40. Early Prophets

Ron auf Abstand zu halten, gestaltete sich schwieriger, als sie erwartet hatte. Denn nachdem sie ihn volle zwei Tage ignoriert hatte, schrieb er ihr natürlich erneut. Nur dass seine Zeilen dieses Mal noch freundlicher und wohlgesonnener waren.

Was sie nach wie vor nicht im Geringsten wunderte. Ihr ehemaliger bester Freund und nun auch ehemaliger Verlobter, hasste es warten zu müssen. Sei es auf Antworten, Personen oder Dinge denen er entgegen sah. Ron war ein von Grund auf ungeduldiger Mensch.

Mione schlenderte langsam den Flur entlang. Dabei hatte sie einige Bücher unter den linken Arm geklemmt. Unter ihrem rechten befanden sich ein Dutzend berichtigter und benoteter Test, die sie später zurückgeben und mit den Schülern besprechen wollte.

„Granger, ich bin überrascht", riss es sie aus den Gedanken und sie sah überrascht auf. Doch was sie noch viel mehr überraschte war, dass sie wie von selber zu grinsen begann.

„Worüber?", fragte sie den Blonden, der sein Tempo verlangsamt hatte und nun rückwärts vor ihr herlief.

Wie so oft um diese Zeit war er in etwas Sportlichem gekleidet und hatte die schneeweißen Kopfhörer des iPods um den Hals gelegt.

„Darüber, dass du offensichtlich gerade eben erst aus deinem Zimmer gekommen bist. Du hast also anscheinend tatsächlich das Frühstück geschwänzt."

Mione bestätigte seine Aussage nicht. Stattdessen lud sie die Tests immer noch grinsend nach links und angelte nach dem kleinen weißen Musikspieler in seiner Jackentasche.

Natürlich stand er, wie so oft, im gesperrten Modus. Mit wenigen Handgriffen löste sie die Sperre und er nahm ihr das kleine weiße Ding grinsend ab und ließ es wieder in seine Jackentasche gleiten.

„Das ist also ein Ja", wisperte er amüsiert.

Sie schüttelte lachend den Kopf und lud die Tests zurück auf den rechten Arm. Gemeinsam passierten sie den Durchgang zu den öffentlichen Fluren und machten sich auf den Weg zum Treppenhaus. Malfoy ließ sich neben ihr zurückfallen und ging schließlich im Schritttempo neben ihr her.

„Was machst du noch so? Im Bezug auf sportliche Aktivitäten? Vom Joggen mal abgesehen?", flüsterte sie und musterte ihn einmal von oben bis unten. Zwar sah sie durch den Anzug und die Jacke nichts, aber ihr inneres Auge schien viel zu genau zu wissen, was sich unter dem Stoff verbarg.

Siedendheiß schoss es ihr in die Wangen, als sie es sich genau ausmalte. Also wendete sie den Blick ab und biss sich auf die Lippe.

„Worauf genau willst du hinaus?", fragte er neben ihr skeptisch. Sie spürte, dass er sie durchschaut hatte. Wahrscheinlich war es aber auch zu offensichtlich gewesen.

„Naja, du bist gut durchtrainiert. Für einen Sportler." Noch bevor sie es ausgesprochen hatte, wurde ihr bewusst wie albern und falsch das klang.

Ein leises Lachen entwischte ihm und sie stiegen nebeneinander die Stufen hinab.

„Ich weiß, das ergab keinen Sinn", sagte sie augenrollend und wich seinen Blicken aus.

„Ja, das ergab es tatsächlich nicht."

„Also?"

„Also was?"

Hermione blieb am Treppenabsatz stehen und musterte ihn strafend. „Du weißt genau, worauf ich hinaus will."

„Was soll ich sonst schon so machen? Ich jogge, achte etwas auf meine Ernähung und trainiere auf dem Feld. Manchmal mache ich Liegestütze. Aber eher selten…" Er sah sie einen Moment zweifelnd an. „Das ist lächerlich, Granger. Das interessiert dich nicht wirklich, oder?"

„Natürlich", sagte sie. Sie wusste nicht wirklich ob sie log oder nicht.

„Hm…", hauchte er und setzte sich einfach in Bewegung.

„Hm, was? Ich meinte das ernst. Das war jetzt nicht abwertend gemeint. Oder um mich über dich lustig zu machen", rief sie und folgte ihm.

„Das war mir bewusst. Dazu hast du mich viel zu enthusiastisch mit den Augen ausgezogen."

Sie blieb stehen, spüre erneut dieses verräterische Brennen in den Wangen. „Hör auf zu übertreiben."

Er blieb ebenfalls stehen, sah sie mit skeptischer Miene und hochgezogener Augenbraue an.

„Bin ich…", sie drehte sich etwas und versuchte sich selber von hinten zu betrachten. „Naja… Irgendwie unförmig?"

„Was?"

„Naja, ich habe seit Jahren keinen Sport mehr gemacht."

‚Noch nie', wisperte ihre innere Stimme.

Malfoy schwieg, starrte sie einfach nur an.

„Ach, vergiss es", wisperte sie und spürte das einige der Bücher aus ihrem Griff rutschten.

„Verdammt", fluchte sie und drehte sich, hob das Bein an um sie abzufangen. Doch es war ein unmögliches Unterfangen. Hilflos spürte sie das erste Buch aus dem Stapel rutschten und es ging, gefolgt von den anderen, zu Boden.

Überraschenderweise war Malfoy der erste, der sich nach den Büchern gebückt hatte.

„Du musst nicht… Ich…" Sie hockte sich neben ihm auf den Boden, was die Tests dazu brachte ebenfalls aus ihrem Griff zu rutschen. Mit einem schlappenden Geräusch gingen auch sie zu Boden. Sie stöhnte genervt auf, fluchte einige unverzeihliche Worte vor sich hin.

„Nimm du die Hefte und ich nehme die Bücher", sagte der Blonde scharf, als sie ihm gerade einen Wälzer aus dem Griff ziehen wollte.

„Du musst echt nich-"

„Granger, halte einfach die Klappe und nimm die scheiß Hefte."

Mione sammelte nach Luft schnappend die Hefte ein, als sie McGonagall merkwürdig grinsend am unteren Absatz der Treppe stehen sah. Die Hand der Alten lag dabei auf dem Treppengeländer und sie sah sie einfach nur an.

Sie hustete, um den Blonden anzudeuten, dass sie nicht mehr ungestört waren. Er blickte irritiert auf, bevor er sich mit den Büchern aufrichtete und langsam umdrehte.

„Guten Morgen, meine Lieben", sagte die Schulleiterin lächelnd und schlenderte an ihnen vorbei in die Große Halle.

„Guten Morgen", rief ihr der Lockenschopf benommen hinterher und richtete sich ebenfalls auf.

Einen Moment schwiegen sie.

„Himmel, wie lange sie da wohl schon stand", flüsterte Mione errötend.

Malfoy zuckte mit den Achseln. „Als du mich gefragt hast ob du unförmig bist, stand sie dort noch nicht."

„Malfoy", schnappte sie und setzte sich langsam in Bewegung.

Einen Augenblick schien er unschlüssig zurück zu bleiben, bis ihm bewusst zu werden schien, dass er ihre Bücher hatte. Also setzte er sich beschleunigt in Bewegung, bis er sie wieder eingeholt hatte.

„Du kannst mich gerne bei meinen Läufen belustigen", sagte er neben ihr. „Um etwas gegen deine Unförmigkeit zu tun."

Sie blieb wütend stehen. „Du bist wirklich das Letzte, weißt du das? Du bist absolut ungehobelt, unhöflich und eingebildet. Außerdem könnte dein Bauch auch etwas mehr Training gebrauchen."

„Bitte was? Du hast wohl nicht genau genug hingeschaut."

„Oh doch, das habe ich. Und da war keine Spur von einem Sixpack."

„Einem was?"

Mione lächelte überheblich. „Na, das sind besonders durchtrainierte Bauchmuskeln."

„Ich bin Sucher und kein Treiber, Granger."

„Das bedeutet nun was?"

Er blieb stehen und schnalzte mit der Zunge. „Ich muss flink und sehnig sein. Nicht groß, klobig und muskulös."

„Na, flink bist du ja eindeutig", wisperte sie grinsend.

Und seine Miene verdunkelte sich. Er ließ die Bücher vor ihren Füßen lautstark zu Boden fallen und wandte sich blitzschnell um.

„Verdammt", fluchte sie und hechtete ihm hinterher.

„Malfoy warte. Das war wirklich fies, ich gebe es zu."

Während sie sich in Bewegung setzte legte sie den Stapel Hefte beiläufig auf der Fensterbank ab. Jedoch rutschte diese auseinander und einige der Hefte gingen zu Boden. Doch sie ignorierte sie, folgte ihm bis zum Durchgang, der ihn zurück in die Eingangshalle führen würde.

„Warte", wisperte sie und hielt ihn am Arm zurück.

Er beachtete sie nicht, trommelte auf dem kleinen weißen Ding in seiner Hand herum, dessen Kopfhörerenden in seinen Ohren steckten. Einige wirre, blonde Strähnen hingen lose über ihnen und einen Moment verlor Mione sich im Anblick, den er bot.

Seine stürmischen grauen Augen. Das feine blonde Haar und die zarte Haut seines Nackens.

Sie schluckte, der Griff um seinen Arm festigte sich.

„Es tut mir wirklich leid."

Malfoy sah mit hochgezogener Augenbraue auf, sagte jedoch nichts.

Also nahm sie ihm schnaubend den iPod ab und begann darauf herumzudrücken, bis leise Musik ertönte. Doch anstatt ihn gehen zu lassen, stellte sie sofort die Pause ein und sah ihn an.

Der Blonde runzelte einen Augenblick irritiert die Stirn.

„Ich bin selten so auf meine Kosten gekommen, wie mit dir", flüsterte sie und sah ihm tief in die Augen. „Und ich liebe deinen elenden, flinken und sehnigen Körper. Und das weißt du ganz genau." Zum Schluss wurde ihre Stimme schneidend.

Ein breites Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, während er ihr den iPod abnahm. „Ja, da hast du wohl recht."

Kopfschüttelnd gab sie ihm das kleine weiße Ding zurück und wandte sich ab. Doch dieses Mal hielt er sie an der Hand zurück, zog sie an sich.

„Ich verstehe dich übrigens nicht", flüsterte er in ihren Nacken und eine Gänsehaut überzog sie, als sie sich etwas zurücklehnte. „Ich für meinen Teil liebe jede unförmige Kurve." Er lachte schelmisch und sie schlug schwach nach ihm.

Trotzdem überschlug sich in ihr etwas, als er sie an sich presste. Sie hob augenrollend und doch grinsend die Hand, führte sie in seinen Nacken und drehte sich in einen flüchtigen Kuss, den sie tauschten.

„Falls dein Angebot noch steht, unterhalte ich dich übermorgen gerne. Da habe ich nämlich gleich mehrere Freistunden."

„Okay…"

„Okay…"

„Wie wäre es mit einem Vorgeschmack? Heute Abend bei dir?"

Eine erneute Welle durchflutete sie. Sie musste gegen ein hysterisches Kichern ankämpfen. Er knabberte an ihrem Nacken, bevor er sich spürbar grinsend von ihr löste.

„Da kannst du dein schmutziges Mundwerk dann für interessante Dinge nutzen."

Sie zog herausfordernd eine Augenbraue hoch, während er sich grinsend rückwärts von ihr entfernte.

„Du auch, mein Lieber", warf sie ihm hinterher.

Er leckte sich gedankenverloren und dennoch irgendwie lasziv über die Lippen.

„Deal", sagte er dann und wirbelte herum. Mit federnden Bewegungen verschwand er aus ihrer Sichtweite.

„Professor?", riss es sie einige Sekunden später aus ihren Gedanken.

Sie drehte sich langsam zu der Schülerin um, die fragend in der Tür zu ihrem Klassenzimmer stand.

„Miss Aberdean, was gibt es?", fragte sie und machte sich mit entspannten Schritten auf zum Klassenraum.

„Ich wollte gerade nachsehen gehen, wo Sie bleiben, Professor. Sie sind sonst nie zu spät."

„Tja, einmal ist immer das erste Mal. Sammeln Sie bitte die Bücher auf", sagte sie an das Mädchen gewandt, während sie die Hefte von der Fensterbank und dem Boden aufsammelte.

-v-

Seufzend lehnte sie mit dem Kopf auf seiner nackten Brust, ließ ihre Fingerspitzen immer wieder langsam und spielerisch über seine leicht verschwitzte Haut fahren.

Schließlich grummelte er, schob sie etwas von sich. Widerwillig ließ sie sich von ihm drängen, stütze sich dicht neben ihm auf dem Ellenbogen ab und sah ihn an. Beobachtete ihn dabei, wie er sich seitlich aus ihrem Bett lehnte und eine Zigarette anzündete.

„Wie kommt ihr mit dem Training voran?", fragte sie.

Er runzelte die Stirn und nahm einen Zug. „Sprichst du jetzt von meinem Team oder dem Schulteam?"

Mione zuckte lächelnd mit den Schultern; jedenfalls soweit ihr das im Liegen möglich war. „Beides", erwiderte sie dann.

„Gut. In beidem."

„Und?" Sie pustete sich eine verschwitzte Strähne aus dem Gesicht.

„Und?"

„Na, das wird doch wohl nicht alles sein, was du zu erzählen hast."

Malfoy richtete sich neben ihr etwas auf und sie musste gegen den Drang ankämpfen, wieder über seine nackte Brust zu streicheln. Und gegen den Drang die hitzigen Momente nicht Revue passieren zu lassen, die sich hier gerade abgespielt hatten.

In ihrem Bett. In ihrem Zimmer…

„Für das Spiel gegen die Vikings haben wir unsere Taktik etwas geändert. Sie sind ein recht starkes Team und ich fürchte, wir können uns nicht allein auf den Fang des Schnatzes verlassen. Auch wenn das den Sieg bedeuten würde, wäre das recht arm", er nahm einen weiteren Zug. „Das Schulteam macht sich fantastisch. Briades und Kiddow sind wirklich gut. Sie könnten es nach der Schulzeit in ein professionelles Team schaffen."

Der Lockenschopf gab dem Drang nach, ließ ihre Hand wieder auf seinen Bauch wandern.

Mit einem skeptischen Blick ließ er sie lautlos gewähren.

„Ist es nicht schwer sich so auf neue Taktiken vorzubereiten? Wo du sozusagen hier festsitzt?"

Er zuckte mit den Schultern. „Natürlich. Aber ich bin gut…", wisperte er grinsend und sie schüttelte lachend denn Kopf. Doch bevor sie etwas erwidern konnte entschärfte er seine eigene, arrogante Aussage, indem er ein „und ich hab ein starkes Team" hinzufügte.

„Ja. Außerdem musst du auf dem Feld ja eh nur nach dem goldenen Ball Ausschau halten. Richtig?" Sie versuchte die Mischung von Hohn und Witz in ihrer Stimme so abzustimmen, dass es ihm nicht entgehen konnte, dass sie nur scherzte.

„Richtig", sagte er dann. Natürlich nicht ohne sie wenigstens einmal bitterböse anzufunkeln.

Doch dann entspannte sich seine Miene. Er sah an ihr vorbei, während sich ein Grinsen auf sein Gesicht schlich.

„Granger, da kommt Wiesels hässlicher Vogel angeflogen."

Überrascht folgte sie seinem Blick. Nun ja, zugegeben war sie tatsächlich eher weniger erstaunt. Sie hatte Ron immer noch nicht geantwortet, also war ein weiterer Versuch seinerseits absehbar gewesen.

Natürlich stimmte sie sein Timing heute mal alles andere als heiter. Oder auch: Es stimmte sie noch trüber als sonst.

Seufzend ließ sie sich aus dem Bet gleiten, tapste mit nackten Füßen über den kühlen Holzboden und öffnete das Fenster. Das kleine arme Ding fiel ihr fast entgegen, weil es sich hektisch ins Innere stützte. Dabei war die zu tragende Last gar nicht so schwer.

„Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wo die Weasleys diese Vögel herbekommen. Gibt es da eine, mir unbekannte, Zucht?", spottete der Blonde hinter ihr, doch sie ignorierte es.

Sie war etwas zu irritiert, um zu Antworten. Denn der Brief stammte von Ginny. Und da sie morgen mit dieser und Harry verabredet war, und erst heute via Kaminweg mit ihr gesprochen hatte um alles Nötige zu klären, musste es sich bei ihrer Nachricht um etwas Wichtiges handeln.

Mit gerunzelter Stirn entrollte sie das Packpapier. Aus diesem löste sich ein Blatt Pergament, aber auch eine Zeitungsseite. Keine aus dem Tagespropheten. Nein, sie kannte den Druck und auch die Aufmachung dieser Zeitung nicht.

„Alles in Ordnung?", hörte sie den Blonden skeptisch fragen.

Doch sie war zu vertieft in den Brief; der nur aus einer einzigen Zeile bestand.

Hey Mione,

gibt es da etwas, was wir wissen sollten?

Kuss, Ginny

Irritiert sah sie auf. Das ergab keinen Sinn…

„Warum hast du da eine Seite des L.A. Prophets?"

„Was?", entwischte es ihr heiser und sie folgte seinem Blick auf die zusammengeraffte Zeitungsseite. Dann schlug es auf sie ein wie ein Ambos, der aus dem Himmel fiel. Zitternd entrollte sie die Zeitungsseite. Machte sich darauf gefasst zu suchen und die erleichternde Gewissheit erst nach dem dritten Versuch zu erhaschen.

Doch sie brauchte nicht suchen. Und es war auch alles andere als erleichternd.

Da waren Malfoy und sie… Auf der Titelseite…

Nach Luft schnappend taumelte sie zurück, stieß mit der splitternackten Kehrseite gegen einen der Stühle, die vor dem Fenster standen.

„Granger", sagte er schneidend und sah sie forschend an.

„Da… da sind wir", stammelte sie. „Auf der ganzen Seite…"

„Verdammt", fluchte er und schwang sich ebenfalls aus dem Bett.

Zitternd drehte sie ihm die Seite entgegen. Zeigte ihm das gigantische Bild, welches sie beide zeigte. Sie standen sich am Strand gegenüber. Ihr Haar wehte ihm Wind und sie sah ihn peinlich verliebt an.

Gott, diesen naiven Ausdruck mussten sie ihr ins Gesicht tuschiert haben…

Mit hochgezogenen Augenbrauen ließ er die Zeitungsseite sinken. „Merlin, Granger. Das ist doch harmlos…"

Sie lachte bitter. „Harmlos?"

„Natürlich. Ich dachte schon, sie hätten uns nackt und fickend in der Balkontür erwischt."

Mit einem Schnalzen ihre Zunge hielt sie inne, stemmte die Hand in die Hüfte und starrte einen Moment ins Leere. Gut, da mochte er recht haben. Dennoch sagte dieses Bild soviel aus, was sie lieber nicht schwarz auf weiß gesehen hätte.

Und nicht nur das. Die ganze Magierwelt würde es sehen. Wahrscheinlich…

„Meinst du, dass es noch andere Blätter drucken werden?", fragte sie heiser.

Er sah sie an. „Darauf würde ich wetten."

Sie biss sich verzweifelt auf die Unterlippe. Ron würde es sehen. Die Schüler. Minerva. Molly und Arthur…

Himmel, sie hatte sich vor nicht einmal anderthalb Wochen mehr oder weniger von Ron getrennt. Was mochten all diese Leute nun von ihr denken?

„Kann man da wirklich nichts gegen machen?"

„Granger, was soll man da schon gegen machen?"

„Weiß ich nicht. Sie dazu bringen es nicht mehr weiter auszureizen?"

„Und wie? Falls du da eine Idee hast, bin ich ganz Ohr. Damit würdest du unserem Management viel zukünftigen Ärger ersparen."

Mione trat schnaubend zum Bett, ließ sich darauf nieder und raufte sich die Haare.

„Bestechung?", fragte sie dann hoffnungsvoll.

Malfoy lachte lauthals auf. „Granger, ich bitte dich."

Mit schmalen Lippen wendete sie den Blick ab.

Ein Knistern. Er warf einen erneuten Blick auf die Schlagzeile, die verlautete: Wer ist die schöne Unbekannte an der Seite des Drachen?

„Granger, dass wird sich schneller verflüchtigen, als du jetzt glaubst. Vertrau mir einfach."

Sie schüttelte den Kopf. „Malfoy, so einfach ist das nicht. Ich meine…" Sie stockte, schluckte stark. „Wie soll ich dass den Leuten erklären, die mir nahe stehen? Ich bin ja noch nicht einmal wirklich Single."

„Granger, dieses Bild sagt nichts Pikantes aus. Und es zeigt auch nichts solches. Wir sehen uns an. Wir berühren uns nicht einmal."

„Was schlägst du also vor?", fragte sie hilflos.

„Denk dir was aus. Etwa dass wir geredet haben. Einen Spaziergang unter Freunden gemacht haben", säuselte er genervt und schmiss die verräterische Seite grob auf den Nachttisch.

„Einen Spaziergang unter Freunden, Malfoy?", lachte sie bitter. „Himmel Malfoy, meine tatsächlichen Freunde kennen mich. Und sie kennen uns."

Ein merkwürdiges Grinsen umspielte seine Lippen, während er ihren Blicken auswich. Und erst als sie sich ihrer unbedachten Worte bewusst wurde, dämmerte es ihr.

Hatte sie ihn tatsächlich verletzt?

„Malfoy, ich…", begann sie leise.

„Spar dir das", sagte er matt und begann seine Sachen einzusammeln, die im Zimmer verstreut lagen. „Ich bin mir sicher dir fällt etwas Besseres ein. Etwas, Glaubhafteres." Mit diesen Worten zog er sich die Hose über und verließ mit dem Rest seiner Kleidung unter dem Arm das Zimmer.


Vorschau:

„Jetzt auf einmal glaubst du es sofort?", fauchte sie, als sie in den Flur trat. „Bis vor einer Woche hast du mich noch schallend ausgelacht und jetzt bin ich eine Hure, die es mit jedem treibt?"

Rons Augen weiteten sich, als er sie sah. Er versuchte sich an Ginny und Harry vorbei zuschieben, doch der Schwarzhaarige hielt ihn zurück. Über seine Schulter hinweg lachte Ron verbittert auf.

„Was glaubst du eigentlich, was du für ihn bist? Du bist doch nichts weiter als eine seiner billigen Nutten."


Huhu… :) Hier bin ich mal wieder und wie immer habe ich euch was mitgebracht; was ihr an dieser Stelle ja bereits gelesen haben dürftet. *lach*

Wie immer möchte ich an dieser Stelle aber auch danke sagen. Vor allem an Fränzi, für´s Rumspinnen und Betalesen und natürlich auch an meine Mädels India (die am Wochenende übrigens hier mit ihrer Story Lilienfeuer an den Start gegangen ist. Ich kann sie euch nur empfehlen.. ;)) und Mean, für´s Rumspinnen. *knuddel*

Meinen lieben Reviewern möchte ich sagen: Ich stehe auf ewig in eurer Schuld. ;) *hihi* Danke! Und ja, ich bin erdenklich faul, da ich diesen Text aus Dark Kiss kopiert habe… ;)

Reviewtime:

Dracos CoffeeGirl: Ja, aus Mione wird man auch nicht schlau. Die wird ja selber nicht aus sich schlau, was an der Gesamtsituation liegen könnte… Und ich hoffe, der Tritt in diesem Chap war fest genug. Weitere werden folgen… ;) Viel Spaß beim träumen übrigens…. Ich beneide dich, denn die Männer bei mir, sind alles andere, als Stoff zum träumen.. *lach*

HexenLady: Meine Muse sitzt mir gerade wieder dreist im Gesicht… Daher kommt es… *lach* Was nicht heißt, dass es nicht anstrengend wäre… ;) Aber, es macht Spaß und das ist das Wichtigste…

One77: Achso.. Ja, das kommt wahrscheinlich bald… *hust* ;) Aber, es geht halt um Malfoy und so wie ich ihn mir vorstelle, wird er sich da wohl immer schwer tun… Jaja… Und Ron, das leidige Thema ist leider immer noch nicht so ganz gegessen…

Hattu: Ja, nur reisen die in 20 Sekunden und können gegen die Beschwerden mal eben was trinken. Gut, können wir auch. Nur das macht es dann wahrscheinlich nur schlimmer… *lach* Das können wir ja aber mal testen, wenn du wieder in good old germany bist, Sista… ;) *hihi*

Fränzi: Hihi… Ja, ich freue mich auch besonders auf die kommenden Chaps. Die sind toll… *lach* Und ich freue mich auf dein kommendes Werk: Auf das sich sicher auch hier einige freuen können! Mensch, was sind wir gemein…. Aber, dafür arbeiten wir ja auch dafür. Ich tipsel alles und du befreist es von Patzern… Und umgekehrt… Ich denke, da darf man auch mal hundsgemein sein und mit Insidern um sich werfen… *lach*

Die-na: Ja, das Wetter ist echt so richtig wechselhaft. Ich bin am kommenden WE im Sauerland campen, also drück mir mal ganz doll die Daumen. Sonst komme ich zurück geschwommen… *lach* Das dauert dann sicher ne Woche…

India: Danke für die Rev Süße… ;) Auf ganzer Linie. Du siehst, ich bin sprachlos… *lach* Auch wenn du mir das alles natürlich schon hundertmal gesagt hast… Ich höre es aber dennoch immer wieder gerne… *lach**knuddel*

Anna: feinfühlig wie ein Stein passt wohl... *lach* Ja, leider hab ich mit Ron immer noch was vor.. Aber, ich kann dich beruhigen…. Nicht mehr allzu lange... ;)