„Sag mir, Potter, was hast du während der letzten Tage getan?" Moodys falsches Auge rollte zur Hinterseite seinies Kopfes, aber als Harry um ihn herumlinste, sah er nichts als die Wand. Vielleicht saßen die Dursleys auf der anderen Seite und planten sein Ableben.
„Was?" Harry sah von einem zum anderen. Er wußte nicht warum sie in seinem Schlafzimmer standen und Mienen zur Schau trugen als ob sie ihn tot glaubten.
„Erzähl es uns einfach, Harry." Lupin lächelte besorft, versuchte beruhigend zu erscheinen und versagte jämmerlich.
„Ich hab meine Hausaufgaben gemacht," begann Harry zögernd, „ein paar Pflichten für die Dursleys." Seine Augen wanderten von einem zum anderen, definitiv nicht glücklich mit ihrem merkwürdigen Benehmen.
„Was für Pflichten?" raspelte Moody, nach etwas suchend das Harry nicht wußte. Unbewußt zuckte der Junge zurück ob der harschen Worte. Verwirrt von dem Gehabe der Erwachsenen zuckte Harry letztendlich mit den Schultern und runzelte die Stirn.
„Abwaschen, Unkraut jäten, den Schuppen streichen, sowas in der Art. Warum?" Als die Zauberer sich gegenseitig eindringlich musterten, richtete sich Harry auf.
Und wieder ein Austausch von Blicken bevor Lupin hilflos lächelte. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag."
„Mein Geburtstag?" Für eine Sekunde war Harry benommen und ließ sich für den Moment ablenken. Mit allem das passierte, hatte er das Datum tatsächlich vergessen. Ein kurzer Blick zur Uhr bestätigte ihm, daß er seit fast vier Stunden sechzehn war.
„Du hast doch deinen Geburtstag nicht vergessen, Harry?" Lupin klopfte ihm auf die Schulter, ein gutmütiges Lächeln auf seinem Gesicht. „Wir sind nur gekommen, um dir zu gratulieren und um zu sehen, wie es dir geht, Harry." Letzteres sagte er mit einem argwöhnischen Blick zum alten Auror, der den Jungen wachsam anstarrte.
„Halt mal einen Augenblick." Harrys Augen weiteten sich mit Erkenntnis. „Ihr seid wegen meinem Geburtstag gekommen? Jetzt? Es ist nicht einmal vier Uhr morgens!" Er wäre aufgestanden, hätte das Zimmer ihm genug Raum dafür gegeben, mit zwei weiteren Besuchern praktisch auf ihm drauf.
„Und ihr hättet nicht bis zu einer vernünftiges Zeit warten können?"
„Das wäre keine große Überraschung geworden, Potter," knurrte Moody, seine falsches Auge folgte einem grünen Blitz von irgendetwas durch den Flur.
„Oh, glaubt mir," warf Harry mit selten gezeigtem Sarkasmus dazwischen, „es wäre bestimmt eine gewesen, nichtsdestotrotz." Sein Gesicht verfinsterte sich und er verschränkte beide Arme über der Brust, entschlossen ihnen seinen Standpunkt klar zu machen wenn nichts sonst.
„Es wäre auch überzeugender gewesen." Ein glühendes Funkeln in seinen Augen sollte ihnen sagen, daß ihre Geschichte in seinen Augen nicht sehr viel Glaubwürdigkeit enthielt. Und Harry und seine sich rapide verschlechternde Laune betreffend war die Unterhaltung oder das Verhör, oder was immer sie dachten das sie hier taten, definitiv vorbei – obwohl er selbst gern einige Antworten haben würde. Harry gab ihnen eine zweite Chance, da sie es jetzt besser wissen sollten und fragte rundheraus.
„Was, um Merlins Willen, geht hier wirklich vor?"
Schweigen drückte auf sie nieder und gerade als Lupin nach einem langen abschätzenden Blick auf Harry seinen Mund öffnete, flötete Tonks Stimme fröhlich von draußen herein, unterbrach die beklemmende Spannung miit unehrlicher Ernsthaftigkeit und Harry sah ihr grünes Haar in der Dunkelheit aufblitzen, bevor er sich wieder Lupin zuwandte, der seltsam erleichtert wirkte, gerettet von einer weiteren Lüge.
Tonks' „Wir wollten nur nicht die Muggel wecken." Trug nicht sonderlich zu Harrys Stimmung bei, aber offensichtlich war das die einzige Erklärung die er für jetzt bekommen würde. Harry nickte grimmig und sein „Klar, als ob." murmelte er leise vor sich hin. Eigenartig enttäuscht lehnte sich Harry zurück. Mehr Geheimnisse.
„Für keinen meiner sonstigen Geburtstage habe ich einen Überraschungsbesuch von irgendeinem von euch bekommen." Harry musterte sie aufmerksam durch schmale Augen. „Was – jetzt – ist anders als damals?" Er betrachtete sie mit offener, unschuldiger Neugier.
„Es ist eigentlich nur eine Sicherheitskontrolle, Harry." Lupin versuchte eine andere Annäherung. „Nichts worüber du dir Sorgen machen müßtest."
Harry nahm Lupins Verrat mit einem kurzen Nicken zur Kenntnis. Der letzte Freund seines Vaters hatte ihn gerade verlassen. Wenigstens hatte der Mann genug Anständigkeit um entschieden unwohl zu gucken, obwohl das nichts änderte. Er log Harry trotzdem etwas vor.
„Das ist es?" fragte Harry gelassen nach, um sicher zu gehen, daß Lupin sich seiner letzten Chance bewußt war. Er nickte als keine weitere Erklärung
kam und versuchte das erstaunlich tiefe Gefühl des Verletztseins, das in seiner Brust brannte, zu unterdrücken.
Wenn sie ihm nicht vertrauten, würde Harry ihnen den Gefallen mit Freude zurückzahlen. Sie würden bald merken, daß Harry sehr gut alleine klar kam. Was geschehen konnte, würde geschehen; und was getan werden mußte, würde Harry tun.
Während er sie von oben bis unten musterte, erwog Harry seine Möglichkeiten. Er hatte sich einige Wege überlegt, wie er bewältigen konnte, was er zu tun hatte.
Der eine Weg, der sich wie von selbst vor ihm auftat, war der den er am wenigsten gern einschlagen wollte. Er hatte ihn als Notfallplan erdacht, als Rückendeckung, falls alles andere fehlschlug. Es war, nichtsdestotrotz, mit viel Planung und Vorsicht seinerseits zu schaffen.
Harry seufzte tief und ignorierte die verschiedenen Augenpaare die sich plötzlich, zweifelnd, zu ihm wandten, schweigend nach seinen Problemen fragten.
„Also gut," begann Harry, „ihr wollt es mir nicht erzählen – ich werde nicht fragen –" obwohl es schön gewesen wäre, wenn sie etwas von den Erfahrungen des letzten Jahres gelernt hätten „-deshalb kein Grund zu lügen." Er hob seine Hände um ihren möglichen Gegenhaltungen zuvor zu kommen.
„Aber jetzt, wo ihr sicher seid, das ich ziemlich gesund bin, würde ich gern noch ein bißchen schlafen, bitte, ehe ich in ein paar Stunden aufstehen muß." Harry hob seine Braue in wortloser Aufforderung und sank zurück auf sein Bett. Er schloß, aus vollen Zügen die entgeisterten Ausdrücke der beiden Männer genießend, die Augen und schlüpfte lautlos und die dünne Decke.
Harry streckte sich matt in einem offensichtlichen Versuch seine Gäste zu ignorieren, während er begierig nach jedem Rascheln von Kleidung und jedem knarrenden Dielenbrett lauschte. Und wie vorhergesagt, knurrte Moody unheilverheißend.
„Potter! Zeig etwas -!" krächzte Moody verärgert, bis Lupin dem alten Auror bedeutete, den Jungen in Ruhe zu lassen. Der, dachte Lupin, schien ungewöhnlich gleichgültig ihnen und dem Grund ihres Hierseins gegenüber. Er zeigte keine Anzeichen von Besorgnis oder Schuldgefühl, wie zum Ende des Schuljahres. Er fragte nicht einmal nach, obwohl offensichtlich war, das er ihnen nicht glaubte. Die Veränderung war alarmierend.
Harry störte es nicht. Er entschied sich, seine Meinung in einem einfachen Gähnen kund zu tun. Ohne seine Augen zu öffnen, rollte er sich bequem auf seiner lumpigen Matratze zusammen.
Ich bin nur ein Junge, dachte Harry träge, nur ein gewöhnlicher, schmollender Teenager, der auf die Erwachsenen wütend ist. Nur ein Junge, der einen müßigen Moment mit träumen genießt, bevor er einen ebenso gewöhnlichen Tag ohne Dunkle Lords oder extrem nervige Orden-Mitglieder in Angriff nimmt.
„Ich werde nicht erlauben -!" bellte Moody, nur um diesmal von Tonks unterbrochen zu werden.
„Laß ihn, Alastor," sagte sie süß und lenkte die Aufmerksamkeit des Aurors weg von Harry. Nicht das Moody irgendetwas hätte tun können. Harry liebkoste diesen Gedanken und seine Lippen zuckten. Moody fühlte sich nicht möglicherweise beleidigt?
Harry war über sich selbst erstaunt, wie sehr er momentan genoß sie wütend zu machen, obwohl Harry mit einiger Bestimmtheit vorhersagen konnte, daß es nicht lange dauern würde, da er sicherlich an irgendeinem Punkt in der Zukunft mit dem Direktor ein Gespräch über all das führen würde.
Noch wußte Harry nicht was er dann tun würde. Nicht sicher was für wirre Gedanken dem Direktor durch seinen verrückten Kopf gingen, hielt Harry zwei mögliche Resulte für denkbar, sollte er dem alten Mann erzählen was sie alle so verzweifelt wissen wollten.
Einerseits würde Dumbledore nichts anderes tun außer zu beobachten, denn da war nichts das er ehrlich tun und zur selben Zeit sein reines Gewissen behalten konnte; oder er würde Harry bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zur Sicherheitsverwahrung nach Askaban verfrachten.
Nach seiner lebenslangen Erfahrung mit ihm würde Harry dem Direktor alles zutrauen bis auf kaltblütigen Mord, aber die Idee selbst ließ er nicht außen vor, da es wahrscheinlich war, daß Dumbledore für eine Aufgabe wie diese seinen eigenen Meuchler vorschicken würde – höchstwahrscheinlich seinen vielgeliebten Meister der Kräuterkunde – um seine eigenen knorrigen Hände sauber zu halten, um Limonendrops in seinen Mund zu stecken.
Harrys Freunde waren ebenfalls ein Problem. Er würde noch weiter darüber nachdenken müssen, ob er es Hermine und Ron erzählte oder auch nur einem von ihnen. Natürlich waren sie seine Freunde, aber sie einzuweihen war ein Risiko, von dem Harry sicher sein mußte, daß er die Konsequenzen kontrollieren konnte.
Bis jetzt hatten sie mehr oder weniger alles gemeinsam getan. Dieses Mal lagen die Dinge anders. Es war bereits alles geschehen. Nur den letzten Schritt mußte Harry noch gehen, einen Schritt, bei dem keiner von beiden ihn begleiten konnte.
Falls Harry nur Hermine einweihte, würde sie sein Geheimnis sich nicht vor Ron ausplaudern wenn Harry ihr versprach ihm alles in seiner eigenen Zeit zu sagen. Allerdings würde Hermine, nachdem sie sich für eine Woche in der Bibliothek eingeigelt hatte, ihn mit Sicherheit dazu drängen sich Dumbledore anzuvertrauen. Dieses Mal war Harry sich nicht sicher, ob er sie vom Gegenteil überzeugen konnte, wenn er ihr sagte, daß er den Mann nicht an seinem Wissen teilhaben lassen wollte. Es war sehr gut möglich, daß sie ohne sein Einverständnis zu dem verrückten Sack gehen würde, wenn sie das Leben eines ihrer besten Freunde auf der Waagschale sah und es für das Beste hielt.
Und Ron? Nun ja, Harry bezweifelte, daß der Junge eifersüchtig werden würde. Ron müßte wahnsinnig verrückt sein, um das zu wollen, was Harry jetzt hatte. Allein deshalb würde er sein Temperament zügeln und ihm kommentarlos helfen. Aber konnte er ihm genug vertrauen, nichts davon irgendjemandem gegenüber zu erwähnen, nicht gegenüber Hermine, die zu scharfsichtig für ihr eigenes Wohl war, oder gegenüber Dumbledore, falls der ihn in sein Büro rief?
Der alte Zwinkerer hatte eine Art mit Leuten die nicht Harry Potter hießen. Jeder von ihnen tat, wozu er sie bat und nahm alles was er sagte für die unfehlbare Wahrheit. Nicht einmal die Erwachsenen durchschauten seine Manipulationen, die meisten von ihnen hinterfragten ihn nicht einmal. Alle von ihnen zusammen dachten, daß sie es beser wüßten, nur weil sie ein paar mehr Kerzen auf ihren Geburtstagstorten hatten.
Harry hätte ihnen sagen können, welchen Wert ihre Überzeugungen für ihn hatten. Dennoch, gab Harry zu, hätten sie diesmal wenigstens den Versuch gemacht ihm die Wahrheit zu sagen, würde er ihnen wahrscheinlich etwas von dem was passiert war erzählt haben, möglicherweise sogar alles.
Natürlich wußten sie nicht, daß Harry sehr gut wußte, was er während des Sommers getan hatte und was ihm widerfahren war. Vielleicht war es nicht anständig lediglich auf ihre Versprechen hin testen zu wollen, aber Harry mußte wissen, ob sie aufrichtig in ihren Absichten waren.
Es war ja schließlich nicht so als ob das letzte Jahr nicht genug Geheimnisse hatte um für ein ganzes Leben zu reichen. Was dachten sie denn das er tun würde, wenn sie nicht einmal die Tatsache seiner Entführung zur Kenntnis nahmen? Sie machten sich nicht einmal die Mühe eine überzeugende Lüge auszudenken.
Sicherheitskontrolle! Bitte! Harry höhnte. Er war nicht mehr fünf. Er würde nicht einfach herumsitzen und warten bis sie ihn für verzweifelt genug hielten um ihn mit ein paar Brocken still zu halten. Harry biß sich auf die Lippe und drehte sein Gesicht zur Wand.
Er würde es nicht tun, dachte er mit Entschlossenheit. Und er konnte es nicht. Er hatte nicht genug Zeit dafür. Was geschehen war, war zu sehr ein Risiko, um es ungeklärt zu lassen. Es war zu sehr ein Risiko, um es Allgemeinwissen werden zu lassen – aus mehr als einem Grund.
Am Ende war es egal, wem er sein Geheimnis anvertraute. Wer auch immer darüber Bescheid wußte, würde versuchen sich in Harrys Entscheidungen und Pläne einzumischen. Er konnte nicht abschätzen, was alles auf dem Spiel stand.
Harry war allein, obwohl er verzweifelt jemanden suchte, der seine Motive verstehen und ihm helfen würde, ohne ihn gleichzeitig davon abzuhalten sein sogenanntes Schicksal zu erfüllen.
Jetzt, wo Harry wußte das er sich nicht auf sie verlassen konnte, ihn über solch kleine Details wie seine eigene mutmaßliche ... Entführung zu informieren, konnte er sich auch wegen nichts anderem mehr auf sie verlassen und war deshalb wirklich allein – und es tat mehr weh, als er gedacht hatte das es würde ... oder sollte.
Sie mußten doch wissen, daß Harry trotz ihrer Geheimniskrämerei spätestens in der Schule alles erfahren würde. Also weshalb der Versuch die Wahrheit zu verstecken?
Wenn er wirklich sein Gedächtnis verloren hätte, wie er ihnen weismachte, wäre er mehr als wütend mit ihnen, wenn sie etwas von solcher Wichtigkeit zurückzuhielten – mehr als je zuvor, wenn er alles aus dritter oder vierter Hand erfuhr.
Harry gab sein Vertrauen nicht leichtfertig, nicht mehr. Da sie nicht fähig schienen es rechtmäßig von ihm zu verdienen, würden sie es sicherlich nicht umsonst kriegen. Soweit Harry betroffen war, konnten sie sich selbst schwindlig wundern über seine Pläne; und er hatte vor so lange wie irgend möglich unauffällig zu agieren, um seine eigenen Vorbereitungen nicht zu gefährden.
Mit aller Kraft zwang Harry seine in Widersprüche verwickelten Emotionen zurück in die dunkelste Ecke seines Hirns, wohin sie gehörten. Jetzt war nicht die Zeit depressiv zu werden und in der Vergangenheit zu leben. Seine nahe Zukunft sah für jetzt nicht allzu übel aus wenn sich wirklich einmal die Zeit nahm und darüber nachdachte.
Harry hatte ein volles Jahr, um ohne Ablenkungen von einem dunklen Lord zu leben, oder einem Zauberer der von sich selbst glaubte einer zu sein und es zu beweisen versuchte indem er danach trachtete den Jungen-der-lebte zu ermorden. Zum ersten Mal in seinem Leben konnte Harry sich darauf freuen Spaß zu haben und das kleine bißchen Kindheit das Voldemort und die Dursleys ihm gelassen hatten zu genießen.
Harry wußte, daß er es tun konnte; er mußte es tun, denn er würde niemals eine andere Chance bekommen. Nur jetzt hatte er Zeit zu leben, erfüllt zu leben. Alles andere war egal. Die Zukunft war für ihn nicht mehr von Interesse, war es niemals wirklich gewesen.
Viel zu bald würde die Zeit kommen, seine Fehler zu zählen, seine vergessenen Versprechen und verpassten Möglichkeiten. Dann würde er abwiegen was er hätte besser tun können – oder schlechter.
Wann immer Harry über die Richtung nachdachte, in die seine Straße ihn führte, fühlte er ein sich drehendes Knäuel von Grauen in seinen Eingeweiden und das Bedürfnis sich zu übergeben wurde beinahe unerträglich.
Mit einem zittrigen Atemzug zog Harry die Decke über seinen Kopf. Es machte keinen Sinn sich aufzuregen, sagte er sich selbst. Beruhige dich, Harry. Komm runter. Es würde ihm in seinem Plan nicht weiterhelfen, wenn sie ihn sahen, wenn er vor Panik den Kopf verlor.
Harry konnte sie noch immer in seinem Zimmer fühlen. Die Magie, die sie umgab, dehnte sich mit leisem Summen aus und wenn Harry sich konzentrierte, würde er sofort ihre Stärken und Schwächen kennen. Momentan war er es zufrieden, sie einfach nur zu belauschen.
Er konnte sie fühlen, wie sie ihre Köpfe zusammensteckten, in leisen Stimmen flüsternd, zu leise für ihn um irgendetwas von Wert zu hören. Harry konnte sich vorstellten wie sie seine fehlenden Erinnerungen weg zu erklären versuchten.
Als erstes würden sie zu Dumbledore rennen.
„Harry." Lupin riß ihn weg von dem Weg den seine Gedanken sponnen. „Wir verstehen, daß du nicht glücklich bist. Falls du nicht miit uns spechen möchtest, werden wir gehen." Er wartete einen Atemzug lang, so daß Harry beginnen konnte, die Geheimnisse seiner Seele zu beichten.
Harry grinste unter seiner Decke. Wenn sie dachten, daß sie ihn zum Reden bringen könnten, indem sie auf seine Schuldgefühle anspielten, lagen sie falsch. Er grunzte unverbindlich, ein Geräusch, das sie für Einverständnis zu allem nehmen konnten, und ohne Umschweife zog Moody eine alte Büchse aus seiner Robe hervor.
Alle drei wandten ihm in Vorbereitung für den Portschlüssel ihre Rücken zu und nicht einer von ihnen sah Harrys Augen in einem vollen, dunklen Violett glänzen.
Dann waren sie verschwunden und ließen Harry zurück ihren Besuch zu überdenken und seinen Plan den neuen Fakten anzupassen. Es würde schwierig sein. Harry seufzte und verschränkte die Hände unter seinem Kopf.
Er hoffte bloß, daß er lange genug durchhalten konnte.
