenschen behandeln.

Aro: „Mmh…Ich glaube du hast Recht. Bella, pack deine Sachen und hau ab. Du kannst jeder Zeit wieder kommen, aber denk nicht, dass du es dann wieder so leicht haben wirst."