21. Erwachsen werden

Hermione stöhnte, rollte den Federkiel einen Moment gedankenverloren zwischen ihren Fingerspitzen hin und her.

Sie saß bereits seit Stunden an diesen Zeilen für Ron, aber bis auf ein schwaches Lieber Ronald hatte sie noch nichts zu Papier gebracht. Heute Vormittag waren ihr unzählige Dinge durch den Kopf geschossen, die sie hatte schreiben wollen.

Doch nun war da nur noch erschreckende Leere…

Sie atmete tief durch, setzte erneut zum ersten Satz an. Doch da sie nicht noch einen weiteren Bogen Pergament verschwenden wollte, ließ sie sich etwas Zeit. Mehrmals ließ sie sich die möglichen Zeilen durch den Kopf gehen. Aber keine erschien ihr gut genug, sie wirklich nieder zu schreiben.

Ein Seufzen entwich ihrer Kehle und sie raufte sich über dem Pergament die Haare. Es war wirklich zum Mäusemelken…

Ein Kichern durchbrach die Stille der Bibliothek und sie sah überrascht auf.

Die Ursache ließ sich nicht direkt ausmachen, doch schließlich fand sie sie. Zwischen zwei Bücherregalreihen verborgen waren Sam Debrois und die frisch aus der Krankenstation entlassene Annie Sievers wahrhaftig mehr als nur ineinander versunken.

Sievers lehnte lächelnd mit dem Rücken an einem der Regale, spielte mit Debrois Schlips. Kurze Zeit später flüsterte er etwas, küsste sie und das Mädchen begann erneut zu kichern.

Hermione musste unweigerlich lächeln. Normalerweise würde sie nun wie eine Furie dazwischen gehen, aber die Erleichterung darüber, dass Sievers diese Sache unbeschadet überstanden hatte, war einfach zu groß.

Sie konnte gar nicht zählen, wie oft sie sich selber für ihre Verantwortungslosigkeit gescholten hatte. Auch wenn sie wahrscheinlich, wie jedenfalls Neville und Daria sagten, keine Schuld traf. Keiner der Beiden wusste allerdings den wahren Grund ihres Wegbleibens…

Und so konnte Hermione selbst nicht einfach darüber hinwegsehen…

Doch dem Mädchen ging es offensichtlich mehr als nur gut. Debrois drückte sie gerade so heftig gegen das Regal, dass selbst Hermione entsetzt wegsah. Sievers kicherte lauthals, was natürlich Madam Pince auf den Plan rief.

„Unglaublich! Reißen Sie sich zusammen und verlassen Sie augenblicklich die Bibliothek", fauchte sie.

Sievers und Debrois kicherten beiden und machten sich dann daran Hand in Hand aus der Bücherei zu stürmen. Pince dicht hinter ihnen, ganz offensichtlich um sicher zu gehen, dass sie die Bücherei auch wirklich verließen.

Als sie Hermione gackernd passierten, musste diese unweigerlich grinsen.

Zu ihrer Überraschung blieb Sievers direkt vor ihr stehen, riss sich sanft von Debrois los und kam dann langsam auf sie zu. Pince nahte augenblicklich wieder, stoppte aber, als sie sah, dass das Mädchen scheinbar mit Mione sprach.

„Miss Granger!", hauchte die Kleine.

Der Lockenschopf sah lächelnd auf. „Ich sehe Ihnen geht es wieder gut?"

Sievers nickte überschwänglich. „Oh ja… Ohne das alles hätte Sam mir sicher nie gesagt, dass er mich mag…" Die Kleine lächelte den Jungen geradezu vergötternd an und dieser wurde unter ihrem Blick feuerrot.

Hermione nickte grinsend.

„Natürlich tut es mir trotzdem schrecklich leid!"

„Muss es nicht", sagte Mione ernst.

Das musste es wirklich nicht. Ihr tat es leid und das sollte es auch…

Sievers nickte überschwänglich. „Ich bin auf den Besen gestiegen und ich habe Sam gereizt!"

„Und ich habe diesen blöden Klatscher nach dir geworfen!", fuhr Sam dazwischen.

Annie lächelte ihn sanft an. „Das ist okay. Es tut auch fast nicht mehr weh."

Debrois schenkte ihr einen Blick, den Mione lieber nicht deuten wollte. Sievers begann erneut zu kichern, wandte sich dann aber wieder an den Lockenschopf.

„Ich wollte jedenfalls noch einmal sagen, dass es mir Leid tut! Ich weiß, dass Sam hätte von der Schule fliegen können… Und ich weiß, dass Sie und Mister Malfoy sicher jede Menge Ärger hatten!"

Mione nickte immer noch lächelnd. „Es ist okay. Hauptsache, Ihnen geht es wieder besser!"

Mit einem Grinsen kam das Mädchen etwas näher. „Sagen Sie es Sam nicht, aber es geht mir wieder blendend!"

Mione grinste zurück und gemeinsam verließen das kichernde Mädchen und der Junge die Bibliothek. Ganz offensichtlich zu Pince Erleichterung, die sich erst jetzt komplett entfernte.

Hermione wollte sich gerade wieder an ihren Brief setzen, als McGonagall neben ihr am Tisch erschien. Sie sah auf und holte lautstark Luft.

„Hermione, bitte folgen Sie mir auf ein Wort in mein Büro. Ich möchte einige Dinge klären", sagte die Schulleiterin und bedachte sie mit ernster Miene.

Der Lockenschopf räumte mit klopfendem Herzen seine Sieben Sachen zusammen und folgte McGonagall hinauf in Dumbledores ehemaliges Büro…

-v-

„Wie Ihnen vielleicht nicht entgangen ist, habe ich ausführliche Gespräche mit einigen der Schüler geführt, Hermione", begann Minerva ohne Umschweife, als sie den Schutz der Zweisamkeit erreicht hatten.

Snape sah sie von seinem Gemälde aus, welches jetzt in Minervas Büro hing und nicht mehr wie früher hinter dem Wasserspeier, amüsiert an. Sie schenkte ihm einen grimmigen Blick. Jedenfalls soweit es ihr gerade möglich war.

Sie hustete, begann dann leise zu sprechen. „Ich weiß, dass wir unsere Aufsichtspflicht verletzt haben. Das wird nie wieder-", begann sie, doch die Schulleiterin fuhr ihr merkwürdig angespannt dazwischen.

„Meine Liebe, es geht nicht um den Vorfall! Diesen sehe ich als erledigt an. Miss Sievers hat die Anweisung von Mr. Malfoy missachtet und stieg auf den Besen, Mr. Debrois warf den Klatscher. Zudem sollten die Beiden in diesem Alter in der Lage sein die Risiken ihres Handelns einzuschätzen!" McGonagall ließ sich geräuschvoll hinter dem Schreibtisch nieder und deutete ihr an, gegenüber Platz zu nehmen.

Wie ein kleines Kind tat Hermione wie ihr geheißen wurde. Dann sah sie Minerva aus großen Augen an. Ihr war entsetzlich schlecht. Sie spielte nervös mit der Kordel ihrer Stoffjacke, die sie gerade über einem hellblauen Shirt trug.

„Hermione, es geht um das, was vor dem Vorfall passiert ist. Zwischen Ihnen und Draco…"

Sie schnappte nach Luft, spürte wie ihr ein Adrenalinstoß durch den Körper floss, der ihr Übelkeit verursachte…

„… die Schüler berichteten mir von heftigsten Auseinandersetzungen! Beleidigungen… Über eine äußerst ausfallende Art mit dem anderen zu sprechen…", fuhr die Schulleiterin fort.

Und für einen kurzen Moment atmete Mione erleichtert aus.

„Trifft das zu, meine Liebe?" McGonagalls Knopfaugen durchbohrten sie.

Einen endlos langen Moment starte sie ihr Gegenüber einfach nur sprachlos an. In ihrem Kopf schossen tausend Gedanken umher. „Ja. Zum Teil jedenfalls", hauchte sie dann kaum hörbar. Ihre Stimme brach vor Scham.

McGonagall nickte zu ihrer Überraschung zustimmend. „Ich habe bereits mit Mister Malfoy gesprochen, ich bin froh, dass Sie zwei wenigstens ehrlich sind."

Sie nickte einfach nur mit weit aufgerissenen Augen.

„Hermione, ich habe Sie natürlich nicht nur hier hergeholt, um Sie darauf hinzuweisen, dass mir dieser Zwischenfall bekannt ist", sagte die Schulleiterin ernst.

Mione Magen wurde entsetzlich klein. Ihr schossen Tränen in die Augen, doch sie schluckte sie herunter und nickte fahrig. Die Welt hatte aufgehört sich zu drehen.

‚Du bist entlassen', flüsterte eine panische Stimme in ihr.

„Mir ist durchaus bewusst, dass Sie in der Vergangenheit nicht die beste Beziehung zu einander hatten. Aber, dass ist fast zehn Jahre her! Sie sind erwachsen geworden, sie sind Professorin Hermione. Es sollte in dieser Position und unter diesen Umständen nicht unmöglich sein einander mit Respekt entgegen zu treten. Wenigstens im Beisein der Schüler."

Bei der Erwähnung des Respekts schoss ihr das Blut in den Kopf, jedoch nur für einen winzig kleinen Moment.

Sie schnappte nach Luft, nickte immer noch fahrig.

„Hermione, gehen Sie sich aus dem Weg oder gehen Sie wenigstens zivilisiert miteinander um! Ich brauche hier weiß Merlin kein Lehrpersonal, welches sich kindischer benimmt als unsere Schüler!"

Sie atmete lautstark aus, erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie die Luft angehalten hatte.

Sie war nicht entlassen?

Der Stein, der sich gerade in ihrem Magen befand löste sich augenblicklich in Nichts auf, aber das merkwürdige Gefühl der Übelkeit blieb. „Sie haben recht", hauchte sie und nickte überschwänglich.

„Das ist schön zu hören", sagte Minerva nun eine ganze Spur sanfter.

Sie nickte nur, schluckte die letzten Tränen herunter.

„Hat er Sie als Schlammblut betitelt?", fragte sie dann.

„Nein!", rief Mione augenblicklich. Und erst da wurde es ihr bewusst. „Nicht ein einziges Mal", hauchte sie.

McGonagall nickte zufrieden. „Das hatte ich mir bereits gedacht, aber ich wollte sicher gehen."

„Hat das wer behauptet?", fragte sie leise.

„Leider ja", sagte Minerva schwach lächelnd. „Doch Sie wissen ja, wie es mit Gerüchten wie diesem ist. Wie nennen die Muggel es?"

„Stille Post", hauchte sie.

Die Schulleiterin nickte zustimmend. Doch dann wurde ihre Miene wieder ernst. „Es wird sehr schnell im Sand verlaufen, wenn Sie zwei dafür sorgen und nicht neuen Zündstoff bieten."

Sie nickte erneut. „Das werden wir tun! Ganz sicher!"

„Das erwarte ich auch, Hermione. Vor allem von Ihnen! Immerhin sind Sie hier die Professorin…" Minervas Lächeln war bestimmt.

Sie spürte, dass sie errötete. Die Ältere hatte Recht… Sie war hier die ausgebildete Pädagogin…

„Sie können sich auf mich verlassen", sagte sie fest und McGonagall nickte mehr oder weniger zufrieden.

Natürlich wusste sie, dass die Ältere sie von nun an mit Argusaugen bewachen würde und sie sich keinen weiteren Patzer leisten konnten. Doch das würde sie auch nicht mehr…

„Minerva, was hat Ma-Draco, gesagt?", fragte sie dann.

„Ähnliche Dinge wie Sie. Natürlich sieht die Sache hier etwas anders aus. Draco ist nicht in Ihrer Position. Ich möchte, kann aber natürlich nicht die Feinfühligkeit verlangen, die Sie besitzen, meine Liebe", sagte Minerva erneut und fügte dann hinzu. „Ich fände es wirklich sehr schade, wenn unser Vorhaben an dieser Sache scheitert, Hermione. Draco leistet wirklich unglaublich gute Arbeit auf dem Spielfeld!"

Wieder nickte Mione. Das war richtig, Malfoy war der ungehobelte, talentierte und gutaussehende Profisportler der ihrem Team zum Sieg verhelfen sollte. Er war sozusagen der Gaststar…

McGonagall nickte ihr aufmunternd zu, deutete ihr so an, dass sie entlassen war… Nicht endgültig, aber um wieder in das Leben da draußen zurück zu kehren.

Lächelnd richtete sich der Lockenschopf auf und ihre Beine fühlten sich im ersten Moment bedenklich wackelig und weich an.

„Hermione", rief ihr die Schulleiterin hinterher, als sie den Ausgang schon fast erreicht hatte.

Sie wandte sich langsam um. „Minerva?"

„Schaffen Sie diese Sache aus der Welt. Setzten Sie sich zusammen, trinken Sie etwas zusammen…", sagte McGonagall lächelnd.

Bei dem Gedanken daran mit Malfoy etwas trinken zu gehen wurde ihre Miene bedenklich taub. Doch sie zwang sich ein Lächeln ab.

„…einen Kaffee zum Beispiel. Reden Sie mit Draco und Sie werden staunen, welcher junge Mann in ihm schlummert. Er zeigt diesen jungen Mann nur nicht sehr gerne!"

Mione nickte ein letztes Mal überschwänglich. „Das ist eine gute Idee, das werden wir machen!"

McGonagall lächelte mehr als nur zufrieden.

Und Mione taumelte benommen die Stufen in die Halle hinab…

-v-

Ihre Hände zitterten, als sie am Abend im Gemeinschaftsraum auf ihn wartete. Sie hatte ihm bereits vor zwei Stunden eine kurze Nachricht unter der verschlossenen Tür seines Zimmers durchgeschoben, als sie ihn dort nicht angetroffen hatte.

Und sie beschlich zunehmend der Gedanke, dass er sie versetzten würde.

Warum sollte er auch tatsächlich auf McGonagalls Standpauke eingehen? Er hatte das hier nicht nötig… Wahrscheinlich wollte er lieber heute als morgen zurück in sein schillerndes und gefeiertes Leben.

Sie war es, die im Chaos zurückbleiben musste…

„Was zappelst du so rum?", hauchte Daria ihr gegenüber und sah von ihrem Buch auf.

Mione atmete lautstark aus. „Ich warte auf Malfoy."

Die Schwarzhaarige musterte sie argwöhnisch.

„Wir lagen uns vor dem Vorfall mit Sievers auf dem Quidditchfeld ziemlich in den Haaren", erklärte sie. „Und McGonagall erfuhr davon. Nun hat sie uns aufgetragen, diese Sache aus der Welt zu schaffen."

Daria lachte. „Diese Sache; also die sexuelle Spannung?"

Der Lockenschopf schnaubte. „Daria, dass ist echt nicht lustig! Sie hat Recht, wir benehmen uns wie zwei verrückte Teenies. So geh-" Sie sprang vor Erleichterung auf, als er endlich den Raum betrat.

„Malfoy", hauchte sie erfreut.

Ihr Stolz gab ihr eine mentale Backpfeife, doch das war ihr gerade egal.

„Granger", sagte er beiläufig und fischte sich einige Trauben aus dem Obstkorb.

Sie sah ihn sicherlich reichlich verdattert an. „Malfoy, ich habe mit McGonagall gesprochen und sie-"

„Ja, sie hat mich ebenfalls zusammen gestaucht. Ich bin im Bilde", sagte er und ließ sich in den Sessel vor dem Kamin fallen.

Mione folgte ihm langsam, ließ sich wieder neben Daria auf das Sofa sinken. „Sie hat recht", sagte sie dann und starrte in die Flammen.

Irgendwie fiel ihr das gerade weitaus schwerer, als sie erwartet hatte.

Daria richtete sich langsam auf, richtete ihren Schlafanzug und flötete dann: „Ich lasse euch mal alleine, ich bin hundemüde."

Sie sahen der Schwarzhaarigen nach, bis das Porträtloch wieder verschlossen war.

„Hat sie wohl", sagte Malfoy dann.

Sie sah ihn überrascht an.

Und er erwiderte ihren Blick fest. „Das ganze Gequatsche mit dem Respekt hatten wir schon, Granger. Erinnerst du dich?"

Sie spürte, wie ihr die Schamesröte ins Gesicht schoss. „Ja, wahrscheinlich hattest du Recht. Aber, du machst es mir auch nicht leicht…"

Er lachte, nahm sich eine weitere Traube. „Da hast du ausnahmsweise mal Recht."

Sie starrte auf seine Hand, nickte nur stumm.

Wortlos hielt er ihr die Hand mit den Trauben hin, sah sie dabei aus funkelnden Augen an. Etwas irritiert starrte sie auf seine Hand, griff dann zögerlich nach einer Frucht und steckte sich diese in den Mund.

Dabei hatte sie feinsäuberlich verhindert, seine Haut zu berühren.

„Ich bezweifele, dass sie erwartet, dass wir dicke Freunde werden, Granger. Es geht hier nur um Respekt und ich denke, das könnten wir hinbekommen."

Sie nickte. „Wir sind immerhin erwachsen."

Er sah sie spöttisch an. „Bist du das wirklich?"

Sie funkelte wütend zurück. „Malfoy!", warnte sie ihn.

Er lachte. „Komm schon Granger, hier sind wir unter uns."

Mione grummelte wortlos vor sich hin, klaute sich noch eine Traube und starrte dann ins Feuer. Es prasselte munter vor sich hin und es war merkwürdig friedlich neben ihm in die Flammen zu starren.

„Was hältst du davon, wenn wir einfach mal ganz unverbindlich zusammen etwas trinken gehen?", fragte sie schließlich. Ihr Herz schlug ihr dabei bis zum Hals.

Erst als sie seinen Blick spürte, wurde sie sich ihrer Worte bewusst.

„Einen Kaffee… Verdammt, Malfoy!"

Er schien einen Moment zu überlegen. „Ich hasse Kaffee, Granger."

Sie verdrehte genervt die Augen. „Dann trinkst du halt Tee! Wo liegt dein Problem?"

Er stöhnte genervt, schob sich eine weitere Traube in den Mund. „Das war McGonagalls Idee, richtig?"

Mione seufzte, nickte dann schwach.

Malfoy richtete sich neben ihr auf, warf ihr die restlichen Trauben in den Schoss und machte sich auf, den Gemeinschaftsraum zu verlassen. „Wenn es McGonagall glücklich macht, meinetwegen! Bilde dir aber nicht ein, dass ich das gerne tue…"

„Na, denkst du ich?", fauchte sie über ihre Schulter hinweg.

„Hätten wir das also geklärt. Wie wäre es mit Sonntagnachmittag?"

Sie überlegte, stopfte sich gerade eine weitere Traube in den Mund. „Da wollte ich einen Test vorbereiten."

Er murrte leise auf. „Meine Fresse Granger! Dann machst du das halt Samstag!"

Sie warf eine Traube nach ihm und er machte sich nicht einmal die Mühe auszuweichen. Die kleine grüne Frucht prallte an seiner durchtrainierten Brust ab, die gerade in einem dunkelgrauen Pullover steckte, und fiel zu Boden.

Er bedachte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue. „Benimm dich endlich mal so alt, wie du aussiehst."

„Malfoy!", fauchte sie.

„Also? Ich hab nicht ewig Zeit."

„So? Was hast du denn heute noch so Wichtiges vor?", fragte sie schneidend.

„Das geht dich einen Scheißdreck an", sagte er herausfordernd.

Sie verspürte einen kleinen Stich, als ihr in den Sinn kam, dass er vielleicht Besuch erwartete oder das Schloss heute noch einmal verlassen würde. Das hatte er vor einigen Tagen für eine Nacht getan und es hatte sich verdammt beklemmend angefühlt.

„Okay. Sonntag um sechs Uhr in Hogsmeade?", sagte sie schließlich.

Er nickte zustimmend und verschwand dann durch das bereits offen stehende Porträtloch.

Sie atmete tief durch, starrte erneut in die Flammen.

Jetzt musste sie nur noch die Mission: `Mit Malfoy in trauter Zweisamkeit reden' überleben und ihre zweite Mission: `Mit Ron reden' planen…

Warum wurde ihr Leben gerade von Tag zu Tag; nein eigentlich von Sekunde zu Sekunde komplizierter?

„Du hast ein Date mit Malfoy!", riss Daria sie aus ihren Gedanken, die gerade wie eine Wahnsinnige in den Gemeinschaftsraum gesprungen kam und besagten Satz immer wieder im Singsang wiederholte.

Bis sie sich ihren Zeh am Tischbein stieß…

Mit schmerzverzerrtem Gesicht ließ sie sich auf das Sofa neben Mione fallen.

Der Lockenschopf bedachte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue. „Lass mich raten, du hast gelauscht?"

*** *** ***

Vorschau:

„Lange Geschichte! Aber, wenn wir schon einmal gemeinsam hier sind, können wir auch miteinander reden!"

Er musterte sie skeptisch.

„Oder es wenigstens versuchen", sie versuchte geduldig zu lächeln. Gott, der Junge war härter zu knacken als eine Walnuss ohne Nussknacker. „Malfoy, komm schon! Gib mir etwas! Irgendetwas!"

*** *** ***

So, meine Lieben… Da ich gestern mal wieder zwei Kapitel vollbracht habe und morgen wahrscheinlich nicht zum Updaten kommen werde, geht´s heute direkt weiter… :)

Wie immer ein fettes DANKE an die üblichen Verdächtigen: India, Ashe und meine lieben Geiger… ;) *lol*

HexenLady: Macht nix, ich freue ich über jeden noch so kleinen Satz… :) *knuddel*

Princess-Frances: Schön dass du noch/wieder da bist… :) Es freut mich, dass dir das letzte Chapter gefallen hat. Ich hoffe, es wird bei diesem nicht anders sein…

QueenB: Gossip Girl Fan? ;) Das war jedenfalls das erste, was mir durch den Kopf schoss, als ich deinen Namen und das xoxo am Ende sah… hehe… Ich vergöttere QueenB nämlich auch… Es freut mich übrigens, dass du dich entschieden hast, mir ebenfalls die Meinung zu geigen… :)

Nessi.C.: Da teile ich voll und ganz deine Meinung… So sehe ich Mione halt auch nicht… ;) Deswegen fand ich auch JKRs Epilog so lahm… Aber, dass ist wohl ne andere Geschichte… *hust* Konnte ich deine Ideen eigentlich treffen oder was genau hattest du so im Kopf? Jetzt bin ich dann doch neugierig… ;)

Anna: Es freut mich, dass du abhängig von meiner Story bist. Und da ich abhängig von euren lieben Revs bin, freue ich mich gleich doppelt, dass du es mich wissen lässt…hehe… ;) Ich mag die Vorstellung mit Mione und Malfoy im Stadion übrigens auch sehr gerne… *lol* ;)

Liz: Freut mich von dir zu lesen (Lizzy O`Neil, richtig? Falls nein: Sorry!!!!)… Vor allem, da es positive Kritik ist… :) Ich muss gestehen, dass es nicht immer so einfach ist, alles unter einen Hut zu bekommen. Aber, ich gebe mein Bestes und Ashe und India tragen dann mit ihrer unendlichen Geduld den Rest dazu bei… :)

DnA: Und es geht heute auch direkt weiter… ;) Es freut mich übrigens, dass du auch bei der Gemeinschaftsarbeit reinschauen wirst. Ich werde es euch hier rechtzeitig wissen lassen, wenn es losgeht… :)