17. Schlechte Aussichten

45, 46, 47… Die kleinen weißen Schäfchen sprangen mit merkwürdig grimmigem Gesichtsausdruck immer wieder über den alten Lattenzaun, den sie sich in ihren erhitzten Gedanken vorstellte. Dennoch wollte es sie heute nicht in Morpheus einladenden Arme reißen.

Nicht dass sie jemals hatte Schäfchen zählen müssen. Entweder sie schlief schnell und direkt ein, oder sie schlief gar nicht. Es war schon immer so gewesen. Und heute war wieder eine dieser Nächte, die sich als eine der scheinbar schlaflosen erwies.

Erst hatte sie der immense Ärger über Ron, oder auch über seine Abwesenheit an einem der wohl wichtigsten Tage des Jahres, um ihren wohlverdienten Schlaf gebracht. Doch immer dann, wenn sie sich tatsächlich über sein Verhalten aufregte, wurde ihr ihr eigenes unverzeihliches Verhalten bewusst. Rund zwei Stunden lang hatte sie sich innerlich so sehr aufgeregt und sich in Grund und Boden geschämt, dass ihr schlussendlich sogar speiübel vor Zorn und Scham geworden war.

Also hatte sie sich verboten am heutigen – gerade frisch angebrochenen - Tag noch einen weiteren Gedanken an ihre eigene Dreistigkeit oder an ihren unzuverlässigen und manchmal wirklich verboten dämlichen Verlobten zu verschwenden. Sie würde es sich verbieten, bis sie es soweit wie möglich verdrängt hatte. Und bis er sich bei ihr entschuldigt hatte. Etwa mit einer Tonne roter Rosen, mit sündhaft teurem Schmuck oder einem überzeugenden Stück Poesie. Da sie Rosen hasste, selten Schmuck trug und Ron nichts von wirklicher Poesie verstand, würde dies wohl ewigen Zorn bedeuten.

Aber wahrscheinlich hatten sie beide genau das verdient. Er, der sie in die Arme eines anderen getrieben hatte und sie, die sich bereitwillig in diese gestürzt hatte.

Zähneknirschend öffnete sie erneut die Augen, richtete sich auf und rieb sich das heiße Gesicht. Ihr Kopf begann langsam aber sicher zu schmerzen.

Bereits seit zweieinhalb Stunden versuchte sie einzuschlafen, aber sie nahm sich selber in ihrer endlosen emotionalen Inkompetenz weiterhin den kostbaren Schlaf.

Tief ausatmend genoss sie für einen scheinbar endlos langen Moment die Stille, schloss schließlich wieder die Augen und ließ sich zurück ins Kissen fallen. Ruhig atmend lauschte sie Hogwarts` wundervollen Nachtgeräuschen – zirpende Grillen, hier und da ein Röhren aus dem verbotenen Wald sowie das leise Murmeln der Gemälde auf den Hauptfluren. Unbewusst sackte sie etwas in sich zusammen. Morpheus konnte kommen.

Dann ertönte ein erschreckend lauter Knall…

Ruckartig richtete sie sich auf, ihr Herz beschleunigte seine Schlagfrequenz merklich. Es war aus Malfoys Zimmer gekommen. Offensichtlich war etwas umgefallen oder jemand war gestürzt.

Mit aller Aufmerksamkeit und angehaltener Luft lauschte sie den Geräuschen.

Nichts…

Vielleicht war Grey ja umgefallen und hatte sich das dünne Genick gebrochen?

Ihre innere Stimme lachte ungewohnt heiter… Und ehe sie sich versah, lachte sie selber…

Ein Knarren, dann ein Kichern aus dem Nebenraum und Mione erstarrte…

Wunderbar, offensichtlich schien jeder heute mehr Spaß zu haben, als sie.

Müde starrte sie in die Dunkelheit ihres Zimmers. Es wirkte heute Nacht entsetzlich fremd und wenig einladend. Doch für einen Moment schien die Stille wieder einzutreten. Ihr Herzschlag, der sich für den Bruchteil einer Sekunde unangenehm beschleunigt hatte, normalisierte sich wieder.

Mione erlaubte sich auszuatmen, nicht jedoch die Augen wieder zu schließen. Hinter ihren Schläfen zermürbte sie der Gedanke, worüber die zwei Aasgeier wohl so ausgelassen lachten.

‚Über dich', kicherte ihre innere Stimme.

Natürlich war das lächerlich, dennoch ließ dieser Gedanke ihren Herzschlag wieder schneller werden. Was sollte Malfoy der Brünetten auch erzählt haben?

Ihr wurde übel bei dem Gedanken daran, was er wohl wie erzählt und ausgeschmückt haben könnte…

Ein erneutes Kichern, das Trappeln von nackten Füßen auf dem Steinfußboden.

Stöhnend schloss sie die Augen, ließ sich wieder auf den Rücken fallen und starrte an den tiefdunklen Baldachin über sich. Mit jedem weiteren Geräusch und jedem weiteren Kichern, hörte sie auch ihr pochendes Herz lauter werden.

Offensichtlich spielten diesen Riesenbabys fangen. Wie amüsant…

Auch wenn sich die Geräuschkulisse beim genauen Hinhören eher so anhörte, als würde nur ein Paar Füße trappeln. Und da es Grey war die kicherte, musste Mione nicht näher darüber nachdenken, wer da trappelte.

Ein müdes Lächeln umspielte ihre Lippen und einen Moment fragte sie sich, warum Grey wohl kichernd vor Malfoy davon lief und warum er das alberne Ding nicht mit einem heiseren Lachen strafte.

Dann kam ihr ein schockierender Gedanke. Dieser wurde untermalt vom schmerzhaften Ächzen eines Möbelstückes, das über den Boden rutschte.

Also, entweder stellten die zwei da gerade das Zimmer um oder…

Mione atmete scharf ein, starrte benommen an die Wand, die sie vom Nebenzimmer trennte.

Ein erneutes Ächzen, dann ein Knall dicht gefolgt von einem weiteren. Anhand des Geräuschepegels vermutete sie, es handelte sich um einen Stuhl und einen Haufen Bücher.

‚Er hat sie auf den Schreibtisch gehievt', ging es ihr durch den Kopf. Und erneut spürte sie Wut in sich aufkochen. Spürte das Blut heiß und wallend in ihren Adern pulsieren. Doch dieses Mal aus einem scheinbar ganz anderen Grund.

Ein erneuter Aufprall – es klang wie ein Möbelstück, das gegen die Wand schlug – riss sie endgültig aus der hasserfüllten Starre. Ruckartig sprang sie aus dem Bett, die Fäuste geballt und angehoben.

Sie würde gegen diese scheiß Wand trommeln, bis es endlich still war… Oder bis sie trommelnd vor dieser eingeschlafen war… Es kam wohl also ganz darauf an, welcher der beiden Fälle eher eintreffen würde.

Ihre Fäuste hatten den kühlen Stein fast erreicht, als etwas wie ein Stöhnen zu ihr durchzudringen schien. Sie hielt beinahe schockiert inne. Bis jetzt hatte sie sich noch einreden können, die zwei würden einfach – um sie zu ärgern – das Zimmer umstellen.

Doch ein Stöhnen ließ die Sache etwas anders aussehen.

Ihre innere Stimme lachte gehässig über den konfusen Gedankengang und Sekunden später fand sie sich, die Handflächen und das Ohr fest an die Steinwand gepresst, wieder. Sie verdrängte den Gedanken, wie albern sie gerade aussah; und wie absolut lächerlich sie sich benahm.

Einen Moment spielte sie sogar mit dem Gedanken die Wand mittels Zauber geräuschdurchlässig zu machen. Doch Gott sei Dank war sie noch genug bei Verstand, um darauf zu verzichten. Also presste sie sich fester an die Wand und hielt die Luft an…

Sie hörte ein leises Murmeln, welches scheinbar von der Quidditch-Schönheit stammte. Dann ein erneutes Stoßseufzen und ein fast sporadisches Knarren des vermeintlichen Möbelstückes. Mione presste sich noch näher an den Stein, sie konnte Malfoy nicht hören, aber Grey schien eindeutig involviert zu sein; in was auch immer dort vorging.

Das Lachen ihrer inneren Stimme wurde lauter und während sie sich fest genug gegen die Wand presste, um einfach durch diese hindurchzurutschen, wurde es schließlich mit einem unerwarteten Aufschrei von Grey und einem benommenen Keuchen, welches auch ein schwaches Lachen sein konnte, still…

Für´s Erste…

-v-

„Gott, sei still", jammerte sie schlaftrunken gegen das unerträgliche Summen des Weckers an. Das kleine Ding auf ihrem Nachtisch dachte natürlich nicht im Traum daran und riss sie erbarmungslos aus dem Schlaf, von dem sie in dieser Nacht viel zu wenig bekommen hatte.

Fünf Stunden und vier verdammte Male… Vier verdammte Male…

Ja, sie hatte mitgezählt…

Ihr war kein einzelnes Lachen und auch kein einziges Ächzen der Möbel oder Quietschen des Bettes entgangen…

Sie und Ron hatten es nur ein einziges Mal mehr als zweimal hintereinander getrieben; und das lag daran, dass sie im Winterurlaub in der Schweiz drei Tage lang eingeschneit waren. Danach hatten sie einander fast zwei Wochen nicht angefasst…

Fahrig richtete sie sich auf, rieb sich durch das schmerzende Gesicht und sah sich benommen im Zimmer um. Die ersten Sonnenstrahlen des Tages warfen ein merkwürdiges Licht auf den Raum. Heute Nacht war ihr jeder Zentimeter fremd vorgekommen, doch jetzt schien alles wieder vernebelt vertraut.

Ihre müden Augen blieben bei einem Blick durch das Zimmer am Mantel und den kläglichen Resten der Strümpfe hängen, die sie gestern Abend achtlos über ihren Schreibtischstuhl geworfen hatte. Sie atmete tief aus und starrte den Stoff und die Fetzen an…

Bis ihr Blick auf die jüngsten Stufenarbeiten des fünften Ravenclaw-Jahrganges fiel, deren Korrekturen sie am Vortag endlich zu Ende gebracht hatte.

Dann rührte sie sich, warf einen letzten Blick auf den Wecker und schwang sich stöhnend aus dem viel zu warmen und einladenden Bett.

Mione musste gestehen, dass sie einen Moment mit dem Gedanken gespielt hatte sich für heute krank zu melden. Doch letztendlich ließ ihr Verantwortungsgefühl das nicht zu.

Zwanzig Minuten später schloss sie erschlagen die Zimmertür hinter sich. Natürlich war es erschreckend still auf dem Flur. Sie ging einige Schritte, blieb vor Malfoys Zimmer einen kleinen Moment stehen. Aus dem Inneren kam nichts als Stille.

„Du lauscht?", hauchte Daria hinter ihr amüsiert und sie ließ vor Schreck fast die Arbeiten fallen, die sie gerade in ihren Armen gestapelt hatte. „Warum lässt du den Stapel nicht von den Hauselfen direkt in die Klasse bringen?", fragte die Schwarzhaarige auch direkt passend.

Mione stöhnte gequält auf, schüttelte dann aber den Kopf. Sie war nach wie vor gegen die Ausbeutung der Hauselfen, auch wenn diese Dinge wie dieses mehr als nur erfreut und freiwillig taten. „Ich lausche nicht", gab sie dann schwach zurück und setzte sich in Bewegung.

„Naja, das Interessanteste hat sich eh heute Nacht abgespielt", lachte Daria und folgte ihr langsam.

Sie verlangsamte ihre Schritte etwas. „Du hast es auch gehört?"

„Ich war auf dem Flur, da war es nicht wirklich zu überhören. Allerdings glaube ich, dass sie im Gemeinschaftsraum gestartet sind."

Gemeinsam blieben sie flüsternd vor dem Ausgang in die öffentlichen Flure stehen, steckten die Köpfe etwas zusammen und behielten Malfoys Zimmertür im Auge.

„Na, das würde mich nicht wundern", gab sie schließlich zischend zurück und funkelte das Holz an, als wollte sie es mental sprengen. Oder eher den Raum dahinter.

Die Schwarzhaarige runzelte die Stirn.

„Ich bin gestern Abend bei meiner Rückkehr regelrecht über sie gestolpert", erklärte sie ihren Einwurf.

„Im Ernst? Hast du sie in flagranti erwischt?", fragte Daria mit großen Augen.

Mione schüttelte heftig den Kopf. „Um Himmels willen! Aber, Grey trug seinen Morgenmantel und ich bin mir nicht sicher, ob sie etwas drunter trug."

Noch während sie sprach, wurde sie sich ihrer Worte bewusst. Das war sie tatsächlich nicht. Sie spürte, wie ihr das Blut in den Kopf schoss.

„Wie war-", setzte die Schwarzhaarige gerade an, als sich die verfluchte Tür in die Hölle öffnete.

Heraus huschte Grey, erschreckend zierlich und wahnsinnig zerzaust. Sie war ihr gestern gar nicht so winzig vorgekommen. Der schwarze Morgenmantel hing lose um ihre fast nackten Kurven und die Brünette, die unter den Mantel nur einen winzigen schwarzen String trug, hielt in der Bewegung inne, als sie die beiden Frauen wenige Meter entfernt sah.

Hermione musterte sie mit dunklen Augen und ihr Gefühl sagte ihr, dass Daria es komischerweise ebenso tat.

Grey warf einen beinahe unsicheren Blick auf sie, lächelte zaghaft, schlang den Morgenmantel fest um sich und huschte dann an ihnen vorbei, um heftig an der Tür zur Abstellkammer zu rütteln, die sich hier oben befand. Bei dem Gedanken wurde Mione zum ersten Mal seit Tagen nicht unangenehm anders.

Vielmehr lag ihr Blick matt auf Grey, die von der verschlossenen Tür abließ und sich unter ihren Blicken unbehaglich umdrehte.

„Ich wollte in den Waschraum", sagte sie lächelnd, strich sich eine Locke hinters Ohr und huschte zur zweiten Tür. Sekunden später war sie hinter dieser verschwunden.

Aus großen Augen starrten sie beide auf die jüngst verschlossene Tür. Erst als sie das Rauschen der Dusche im Inneren hörten, löste sich Daria aus ihrer Starre.

„Komm, lass uns frühstücken gehen", sagte sie und nahm Mione den Stapel Arbeitshefte aus den verkrampften Armen. „Und die werden wir den Hauselfen übergeben."

Ohne zu widersprechen ließ sie ihre Freundin gewähren. Sie warf nicht einmal ein, dass ihr der Appetit heute wahrlich vergangen war…

-v-

„Wo liegt das Problem, Mister Clover?", fragte sie schroff und verschränkte ihre Arme vor der Brust.

Der angesprochene Schüler sah erneut in sein Heft und blickte sie dann herausfordernd an. In etwa so, wie sie viele der Schüler angesehen hatten, als sie Klassenarbeitshefte nach Muggelart verlangt hatte; und nicht etwa Pergamentrollen.

„Miss Granger, Sie haben mir für den siebten Teil der Aufgabenstellung nur 25 Punkte gegeben. Sam hingegen hat 30 Punkte", sagte der junge Ravenclaw.

Hermione runzelte die Stirn, stieß sich vom Tisch ab und schritt zu den beiden Jungen herüber. Mit einer einzigen Handbewegung drehte sie das Heft herum, so dass sie es einsehen konnte und sah Tyler Clover dann direkt in die Augen. „Vielleicht hat er die Aufgabe besser gelöst? Oder wollen Sie mir gerade auf sehr merkwürdige Art und Weise gestehen, dass Sie abgeschrieben haben?"

Der Ravenclaw, der sie manchmal schmerzhaft an Harry erinnerte, runzelte mit wütenden Augen die Stirn. „Das habe ich ganz sicher nicht! Allerdings habe ich die Aufgabe besser gelöst, als Sam!"

„Hey, pass au-", setzte der dickliche, blonde Junge neben dem Schwarzhaarigen an.

„Mister Debrois!", unterbrach sie den Blonden schroff. Dabei war ihr Blick jedoch immer noch auf Clover gerichtet.

Mit einem Seufzen las sie sich die Antwort des Schwarzhaarigen durch, griff sich dann auch Debrois Heft – natürlich unter dessen lautstarkem Protest – und begutachtete auch dessen Antwort.

Dann richtete sie sich lächeln auf, zog ihren Zauberstab und berichtigte die Ergebnisse. Augenblicklich wurden Sam 5 Punkte abgezogen, die Tyler zugesprochen wurden. „Sie haben Recht, Mister Clover."

Der Schwarzhaarige sackte unter dem wütenden Aufschrei seines besten Freundes etwas in sich zusammen.

„Du Arschloch!", fauchte der Blonde.

„Mister Debrois, ich bitte Sie sich zu zügeln. Sonst muss ich wohl weitere Machtwörter sprechen", beinahe triumphierend wandte sie sich wieder zur Klasse um, als sie das Pult wieder erreicht hatte.

Der Blonde sackte wütend in sich zusammen, verschränkte die Arme vor der Brust und musterte mit schmalen Lippen die Tischplatte. Clover tat es ihm mit leerem Blick gleich.

Das Knarren der Tür brachte sie davon ab, einen bissigen Kommentar, der sicherlich auch hätte von Snape stammen können, in die Richtung der beiden Jungen zu werfen. Überrascht sah sie auf.

„Sieh mal einer an! Sievers und Heuer", hauchte sie amüsiert. „Mit Ihnen habe ich heute wahrlich nicht mehr gerechnet!"

Annie Sievers sah sie aus merkwürdig finsteren Augen an, während Sally Heuer sich direkt auf den Weg zu ihrem Platz machte.

„Wir mussten noch etwas mit Mister Malfoy klären. Es ging um unsere geplante Mädchenmannschaft", sagte Sievers schließlich fest.

Mione holte tiefe Luft, setzte gerade zum lautstarken Gegenschlag aus, als ihr jedoch der giftende Blonde dazwischen funkte.

„Wann hast du mal nicht was mit Malfoy zu klären, Annie? Du stalkst ihn doch eh den ganzen Tag", knurrte er mit feuerrotem Gesicht.

„Für sie immer noch Mister Malfoy", verbesserte sie ihn zu ihrer Überraschung schroff. Doch Debrois bedachte sie nur mit einem bösen Funkeln.

Dabei musste sie beinahe herzhaft lachen. Debrois war sichtlich verliebt in Annie Sievers, die wiederum zurzeit sichtlich verliebt in Malfoy war. Der kleine Blonde konnte seine Abneigung gegenüber dem großen Blonden nicht einmal im Ansatz verbergen.

„Laber keinen Scheiß, Sam", warf Sievers nun mit hochroten Wangen zurück. Einige der Jungen kicherten.

Der Blonde lachte heiser auf. „Oh Mister Malfoy! Ich habe das Interview in der Teenwitch gelesen. Sie sind so clever…", schien er Sievers nachzuahmen, denn er sprach mit bedenklich hoher Stimme, was das junge Mädchen nur noch mehr erröten ließ und die Klasse in schallendes Gelächter versinken ließ.

„Er ist so gutaussehend, Sally. Er ist mein absoluter Traummann…", stachelte Debrois weiterhin mit piepsiger Stimme nach und Sievers schossen die ersten Tränen in die Augen.

„Mister Debrois! Sie werden augenblicklich den Mund halten und Mister Filch heute Nachmittag beim Putzen von Mister Malfoys Umkleidekabine helfen!", warf Mione schließlich ein; zugegeben etwas spät. Aber, für einen kurzen Moment hatte sie das kleine Schauspiel amüsant gefunden.

Sally tätschelte ihrer zitternden Freundin die Schulter, während der Blonde mit wutverzerrter Miene aussprang. „Ich werde die scheiß Kabine dieses Wichsers ganz sicher nicht putzen!"

„Mister Debrois!", donnerte Hermione. „100 Punkte Abzug für eine Beleidigung gegen das Lehrpersonal! Und sie werden einen Monat nachsitzen. Die Aufgaben wird ihnen…" ‚Der Wichser', kicherte ihre innere Stimme. „Mister Malfoy geben."

Sam Debrois zitterte vor Wut, schien sich jedoch jeden weiteren Kommentar zu verkneifen. In der Klasse war es augenblicklich totenstill…

Sie konnte sich ein schwaches Grinsen nicht verkneifen, als sie sich vorstellte, dass der kleine Blonde mit dem großen Blonden zusammen Fanpost oder ähnliches beantworten musste. Gott, das würde sie Malfoy glatt noch zutrauen.

Die Uhr an der hinteren Wand schlug das Ende der Stunde an und die gesamte Klasse verließ fluchtartig den Raum. Allen voran Debrois.

Sie musste gestehen, der Junge war ihr irgendwie sympathisch…

*** *** ***

Vorschau auf das nächste Kapitel:

„Und das bedeutet nun was? Dass ich und mein Partner keine Ahnung haben, nur weil wir es nicht bis 5 Uhr morgens wie die Karnickel treiben und treiben und treiben. Vier Mal am Stück?"

Er ließ das Buch wieder sinken, sah sie mit mehr als nur amüsierter Miene an. „Sag mal, führst du Buch über mein Sexleben?"

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Huhu… Ich hier mal wieder… ;)

Also, ich denke mit dem nächsten Chap werde ich ins Ratin M wechseln... Das wird nämlich wieder etwas weniger *langweilig*… *lol* ;) Falls ihr versteht was ich meine… hehe…

Wie immer möchte ich mich natürlich bei meinen lieben Betamäusen India, Kiggi und Ashe bedanken. Und bei all meinen Lesern; vor allem denen, die mich dieses wissne lassen. Ich knutsch und knuddel euch alle (ob ihr es jetzt wollt oder nicht). Und ich flehe weiterhin um Revs… Büdde, büdde, büdde… ;)

HexenLady: Du wirst lachen, sowas in der Art schwebte mir nen Moment auch vor… *lol* Allerdings entschied ich mich dann für die Version, wo sie ihm später über den Weg läuft. Passte besser in den Gesamtplan. :)

Princess-Frances: Huhu… Ach, das macht doch nix… Solange ihr mich nicht ganz links liegen lasst; was dann aber wohl auch irgendwie wieder an mir – bzw. meinen Schreibkünsten – liegen würde… ;) Danke übrigens, für die extra lange Rev. *freu* Oh ja, das mit der gebrochenen Nase war auch eine meiner Lieblingsstellen. Das war wirklich amüsant zu schreiben; und meinen Beta-Mädels gefiel es auch sehr gut. :) Ach, das mit den Ideen ist so´ne Sache. Ich bin wahnsinnig kreativ, wobei das Augenmerk auf wahnsinnig liegt… *lol* Da helfen mir dann wirklich meine Mädels, die sicherlich schon über manche verrückte Idee die Nasen gerümpft haben… *lol* Und das mit den Oreos: Mione liebt sie (und ich übrigens auch… JamJam), das kam in dieser Version wie ich gerade feststelle nur gar nicht so raus!!! Ojee…Im Grunde ärgert sie sich eher darüber, dass das einzige, was ihr gefällt von ihren Eltern stammt… ;)

Die-na: Oh ja, ich bin eindeutig diabolisch… *lol* Ich wollte da gerade ganz amüsiert ne aktuelle Story über meine diabolische Ader erzählen, als mir bewusst wurde, dass ich dann zuviel über die Art des Endes erzählen muss…. *lol* Da hast du´s… Ich bin böse… Kohlroladen…. Mhhmmm, lecker…. Ich bin auch so´ne faule Socke… bei mir gibt´s auch nur schnellen (oder auch Faulen) Kram…

Hattu: Huhu Sweety… Schön, dass du noch a bist… ;) Also, ich mochte dieses Visual auch… *lol* Und wo Ron sich rumtreibt? Dazu kommen wir später… hehe…

MissXXX: Ja, das hatte ich als Antwort gehofft… hehe… *rotwerd* na, abwarten… So wirklich verliebt ist Mione ja auch noch nicht und wie sagt man so schön? Liebe braucht Zeit… Oder so was… *lol*

Anna: Schön von dir zu lesen… :) Oh ja, ich denke auch, dass Mione ihn sich klargemacht hätte… Malfoy ist halt auch nur ein Mann… hehe… ;)