Gimmick 3: Vater des Jahres (Babyblues)

„Herzlichen Glückwunsch. Sie haben eine kleine Tochter", strahlte ihn der verrückte Muggel in dem grünen Dress an, und hielt ihm ein kleines, schrumpeliges Etwas entgegen, was verdammt viel Ähnlichkeit mit einem Hauself hatte.

Wüsste er es nicht besser, wäre er jetzt verdammt wütend auf Granger. Aber, das war eindeutig seine Nase…

„Ähm", sagte Draco wenig geistreich und drückte panisch Grangers Hand, die neben ihm verschwitzt, gerötet und heulend auf der Trage lag.

Sein Herz raste und ihm war verdammt schlecht.

Sie hatte die gesamten vergangen zwölf Stunden geheult, geschrieen und Geräusche von sich gegeben, die ihn wahrhaftig in Zukunft nur noch in seinen schlimmsten Alpträumen heimsuchen würden.

Granger schluchzte neben ihm so heftig auf, dass er sie besorgt ansah. Sie sollte es sich nicht wagen, jetzt allen Ernstes den Löffel abzugeben…

Sie wollte dieses Kind, diese alberne Muggelgeburt, das alberne Kinderzimmerchen und auch die schwachsinnige Schwangerschaftsgymnastik. Auch wenn sie dann letztendlich doch nicht gewollt hatte, dass er ihren Hintern wie Äpfel schüttelte…

So oder so, hatte er jedoch eher auf den hemmungslosen Sex und die Unabhängigkeit auf Lebzeit plädiert...

Aber, wahrscheinlich lag sie gar nicht so falsch, als sie ihm vor rund zehn Monaten darauf ansprach, dass sie mit ihren 32 Jahren wohl langsam aber sicher über so etwas wie eine Familie nachdenken sollten.

Sprich: Sie wollte sein okay, damit sie die Zauber lösen und auch Muggelmittelchen absetzten konnte, ohne dass er ihr nachher den Kopf abriss.

Zabini hatte ihm gesagt, dass es Jahre dauern konnte, bis sie tatsächlich schwanger werden würde. Also hatte er sich mit dem kleineren Übel abgefunden, vorläufig einzustimmen. Schließlich konnte sich in ein paar Jahren noch soviel ändern. Vielleicht wollte sie dann doch endlich nur einen Hund… Oder er war dem Sex und der Unabhängigkeit endlich überdrüssig…

Und dann war sie, nach nur drei Monaten, in erfreulichen Umständen…

Nicht, dass es ihn nicht doch irgendwie gefreut hätte. Er konnte es nur nicht wirklich fühlen. Er hatte sich erdenklich taub gefühlt. Und zwar vom ersten bis zum letzten Moment an. Er konnte diesem Hype, den alle um ihren wachsenden Bauch machten, nicht nachvollziehen.

Irgendwann hatte er etwas von Schwangerschaftsdepressionen gelesen, die dafür sorgten, dass das Gefühl für das Kind ausblieb. Lange hatte er gedacht, dass könnte bei ihm vielleicht zutreffen; bis er las, dass es sich ausschließlich auf die Mutter bezog…

Wahrscheinlich fehlte ihm also einfach das Vatergen… Blöderweise wurde ihm das erst bewusst, als sie bereits, annähernd bewegungsunfähig, neben ihm durch Muggel-Baby-Geschäfte watschelte und ihn dazu zwang Babywagen nach ihrer Tauglichkeit zu prüfen.

Wozu brauchten Magier Kinderwagen? Und Schwangerschaftsgymnastik? Das hätte alles soviel leichter sein können…

Aber nein… Granger wollte Schmerzen, eingeklemmte Finger und Sicherheitsvorrichtungen, die ihr gesamtes Haus verschandelten. Wo ein einfacher Zauber doch, mittels Wink aus dem Handgelenk, dasselbe bewirkte. Aber, dieser wurde eben nur zusätzlich geduldet.

Doppelt hält besser", hatte sie gesagt.

Und er hatte sich gedacht ‚Fick dich!'

Aber, da man dass zu der offensichtlichen Mutter seines Kindes nicht sagte, hatte er den Mund gehalten.

„Ist sie nicht wunderschön?", japste Hermione neben ihm und vergrub ihr Gesicht in seinem Nacken.

Er legte den Arm sanft um das obere Bettende und betrachtete den Hauself namens Malfoy. „Ja", flüsterte er dann.

*** 4 Jahre später ***

Hermione trat grinsend aus dem Behandlungszimmer und versteckte das Ultraschallbild hinter ihrem Rücken.

Draco und Sheela sahen nicht auf. Das kleine Horrorgespann war viel zu beschäftigt damit, gemeinsam in das dicke Quidditch-Malbuch zu kritzeln, dass Harry und Ginny der Kleinen zum letzten Geburtstag geschenkt hatten.

Einen Moment blieb sie einfach vor der Tür stehen und sah sie an. Beobachtete ihre Tochter dabei, wie sie sich immer wieder angestrengt eine braune Locke aus dem Gesicht pustete, bis ihr Vater sie ihr schließlich grinsend aus dem Gesicht hielt.

„Fertig?", flüsterte er und blickte ihr, den Wachstift immer noch locker zwischen den Fingern, über die Schulter.

Der kleine Wischmopp lehnte sich auf seinem Schoß zurück und machte eine Schnute, die ihrem Vater alle Ehre machte. „Du hast über den Rand gemalt", stellte sie dann fest.

Draco rollte mit den Augen. „Das war pure Absicht."

Sheela kicherte und sah auf. „Mami", rief sie grinsend. „Was sagt der Onkel Doktor?"

„Ja Mami, was sagt der Onkel Doktor?", wiederholte Draco teils gewohnt spöttisch, aber eben auch entsetzlich ernst. Sie konnte den Hauch der Sorge in seiner Miene hören.

Sie trat lächelnd an sie heran, ließ sich neben den beiden auf einen der Stühle fallen. Dann reichte sie Draco das Ultraschallbild.

„Es wird Wackelpudding?", scherzte er gespielt amüsiert und reichte das Bild an Sheela, die sich vor Neugierde gerade so sehr auf seinem Schoß wand, dass sie fast herunter fiel.

Mione lehnte sich mit dem Kopf gegen die Wand. „Es werden tatsächlich Zwillinge", wisperte sie dann und sein Gesicht entgleiste wie erwartet. Sie wusste wie schwer sich ihr Gegenüber sich mit der Vaterrolle getan hatte.

Seine Erziehung war nicht die liebevollste gewesen. Ebensowenig waren seine Familienbande eng, auch wenn Narzissa zunehmend den Kontakt zu ihrer Familie suchte. Es fiel ihm nach wie vor schwer die Gefühle zu zeigen, die er immer hatte verbergen müssen oder die zu geben und zu nehmen, die er nie bekommen hatte. Und sie wusste, dass es ihm manchmal Angst bereitete, auch wenn er es nicht zugab.

Doch er gab sein Bestes und er machte sich ausgesprochen gut…

„Und er sagte, dass es wahrscheinlich mindestens ein Junge wird", fügte sie hinzu und Draco vergrub sein Gesicht einen Moment gedankenversunken in den Locken ihrer Tochter.

So, wie er es oft tat…

„Zwillinge", hauchte Sheela ehrfürchtig und betrachtete das Bild mit beiden Händen.

Mione legte ihm sanft eine Hand auf die Schulter. „Du machst das toll", flüsterte sie und er sah sie skeptisch und leicht gehässig grinsend an. „Und du wirst auch das schaffen."

Einen Moment zögerte er, dann nickte er schwach.

„Ja Daddy", flötete Sheela und drehte sich lächelnd in seinen Armen, so dass sie sich aufrichten und seine Arme um seinen Nacken legen konnte. Draco hielt sie locker um die kleinen Hüften und Mione hörte sie in seinem Nacken kurz und verdächtig schmatzen. „Du wirst das schaffen", wiederholte sie Miones Worte schließlich unbedacht.

Aber, sie wusste, dass diese Worte aus Sheelas Mund besser fruchteten, als sie es aus ihrem taten…


Kitsch… Kitsch.. Kitsch.. *hihihi* Durchsage: Sie können die rosaroten Brillen jetzt absetzten. Zu ihrer Linken finden sich die Rettungstüren, zu ihrer Rechten der knallbunte Zuckerwattestand… *lach*

Tja, was soll ich an dieser Stelle sagen, außer: Ich kann nicht in Worte fassen, wie ich mich gerade fühle. Das war´s… das offizielle Ende von *With covert minds*. Und ich muss zugeben, als ich sie damals aus Spaß (und so vollkommen raus aus dem HP-Universe) begonnen habe, habe ich nicht damit gerechnet, das das *so* enden wird. Nun ja, ich bereue nichts… ;)

Ich möchte noch einmal Danke sagen: An alle Leser, an die stillen und die lauten, an alle meine kreativen Köpfchen - Kiggi, Ashe, India, Fränzi und Mean - und last but not least geht ein fettes DANKE an Fränzi, India und Ashe fürs betalesen… Ich knutsch euch alle…

Und da mir die Worte fehlen, belassen wir es dabei. Ich bin ja nicht aus der Welt. ;)

Finale Reviewtime:

HexenLady: Ja, hast du tatsächlich... Und du verdienst dir dieses Chapter auch... weil du wirklich von Anfang an dabei warst. Dafür Danke… *knuddel*

Fränzi: Meinst du? *hihihi* Hach… ich weiß mal wieder gar nicht, was ich sagen soll… Außer vielleicht: 451-92(5==9))_99*_5)01365)+1|5/9)5/3589480)148,90)913409)119,,)989571|9~0-+… *hihihi* *ditsch* So.. Und da das jetzt so verdammt anstrengend war, belasse ich es dabei... *laut lach* Wo ist Draco, wenn man ihn braucht? *hihi*

Die-na: Es freut mich, das es dir dennoch fallen hat… :)

Anna: Ja, denke ich auch... *laut lach* Und nicht traurig sein.. So schnell wirst du mich nicht los… ;) *knuddel*