Kapitel 3-Ein toller Empfang in Amerika

Nach ungefähr 2 Monaten schwimme ich gerade im Atlantischen Ozean nach Amerika.

Es ist toll hier durch das Meer zu schwimmen. Endlich spürt man die Freiheit, von der man sein ganzes Leben lang nur geträumt hat.

Davor reiste ich schon quer durch Europa, leider traf ich noch keinen anderen Vampir. Ich glaub ich habe mir das zu einfach vorgestellt. Als ob an einem Ortsschild hängt: Liebe Vampire tretet nur näher. Ihr seid herzlich Willkommen. Wenn ihr weitere Vampire treffen möchtet, dann seid ihr an folgender Adresse genau richtig.

Leider ist es nicht so. Aber dann würden Aro, Marcus und Caius ihre Arbeit auch sehr schlecht machen. Schließlich wollen sie so was verhindern.

Plötzlich bemerke ich wie mein Durst immer stärker wird. Ein Brennen durchfährt meinen ganzen Körper.

Es ist unerträglich. Ich fasse automatisch an meinen Hals um das Brennen los zu werden, jedoch hilft das auch nicht. Von Sekunde zu Sekunde wird der stechende Schmerz größer.

Wieso ist hier bloß kein Mensch?
Vor mir sehe ich auf einmal ein paar Haie schwimmen. Da kommt mir so eine Idee.

Haie bestehen ja auch aus Blut und wieso sollte man sie nicht auch austrinken können?

Ich gebe mich einfach meinen Instinkten hin und greife die Haie an.
Nachdem ich mich durch 5 Haie wieder gestärkt habe, zwar ist mein Durst noch nicht ganz gestillt, aber das Brennen ist wieder erträglich, schwimme ich weiter Richtung Festland.

Ich sollte echt mal überlegen, ob ich nicht ganz auf Tiere umsteigen soll.

Endlich bin ich da. Nach einem weiteren Monat bin ich in den USA angekommen.

Ich knie mich auf dem Boden und küsse ihn. Ich weiß es ist ein wenig übertrieben. Ich musste es aber einfach tun. Ich habe so lange keinen festen Boden mehr unter meinen Füßen gespürt und außerdem war ich ja noch nie hier.

Es ist einfach toll hier.

Auf einmal wird es mir ein wenig unbehaglich. Alle Menschen hier schauen mich komisch, bewundernswert oder skeptisch an.

Was habe ich gerade gemacht? Bin ich etwa zu schnell gelaufen? -Aro wird mich umbringen. Nein, er wird mich Jane überlassen, die wird mich dann umbringen!

Daraufhin konzentriere ich mich auf die Gespräche der Menschen.

„Ist sie etwa durch den gesamten Ozean geschwommen?"

–„Nein, das kann nicht sein. Sie ist höchstens nur die Küste entlang geschwommen. Sie wäre sonst verhungert oder verdurstet. Geschweige davon, dass sie ertrunken wäre."
Ah, darum geht es also. Ich werde doch nicht umgebracht.

Noch mal Schwein gehabt. Erleichtert atme ich auf.

Ich will mich in dem Moment umdrehen, als einer mich festhält und meint, ich sollte doch lieber besser ins Krankenhaus gebracht werden.

In seinen Augen sehe ich wie mein Gesicht noch blasser wird als es schon ist.

Wenn meine Blässe schon ungesund aussah, nähert sie sich jetzt die Blässe einer Toten. Welch Ironie! Ich bin ja auch schon tot. Ich lachte kurz auf. Mit Sicherheit denkt er jetzt, dass ich völlig übergeschnappt bin. Kein Wunder, dass er mich ins Krankenhaus bringen will.

Nur wie soll ich mich denn da bitte rausreden? Wenn die Ärzte mich untersuchen, werden sie doch bemerken, dass mein Herz nicht mehr schlägt.

„Nein… Mir geht es gut. Ich muss nicht ins Krankenhaus.", stotterte ich vor Entsetzen, dass mein Geheimnis entdeckt werden könnte.

„Sie sind doch unterkühlt. Sie müssen untersucht werden."
"Ich will nicht ins Krankenhaus, MIR GEHT ES GUT!" Ich schaue ihn mit meinen schwarzen Augen böse an.

Automatisch macht dieser einen Schritt rückwärts.

Erneut packt jemand mich an der Schulter.

„Ich glaube du kommst besser mit mir und ich bringe dich zu einem Arzt."

Dieses Mal ist es ein anderer Mann. Ich schaue in seine Augen und mir fällt direkt auf wen bzw. was ich vor mir habe.