Die Flucht oder auch Verwirrung in der Großen Halle

„Lauft!"

Das war das letzte, was ich noch hörte.

Schnell stützte ich Ron, verband Peter mit dem Fesselzauber zu einem „Paket" und ließ ihn vor mir her schweben, während Hermine Ron's andere Seite stützte und Prof. Snape vor sich her schweben ließ. So schnell wie es uns möglich war, rannten wir zum Schloss. Plötzlich tauchte wie aus dem nichts Seidenschnabel auf, jemand musste ihn losgemacht haben, bevor der Henker ihn hatte töten können. Wir setzten Ron auf seinen Rücken und legten Snape und Pettigrew vor ihn. So rannten wir hoch zum Eingangsbereich. Denn eins war uns klar, der Werwolf verfolgte uns. Padfoot konnte ihn ja nicht ewig aufhalten.

Als wir in der Eingangshalle ankamen, blickte ich das erste mal hinter mich und da sah ich ihn, den Werwolf. Er jagte über die Ländereien, direkt auf uns zu. Hinter ihm, Padfoot, der, wie es aussah, nicht mehr richtig laufen konnte. „Hermine, schneller, Moony hat uns gleich eingeholt." Mit diesen Worten hetzten wir in die große Halle. Die verwunderten, verschreckten und neugierigen Blicke ig norierend, schlossen Hermine und ich die großen Holztüren der großen Halle. Kaum waren die Tü ren fest verschlossen, gab es schon einen lauten Knall. Der Werwolf hatte sich mit all seiner Kraft gegen die Tür geschmissen. In der großen Halle war es nun totenstill, nicht einmal Professor Dumb ledore wagte es zu sprechen. Somit konnten alle das bedrohliche Knurren des Werwolfes hören, doch noch ein weiteres Knurren war zu hören, das eines großen Hundes, Padfoot. Das darauffolgen de Jaulen des Werwolfes klang jedoch keineswegs wütend, es klang eher.... verzweifelt, Lupin hatte den Werwolf in sich wieder verbannt und machte sich Vorwürfe, während das des Hundes immer flehentlicher wurde.

Ich ließ mich, mit dem Rücken gegen die große Holztür gelehnt, auf dem Boden nieder. Sah wie Hermine Ron vom Rücken des Hippogreifes half, wie sie Wormtail runterriss und auf die Bank, die neben ihr stand, drückte und wie sie Professor Snape, der nun langsam wieder zu sich kam, runter half und ihn stützte. Ich sah die verdatterten Gesichter des Ministers und seiner Auroren, wie sie von der Tür runter zu mir, dann zu Ron und seinem immer noch blutendem Bein, über Hermine, die Snape stützte zu Pettigrew huschten. Dort verweilten sie, nahmen einen ungläubigen Ausdruck an. „Peter? Peter Pettigrew?" Der Minister war eindeutig geschockt, einen totgeglaubten Mann nun quicklebendig und gut verpackt vor sich zu sehen. Pettigrews Augen huschten vom Minister über Hermine, die nun dabei war Madame Pomfrey, ohne genaue Details wie es passiert sei, zu erklären, was mit Ron und Snape los ist, zu mir. Ich sah ihn mit meinem finsterten Blick an, blickte ihm di rekt in die Augen, so dass er seine Augen nicht von mir nehmen konnte. „Sag ihm die Wahrheit Wormtail oder ich lass Moony und Padfoot auf dich los!" Meine Drohung hatte ihren Sinn eindeutig nicht verfehlt. Pettigrews Augen huschten Panisch immer wieder zwischen dem Minister, der groß en Holztür und mir hin und her. Dann endlich fing er an zu erzählen.

Er erzählte das er damals als Spion für Voldemord gearbeitet hatte, das er in seinem Auftrag meine Eltern ausspioniert hatte, meine Eltern verraten hatte, das er die Muggelstraße in die Luft gejagt und dabei absichtlich mehr als 50 Muggel getötet hatte, das er sich den Finger den man von ihm gefun den hatte selbst abgeschnitten hatte und sich in seiner Animagiform aus dem Staub gemacht hatte, damit Sirius den gesamten Ärger bekommt.

Nun sahen alle in der großen Halle, Schüler, Lehrer, Auroren sowie der Minister ihn ungläubig aber auch mit angewiederten Gesichtern an.

Als Pettigrew geendet hatte, war es immer noch so still, das man das leise Kratzen an der Tür nur zu gut hören konnte. Nun sahen alle Panisch zur Tür, denn jeder wusste, das da draußen ein Werwolf war. Doch dieses leise Kratzen passte nicht zu einem Werwolf. Ich hatte schon eine Ahnung, wer da um Einlass bat, doch weil man hier nicht vorsichtig genug sein konnte, öffnete ich die Tür erst ein mal einen Spalt breit um zu nachzuschauen. Und ich hatte Recht. Vor der Tür saß ein hechelnder Padfoot, der mich mit funkelnden Augen ansah. Ich ließ ihn rein, verschloss jedoch die Tür sofort wieder, man konnte ja nie wissen.

Von all dem unbeeindruckt, beriet sich der Minister gerade mit Dumbledore und seinen Auroren. Ich hatte Pad gerade etwas zu trinken auf den Boden gestellt, als sie sich wieder uns zuwendeten. „Nun, Mr. Pettigrew", seinen Namen sprach der Minister mit klarer Abneigung und Abscheu aus, „wenn Sie uns gerade die Wahrheit erzählt haben, was Sie wohl getan haben, denn Sie sind ja hier unter uns und nicht wie vorher geglaubt tot, dann denke ich das Sie wissen was für eine Strafe nun auf sie zu kommt?! Sie werden nach Askaban gebracht, auf Lebenszeit. Und dadurch, das die nun wieder hier sind und wir die Wahrheit kennen, freue ich mich sagen zu können das Sirius Black freigesprochen ist, in allen Punkten. Wenn Sie alle mich nun entschuldigen würden, ich muss diese Neuigkeiten noch dem Tagespropheten überbringen. Mr. Shaklebolt, bitte bringen Sie Mr. Pettigrew nach Askaban, fertig eingepackt ist er ja schon. Ms. Tonks, Sie versuchen bitte weiterhin Mr. Black zu finden und Sie, Mr. Kingsley werden ins Ministerium und den Bericht schreiben, einen schönen Abend noch."

Bei der Ankündigung, das Sirius frei war, musste ich unweigerlich Pad anstrahlen, der sich auch prompt an seinem Wasser verschluckte. Nun konnte ich mich nicht mehr halten, ich fing an zu la chen und Pad sah ungläubig zum Minister, dann zu mir, dann zu Ms. Tonks und schließlich verwan delte er sich. „Ich.... ich.... ich bin.... frei?????" Diese Worte kamen so ungläubig von ihm, das nun auch Hermine anfing zu kichern. „Und ich dachte immer, Hunde hätten ein gutes gehör." kam es nur von Hermine, immer noch kichernd. Sirius Augen huschten zu ihr, dann zu mir, dann zum Mi nister, der nun vollends geschockt schien, und wieder zu mir wo sie verweilten. Er kam auf mich zu und stellte sich direkt vor mich. „Tja, ich denke dann werd ich dich doch mitnehmen

können." das sagte er mit so viel Freude in der Stimme das ich schon wieder Grinsen musste.

„Mo....Moment, was soll das heißen?" nun war es Dumbledore der etwas ratlos schien. „Na, das heißt, das ich bei den Dursleys ausziehe und bei Sirius lebe." war meine schlichte Erklärung der Tatsachen. „Aber... Aber..." der Professor war mit seinem Latein am Ende. „Kein aber Herr Profes sor, ich weiß, damit Lilys Schutz erhalten bleibt, muss er bei einem Verwandten leben, ich bin sein Pate, also mit ihm Verwandt, die Potters haben mich in ihren Stammbaum aufgenommen, als ich da mals zu James und seinen Eltern gezogen bin, also bin ich nicht nur sein Pate sondern auch noch Stammbucheingetragener Verwandter. Ich erfülle alle Bedingungen und noch dazu kann ich ihn ver teidigen, wenn's nötig sein sollte." Mit diesen Worten hatte Sirius eindeutig gewonnen.

Ich werde demnächst zu Sirius ziehen, das ist alles was jetzt noch zählt, aber Moment.... „Ähm, du Sirius? Eine Frage hätt' ich da noch. Wo ziehen wir eigentlich hin?" Aus Sirius Gewinnerlächeln wurde nun ein riesiges Fragezeichen. „Oh, ähm, also... joah... hmmm...."