Krankenflügel oder Erinnerungen an die Dursleys
Hey Leute, ich find's echt schade, das ich gerademal zwei Reviews habe. Naja, was solls, lasst euch einfach nur gesagt sein, das ich das nächste Chap wirklich erst poste, wenn ich zu diesem Chap oder der ganzen Story noch 5 Rev's bekomme.
Und nun,
viel Spaß beim Lesen!
Was zuletzt geschah:
„Gott Junge, bitte werde wieder Gesund!" hörte ich James flüsternde Stimme. Na das mit dem Flugduell müssen die wohl noch weiter hinausschieben...
Was zuletzt geschah Ende!
Nach Stundenlangem warten, zumindest kam es mir so vor, öffnete Madame Pomfrey endlich die Tür wieder und lies uns wieder rein. Merlin, der Junge sieht so blass aus. „Er hat seine Magiereserven wirklich stark verbraucht. Leider musste ich auch feststellen, das er viel zu klein und zu leicht für sein Alter ist und sehr viele versteckte Verletzungen hat. Er wird die Nacht über überwacht werden müssen, da ich sofort handeln muss, wenn etwas nicht stimmt. Hoffen wir, das er die Nacht überlebt und sein Zustand sich vielleicht sogar verbessert. Wenn er heute Nacht gut durchschläft und erholt, wird er bald wieder Gesund sein." gab sie uns Auskunft. Oh bei Merlin!
„Steht es wirklich so schlimm um ihn?" fragte Lily mit brüchiger Stimme. „Leider ja, ich nehme an, das jemand von Ihnen sicher hier bleibe würde um auf ihn aufzupassen. Es wäre sehr nett." „Natürlich passen wir auf ihn auf. Worauf müssen wir achten?" fragte Tatze sofort. „Nun, eigentlich müssen Sie nur darauf achten, das er ruhig durchschläft und auch die Alarmzauber nicht losgehen, ansonsten müssen sie mich sofort benachrichtigen." „Okay, das ist dann abgemacht. Ähm Fred, George? Würdet ihr wohl kurz in die Halle gehen und etwas Abendessen holen? Und sagt den Hauselfen doch bitte, das es sein kann, das wir sie heute Nacht eventuell auch noch rufen, ja?" bestimmte und bat Remus während er jeweils einen Stuhl bei Lily, Hermine und James erscheinen lies und diese, nachdem die drei sich gesetzt hatten, sofort nah ans Bett zauberte. Nun, dann hieß es jetzt wohl warten.
Die Nacht verlief recht ruhig, wenn man von den mehrfachen Heulanfällen der Mädchen und meiner und James verzweiflungsrage absah zumindest. Wir versuchten alle wach zu bleiben, was einigen jedoch nicht glückte. Doch wir weckten sie dann auch nicht. Als ich nach scheinbaren Stunden das nächste Mal auf die Uhr sah, bemerkte ich, das es in 10 Minuten Frühstück geben würde. Also weckte ich alle auf. Madame Pomfrey schien nur darauf gewartet zu haben, denn kaum waren alle wach, kam sie aus ihrem Quartier und kam auf uns zu. „Guten Morgen. Nun, wie ich sehe, lief alles gut letzte Nacht. Perfekt. Ich werde ihn dann nun noch einmal untersuchen. Ich schlage vor, Sie gehen in der Zeit Frühstücken. Wenn sie möchten dürfen sie danach direkt wieder hier herkommen. Solange sie ruhig sind und Mister Potters Ruhe und Genesung nicht stören." sagte sie und scheuchte uns mit diesen Worten schon wieder aus dem Krankensaal raus. Dumme Zicke! „Na dann, ich finde ihre Idee hat was. Gehen wir was essen und danach nochmal hier her und fragen sie wie es dem kleinen geht." forderte James uns auf.
„Ja und eventuell..." „...können wir ihm dann ja auch die Erinnerungen..." „...an seine Zeit bei den Verwandten abnehmen..." „...und sie uns gleich danach mit Dumbledore ansehen..." „...er kennt sie ja schon..." „...und wir glauben nicht..." „...das diese Erinnerungen besonder schön sind..." „...also braucht er sie sich nicht..." „...noch ein zweites mal ansehen!" redeten Fred und George mal wieder abwechselnd, naja, zumindest haben sie den letzten kleinen Rest zusammen gesprochen. Aber die Idee hat was. „Das ist eine gute Idee. Nicht das uns so etwas wie gestern noch einmal passiert. Im Endeffekt wird er dann noch wirklich Krank!" stimmte ich ihnen also schnell zu und bekam zustimmendes Nicken von allen.
Schon als wir die Halle betraten, merkte ich die merkwürdigen Blicke und das übermäßige Geflüster welche uns bis zu unserem Platz am Gryffindortisch begleiteten. „Sagt mal, wieso starren die denn also so?" fragte ich die anderen flüsternd. „Na warum wohl? Erst rennt Harry gestern total verstört durch die Schule, dann dieser Magieausbruch, den man bestimmt in der ganzen Schule gespürt hat..." „... und jetzt tauchen wir hier auf, sehen höchstwahrscheinlich aus wie Zombies und Harry fehlt..." erklärten mir erst Hermine und dann Lily in bester Lehrermanier. „Aha." war alles was ich erwidern konnte. „Siri? Das ist nicht lustig, wenn Harry nicht hier ist, um mit mir darüber zu lachen!" meckerte Hermine sofort mit mir rum. „Sorry eure Majestät!". So ging es während dem gesamten Essen und auf dem Weg zurück zum Krankenflügel weiter.
„Und? Wie geht's es ihm, Madame Pomfrey?" fragte Ginny leise, als sie mit uns den Raum betrat. „Nun, sein Zustand hat sich verbessert. Es ist keine Gefahr mehr zu erkennen. Jedoch ist er scheinbar noch immer ziemlich erschöpft und wird noch einige Tage brauchen, bis er wieder fit ist. Ich denke, wenn sie heute Nachmittag wiederkommen, dann ist er auch schon wach. Sie werden jetzt aber nicht so lange bleiben! Der Patient braucht die Ruhe um sich zu erholen!" gab sie bereitwillig Auskunft. „Keine Sorge Madame Pomfrey, wir wollten nur wissen wie es ihm geht und ihm kurz ein paar Erinnerungen abnehmen, da wir sie uns gerne ansehen würden." beschwichtigte Remus sie. „Na dann." antwortete die Medihexe beruhigt und verschwand wieder in ihrem Büro.
„Wie Harry wohl reagieren wird, wenn er aufwacht. Er hasst es, im Krankensaal aufzuwachen. Er war schon so oft hier, nach fast jedem Quidditchspiel und am Ende eine jeden Schuljahres! Außer diesem, wenn man diese paar Minuten die Madame Pomfrey brauchte um seine Kratzer zu heilen absieht. Er wird schreien! Aber zumindest weiß Madame Pomfrey aus unserer Zeit jetzt, das Harry ein 'Pflegefall' ist, wie sie es immer so schön sagt. Sie hat ihn schon des öfteren gefragt, ob er nicht gleich hier einziehen will." überlegte und erzählte uns Ron. „Nun, dann wollen wir hoffen, das er sich nicht gleich wieder aufregt, wenn er aufwacht. Wäre bestimmt nicht gut." überlegte Moony leicht besorgt aussehend.
„So, ich glaub ich hab die wichtigsten Erinnerungen aus seinem Leben bei den Dursleys. Ich dachte mir, es ist einfacher wenn wir nur 'informative' Dinge sehen und hab sie deshalb sozusagen gezielt rausgesucht." erklärte Remus, während er die Flakons mit den Erinnerungen in seine Umhangstasche tat. Und schon verließen wir den Krankensaal wieder und gingen zum Büro des Direktors.
Unterwegs wurde Remus von allen Seiten (von Hermine, Lily, Moony und James) ersteinmal ausgefragt, wie man denn gezielt nach völlig fremden Erinnerungen in dem Kopf eines anderen Suchen könnte. Und natürlich erklärte er es ihnen auch. Ich hörte jedoch nur mit halben Ohr zu. Viel zu sehr waren meine Gedanken mit meinem geliebten Patensohn beansprucht. Hoffentlich wird er bald wieder gesund. Ich hätte es wirklich nicht ertragen ihn zu verlieren. Nicht jetzt, wo ich ihn gerade wiederhabe und er mir meine Freiheit wiedergegeben hat. Nicht jetzt, wo ich es doch so genieße, das Lächeln auf seinen Lippen zu sehen. Ich bin wirklich froh, das der Junge noch lachen kann. Und ich bin froh, das ich ihn zum lachen bringen kann. Nach all dem, was seine Verwandten ihm angetan haben! Er hat mir vielleicht nicht alles erzählt, doch ich weiß, das es keineswegs gut sein kann, was sie taten.
Diese Gedanken plagen mich jedoch schon, seit ich ihn vor knapp einem Jahr gesehen habe. Wie er die fetten Schweine und diesen Maulesel bediente und selbst nichts bekam. Wie er angemeckert wurde und beleidigt wurde. Wie viel Angst in seinem Blick lag, als er diesem Würstchen von einem Hund den Teller wegnahm. Wie wütend er war, als er das Haus verließ, ohne Rücksicht auf Verluste seinen Onkel bedrohte und einfach wegrannte. Und ich werde auch nie vergessen wie verloren er aussah, als er an der Kreuzung ankam und offensichtlich nicht wusste wohin er nun sollte. Geschweige denn wie er dorthin kommen sollte. Also machte ich mir dieses neue Wissen zum Vorteil und benutzte seine Angst vor Hunden, um ihn dazu zu bekommen, seinen Zauberstab zu heben. Und es klappte. Auch wenn es mir wahnsinnig leid tat, diesen gehetzten und ängstlichen Gesichtsausdruck von ihm zu sehen. Nein dem Jungen ging es eindeutig nicht gut... So tief in Gedanken bemerkte ich erst, das wir bereits im Büro des Direktors waren, als Remus mich vorsichtig zu einem der Sitze dirigierte.
„Guten Morgen meine Lieben. Es tut mir wahnsinnig leid, was gestern Abend passiert ist. Ich habe später am gestrigen Abend von Madame Pomfrey Mitteilung bekommen, das es dem Jungen sehr schlecht geht. Ich hoffe es geht dem Jungen nun wieder besser?" begrüßte uns Albus mit einem wirklich ehrlichen traurigem und besorgten Gesichtsausdruck. „Ja, der Junge hat die größte Gefahr überstanden, jedoch wird er wohl zumindest einen Teil der ersten Schulwoche verpassen." klärte Lily den Schulleiter auf. „Ah, das klingt doch sehr gut. Aber, wenn ich fragen darf, wieso seid ihr nun hier? Ich hatte, wenn ich ehrlich bin, nach dem gestrigen Abend heute noch nicht mit euch gerechnet." erkündigte er sich vorsichtig. „Nun, wir wissen bereits, das Harrys Kindheit keine besonders schöne war. Deshalb dachten wir uns, das wir es ihm ersparen, sie nocheinmal zu durchleben indem wir sie uns einfach jetzt anschauen, während er noch schläft. So umgehen wir das Risiko, das so etwas wie gestern Abend nocheinmal geschieht." berichtete Ginny ihm mit sehr ernstem Ton. „Ja, ich denke, das ist eine grandiose Idee. Der Junge musste vermutlich wirklich viel leiden, zumindest wenn die Zeichen, welche sein Körper abgibt wirklich stimmen. Als dann meine Lieben, wollen wir?" sagte und fragte er leicht bedrückt. Er holte sein Denkarium raus und Remus tat die Erinnerungen rein. Und schon gings mal wieder los.
Die erste Erinnerung begann sofort mit einem ziemlich lautem Babygeschrei. Na, das wird wohl kaum Harry sein. Der hatte schon als Baby eine viel lieblichere Stimme. „Och, was hat mein kleines Duddyspätzchen denn hm? Hast du dir wehgetan? Nein? Was ist denn dann mit meinem süßen Duddywutzi los? Hast du Hunger? Ja? Na dann wird Mami dir ganz schnell etwas zu Essen holen mein Baby." redete Petunia Dursley scheinbar auf ihren Sohn ein. Oh bei Merlin und Morgana. Der ist ja jetzt schon so dick! Doch, was mich und auch die anderen irritierte war, das Harry in dieser Erinnerung garnicht zu sehen war. „Da drüben, auf dem Steinboden!" flüsterte Fred plötzlich und tatsächlich. Auf dem kalten Steinboden saß ein kleiner schwarzhaariger Junge und sah zu seiner Tante. Der kleine war schon deutlich abgemagert und auch noch recht klein, denn er musste nun ca 2 Jahre alt sein und war scheinbar, seit der Todesnacht seiner Eltern, nicht gewachsen. „Tant' 'Tunia, Hawry au' 'ung'r" sprach er noch etwas schwer aus und sah seine Tante bittend an. Diese jedoch hatte nur einen abwertenden Blick für ihn übrig und ging dann mit den Worten „Du kleiner Freak hattest bereits dein Toast. Geh zurück in deinen Schrank und sitzt mir nicht im Weg rum. Im Endeffekt steckst du mein armes kleines Duddymäuschen noch mit deiner Abartigkeit an." in die Küche um dort wahrscheinlich etwas für ihren Sohn zu holen.
Die Szene veränderte sich, und wieder saß Harry auf dem kalten Steinboden in der Küche, oder eher gesagt er hockte dort. Er hockte dort und schrubbte den Cousin saß währenddessen auf der Couch und sah sich irgendeinen Kinderfilm an. Die beiden waren in dieser Erinnerung nicht älter als 4, wenn man dem Aussehen von Petunias Sohn trauen durfte. Denn an Harry hätte ich nicht sehen können ob er jetzt 2 Jahre oder schon älter ist. „Bursche! Sagte ich nicht, du sollst den Boden ORDENTLICH wischen?" donnerte da plötzlich eine Stimme von der Kuchentür aus los. „Aber Mr. Dursley, ich..." versuchte der kleine mit dem fetten Koloss zu reden, doch dieser ließ das garnicht erst zu. Dabei hat der Junge doch wirklich ordentlich gewischt. Der Boden blitzt ja richtig! „Wag es ja nicht zu wiedersprechen du dreckige Mistgeburt! Oh, hätte ich damals doch bloß nicht auf mein Petunchen gehört. Hätte sie damals auf mich gehört, dann wärst du noch in der selben Nacht, in der du bei uns abgegeben wurdest in irgendeiner Londoner Seitenstraße gelandet und hoffentlich verreckt! Na warte du Freak. Los! Ab mit dir in den Keller! Dieses mal kommst du mir nicht so leicht davon!" schrie, meckerte und tobte der Mann, während er einen zitternden Harry hinter sich her zog und in den Keller schleppte. Wieso denn ausgerechnet in den Keller?
Nun, diese Frage sollte mir bald beantwortet werden, nämlich als der Junge, im Keller angekommen, von seinem Onkel durch eine ziemlich stark aussehende Eisentür gezogen wurde und an Ketten festgemacht wurde. Der Kerl wird doch nicht... Oh doch, er tat es! Er zog den kleinen aus und schlug ihn am ganzen Körper mit seinem Gürtel und anderen Dingen. Zum Schluss ritzte er dem armen Jungen sogar noch das Wort FREAK auf dem Rücken ein! Sobald wir wieder in unserer Zeit sind, werde ich den Idioten und seine Familie mal besuchen! Aufjedenfall! Die Prügelstrafe dauerte ziemlich lange und als sein Onkel endlich fertig war, zog sich der nichteinmal wimmernde Junge einfach wieder an, ging wieder nach oben und putzte die Küche noch einmal ordentlicher. Nichts lies hier darauf schließen, das er gerade geprügelt wurde. Nichts, bis auf die langsam stärker werdende verfärbung des Shirts und der Hose. Doch, wenn man genau hinsah, sah man in den Augen des Jungen, das er seinem Onkel glaubte, bei allem was dieser über ihn sagte. Das sein Onkel das richtige tat und nur versuchte ihm zu helfen. Der Junge war schon im zarten alter von vier Jahren, beinahe zerbrochen.
„Ich glaube, wir sollten aufhören! Ich habe genug gesehen..." sagte ich und verließ das Denkarium. Die anderen folgten mir auch sehr schnell. „Bei Gryffindor, bitte! Bitte ihr müsst uns helfen... Harry... mein armer kleiner Junge... er darf einfach nicht so aufwachsen! Bitte! Und wenn es nur die Tatsache ist, das Harry, wenn wir tot sind, bei Sirius leben kann. Solange er nur nicht dort leben muss! Bitte!" schluchzte Lily die ganze Zeit und auch die anderen beiden Mädchen weinten und wurden von den Weasleysöhnen beruhigt. „Wir werden alles dafür tun, das ihr lebt. Das wir alle in seinem Leben, eine große Rolle spielen. Doch fürs erste, muss der Junge ersteinmal wieder Gesund werden! Nur darauf kommt es jetzt an." sagte Tatze und sah dabei traurig zum Denkarium. „Ja, das denke ich auch. Und ich glaube auch, das es besser wäre, wenn der Junge nicht mitbekommt, das wir, zumindest zum Teil, wissen, wie es ihm bei seinen Verwandten ergangen ist. Zumindest nicht, bis er wieder Gesund ist und sich richtig erholt hat. Am Schluss erleidet er dadurch noch ein Trauma..." gab ich meine Gedanken preis, für welche ich wieder Nicken von jedem bekam. Okay, also war es nun beschlossene Sache. Jetzt muss nurnoch der Junge wieder wach und Gesund werden. Passt auf Todesser und dunkler Lord, die First und New Generation der Marauder sind bereits dabei, euren Untergang zu planen!
Und? Ich hoffe es hat euch gefallen?
Reviewt doch bitte. Damit ich weiß, wo ich noch etwas verbessern kann oder ob ihr noch mehr Erinnerungen aus Harrys Zeit bei den Dursleys haben wollt. Da meine bisherigen Gedanken zu einem älteren Harry bei den Dursleys jedoch sehr brutal waren, habe ich diese nicht mit in die Story eingebracht.
