37. The life of a known stranger…
Ihr Herz raste in ihrer Brust und ihr Blick lag starr auf der aufgewühlten nachtschwarzen See…
Ihr Innerstes tobte, schrie sie an, sich zu ihm zu drehen… Ihn zu berühren…
Miones Blick fiel auf das Bisschen nackte Haut, welches durch ihre Streicheleinheiten zwischen dem Bund seiner Hose und dem Saum seines Shirts entstanden war.
Ihn richtig zu berühren…
Sie atmete schneidend ein und aus, schloss einen Moment die Augen und versuchte gegen die Hitze und den Drang anzukämpfen.
Er war ihr zu lange nicht nah gewesen und sie wollte dem Drang nicht hier und jetzt nachgeben. Nicht an einem Ort, an dem sie wirklich fürchten musste die Kontrolle zu verlieren. Denn wahrscheinlich würde sie diese verlieren, wenn sie dem Drang jetzt nachgeben würde…
Vielleicht sollte sie ihn bitten zu gehen…
Gemeinsam natürlich…
Sicherlich wusste er einen Ort, an dem sie allein und ungestört sein konnten…
Doch sie brachte es nicht fertig, es auszusprechen…
Schamesröte flutete sie allein bei dem Gedanken daran…
„Ich habe mich gar nicht bedankt", flüsterte sie schließlich, ließ ihre Hand eine weitere Runde über seinen Bauch wandern. Sein Shirt war bereits wieder trocken und der Strand, auf dem sich eben noch einige der anderen Partygänger getummelt hatten, lag verlassen vor ihnen.
Er regte sich etwas unter ihr. Seine Hand, die lange unbewegt an ihrem Rücken gelegen hatte, begann mit einer ihrer Locken zu spielen. Sie spürte es nur durch den schwachen Zug an ihren Haaren, den dies verursachte. Mione schloss die Augen, inhalierte seinen Duft, der sich mit dem salzigen Aroma des Meeres mischte.
„Wofür?", fragte er schließlich. Er klang entsetzlich weit weg, was wohl daran lag, dass er flüsterte.
Mione richtete sich auf um ihn anzusehen, drehte sich halb auf den Bauch und versuchte ihm dabei nicht den Arm schmerzhaft abzuklemmen. Trotzdem fluchte er unter ihrer Bewegung leise auf und zog seinen Arm mit funkelnden Augen unter ihr hervor.
„Entschuldige", murmelte sie und sah ihm dabei zu, wie er sich abwandte und gänzlich aufrichtete. Innerlich enttäuscht tat sie es ihm gleich.
Ihre innere Stimme schien sie wütend zu verfluchen.
Sie hatte Abstand zwischen sich und ihn gebracht. Dabei hatte sie ihn küssen wollen…
Malfoy streckte neben ihr die Beine aus, stützte sich im Sand ab und blickte hinaus auf´s Meer. „Also… Wofür genau?", fragte er dann.
Sie zog die Beine an, erzeugte ein schwaches Knirschen des Sandes unter ihren nackten Füßen. `Für alles`, flüsterte ein Teil in ihr und einen Moment überkam sie ein undeutbares Gefühl. Es verwirrte sie, aber wahrscheinlich wäre sie ohne ihn jetzt nicht hier.
Sie musste über sich selber schmunzeln.
Nein, wäre sie ganz sicher nicht…
Doch auch wenn man es auf die gesamte Situation bezog, wäre sie wahrscheinlich unter anderen Umständen nicht an diesem Punkt und Abschnitt eines neuen Lebens angelangt, welches da scheinbar gerade vor ihr lag.
Er sah sie durch die Dunkelheit fragend und erwartungsvoll an. Jedenfalls soweit sie es deuten konnte.
„Für gerade", sagte sie also. „Du bist eben doch ein Gentleman."
„Bin ich nicht."
„Dann bist du eifersüchtig?", flüsterte sie und sah ihn an. Erinnerte sich daran, wie er ihr bereits bei der Neujahrsparty zur Hilfe gekommen war. Und wie es geendet hatte…
Und zum ersten Mal, war sie froh darüber…
„Eifersüchtig? Granger, er war kurz davor dir mit dieser albernen Wasserspritze eine überzuziehen."
Mione runzelte die Stirn. „Na… Aber, davor", fügte sie dann hinzu und starrte mit schmalen Lippen hinaus auf die See.
Er lachte herablassend auf. „Ich denke, Daria war heute die einzige, die wirklich eifersüchtig war. Und du…"
„Ich?", fragte sie spitz.
Der Blonde nickte. „Auf Celeste und Celine."
„Das sind deine Zwillinge, richtig?", knurrte sie bitter.
Er ignorierte es. „Und du bist eifersüchtig auf Blair und Naomi."
„Weil du mit ihnen schläfst, du Spinner", knurrte sie und ließ sich wütend zurück fallen.
Als sie komplett im Sand lag und er im wahrsten Sinne des Wortes auf sie herabblickte, raufte sie sich wütend die Haare. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie vielleicht doch eine Spur zu ehrlich gewesen war.
„Du warst eifersüchtig auf Alain. Auf ihn, aber auch auf Zabini", gab sie schließlich zurück.
Er zuckte mit den Schultern. „Du hast nicht mit ihnen geschlafen", bemerkte er dann spitz. „Warum sollte ich also eifersüchtig sein?"
„Malfoy", knurrte sie, richtete sich auf…
Oder eher, sie hatte es vor. Denn noch auf halber Strecke wurde sie durch ihn zurück in den Sand gepresst. „Ich habe nicht mit den Zwillingen geschlafen", wisperte er ganz nah an ihrem Gesicht.
„Heute nicht", flüsterte sie schroff.
Seine Lippen streiften sanft die ihren und sie spürte, dass er grinste. Schwach aber merklich. Währenddessen schlich sich seine Hand ihren nackten Schenkel hinauf.
Mione legte ihre Hände um seine Hüften, zog ihn etwas näher an sich. Beinahe fahrig ließ sie sie schließlich unter die Rückseite seines Shirts wandern und strich zaghaft über seinen Rücken. „Wann hast du das letzte Mal-" Sie stockte, schluckte hart.
Es war absurd es zu fragen…
Vor allem, da sie die Antwort nicht hören wollte…
Was war bloß los mit ihr?
Mit einem Seufzen wandte sie ihr Gesicht ab, ließ ihre Hände bewegungslos unter seinem Shirt ruhen.
Doch seine Hand stockte ebenfalls. Viel mehr noch; sie ließ von ihrem Schenkel ab. Dann stützte er sich neben ihr im Sand ab und richtete sich auf. Obwohl es nun stockdunkel war, nahm sie wahr, wie durchdringend er sie mustern musste.
„Das ist doch jetzt nicht dein Ernst, oder?", flüsterte er.
Mione zog ihre Hände unter seinem Shirt hervor und schüttelte schwach den Kopf. „Ich weiß es nicht…", flüsterte sie dann und strich sich einige Haare von der Stirn.
Etwas Sand rieselte durch ihr Gesicht, während er sie schweigend ansah. Beinahe liebevoll kroch er hoch zu ihrem Wangenknochen-
Hermione schrie auf, schlug sich mitten ins Gesicht. Gerade rechtzeitig, um das erste lange Spinnenbein in ihrem Blickfeld zu erhaschen. Dabei rammte sie dem Blonden hart das Bein in die Körpermitte. Doch es war ihr gerade vollkommen egal…
Kreischend kroch sie unter dem Blonden hervor, sprang auf die Beine und schlug einige Male hektisch gegen die verschiedensten Stellen ihres halbnackten Körpers.
Im Grunde hatte sie kein wirkliches Problem mit Krabbelviechern und sonstigem Ungeziefer. Jedoch bezog sich das auf Situationen, in denen diese nicht über ihre nackte Haut krochen.
Sie sprang noch einige Male auf der Stelle umher und blickte dann zum Blonden auf. Malfoy stand stillschweigend wenige Meter neben ihr. Anhand seiner Silhouette konnte sie erkennen, dass er einen Arm in die Hüfte gestemmt hatte.
„Es tut mir leid", flüsterte sie entschuldigend und schüttelte sich ein letztes Mal.
„Sie ist in deinen Ausschnitt gefallen", säuselte er.
Mione zuckte heftig zusammen, zog das Shirt am Ausschnitt auf und fasste sich quietschend hinein. „Wirklich", entwischte es ihr dabei schrill.
Wie von Sinnen suchte sie in ihrer Kleidung, griff sogar testweise von unten unter das Shirt. Doch sie fand nichts…
Überrascht wich sie zurück, als der Blonde den Moment ihrer Unachtsamkeit nutzte und den Abstand zwischen ihnen schloss. Blitzschnell umfasste er sie an Rücken und Kniekehlen und hievte sie hoch; nur um sie mit kräftigem Schwung in die aufbrausenden Fluten dicht neben ihnen zu befördern.
Und das alles ging so schnell, dass sie noch nicht einmal dazu kam ihr Shirt wieder loszulassen.
Als sie für den Bruchteil einer Sekunde ins salzige Nass untertauchte, schluckte sie etwas Wasser. Dann richtete sie sich blitzschnell wieder auf. Dabei tropfte der nasse, schlammige Sand in dem sie gelandet war, von Rücken und Hinterteil ins Wasser.
„Sag mal, hast du sie noch alle?", fluchte sie leise.
Er stand neben ihr bis zu den Knien im Wasser und grinste sie amüsiert an. „Ich denke, die Abkühlung konntest du gebrauchen."
„Findest du das lustig?", knurrte sie und stampfte triefend an ihm vorbei an Land.
Er folgte ihr. „Ja… Finde ich."
„Du bist so ein-", fauchte sie und wirbelte blitzschnell zu ihm herum. So schnell, dass sie im Sand ins Schwanken geriet.
Doch er fing sie ab und zog sie grob an sich. Einen Moment überraschte und überrumpelte sie das plötzliche Gefühl seiner Lippen auf ihren. Doch dann entspannte sie sich, atmete schwerfällig in den Kuss und presste sich an ihn.
Dabei legten sich ihre Hände um seinen Hals, vergruben sich in seinen zurück gestylten und doch durch den Wind wirren Haaren. Keuchend legte sie den Kopf schief, taumelte etwas nach vorne und schubste ihn mit ihrem Körpergewicht mit sich.
„Granger", flüsterte er strafend gegen ihre Lippen, als er sie beide wieder abgefangen und vor einem Sturz bewahrt hatte. Doch sie setzte grinsend zum zweiten Versuch an. Die erste Hitzewelle schoss mehr als deutlich durch ihren aufgewühlten Körper.
„Malfoy", hauchte sie und saugte spielerisch an seiner Unterlippe, stemmte sich dann erneut hart im Sand ab und wieder gerieten sie ins Taumeln.
Er löste sich von ihr. „Was soll das?", knurrte er.
Sie leckte sich hitzig über die Lippen, zog ihn am Hosenbund wieder an sich. „Ich will dich unter mir haben." Dann verschloss sie ihm wieder die Lippen, presste sich fordernd an ihn und begann zaghaft an seiner Unterlippe zu knabbern.
Einen Moment zögerte er, ließ sie einfach gewähren. Dann beugte er sich vor und küsste zurück. Öffnete die Lippen und keuchte leicht gegen ihre. Seine Hand kämpfte sich dabei den Weg zwischen ihnen vor, legte sich um ihre linke Brust und begann sie leicht zu kneten. Dabei reizte er ihre Brustwarze von Zeit zu Zeit mit dem Daumen durch den nassen Stoff.
Mione stöhnte leise auf, umfasste sein Gesicht mit ihren Händen und presste ihre geöffneten Lippen hart auf seine. Er ließ sie erneut gewähren. Auch als sie ihm bestimmt die Zunge in den Mund drängte und die seine zum Spiel aufforderte.
Die Hitze und Härte, die sich zwischen ihnen breit- und bemerkbar machte, verriet ihn. Nahm ihm seine Maske. Und es bescherte ihr nicht nur verräterische Hitzewellen, sondern auch ein berauschendes Gefühl der Kontrolle…
Grinsend schob sie ihre Hand zwischen sich und seine Beine und massierte seinen Schoss. Er keuchte in ihren Kuss, drängte sich so heftig gegen sie, dass sie beinahe zu Boden gingen.
„Langsam", flüsterte sie atemlos und amüsiert, nachdem sie sich von ihm gelöst hatte.
Er sagte nichts. Doch der Klang seiner Atmung und ihr Gefühl sagten ihr, dass er sie gerade wütend anfunkelte.
Mione umfasste seinen Nacken, massierte diesen leicht und ähnlich, wie sie gerade seine Körpermitte massiert hatte. Mit einem weiteren Grinsen bemerkte sie, wie er sich neben ihr verkrampfte.
„Lass uns in die Düne dahinten gehen." Sie umfasste seine Hand und zog ihn langsam mit sich. Die Hitze nahm ihr eindeutig den Verstand. „Ich bin allerdings oben", flötete sie herausfordernd und belustigt in seine Richtung.
„Glaub nicht, dass du mich damit beeindrucken kannst", gab er überraschend bissig zurück.
Sie hielt inne, leckte sich herausfordernd über die Lippen und bedachte ihn mit einem lasziven Grinsen; was er wenn sie Glück hatte spüren würde. „Oh doch, das glaube ich…"
Er funkelte sie durch die Dunkelheit hindurch an. Dabei lag seine Hand immer noch in ihrer. Sie starrte zurück und der Druck um ihre Hand verstärkte sich…
„Nana, was treibt ihr zwei denn da?", durchriss eine Männerstimme die Stille.
Mione wirbelte hektisch herum, als sie der schwache Lichtschein eines Lumos-Zaubers traf. Nein, eigentlich waren es zwei Zauberstäbe, die langsam aber sicher auf sie zukamen.
„Lumos", ertönte es nun auch dicht neben ihr von Malfoy und zögernd tat sie es ihm gleich; nachdem sie ihre Kleidung blitzschnell getrocknet hatte.
„Wer zur Hölle-", warf der Blonde dem nahenden Tumult entgegen, doch er stockte und entspannte sich mitten im Satz.
„Stören wir?", ertönte eine amüsierte Frauenstimme.
Hermione schluckte und errötete unter dieser Frage verräterisch.
„Nicht im Geringsten", gab der Blonde zurück und trat einige Schritte auf die drei Personen zu, die jetzt in sichtbarer Nähe waren.
Es handelte sich um den großen Dunkelhäutigen, namens Barry White und zwei mehr oder weniger Unbekannte. Die junge, dunkelhaarige und auch dunkelhäutige Schönheit hatte sie vorhin auf der Party bereits gesehen. Und soweit sie die Lage einschätzen konnte, gehörte sie zu White.
Den zweiten Mann, einen kleinen Südländer, kannte sie ebenfalls vom Sehen. Doch viel bekannter war ihr seine Stimme vorgekommen. Doch so sehr sie sich auch gerade im Schnellformat den Kopf zermarterte, wollte ihr nicht einfallen woher.
Starr und stillschweigend sah sie die drei an, die nun ebenfalls stumm vor ihnen zum Stehen gekommen waren.
„Ihr solltet achtsam sein. De Pries reißt dir den Kopf ab, wenn ihr erwischt werdet", kicherte die Frau.
Mione errötete noch stärker, als sie es eh schon war. Doch sie fühlte sich nicht sicher genug, um irgendetwas zurück zu geben.
„Da war nichts", kam ihr Malfoy schließlich eh zuvor.
Die Frau gesellte sich grinsend neben den Blonden und legte ihm sanft den Arm um die Hüfte. Doch der blickte nun emotionslos in die Runde. Und zwar so gleichgültig, dass es sie wütend machte.
„Ist Alains scheiß Party endlich zu Ende?", fragte er dann.
„Sie war bereits zu Ende, als du sie verlassen hast", flüsterte der Südländer amüsiert und die Dunkelhaarige lachte.
„Sie war noch nicht einmal in Gange, als ich noch da war", gab der Blonde schnippisch zurück.
Die Frau lachte erneut und Mione scharrte etwas unbehaglich mit dem Fuß. Sie kam sich gerade extrem fehl am Platz vor.
Schweigen trat ein. Die Frau starrte zu Boden und die beiden Männer tauschten vielsagende Blicke aus.
„Draco", flüsterte die Frau schließlich.
Er sah sie stirnrunzelnd an. „Was?"
„Willst du uns deine Begleitung nicht vorstellen?", flüsterte die kleine Dunkelhaarige extrem leise, was die Männer zum Lachen und Malfoy zum Husten brachte.
„Ihr kennt sie doch schon", fauchte er schließlich.
„Draco", tadelte die junge Frau erneut.
„Drei Drinks für die Manierenkasse", lachte der Südländer und zwinkerte Mione zu.
Sie lächelte etwas überrumpelt zurück, was sicherlich in einem rundum dämlichen Versuch endete.
„Granger, dass sind Natalie, Barry und Josh… Leute, das ist Granger…", stellte er sie mit einem genervten Augenrollen vor.
„Granger?", fragte die Frau namens Natalie amüsiert und ganz offensichtlich war diese Frage nur an den Blonden gerichtet.
„Hermione", verbesserte der Lockenschopf jedoch trotzdem vorsichtig.
„Ja…", sagte Malfoy zeitgleich.
Die Blicke der anderen bedachten sie einen Moment teilweise amüsiert und teilweise undeutbar und neugierig. Der Südländer namens Josh grinste breit.
„Interessant", sagte er dann an Malfoy gewandt, packte diesen am Unterarm und zog ihn mit sich. Der Dunkelhäutige folgte den beiden Männern, was sie mit der Frau zurückbleiben ließ.
„Wir wollten noch einen Abstecher ins Fries machen. Begleitest du uns?"
Mione blickte Natalie überrascht an. „Ich weiß nicht recht…", gab sie dann zurück.
„Was? Ob es ihm recht ist?", fragte die Dunkelhaarige mit einem Zwinkern.
Sie erwiderte mit einem unsicheren Lächeln.
„Ich bin sicher, das ist es ihm", flüsterte Natalie immer noch grinsend, hakte sich ungefragt beim verwirrten Lockenschopf ein und zog sie mit sich davon…
-v-
„Also sagten wir ihm, er müsse dieses Konzept noch einmal überdenken", erklärte Barry White gerade in ruhigem Ton, „was ihn wieder dazu brachte, es mir dir besprechen zu wollen."
Der Blonde ließ sich am linken Tischrand nieder und sah sein Gegenüber einen Moment schweigend an. „Ich habe sein Konzept schon gefühlte tausendmal mit ihm besprochen. Im Prinzip habe ich es mindestens tausendmal überarbeitet", sagte er dann genervt.
„Und wo ist sein Problem?", warf Josh Chandler, ein amerikanischer Spielekommentator, was erklärte, woher sie seine Stimme kannte, ein.
Malfoy seufzte genervt, zuckte mit den Schultern. Chandler setzte sich neben Malfoy ans Tischende. White ließ sich ihm gegenüber auf der anderen Tischseite nieder. Hermione setzte sich zögernd auf den Platz neben den Blonden und saß somit Natalie Harper gegenüber; die wiederum neben White hockte.
„Er taugt einfach nichts", antwortete dieser gerade und zog eine der Speisekarten heran.
Das Fries war ein modernes und strandnahes Bar-Restaurant. Die Tische und Stühle waren aus unbehandeltem Holz, die Kellnerinnen trugen knappe Shorts und Shirts und sowohl die Gäste als auch Besitzer, schienen allesamt Muggel zu sein.
„Wozu habt ihr ihn dann eingestellt. Er soll Draco doch entlasten und nicht zusätzlich belasten?", fragte Natalie gerade munter in die Runde und riss Miones Blick von einer der spärlich bekleideten Kellnerrinnen.
Der Blonde nickte der jungen Frau zustimmend zu. „Wahre Worte, Nate."
„Was darf ich ihnen bringen?", unterbrach sie das junge, halbnackte Mädchen; wobei sie den Blonden Miones Ansicht nach unverschämt musterte.
Sie musste sich ein genervtes Seufzen verkneifen. Konnten noch nicht einmal die Muggel dieses ewige Anschmachten unterlassen?
Beiläufig und so unauffällig wie möglich, legte sie ihre Hand auf Malfoys blassen und nackten Unterarm. Der Blonde sah einen Moment irritiert zu ihr rüber, ließ sie aber gewähren. Wahrscheinlich, weil sie extrem interessiert in die Karte schaute, die Barry White ihm gerade zugeschoben hatte.
„Wir haben uns noch nicht entschieden", sagte Natalie und die Kellnerin zog erst einmal wieder von dannen.
Mit einem Räuspern ließ der Lockenschopf wieder vom Blonden ab; und als sie aufsah, traf ihr Blick Natalies. Diese grinste sie unverschämt und wissend an. Jedoch alles andere als gehässig oder belustigt. Vielmehr warm und amüsiert.
Dennoch errötete Mione, versuchte unauffällig in eine andere Richtung zu sehen.
Himmel, sie hatte gerade tatsächlich und mehr als nur erbärmlich offensichtlich ihr Revier markiert…
„Ihr wollt wirklich mitten in der Nacht etwas essen?", stöhnte der Blonde schließlich neben ihr und ließ sich auf dem Stuhl zurück fallen. Sein Blick lag für einen Moment an der aus Bastenmatten geflochtenen Decke…
„Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen", warf Chandler ein und zog sich die Karte heran. „Das wäre nicht das erste Mal. Jetzt spiel hier nicht den Coolen."
Mione musste schmunzeln und Malfoy richtete sich so heftig wieder auf, dass sein Stuhl kippelte. „Den Coolen spielen?", warf er mit hochgezogener Braue ein. „Ich bin immer cool", fügte er dann sarkastisch hinzu.
„Ja… Bis auf das eine Mal, wo du unser ganzes Badezimmer voll gekotzt hast", flüsterte Natalie amüsiert. Ihr Blick war dabei fest in der Karte versunken, die vor ihr lag.
„Oder…", Chandler lachte, richtete sich auf. „Erinnert ihr euch an letztes Jahr? Wo wir ihn halbnackt in dieser schmutzigen Gasse aufgegabelt haben, weil er diese großen Typen bis aufs Blut gereizt hatte?"
Malfoy schnaubte neben ihr wütend auf. Seine Miene war blank, seine Wangen leicht gerötet. „Vielen Dank für nichts, ihr miesen Arschlöcher."
„Draco", kicherte Natalie und klammerte sich an den starken Arm ihres Freundes.
„Sag dass du verdammt froh warst uns zu sehen?", flötete Chandler amüsiert.
„Du kannst mich mal", knurrte der Blonde leise.
„Also, mindestens eine Geschichte habe ich noch… Eine, die Miss Granger sicherlich brennend interessieren würde", murmelte der Südländer breit grinsend und Malfoy verkrampfte sich neben ihr.
„Josh", hauchte Natalie, doch sich konnte ein leises Kichern nicht unterdrücken.
„Also, für mich einen Beach-Burger", sagte Chandler und schob dem Blonden wieder die Karte zu. Dieser zog sie mit strafender Miene an sich.
„Ich auch", sagte die junge Frau gegenüber nickend und schob ihrem Nebenmann und ganz offensichtlich auch festem Freund, die Karte zu.
White zuckte bloß unsicher mit den Schultern. „Ich nehme dasselbe wie immer…"
„Ach… Dann nehme ich die überbackenen Nachos…", fauchte Malfoy als würde er gerade jemanden beleidigen und schob die Karte so grob und heftig zu ihr rüber, dass sie vom Tisch rutschte und ihr auf den Schoss fiel.
„So viel Fett?", flüsterte der Südländer amüsiert.
„Ich setze eh nicht an", gab Malfoy herausfordernd zurück. „Wenigstens eine gute Sache, die ich von meinen nichtsnutzigen Eltern geerbt habe."
„Neben deiner Selbstüberschätzung und Selbstverliebtheit", warf Barry White grinsend und herausfordernd ein.
Natalie begann schallend zu lachen. Sie lachte so sehr, dass ihre Schultern zuckten; und auch Chandler hielt es einen Moment kaum mehr auf seinem Stuhl. Mione musste sich zusammenreißen, um nicht mit einzustimmen. Es gelang ihr nur teilweise…
Malfoy blickte von der Karte auf, doch zu ihrer Überraschung lag ein schwaches Grinsen auf seinen feingeschwungenen Lippen.
„Josh, warum gehst du nicht rüber zum Tresen und erzählst der kleinen Blonden, dass du Frauenohren im Eimer sammelst", wisperte Malfoy schneidend und der Angesprochene verstummte errötend.
„Da war ich sturzbetrunken", fauchte er, „und das war ein Versehen."
Malfoy lachte herausfordernd. „Ja… Genauso wie die Sache mit den Höschen?"
Der Südländer verstummte komplett, hob beschwichtigend die Hände. Dann wandte sich der Blonde an seinen dunkelhäutigen Freund. Er sagte nichts, doch sein Blick sprach Bände. White imitierte die Frieden suchende Geste sofort, jedoch grinsend.
Mit einem leisen, zufriedenen Lachen widmete sich der Blonde also wieder der Karte. Jedoch zeigte er seinen Freunden dabei dreist und vollkommen beiläufig den Mittelfinger. Natalie umfasste diesen und blickte ihn herausfordernd an, als er aufsah.
„Was sagte ich, mache ich beim nächsten Mal damit?", fragte sie augenzwinkernd.
„Mir Manieren beibringen", antwortete Malfoy.
„Und wie?"
Mit einer einzigen Bewegung entzog er ihr seine Hand. Sie lehnte sich kichernd wieder im Stuhl zurück, presste sich an Barry und drückte ihm schließlich einen Kuss auf.
Malfoy und Chandler wendeten die Blicke augenrollend ab und dann auf Mione; was die Turteltäubchen ebenfalls dazu brachte, sie anzusehen. Damit starrten sie alle erwartungsvoll an. Mione hob die Karte zurück auf den Tisch und schob sie von sich.
„Ich nehme nichts", flüsterte sie kopfschüttelnd.
Dummerweise trug eine der halbnackten Bedienungen gerade ein Tablett mit Fritten und Burgern vorbei, was ihren Magen lauthals knurren ließ. Sie verfluchte sich dafür, dass sie auf Alains alberner Party nur sowenig gegessen hatte.
Denn Daria war nicht nur klanglos verschwunden, sondern dummerweise auch mit jeglichem Hinweis, wo sich ihr Hotel befand. Somit war sie gerade vollkommen mittellos.
Malfoy zog neben ihr eine Augenbraue hoch. „Merlin, jetzt sag nicht du bist auf Diät."
Josh und Barry lachten leise und Natalie sah sie fragend an.
„Die haben hier auch Salate", sagte sie dann und deutete auf eine untere Spalte der Karte.
Mione errötete. „Nein ich…" Sie schluckte unbehaglich, spürte wie sie vor Scham errötete. „Meine Freundin ist mit meiner Geldbörse in unser Hotelzimmer verschwunden. In ein Hotelzimmer, dessen Lage ich nicht weiß… Ich habe also kein Geld…" …
„Wo bleibst du denn dann heute Nacht", fragte Natalie sie besorgt.
Gott, die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag mitten ins Gesicht. Es verdrängte sogar einen Moment die Unbehaglichkeit…
„Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht", flüsterte sie und versuchte sich ein Lächeln abzuringen. Etwas unbehaglich strich sie sich eine Strähne hinter das Ohr.
„Sie kann unmöglich heute Nacht hier draußen umherirren", sagte die Dunkelhaarige unverblümt an den Blonden neben ihr gewandt und Mione errötete stark.
„Das ist schon okay", gab sie unbehaglich zurück.
„Habt ihr euch in einem Muggelhotelzimmer eingebucht? Das könnte man orten", fragte der Blonde sie.
Mione schüttelte schwach den Kopf.
„Draco", fauchte Natalie vorwurfsvoll.
„Merlin, das war nur eine Frage verdammt. Ich lasse sie hier schon nicht auf der Straße stehen", fauchte er augenrollend zurück.
Natalie lehnte sich zufrieden grinsend zurück, während Mione zunehmend errötete.
„Das ist schon okay", wiederholte sie sich.
„Halte deine Klappe und such dir endlich was aus", knurrte Malfoy schneidend und schob ihr die Karte erneut zu. Dieses Mal jedoch etwas sanfter…
Huhu ihr Lieben… Hier bin ich mal wieder, heute allerdings in der ganz kurzen Fassung. Denn ich habe wirklich ein paar knallharte Arbeitstage hinter mir und bin einfach nur noch fertig… *ausganzkleinenaugenguck*
Ich danke India für´s Betalesen, Mean ind Fränzi für den kreativen Beistand und alle Reviewer für die lieben Kommentare… Ich knuddel euch alle…
