31. Finally changing for sure…

Wieder einmal lag ein scheinbar absolut erlebnisloser Freitag hinter ihr. Wie immer hatten ihr die Schüler den letzten Nerv geraubt und sie ihnen zahlreiche Punkte. Und wie immer sprachen sie heute mal wieder von nichts anderem, als die endlich nahende Quidditchsaison. Nicht nur der offiziellen in England, sondern auch der schulischen. Denn am morgigen Samstag stand das erste Spiel der Schulsaison an: Hufflepuff gegen Gryffindor.

Ein kleiner Lichtblick an ihrem bevorstehenden Wochenende, welches wahrhaftig nicht unter ihrem besten Stern stand. Denn am kommenden Sonntag würde Weasleys bunt und knallend seine Pforten im kleinen Städtchen nahe Hogwarts eröffnen. Und zugegeben, hatte sie keine Lust mehrere Stunden mit Ron und ihren Freunden in ihrer ach so heilen Welt verbringen zu müssen.

Natürlich hatte sie Malfoy nicht gefragt, ob er sich zu ihnen gesellen würde. Sie war sich zugegeben ziemlich sicher gewesen, dass Malfoy im Moment andere Sorgen hatte, als das. Mehr oder weniger glücklicherweise war ihr letztendlich eine kleine und vorteilhafte Fügung zur Hilfe gekommen. Denn er war an diesem Wochenende offensichtlich bei Freunden in den Staaten.

Eigentlich eine Sache, die sie beruhigen sollte. Denn die vergangenen drei Tage hatte sie erfolglos versucht ihm zu vermitteln, dass sie auch einfach auf andere Art und Weise da sein konnte. Irgendwie freundschaftlich, falls er es brauchen sollte. Natürlich hatte Malfoy alle ihrer Versuche abgeblockt. Vielmehr noch: Sie hatte ihn sogar dazu gebracht vor ihr aus der Bücherei zu flüchten und sie schließlich mitten im Gespräch auf dem Gang zurück zu lassen…

Was sie natürlich nicht anders erwartet hatte. Immerhin sprach sie hier von Malfoy. Natürlich hatte sie nicht wirklich erwartet, dass er außerhalb schwacher Momente offen sein würde. Umso besser war es zu wissen, dass er wahrscheinlich Freunde hatte, die für ihn da waren. Oder eher: Das sollte es sein. Doch der Gedanke, dass es sich viel mehr um Freundinnen handeln könnte, ließ sie nicht los.

Überraschenderweise hatte sie hinzukommend vor wenigen Stunden erfahren, dass auch Daria spontan an diesem Wochenende außer Lande war; was sie für die Eröffnung von Weasleys und das bevorstehende Wochenende nur noch trübsinniger stimmte. Sie hatte gehofft, sich aufgrund von Darias Anwesenheit etwas abseits halten zu können.

Vielleicht sogar zeitig wieder mit dieser zurück nach Hogwarts aufbrechen zu können: Um anschließend mit dieser im Gemeinschaftsraum die Zeit totzuschlagen und klammheimlich auf Malfoys Rückkehr zu warten.

Gott, sie war so erbärmlich…

Langsam aber sicher machte sich in ihr das Gefühl breit, dass sie vielleicht doch mehr empfand, als bloße Lust und Leidenschaft. Die Art und Weise, wie sein Anblick sie aufbauen konnte, sprachen teilweise dafür. Oder diese unglaubliche Wirkung, die seine dummen Sprüche neuerdings auf sie hatten. Egal wie fies diese augenscheinlich auch sein mochten. Es war nicht mehr dasselbe. Irgendwie schien sich ein Schalter in ihr umgelegt zu haben. Und zwar der, der bisher ihre Abneigung bewerkstelligt hatte. Stattdessen schien sie ihn nun tatsächlich halbwegs zu verstehen. Doch sie sprach hier von Malfoy… Draco Malfoy…

Sie und er waren wie Feuer und Wasser und es glich einem Wunder, dass sie nicht bei jeder Berührung und Begegnung wie eine Wasserstoffbombe hochgingen und alles in ihrer näheren Umgebung zu Schutt und Asche machten.

„Hast du alles?", fragte sie ihre schwarzhaarige Freundin, als diese gerade ihren Koffer hinter sich auf dem Flur abstellte.

Die Angesprochene schien noch einmal alles im Kopf durchzugehen und nickte dann. Und wie immer packte Mione schließlich den Koffer und machte sich damit auf den Weg zum Gemeinschaftsraum; wie immer wenn Daria zu ihren Eltern nach Frankreich aufbrach.

Der Koffer ratterte lauthals hinter ihr über den Steinboden, während Daria ihre Zimmertür verschloss.

„Hey, warte", rief diese ihr schließlich verwundert hinterher.

Mione drehte sich langsam um.

„Wo willst du hin?"

Der Lockenschopf machte langsam kehrt, zog eine Augenbraue hoch. „Zum Gemeinschaftsraum?"

„Nein, wir müssen runter zu den Ländereien", sagte die Schwarzhaarige, nahm ihr den Trolli ab und setzte sich langsam in Bewegung.

„Ist der Kamin vom Flohnetzwerk abgeschottet?", fragte Hermione verwundert.

Daria sah sie fragend an. „Du hast mir heute nicht wirklich zugehört, oder?"

Mione spürte, dass sie unter den strafenden, grünen Augen stark errötete. Nein, hatte sie zugegeben nicht. Sie war etwas zu beschäftigt damit gewesen, eine Entschuldigung für sich zu finden, um der Weasley Eröffnung fern bleiben zu können. Natürlich hatte sie diesen Gedanken schnell wieder beiseite gedrängt.

„Natürlich. Er ist abgeschottet…"

Die Schwarzhaarige lachte lauthals auf. „Nein, hast du nicht. Unser Ziel ist übers Flohnetzwerk nicht erreichbar." Sie hob den Koffer an, während sie gemeinsam – mit der momentan ziemlich verwirrten Ex-Gryffindor im Schlepptau – die Stufen hinab stieg.

„Wer ist uns?", verließ sie schließlich die schützende Deckung.

„Ich und Blaise", flötete Daria mehr als nur gut gelaunt. Eigentlich schon fast zu gut gelaunt.

Mione zog eine Augenbraue hoch. Himmel, sie musste verdammt tief in Gedanken gewesen sein, um das überhören zu können.

„Du und Zabini?", fragte sie schließlich überrascht.

Schulterzuckend wandte Daria sich langsam um. „Naja, eigentlich reise ich zusammen mit Draco und Blaise", flüsterte Daria sichtlich aufgeregt; und Mione rutschte das Herz in die Hose.

„Du reist mit Malfoy und Blaise?", hörte sie sich selber regelrecht krächzen. Ihre Stimme versagte kläglich ihren Dienst.

„Hast du mir gestern oder heute überhaupt einen Moment wirklich zugehört?" Darias Blick war mehr als nur strafend.

Hermione blickte sie einfach nur schweigend an, biss sich auf die Unterlippe. Langsam dämmerte es ihr. Darias wirren Pläne der letzten Woche, die sich alle darum drehten sich an Zabini zu hängen. Leider waren ihre Gedanken in den vergangenen Tagen bedenklich oft abgedriftet. Entweder weil sie sich um Malfoy sorgte, oder weil sie sich dabei ertappte ihm lüsterne Blicke zuzuwerfen. Die er teilweise auch noch erwiderte, was es nicht einfacher machte.

Sie war sich sogar ziemlich sicher, dass sie vorgestern wild und heftig geflirtet hatten. Letztendlich war sie ihm mit hitzigen Wangen durch das halbe Schloss gefolgt. Wahrscheinlich wären sie in irgendeiner Besenkammer gelandet. Allerdings hatten einige Schüler sie aufgehalten.

Den Rest der Nacht hatte sie ziemlich aufgewühlt in ihrem Zimmer verbracht. Denn nachdem sie stundenlang mit sich und der Entscheidung, ob sie zu ihm rüber gehen sollte, gerungen hatte, war er nicht da gewesen. Was wieder neue Gedanken aufwarf. Oder eher Fragen. Etwa: Wo war er gewesen? Oder: Bei wem war er gewesen?

Passenderweise erschien auch gleich der Blonde mit Zabini im Schlepptau am Fußende der Treppe. Ungeduldig sahen sie zu ihnen auf.

„Offiziell besuche ich in L.A. eine entfernte Tante", gab Daria leise zurück und beugte sich etwas vor, „die dann aber doch leider keine Zeit für mich haben wird."

„Daria, wir werden erwartet", rief Zabini ihnen sichtlich wenig begeistert entgegen. Malfoys Gesichtsausdruck sprach ähnliche Bände.

Der Lockenschopf konnte nichts anderes tun als ungläubig zu starren. Dabei wanderte ihr Blick nahezu fiebrig immer wieder zwischen den drei Personen, die sich nun in ihrem Sichtfeld befanden, hin und her. Auch wenn Daria in den letzten Tagen etwas beruhigt und weniger argwöhnisch gewesen war beunruhigte diese Sache sie. Da waren zu viele Möglichkeiten, die für sie im Nachhinein peinlich ausgehen könnten…

„Du hast eine Tante in L.A.?", entwischte es ihr mit piepsiger Stimme.

„Nein, natürlich nicht", sagte Daria kleinlaut und fügte ein unbeholfenes: „Hey… Die Liebe ist ein Schlachtfeld…", hinzu. Ganz offensichtlich war sie sich dem Wahnsinn in ihrer Stimme, und ihren Plänen, durchaus bewusst.

Mione blieb noch einen weiteren, endlosen Moment sprachlos…

„Sag nichts… Ich schwöre, wenn er an diesem Wochenende nicht anbeißt, gebe ich's auf", flüsterte die Schwarzhaarige augenrollend.

Nun räusperte sich Zabini geräuschvoll und Daria setzte sich ruckartig wieder in Bewegung. Und mit jedem ihrer Schritte, schien Hermiones Herz in seiner Schlaggeschwindigkeit so stark zuzunehmen, dass ihr speiübel wurde.

Malfoy würde das Wochenende gemeinsam mit Zabini und Daria verbringen… Immer wieder hallte dieser eigentlich so abstruse Gedanke hinter ihren Schläfen wieder… Sie konnte ihn nicht einmal annähernd fassen…

Am schlimmsten war die Tatsache, dass sie gerade nicht wirklich deuten konnte, was sie an dieser Sache gerade am meisten störte. Die Tatsache, dass in ihrer Abwesenheit unangenehme Gespräche aufkommen könnten, oder eher die Tatsache, dass Daria kostbare Zeit gemeinsam mit Malfoy verbringen würde.

Darüber tröstete sie nicht einmal das Fakt hinweg, dass die Schwarzhaarige nur wegen Zabini mit auf diesen wahnsinnigen Trip ging. Und Zabini war eindeutig nicht interessiert. Die Eventualitäten brachten sie fast um. Absurderweise sah sie Daria vor ihren inneren Augen gemeinsam mit Malfoy am Strand sitzen. Die junge Frau in Tränen aufgelöst, weil der Tränkemeister sie ein für alle Male abgewiesen hatte. Und Malfoy, der ihr tröstend und ungeholfen den Rücken streichelte, während die Wellen rauschend zu ihren Füßen endeten und sich die untergehende Sonne auf seinem Gesicht spiegelte.

Mione schüttelte schwach den Kopf. Sie wusste nicht, was gerade absurder war. Die Szene an sich oder die Tatsache, dass sie sich einen Moment tatsächlich vorgestellt hatte, Malfoy könnte Daria trösten. Malfoy war nicht der Charakter, der einem tröstend den Rücken streichelte. Der Blonde war eher der Typ Mensch, der rauchend und stirnrunzelnd neben einem saß, während man sich die Augen ausheulte…

Mione seufzte lautstark und beobachtete ihre Freundin dabei, wie sie mit federnden Schritten regelrecht an den wartenden Männern vorbei tänzelte, der Trolli schlitterte dabei über den Steinboden.

Und ehe sie es sich versah, hatte sich auch Mione wieder in Bewegung gesetzt. Beinahe hektisch sprang sie die Stufen hinab und stürmte auf den Blonden zu, der sie – wie auch Zabini – mit einer hochgezogenen Augenbraue bedachte.

„Malfoy, hast du noch eine Sekunde für mich?", platzte es aus ihr heraus. Sie wusste nicht warum, aber sie konnte ihn nicht gehen lassen, ohne ihn wenigstens halbwegs in Kenntnis gesetzt zu haben.

Vielleicht erhoffte sie auch irgendeine Regung von ihm, die sie dieses Wochenende überstehen ließ. Welche auch immer das sein konnte.

„Granger, wir müssen wirklich los", gab er mit gerunzelter Stirn zurück.

„Bitte", brachte sie hervor, als sie ihn erreicht hatte.

Zabini und Daria bedachten sie mit skeptischen Blicken.

„Wir müssen noch diese Sache wegen dem Spiel morgen klären", fügte sie rasch hinzu und bedachte Malfoy mit einem sicherlich beschämend flehenden Blick.

Der Blonde räusperte sich, sah einen Augenblick zu Boden und wandte sich dann an die beiden anderen. „Geht schon mal vor…"

Mit hochgezogenen Augenbrauen, setzten sich Daria und Zabini langsam in Bewegung. Wobei die Schwarzhaarige sich schneller zu fassen schien, als der junge Tränkemeister.

Einen Augenblick sahen sie den beiden stumm hinterher. Als sie außer Reichweite waren, setzte sich Malfoy ebenfalls in Bewegung. „Du hast rund 5 Minuten. Worum es auch immer geht."

Sie nickte, folgte ihm langsam. Mione wusste, worauf er auch ohne Worte hinaus wollte. „Soll ich dir etwas abnehmen?", flüsterte sie leise und beäugte den Rucksack und die Reisetasche, die er trug. Sie musste zugeben, dass es ein ungewohnter Anblick war. Dabei wusste sie nicht was merkwürdiger war. Malfoy, der einen Adidas Rucksack und eine Nike-Tasche trug, oder Malfoy der tatsächlich selber sein Gepäck stemmte.

Er runzelte die Stirn. „Du hast noch 4 Minuten Granger", sagte er dann, während sie gemeinsam durch die Eingangtür ins Freie gingen.

Mione schnaubte leise auf. Wollte wieder einmal protestieren, weil er so entsetzlich verschlossen war. Natürlich waren sie keine Freunde, würden es wahrscheinlich auch niemals werden. Aber, zwischen ihnen hatte sich soviel verändert, wie sie sich beide in den vergangenen sieben Jahren geändert hatte.

Er war nicht mehr der vom Glück verzogene und voreingenommene Reinblüter und sie war nicht mehr die besonnene und stets überhabende Schülerin. Sie hatte von Fällen gehört, wo Menschen sich so sehr änderten, dass sie den anderen Jahre später nicht mehr wieder erkannt hätten. Natürlich traf das hier nicht voll und ganz zu.

Dennoch wusste sie bereits jetzt, dass er abblocken würde. Dass sie Zeit verschwenden würde. „Da ist noch etwas, was du wissen solltest. Bevor du mit Daria das Wochenende verbringst", sagte sie also.

„Ich verbringe das Wochenende nicht mit Daria. Sie reist lediglich mit uns über den Portschlüssel hin und zurück. Sie besucht eine Tante", gab der Blonde zurück.

Hermione räusperte sich, fragte sich einen Moment, ob sie die Schwarzhaarige auffliegen lassen sollte. „Wie auch immer. Du solltest vielleicht wissen, dass Daria weiß…" Sie stockte, ging etwas langsamer neben ihm her, was ihn schließlich dazu brachte sein Tempo ebenfalls zu drosseln.

„Sie weiß, dass wir ab und an ficken?"

„Malfoy", fluchte sie errötend und er rollte mit den Augen.

„Sie weiß, dass wir eine Affäre haben?", verbesserte er sich herausfordernd.

Mione starrte ihn einen Moment sprachlos an. Warum auch immer, aber diese Worte aus seinem Mund hatte gerade eine größere Bedeutung, als Rons letztes Liebesbekenntnis. Sie hatten eine Affäre. Lächerlicherweise schien das in ihren Ohren gerade so viel mehr zu sein, als eine Bettgeschichte. Auch wenn es im Prinzip dasselbe war. Für sie schien die Tatsache, dass er sie als seine Geliebte und nicht als sein Betthäschen ansah, entsetzlich viel Gewicht zu haben. Was auch dasselbe war, aber es war ihr eg-

„Granger", unterbrach er ihre Gedanken grob.

„Ja und nein… Sie weiß, dass da jemand ist. Aber, nicht wirklich wer es ist. Wobei ich nicht sicher bin, ob sie nicht ahnt dass du es bist. Vielleicht tippt sie auch auf Zabini", erklärte sie und spürte, dass sie mit jedem Wort mehr und mehr errötete. „Deshalb dachte ich, ich warne sich vor. Nur für den Fall, dass sie irgendwas Unangenehmes-" Sie stockte, sah zu Boden.

Sie spürte, dass er sie mehr als nur eindringlich ansah. Sein Blick brannte regelrecht auf ihr. „Du schläfst mit Zabini?"

Überrascht sah sie auf und in seinen grauen Augen lag tatsächlich etwas Wütendes, vielleicht sogar Verletztes. Und es überraschte sie, denn es war zugegeben das Letzte, was sie erwartet hatte. Jedenfalls in diesem Zusammenhang…

„Es ist echt unglaublich, wer alles-", begann er bedenklich leise und starrte in die Richtung, in der Daria und Zabini vor einigen Sekunden verschwunden waren. Dann hielt er inne, atmete tief ein und wieder aus, bevor er fort fuhr. „Wiesel, Zabini? Wer noch, Granger?"

Mione sog wütend die Luft ein. „Niemand, Malfoy! Das hat sich Daria zusammen gesponnen. Ich schlafe nicht mit Zabini. Genauso genommen-", sie stockte. Ja, genau genommen schlief sie gerade nur mit ihm. Doch das war eine Sache, die sie ihm weiß Gott nicht unter die Nase reiben wollte. „Da sind nur du und Ron", beendete sie leise den Satz.

Seine Augen wirkten entsetzlich dunkel. „Genau, Granger! Ganz genau", fauchte er herablassend und setzte sich so schnell wieder in Bewegung, dass sie Mühe hatte mitzuhalten.

So schnell sie konnte folgte sie ihm. „Malfoy, wo liegt jetzt bitte dein Problem?"

„Ich habe kein Problem", gab er zurück, sah sie dabei aber nicht im Geringsten an.

Aus der Ferne sah sie bereits das schräge Dach, dass Hagrids Hütte zierte. Qualm stieg aus dem Schornstein in die Luft. Nur noch wenige Meter und sie würden wieder in Darias und Zabinis Sichtweite treten.

„Halt", rief sie und umfasste ihn am Unterarm, brachte ihn mehr oder weniger grob zum Stehen. „Warte", fügte sie hinzu, als er sie aus wütenden Augen anfunkelte.

„Granger, wir werden erwartet."

Sie nickte, lockerte ihren Griff jedoch nicht. „So werde ich dich aber nicht gehen lassen."

Malfoy sah sie einfach nur schweigend an und zum ersten Mal hatte sie das Gefühl, zum Teil sein wahres Gesicht zu sehen. Er schwieg, seine grauen Augen musterten sie stürmisch und forschend.

„Wir haben das geklärt, richtig? Du hast Reed oder Grey oder wen auch immer. Und ich habe Ron… Und das zwischen uns ist rein körperlich…"

Einen Moment blieb er regungslos, dann zog er die Augenbraue hoch. „Natürlich, Granger. Was hast du sonst erwartet?"

Sie schüttelte den Kopf, suchte so etwas wie eine Antwort in seinen Augen. Und so lächerlich es auch war, hoffte sie auf eine Art der Bestätigung. Obwohl sie nicht wirklich wusste, was sie damit anfangen sollte. Doch da war plötzlich nichts mehr. Seine Augen schienen verschlossen… Seine Miene schien sich wieder zu versteinern…

„Ich muss los", sagte er dann und sie ließ ihn schwach nickend los.

Blieb hinter dem letzten Hügel zurück, während er hinter diesem verschwand. Mione wusste nicht, wie lange sie wartete und den Qualm aus Hagrids Schornstein beim Aufsteigen beobachtete, bevor sie schließlich auch den Hügel hinter sich ließ und auf eine Tasse Tee das Häuschen betrat.


Vorschau:

„Du bläst die Hochzeit ab? Wegen so was?", gab er barsch zurück.

Mione schüttelte schwach den Kopf, stellte das fast leere Glas auf einem Regal in Reichweite ab. „Nein Ron. Ich blase das alles ab, weil wir ganz eindeutig erst einmal einige Dinge für uns selber klären sollten. Etwa, ob wir das hier wirklich noch wollen. Und ob wir wirklich noch das für einander empfinden, was für eine gemeinsame Zukunft von Nöten ist."


Huhu ihr Lieben… Das neue Chapter kam, wie ihr sicher schon bemerkt habt, etwas später als sonst… Mehr oder weniger absichtlich, denn ich habe mich vor einigen Tagen dazu entschlossen, vorübergehend erst einmal nur noch einmal pro Woche upzudaten. Ich komme momentan einfach nicht schnell genug voran, um so Fortzufahren, wie bisher. Und ich möchte vermeiden, dass ich euch letzten Endes eventuell noch länger warten lassen muss oder ich gar in Zwang und Stress gerate…

Ich bitte um euer Verständnis. Ich werde wirklich mein Bestes geben, dass es bei diesem einen Mal pro Woche bleibt. Und wenn es wieder etwas besser läuft, gibt es zwischendurch sicherlich auch mal oder wieder zwei Chapter… :)

Danke natürlich an meine lieben Meinungsgeiger… ;)

HexenLady: Und was soll ich dazu nun schreiben? Nur der Mond schaut zu… hehe… Trotzdem danke für den Kommi natürlich, Süße…

One77: Ja, ich denke er taut ganz langsam ein wenig auf… *lol* ;)

Nessi.C.: Na, du bist mir eine… Jetzt werden wir es ja nie erfahren… ;) Naja, auch schnuppe… Hauptsache, dir hat´s gefallen…

Die-na: Ganz genau… Langsam fallen die Masken… Wenigstens Bruchstück für Bruchstück… Wird aber wohl auch ganz langsam Zeit… ;)

Dracos CoffeeGirl: Ich denke, das Ende wird euch allen gefallen… *lol* mehr möchte und kann ich eigentlich noch nicht verraten… Und ich denke nicht einmal im Traum dran, mich unter Druck zu setzten… *bibber* ;)

Anna: Danke, das freut mich… Und ja, mich hat´s auch gewundert… *lol*

Princess Frances: Ja, das könnte man so sagen. Ich leide mit dem nächsten Chapter die Endrunde ein... Die wird aber noch mal etwas kompliziert… *lach*

Hattu: Sorry, da hab ich mich dann wohl vertippt… *rotwerd* Und genau das denke ich bei dieser neugierigen Schülersache auch… hehe… Und ich bin auch gespannt, was die alle sagen werden… ;) *knuddeldich*