Kapitel 4 - Neue Bekanntschaften
Der Mann, welcher hellbraune Haare hat, muss ein Vampir sein, da seine Augen rubinrot glühen und das ist immer dann wenn wir Menschenblut getrunken haben.
Jedoch sind meine Augen im Moment schon rabenschwarz vor Durst.
Brav folge ich ihm zu einem nahgelegten Wald. Dort bleibt er stehen und dreht sich zu mir um.
„Also, ich sollte mich mal vorstellen. Ich bin James, das hier neben mir", plötzlich taucht ein weiterer Vampir an seiner linken Seite auf „ist Viktoria, meine Gefährtin." Viktoria sieht eigentlich nicht so schlecht aus, ist groß, hat flammenrotes Haar und ist ebenfalls bleich wie jeder anderer Vampir auch.
Auf einmal höre ich hinter mit ein Räuspern. „Ach ja und das ist Laurent."
Ich drehe mich um und sehe wie dieser mich leicht anlächelt.
Er hat schwarze Haare und ist sehr muskulös.
„Und wie heißt du?", fragt mich Viktoria.
„Bella."
„Reist du etwa ganz alleine? Möchtest du vielleicht bei uns bleiben?" fragt diesmal James mich.
Ich: „Ja gerne. Wohin wollt ihr denn?"
Viktoria:„Wir wissen es eigentlich nicht so genau. Wir laufen immer drauf los und schauen wo wir gelandet sind. Das stört dich hoffentlich nicht."
Ich: „Nein, nein, das ist kein Problem."
James: „Wo wolltest du eigentlich hin?"
Ich: „Ich bin auch einfach drauf losgelaufen und bin dann hier gelandet."
James: „Cool. Sollen wir dann mal weiter und schauen wen wir Nettes treffen. Du siehst ziemlich durstig aus."
Viktoria: „Ja okay. Dann mal los."
Nun laufen wir schon drei Stunden lang und kommen an einem Strand namens La Push an.
Dort am Strand steht ein großer Junge mit langen, schwarzen Haaren und schaut uns mit weit aufgerissenen Augen an.
„Wie wäre es mit dem Bella?", fragt mich Viktoria.
Ich schaue ihn weiterhin an und sehe, dass er an seinem gesamten Körper zittert.
Was ist bloß los mit ihm? Kann er vielleicht unser Geheimnis kennen?
„Bella? Ist alles in Ordnung mit dir? Antworte doch mal!"
Der Junge blickt nach rechts. Automatisch folge ich seinem Blick und sehe einen weiteren Jungen, der mit einem kleinen Mädchen spielt.
Das Mädchen ruft auf einmal: „Quil, schau mal, da sind noch mehr Leute. Sind das Freunde von dir? Sie können auch mit uns spielen."
Der Junge namens Quil schaut zu uns rüber und ich bemerke, dass sein Herz schneller schlägt als vorhin. In seinem Blick liegt das Gleiche wie bei dem anderen Jungen, was ich nicht deuten kann.
Moment mal, wo ist der andere Junge hin?
Ich drehe mich um und blicke James fragend an.
Dieser setzt gerade zu einer Antwort an, jedoch wird er von einem lauten Knall unterbrochen.
Hastig drehe ich mich um, um zu schauen, was diesen Lärm verursacht hat.
Plötzlich bemerke ich wie sich etwas schnelles auf uns zu bewegt, was für Menschen zu schnell gewesen wäre.
Ich schaue genauer hin und erkenne einen braunen Wolf, der in diesem Moment James angreift.
Mir wird direkt klar, dass dieser Wolf kein normaler Wolf sein kann.
Er ist viel zu groß.
Er vermied uns nicht wie alle anderen Tiere, sondern greift uns an.
Mit dieser Erkenntnis erwache ich aus meiner Starre und greife den Wolf an.
Ich pack ihn an seinen Hinterpfoten und schleuder ihn 20 Meter entfernt gegen einen Baum.
Der Wolf heult vor Schmerzen auf.
Daraufhin greifen mich drei weitere Wölfe an.
Ich versuche sie irgendwie loszuwerden, jedoch erfolglos. Immer wenn ich einen gepackt und weggeworfen habe, stürzen sich die anderen beiden Wölfe auf mich.
Auf einmal beißt mir ein Wolf in mein Handgelenk und ich kann noch dieses ungesunde Geräusch wahrnehmen bevor ein ohrenbetäubender Schmerz meine Sinne benebelt und ich meine Füße unter dem Boden verliere.
