Da ich im Moment immer noch sehr gut vorankomme, gibt´s heute auch direkt das nächste Chap… Drückt mir mal ganz fest die Daumen, dass es so bleibt… *lach*
Vielen lieben Dank an die-na, für die Rev: Mensch, ich habe mich so gefreut Dich hier zu sehen… *knuddel* Ich kann Dir schon einmal eines versprechen: Es wird KEIN Sad- und auch KEIN Sappy End geben. ;) Sicherlich wird das ganze keine reine „Humor"-Geschichte werden… Der Plot wird einige kleine Sappy-Momente beinhalten, die sich aber eher in der Vergangenheit befinden… Die Story selber wird aber eher chaotisch-amüsant in die Richtung von *Seelenanderer* gehen…
Natürlich auch vielen lieben Dank an Ashe und Kiggi, die sich diese Geschichte zu Gute getan haben um sie bestmöglich von Fehlern und Patzern zu befreien: Ich knutsch euch… :)
2. Welt in Aufruhr
Sie hatte schlecht geschlafen und so fing der nächste Tag auch entsprechend negativ an. Ihr Kopf dröhnte und ihre Augen schmerzten entsetzlich, als sie sich in ihrem Bett streckte und für einen Moment spielte sie mit dem Gedanken, sich für diesen Tag krank zu melden. Doch natürlich kam das für Hermione Granger nicht in Frage.
Vor allem, wenn man die Umstände ihres leichten Katers beachtete. Leichter Kater, da sie definitiv ein oder zwei Butterbiere zuviel getrunken hatte. Doch Daria, und somit auch der Rest des Abends, waren nur aufgrund des ansteigenden Alkoholspiegels erträglich gewesen.
Schon beim Frühstück bereute sie ihre Wahl nicht zum Krankenflügel gegangen zu sein. Das Tuscheln der Schüler war unüberhörbar und somit auch der immer wieder fallende Name ihres ehemaligen Erzfeindes.
Sie wusste nicht einmal, warum sie so großen Groll auf Malfoy hegte. Natürlich könnte sie sagen, dass es aus den offensichtlichsten Gründen war: Weil viele Menschen seinetwegen ihr Leben lassen mussten. Und natürlich auch ihrer ganz persönlichen Vorgeschichte wegen.
Sie konnte einfach nicht verstehen, wie all die Menschen um sie herum vergessen konnten, was geschehen war und wie sehr der Blonde damit zusammen gehangen hatte. Noch nicht einmal Minerva McGonagall.
„Miss Granger", hatte die Schulleiterin am heutigen Morgen gesagt, „ich kann ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen, aber nicht Draco Malfoy war die treibende Kraft des Krieges. Er war ein Handlanger von vielen – und in diesem Fall reden wir hier von einem noch verunsicherten Kind. Das hat der Trimagische Rat nach langer Verhörung entschieden und wer sind wir, dass wir diese Entscheidung anzweifeln?"
Sie hörte die Stimme der Schulleiterin immer wieder hinter ihren Schläfen. Natürlich mochte das teilweise stimmen. Sie hatte Malfoy einige Male nach dem Krieg sehen können und er schien nicht mehr derselbe zu sein. Eher schien er sich selber, irgendwo in den Wehen des Krieges, verloren zu haben. Der Trimagische Rat hatte ihn wie viele andere Todesser verhört und entschieden, dass Malfoy unschuldig war…
Eine Entscheidung, die vielen damals nur ein heiseres Lachen entlockt hatte. Vor allem ihr…
Sollte Malfoy also sein Leben als eingebildeter, Reinblüter-Schnösel behalten… Sollte er ihretwegen auch ein gefeierter Sportstar sein… Sie wollte ihn nicht in ihrer Nähe haben. Wollte nicht, dass er ihr gewöhnliches Leben überschattete…
Neben ihr erhob sich die neue Schulleiterin, um dem Tuscheln und den Gerüchten endlich Einhalt zu gebieten. Hermione wusste jetzt schon, was McGonagall sagen würde.
„Meine lieben Schülerinnen und Schüler." Augenblicklich herrschte Stille und McGonagall fuhr lächelnd fort. „wie sie sicher alle schon mitbekommen haben, geht seit einigen Tagen das Gerücht um, dass ein ganz besonderer junger Mann demnächst in die Reihen des Lehrpersonals stoßen wird."
Alle Blicke lagen auf dem Lehrertisch: Erwartungsvoll und voller Spannung. In den hinteren Reihen konnte sie einige Jung aus dem Quidditch-Team der Huffelspuffs flüstern sehen.
„Er wird kein offizieller Teil des Lehrpersonals sein", zischte Mione leise und Neville, der neben ihr saß, legte ihr beschwichtigend die Hand auf die Schulter.
„Da es einige Tage dauerte, um alle möglichen Formalitäten zu klären, musste ich Sie alle leider sehr lange im Ungewissen lassen", fuhr McGonagall fort. Der Saal schien vor Anspannung beinahe zu zerbersten. Sogar einige der Lehrer sahen die Schulleiterin mit großen Augen an. „Heute Morgen erreichte mich eine Eule aus Glasgow. Mr. Malfoy wird in der nächsten Woche offiziell zu uns stoßen, um gemeinsam mit uns…"
McGonagalls Worte gingen im Getöse der Schüler unter. Sie sprangen von ihren Plätzen, grölten lauthals los, schlugen sich schreiend in die Seiten; einige der Mädchen fielen sich sogar heulend in die Arme.
Hermione ließ stöhnend ihr Gesicht auf die Tischplatte sinken. „Das darf doch alles nicht wahr sein. Das ist ein scheiß Alptraum", nuschelte sie gegen die Tischplatte, während Neville weiter ihren Rücken massierte.
-v-
„Das ist ein elender Alptraum", zischte Hermione leise.
Sowohl Daria, als auch Neville sahen sie lange an.
„Mione, ich versuche ja zu verstehen…", begann die Schwarzhaarige, stockte jedoch wieder um scheinbar nach den richtigen Worten zu suchen. „Ich versuche zu verstehen, wo dein Problem liegt. Draco Malfoy hat oft die falschen Wege eingeschlagen, das hat er selber gesagt…"
„Hat er Dir das gesagt?", fuhr ihr der Lockenschopf ins Wort.
Neville schwieg und ließ seinen Blick über die Ländereien streifen.
„Nein… Aber, ich habe es jedoch oft gelesen…", erwiderte die Angesprochene.
„Ach! Und das macht alles wieder gut? Warum scheinen alle zu vergessen, dass er ein Ekel war? Ein elendes Ekel, welches es gar nicht erwarten konnte uns Schlammblütern allen den Gar aus zu machen?"
Ihre Kollegen und Freunde zuckten bei dem unsagbaren Wort beide heftig zusammen. Seit dem Ende des Krieges war es verbotener denn je.
„Mione, McGonagall sagte sie hat lange mit Malfoy gesprochen, bevor sie diese Entscheidung getroffen hat", warf Neville nun leise ein.
Mione stockte der Atem. „Das aus deinem Mund?", hauchte sie ungläubig.
„Ich sage es wie es ist. Malfoy mag ein Vollidiot gewesen sein und vielleicht ist er es noch. Doch dass nicht alle Entscheidungen, die er getroffen hat die seinen waren, das konnte man schon damals sehen."
„Und was willst Du damit sagen? Dass wir alles was er gesagt und getan hat vergessen sollten?", zischte sie zurück.
Neville schüttelte langsam den Kopf. „Aber, vielleicht sollten wir versuchen ihm wenigstens den Ansatz einer zweiten Chance zu geben."
Sie lachte. „Wie vielen haben wir eine zweite Chance gegeben, die es nicht verdienten?"
„Wie vielen gaben wir keine Chance, die es verdienten?", entgegnete Daria beinahe kühl.
Hermione schnaubte. „Du kennst ihn ja nicht einmal, Du weißt weder wovon ich, noch wovon Du redest!"
„Mag sein. Doch ich denke Du weißt gerade auch nicht so ganz wovon Du redest."
„Kinder, ich bitte euch", riss es sie sanft und doch spöttisch zugleich aus der Diskussion.
Hermione senkte den Kopf, als die Schulleiterin neben sie trat. „Wir alle wissen, was wir verloren haben. Aber, glauben sie mir, ich folge in dieser Sache nicht nur meinem sportlichen Ehrgeiz. Ich habe mit diesem Mann ausgiebig gesprochen, dem ich zukünftig meine Schüler anvertrauen werde. Und glauben sie mir, Draco Malfoy hat ebensoviel verloren, wie wir alle. Wenn nicht sogar in manchen Dingen weitaus mehr."
„Ich weiß, aber-", begann Hermione leise.
„Kein aber, Miss Granger." Bisher war McGonagall noch nicht so wirklich über die früheren Formalitäten hinweg gekommen, doch es störte sie alle nicht. „Ich bitte Sie nur dieses eine Mal auf meine Menschenkenntnis zu vertrauen."
Der Lockenschopf stöhnte, als ihr bewusst wurde, wie ähnlich McGonagall Dumbledore manchmal sein konnte. Schließlich nickte sie stumm. Hatte sie auch eine andere Wahl?
„Schließlich sprechen wir nur von einem halben Jahr", fügte die Alte leise hinzu.
Hermione atmete einen Moment erleichtert aus. „Nur ein halbes Jahr?"
Daria schnaubte beinahe entsetzt auf.
„Glauben Sie wirklich, die Hallows würden ihren talentierten Sucher und Captain für immer aufgeben?" Dabei schmunzelte McGonagall und machte sich langsam wieder auf den Weg ins Schlossinnere.
„Das hatte ich befürchtet", knurrte sie, spürte jedoch wie ein kleines bisschen Erleichterung in ihr aufkeimte.
Malfoy hatte also ein halbes Jahr, um sie davon zu überzeugen, dass er es wert war ihm eine zweite Chance zu geben. Versagte er, konnte sie ihn anschließend wieder in ihre gedankliche Wüste schicken.
-v-
„Sechs Monate, dass ist doch ein Witz", jammerte Daria leise, während sie eine weitere schweißtreibende Runde durch den Innenhof drehten.
„Was schert es Dich?", fuhr Mione sie zugeben etwas forsch an. Sie wusste jedoch nicht mehr, wie oft sie diesen Satz in den vergangenen Tagen schon hören musste. „Immerhin bis Du nach wie vor hinter Zabini her."
Sie stoppten und Hermione stützte sich keuchend auf ihren Knien ab. Sie hasste Sport; egal in welcher Art er sich darbot. Ob es nun um Quidditch oder ums Joggen ging. Leider gehörte Sport in allen seinen Fassetten zum Leben der Schwarzhaarigen und so quälte sich Mione regelmäßig - und mehr schlecht als recht - joggenderweise mit ihr über das Schulgelände.
Bei der Erwähnung des Tränkemeisters erhellte sich das Gesicht der Schwarzhaarigen augenblicklich wieder. „Na und? Weißt Du eigentlich wie neidisch ich manchmal auf Dich war, weil Du ihn kennen durftest?"
Der Lockenschopf schnaubte und versuchte tief Luft zu holen. Daria hüpfte leichtfüßig neben ihr auf und ab. „Da gibt es nichts zu beneiden. Er war schon immer ein süffisanter, magerer und blasierter Angeber, der den Mund oft viel zu voll nahm", sagte Mione dann.
„Mager?", fragte Daria irritiert.
Sie zuckte mit den Schultern. Was wusste sie schon, sie hatte sich Malfoy in den vergangenen Jahren kein einziges Mal wirklich angesehen.
„Ich habe gehört er soll schon zu Schulzeiten sehr beliebt gewesen sein", gab Daria grinsend zurück.
„Seines Geldes und seines Namens wegen", knurrte Hermione, obwohl sie wusste, dass das nicht ganz stimmte. Malfoy war zugegeben schon immer ein sehr attraktiver junger Mann gewesen. Und er hatte Charme. Jede Menge sogar, wenn er es gewollt hatte. Das bewiesen die zahlreichen Verehrerinnen, die er schon zu ihrer Schulzeit um sich hatte sammeln können. Doch leider fehlte ihm etwas ganz bedeutendes, um das Bild zu komplettieren: Der Charakter, um alles so einzusetzen, dass es nicht in überdimensionaler Selbstverherrlichung ausartete.
„Können wir weiter?", fragte die Schwarzhaarige amüsiert, nachdem sie einen Moment einfach stumm gewartet hatten.
Sie nickte, strich sich eine verschwitzte Strähne aus dem Gesicht und schaute herüber zur Schule. Wie immer hatten sich zahlreiche Schüler versammelt, um sie amüsiert zu beobachten. Oder auch um die hübsche Professorin neben ihr ungeniert mustern zu können.
„Heute sind es weniger als sonst", sagte sie grinsend und deutete auf den Eingang.
Daria folgte ihrem Blick und lachte laut auf. „Natürlich. Sie sind alle in heller Vorbereitungsaufregung."
Wieder schnaubte der Lockenschopf und setzte sich dann langsam in Bewegung. Aufregungsvorbereitungen: Es war nicht zu fassen!
Tatsächlich hatte sich seit der erfreulichen Nachricht am Wochenbeginn ein richtiger kleiner Fanclub gebildet, der sich nun daran machte den Blonden am kommenden Samstagabend gebührend zu begrüßen.
Neuerdings wusste sie erstaunlich oft nicht, ob sie lachen oder weinen sollte…
Anmerk: Das ganze mag noch etwas verworren scheinen und tausend Fragen aufwerfen. Aber ich versichere euch, ich habe für alles eine halbwegs gute Erklärung. Und diese werden alle natürlich im Laufe der Geschichte geklärt… Bleibt also bitte dran… Würde mich freuen… *lach*
