Disclaimer:

Alle Rechte an Terminator:S.C.C. liegen bei den entsprechenden Rechte bzw. Lizensinhabern.

Lediglich der Charakter der Riley-Sarah Connor ist mein geistiges Eigentum.

Ich untersage hiermit ausdrücklich die verwendung des Charakters der Riley-Sarah ohne meine ausdrückliche Genehmigung.


Riley-Sarah 1 (2 Jahre)

Judgement Day


„Wo ist Cameron?" Fragte John Sarah.

„Sie ist noch unterwegs", entgegnete Sarah betrübt.

„WAS?!" Schrie John. „Die Raketen sind in der Luft und sie ist noch mit der Kleinen unterwegs? Ich Muss sie suchen." Sagte er leise und wollte zur Bunkertür laufen.

Sarah ergriff ihren Sohn am Arm. Als er versuchte sich loszureissen, stieß sie ihn gegen die Wand und hielt ihn fest. „John! JOHN!" Schrie sie ihn an. John sah ihr in die Augen. „Es ist zu spät", sagte Sie eindringlich. Sie ergriff Johns Kinn und zwang seinen immer wieder zur Tür wandernden Blick ihre Augen zu fixieren.

Schließlich stiegen Tränen in seine Augen. „Es ist meine Schuld", sagte er leise und rutschte an der Wand entlang zu Boden. „Ich hätte aufpassen müssen, hätte sie hierbehalten müssen, es ist meine Schuld." Tränen liefen seine Wangen hinunter.

Sarah ging vor ihrem Sohn in die Hocke. „Du konntest nicht ahnen, dass es heute schon losgehen würde." Sie nahm ihn in die Arme. „Sie ist ein großes Mädchen, sie kann auf sich und eure Tochter aufpassen", sagte Sarah und gab ihrem Sohn so viel Trost wie möglich.

Cameron sah die Raketen aufsteigen. Sie wusste, sie hatte nur ein paar Minuten Zeit. Die nächste Möglichkeit unterzukommen war der Bunker im Keller der Universität. Sie missachtete jede Verkehrsregel und raste so schnell wie möglich in Richtung der Uni. Als es wegen eines Verkehrsstaus nicht mehr weiter konnte, hielt sie an und riss die Tür auf. Sie sprang über den Wagen zur Beifahrertür und riss die Tür auf. Kurzerhand zerriss sie den Gurt des Kindersitzes und nahm ihre Tochter heraus. Dann rannte sie mit unglaublicher Geschwindigkeit in Richtung der Uni. „Alle in den Schutzraum der Universität, gleich werden Raketen einschlagen!" Schrie sie, wusste aber genau, dass die Meisten es niemals schaffen würden. Außerdem glaubten die Leute ihr nicht oder starrten gebannt auf die aufsteigenden Raketen.

John und Sarah standen um die Radargeräte und beobachteten diverse Bildschirme, die Bilder über Webcams aus aller Welt übertrugen. Auf den Radargeräten waren die Raketen als winzige Punkte zu sehen, die ihren Kurs kaum zu ändern schienen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Raketen nicht auf andere Länder zielten sondern so senkrecht aufstiegen, wie sie herunterkommen würden.

„Gottseidank wird die Reststrahlung nur gering sein. Unsere modernen Raketen verbreiten nur Hitze und die obligatorische Druckwelle. Strahlung wird nur wenig auftreten", sagte Sarah wohl mehr zu sich selbst als zu den Anderen. John Henry und Catherine Weaver standen ebenfalls um den Tisch herum. Weitere Mitglieder des Widerstandes waren an den anderen Geräten im Raum verteilt. Einige von ihnen hielten Funkkontakt mit den anderen Stützpunkten, schalteten nun aber die Geräte ab, damit diese durch den EMP der Explosionen nicht zerstört wurden.

Cameron hatte die Uni erreicht. Sie stand am Eingang und wartete noch auf einige Leute, die doch in den Schutzraum wollten. Sie kalkulierte die Zeit, bis die Bomben einschlagen würden. Schließlich lief sie selbst zur Kellertreppe. Auf ihrem HUD lief der Countdown. Sie lief die Treppe hinunter als sie Die Tür erreichte hatte sie noch 10 Sekunden. Sie schob die noch hinter der Tür stehenden Menschen beiseite und schob die nur 5 Zentimeter dicke Tür zu. Und lief dann zur Ecke neben der Türe. „Weg von der Tür!" Rief sie den noch immer verwirrt da stehenden Leuten zu.

Sie spürte die ersten Erschütterungen lange bevor die Menschen sie wahrnehmen konnten. Sie hielt Riley-Sarah weiterhin in den Armen. Und beugte sich in der Ecke hockend über sie. Dann blockierte sie ihre Gelenke, um ihre Tochter so gut als möglich vor herab fallenden Trümmern zu schützen.

Dann kam das Beben.


John, Sarah und die Anderen bekamen die Einschläge nur am Rande mit. Ihre Bunkeranlage lag etwas außerhalb von L.A. Allerdings hatte Skynet auch nicht vor gehabt die Stadt zu zerstören. Das hätte auch die Zerstörung der Computeranlagen zur Folge gehabt, was Skynet entsprechend geschwächt hätte. Skynet wollte offensichtlich nur eine oberflächliche Zerstörung. Die restlichen Menschen konnten dann die mobilen Einheiten auslöschen. Man wusste dass Skynet bereits die T600er Reihe entwickelt hatte. Jahre früher als eigentlich vorgesehen, allerdings trat der Tag der Abrechnung auch ein Jahr später auf. Auf die Zeitlichen Angaben von Cameron oder Catherine Weaver war also kein Verlass.

Staub rieselte herab. Glücklicherweise hielt die Betondecke aber stand. Cameron hatte sich nicht mehr bewegt, seit sie die ersten Erschütterungen gespürt hatte. Ängstlich hatten sich die Menschen zu Boden geworfen und die Hände über dem Kopf verschränkt. Nach einer viertel Stunde reaktivierte Cameron ihre Gelenke und hob den Kopf, offenbar war es vorbei. Riley-Sarah gluckste fröhlich, offenbar hatte ihr die Schüttelei Spaß gemacht. Cameron musste lächeln, als sie in das fröhliche Gesicht ihrer Tochter ßlich erhob sie sich und blickte sich um. Eine dünne Staubschicht bedeckte alles aber nach einem gründlichen Blick zur Decke stellte sie fest, dass diese offenbar unbeschädigt war. Mit den Anderen Menschen zusammen begab sie sich tiefer in den nicht allzu geräumigen Schutzraum. Ihre Sensoren stellten keine erhöhte Radioaktivität im Raum fest. Die Schutztür gab ebenfalls keine Strahlung ab, noch nicht jedenfalls. Wie die meisten Anderen Menschen lies sich Cameron mit Riley Sarah an einer Stelle einfach auf eine Liege sinken, während die Männer anfingen Ordnung in die Sache zu bringen.

„Das war Alles", sagte John-Henry plötzlich.

John und Sarah sahen zu ihm herüber. Wieder einmal hatte er das Kabel im Hinterkopf stecken.

„Ist das so?" Fragte Catherine Weaver in ihrer unnachahmlichen Art.

„In der Tat Miss Weaver", entgegnete er. „Die Bunkertüren der Startrampen werden auf der ganzen Welt wieder geschlossen. Nicht mal die Hälfte der Amerikanischen Raketen wurden gestartet."

„Welchen Grund sollte Skynet haben Raketenzurückzuhalten." Fragte Sarah verwirrt.

„Um später notfalls noch einmal zuschlagen zu können", sagte John unvermittelt.

„Das ist eine korrekte Annahme John", entgegnete John-Henry.

„Das bedeutet, wir müssen uns darauf konzentrieren die Raketensilos unschädlich zu machen", sagte Sarah mit Überzeugung.

„John starrte einen Moment vor sich hin. „Nein", sagte er entschlossen. Alle starrten ihn an. „Zuerst müssen wir Cameron und Riley-Sarah finden.

„John, wir......", begann Sarah, wurde aber sogleich von ihrem Sohn unterbrochen.

„Keine Diskussion Mom, solange die Beiden nicht in Sicherheit sind könnt ihr nicht mit mir rechnen", sagte er, drehte sich um und ging in Richtung der Quartiere davon.

Sarah atmete tief durch. „Das musste irgendwann so kommen", sagte sie leise.

Katherine Weaver hatte sie dennoch verstanden. „Du bist aus den falschen Gründen beunruhigt."

„Was meinst Du damit?" Fragte Sarah.

„Du hast Angst, dass John versagt, weil er Cameron liebt, weil er sich zu sehr sorgt. Du solltest besser Angst haben, dass er Cameron verliert. Das würde Alles zunichte machen, wofür wir gekämpft haben", antwortete Catherine Weaver.

Sarah dachte einen Augenblick nach. „Du meinst, ich sollte mich eher um Cameron als um John sorgen?"

„Korrekt. Du hast tief in Dir immer noch eine Abneigung gegen Cameron. Das könnte John immer noch zerstören."

Sarah dachte lange über die Worte nach. Noch Stunden später redete sie kein Wort.

Sie waren seit Stunden in dem Schutzraum. Immer wieder war Cameron zum Eingang gegangen, konnte aber immer noch keine erhöhte Radioaktivität feststellen. Die Stahltür bot noch genügend Schutz. Das würde aber nicht ewig reichen. Die Strahlung war sicherlich relativ gering, reichte aber immer noch aus, um die Menschen krank zu machen. Sie mussten so schnell wie möglich raus aus dieser unzureichenden Anlage. Das war aber ohne die Absorbermedikamente nicht zu machen.

Weitere Stunden vergingen als plötzlich ein Mann hereingelaufen kam. „Vor der Tür ist ein Mädchen!" Rief er aufgeregt.

Cameron sah auf. „NEIN!" Schrie sie. Sie sprang auf und lief mit Riley Sarah im Arm zum Eingang. „DAS IST EINE FALLE!" Schrie sie verzweifelt aber es war bereits zu spät. Einer der Männer hatte die Riegel der Panzertür bereits geöffnet.

Mit unglaublicher Gewalt wurde die Tür von Außen aufgerissen. In der Tür Stand eine glänzende Maschine.


Der Mann, der die Tür geöffnet hatte, hatte kaum Zeit sich zu erschrecken, als ihn auch schon die ersten Kugeln trafen. Während die Menschen in Panik schnell in allen Räumen verschwanden und der zweite Mann an der Tür starb, drückte Cameron Riley-Sarah einer älteren Frau in die Arme und schob diese in einen anderen Raum, als Kugeln in ihren Rücken einschlugen. Als sie sich umdrehte schlug die nächste Garbe in ihren Oberkörper ein. Die letzte Kugel aus dem Magazin traf ihr Gesicht. Sie rannte auf den T600 zu und entriss ihm die Waffe noch bevor dieser nachladen konnte. Dann griff sie die Glänzende Maschine direkt an. Trotz ihrer Überlegenheit an Schnelligkeit und Stärke schaffte es der T600 sie durch den halben Raum zu schubsen, wo sie hart gegen eine Wand prallte. Umgehend stiess sie sich wieder ab und ging ihren Gegner erneut an. Diesmal duckte sie sich unter den Armen hinweg und ergriff den Kopf des T600 von hinten. Noch bevor die Maschine nach ihr greifen konnte, hatte sie dessen Kopf mit einem beherzten Ruck fast um 180 Grad gedreht, was unmittelbar zur Abschaltung des Gegners führte.

Cameron stand Minutenlang über den Resten des Gegners. Sie versuchte sich über ihre nächsten Schritte klar zu werden. Sie wusste, sie konnte ihre Natur nicht vor den Leuten verbergen. Sie hatte einiges an Kugeln abbekommen und insbesondere die Schramme in ihrem Gesicht verrieten dass sie Kein Mensch war. Nur einen Augenblick dachte sie darüber nach zu versuchen ihre Verletzungen zu verbergen.

„Haben wir Funkkontakt?" Fragte John.

„Zu viele Interferenzen. Wir müssen noch warten. Momentan ist kein Funkverkehr möglich", antwortete Sarah.

Die Leute kamen langsam näher. Noch sahen sie im Halbdunkel nicht, dass Cameron etliche Einschusslöcher in ihrem Top hatte. Als die ersten Leute sie erreichten und auf die Maschine zu ihren Füßen starrten hob sie den Kopf, so dass die Verletzung auf ihrer Wange sichtbar wurde. Genau behielt sie die Gesichter der Leute im Auge, von denen der Erste sie nun ansah. Der Mann brauchte eine Sekunde um zu erkennen, was er sah.

„Sie ist Eine von denen!" Rief er während er Cameron anstarrte und mit dem Finger auf die Maschine am Boden deutete.

Nun sahen auch die Anderen zu ihr auf. Sie erkannten das silbrige Schimmern auf ihrer Wange und wichen zurück, während sich von hinten ein Mann durch die Menge wühlte.

Er sah zu erst kurz auf die Maschine am Boden, dann zu Cameron. Er hob die Waffe leicht an, die er in der Hand hielt. Cameron legte den Kopf leicht auf die Seite und beobachtete die Waffe. Der Mann in der Uniform des Universitäts-Wachpersonals hob zwar die Waffe, zielte damit aber noch nicht auf Cameron. „Das wahr, sind Sie wie der da?" Fragte er Cameron.

Cameron sah ihn an. „Ja und nein", antwortete sie.

„Was soll das heißen?" Fragte er ärgerlich.

„Nein, denn ich bin nicht ihr Feind und ja, denn ich bin kein Mensch." War ihre Antwort.

„Wer bist Du denn dann?" Fragte ein anderer Mann, der ebenfalls eine Waffe gezogen hatte.

Cameron war der Wechsel der Anrede nicht entgangen und sah den Mann an. „Ich gehöre dem Widerstand an."

Welchem Widerstand und gegen wen?" Nun war es wieder der Campus-Polizist der fragte.

Cameron zeigte auf den T600 am Boden. „Gegen ihn und seinen Herren".

„Wer ist sein Herr?" Fragte eine Frauenstimme aus der zweiten Reihe.

„Sein Herr heißt Skynet, ist ein Computerprogramm, das die Menschen ausrotten will. Er war es auch, der die Raketen auf der ganzen Welt gestartet hat. Entgegnete Cameron auf den Zwischenruf.

Nun entbrannte eine heftige Diskussion, was geschehen sollte. Außerdem brachten mehrere Leute zum Ausdruck, dass sie Camerons Aussage nicht glaubten. Die Meisten glaubten, dass es die Russen gewesen seien. Außerdem hatte sich eine Gruppe Männer hinter die Anwesenden zurückgezogen um zu beraten. Geschlossen traten sie nun vor, hoben gleichzeitig ihre Waffen und zielten auf Cameron.


Von hinten wurde die Menge plötzlich unruhig. Irgendetwas schien die Leute zur Seite zu drängen. Cameron sah nur immer wieder Leute zur Seite stolpern. Schließlich tauchte Riley-Sarah zwischen den Beinen zweier Leute auf, die sie einfach zur Seite schubste. Alle starrten das kleine Mädchen an. Fast noch ein Baby hatte sie sich alleine einen Weg durch die Leute gebahnt. Selbst Cameron stand starr vor Schock. Ihre Tochter, die noch kein Wort gesprochen hatte und meist getragen werden wollte lief mit leicht unsicheren Schritten auf sie zu, nachdem sie eine ganze Reihe Leute einfach zur Seite gedrängt hatte. Cameron war nicht in der Lage ihr Erstaunen zu verbergen. Ihre Kleine schien Kräfte zu entwickeln, die sie eigentlich nicht haben durfte. Vor dem T600 schien sie auch keine Angst zu haben. Im Gegenteil, um zu Cameron zu gelangen kletterte sie auf den Rücken der Maschine und streckte dann Cameron die Arme entgegen.

Cameron schüttelte die Verwunderung ab und griff nach ihrer Tochter. Dann drehte sie sich um, um Riley Sarah gegen Geschosse zu schützen, die dann aber nicht kamen. Als sie über ihre Schulter sah, sahen sich die Männer mit den Waffen nur an und ließen diese dann langsam sinken.

Cameron ging nun mit ihrer Tochter auf dem Arm zu einer Seitenwand und lies sich an der Wand entlang zu Boden gleiten. Riley-Sarah lächelte sie an. Cameron begann ein Melodie zu summen, was nicht unbeobachtet blieb. Riley-Sarah schlief schnell ein, während Cameron die Leute beobachtete. Eine heiße Diskussion unter den Leuten entbrannte. Schließlich positionierten sich drei Männer mit Pistolen als Bewachung, während die anderen Leute sich langsam zurückzogen.

Cameron saß jetzt seit 73 Minuten am selben Fleck. Sie war es nicht mehr gewohnt so behandelt zu werden. Sie hatte den Menschen das Leben gerettet und wurde doch nur wie ein Monster behandelt. Ihr wäre es leicht gefallen ihre drei Bewacher zu überwältigen aber mit Riley-Sarah auf dem Arm.......

Die ältere Dame, der Cameron vor dem Angriff des T600 Riley-Sarah in die Arme gedrückt hatte kam um die Ecke. Eine der Wachen wollte sie aufhalten aber die resolute End-Sechzigerin schob den verblüfften Mann einfach zur Seite. Die Dame näherte sich Cameron und blieb einen Meter vor ihr stehen.

„Gehen sie nicht zu nahe an das Ding ran", sagte einer der Männer.

Cameron war bei dem Wort Ding sichtbar zusammengezuckt.

Die Dame drehte den Kopf. „Das ist doch alles Blödsinn. Ich erkenne einen guten Menschen, wenn ich ihn sehe", sagte sie nach hinten.

Der Wachtposten schüttelte nur den Kopf.

Cameron hatte den Kopf zur Seite gedreht damit die Frau nicht gleich auf das metallische schimmern in ihrer Wunde sah. „Er hat Recht", sagte sie leise, „ich bin kein Mensch."

Die Frau ging trotz ihres Alters behende vor Cameron in die Hocke. Dann streichelte sie der schlafenden Riley-Sarah kurz über den Kopf und ergriff dann Camerons Kinn. Sie drehte Camerons Kopf bis sie sich in die Augen sahen. „Was unter der Haut ist spielt keine Rolle, was dort ist....." sie legte die Hand auf Camerons Brust an der Stelle, an der beim Menschen das Herz sitzt, „....ist wichtig".

„Ich habe kein Herz, nur eine Energiezelle", entgegnete Cameron, während ihr Blick auf Riley-Sarah ruhte, deren Gesicht sie gedankenverloren streichelte.

„Es geht nicht um das Organ sondern um die Gefühle. Ich sehe doch, dass Du dieses Kind liebst auch wenn es nicht Dein Eigenes ist."

Jetzt lächelte Cameron und sah die Frau an. „Riley Sarah ist meine leibliche Tochter."

Die Frau starrte Cameron eine Weile an. „Aber......... , ich dachte Du wärst kein Mensch?"

Cameron starrte jetzt zur Eingangstür. „Ich bin ein Kybernetischer Organismus. Meine Haut und einige Organe sind menschlich aber mein Herz", sie legte die Hand auf die Brust „und mein Gehirn", sie tippte gegen ihre Schläfe, „sind nicht menschlich", sagte sie mit einem traurigen Ausdruck.

Die Frau lächelte leicht. „Wer ist denn der Vater der Kleinen, Kindchen?"

Camerons Gesicht strahlte glücklich, „sein Name ist John Connor. Er ist der Führer des Widerstandes", sagte sie mit Stolz in der Stimme.

Die Frau dachte angestrengt nach. „John Connor?" Sie kratzte sich am Kinn. „Connor...., Connor, der Name......", sie riss die Augen auf. „Sarah Connors Sohn?"


Cameron nickte erstaunt.

Die Frau lächelte nachdenklich."Ich habe von den Connors gehört. War Sarah Connor nicht eine Zeit lang in einer Anstalt?" Fragte die Frau und legte den Kopf auf die Seite.

Cameron musste ob der bekannten Geste lächeln. „Sarah wurde damals eingesperrt weil sie die Wahrheit gesagt hat.

Die Frau nickte jetzt gedankenverloren. „War da nicht Etwas von wegen Killerrobotern aus der Zukunft?"

Cameron musste wieder lächeln. „Ich stamme aus dem Jahr 2027." Erklärte sie.

Die Frau starrte sie an, als hätte sie einen Geist gesehen.

John lag gedankenverloren auf seinem Bett, Ohrhörer in den Ohren. Es war allerdings Camerons MP3 Player mit klassischer Musik. Er starrte zur Decke als Sarah plötzlich herein kam.

John nahm die Ohrhörer heraus. „John, der Funk geht wieder", sagte Sarah. John sprang auf und rannte an Sarah vorbei zur Zentrale.

„Gebt mir die Notfrequenz", sagte John zu dem Mann am Funkgerät. Der Mann stellte etwas an seinen Geräten und nickte John zu. John ergriff das Mikrofon. „Hier spricht John Connor, Führer des Widerstandes. Ich rufe alle Überlebenden im Raum Los Angeles. Ich suche meine Frau und meine Tochter. Sie ist 1,72 Meter groß, hat Braune Haare und braune Augen. Unsere Tochter ist 2 Jahre alt, ebenfalls braune Haare und Smaragdgrüne Augen mit einem braunen Außenring. Hat irgendjemand die beiden gesehen?"

Im Schutzraum der Uni saßen zwei Männer vor dem Funkgerät und sahen sich verstört an. Schließlich nahm einer der Beiden das Mikrofon und drückte die Sprechtaste. „Wir haben eine als Frau getarnte Maschine, die der Beschreibung entspricht."

Stille am Anderen Ende.

„Ich wiederhole......", begann der Mann.

Ich habe verstanden!"Rief John dazwischen. „Identifizieren Sie sich!"

„Mein Name ist Timothy Jensen, Ich gehöre zum Wachpersonal der Universität!" Antwortete der Mann.

Wo sind meine Frau und meine Tochter?" FragteJohn, bevor der Mann weitersprechen konnte.

„Sie steht unter Bewachung, das Mädchen ist bei ihr", sagte Timothy.

Holen Sie sie sofort ans Funkgerät!" Rief John.

„Aber......." Wollte Timothy widersprechen.

SOFORT!" Schrie John.


„ich brauche eine Zange um die Kugeln zu entfernen", sagte Cameron unvermittelt.

Die Frau brauchte einen Augenblick, bis sie die Frage begriff. Dann zuckte sie zusammen. „Kugeln?" fragte sie mit Unverständnis.

Cameron hob die schlafende Riley Sarah hoch, damit die Frau ihren Oberkörper sehen konnte.

„Mein Gott!" Stieß sie hervor." Ist es sehr schlimm?

Cameron schüttelte den Kopf. „Der Schmerz beeinträchtigt mich nicht. Mein Endoskelett ist nicht beschädigt und alles Andere wird in ein paar Tagen ohne Narben verheilt sein, wenn ich die Kugeln entfernt habe."

„Endoskelett?" Fragte die Frau interessiert.

Cameron zeigte auf den T600. „Das Traggerüst meines Körpers besteht nicht aus Knochen sondern aus einer äußerst widerstandsfähigen Metallegierung", führte Cameron weiter aus. „Das Metall....".

„Hey Du!" Unterbrach sie ein Mann von der Ecke aus. Als Cam aufblickte fuhr er fort. „Bist Du Cameron Connor?"

„Ja!" Entgegnete Cameron und nickte.

„Wir haben einen John Connor am Funkgerät", sagte der Mann.

Schnell erhob sich Cameron, was die Wachen die Waffen heben lies. Cameron zögerte.

„Lasst …..... Sie durch", sagte der Mann zögerlich.

Cameron folgte dem Mann als die Wachen die Waffen sinken ließen. Als sie sich zwischen den Männern befand zögerte sie kurz. „Eure Waffen wären für mich keine Gefahr", sagte sie ohne die Männer anzublicken.

„John bist Du das?" Fragte Cameron die Timothy Jensen das Mikro förmlich aus der Hand gerissen hatte.

Cam, Gott sei dank! Was ist passiert?" Fragte John.

„Ich konnte noch einige Menschen von der Straße in den Schutzraum der Universität bringen bevor die Raketen einschlugen. Außerdem hatte ich eine Auseinandersetzung mit einem T600", erklärte Cameron.

Bist Du verletzt?"Fragte John besorgt.

„Nur ein paar Kratzer. Riley-Sarah geht es ebenfalls gut aber ich fürchte wir haben ein anderes Problem", entgegnete Cameron.

Schieß los", sagte John.

„Ich sehe zur Zeit keinen Grund derartige Gewalt anzuwenden", sagte Cameron mit einem verwirrten Unterton in der Stimme.

Das sagt man.......", begann John, unterbrach sich aber sofort wieder.

Cameron konnte sich vorstellen, wie John gerade die Augen verdrehte und musste grinsen, was von Timothy Jensen mit Stirnrunzeln registriert wurde.

Du foppst mich doch wieder mal?" Fuhr John fort.

„Natürlich, was hast Du denn gedacht", sagte sie. „Ich habe keinen Überblick über die Anzahl der Menschen und der zur Verfügung stehenden Vorräte." Sie sah Timothy Jensen fragend an, der zuckte aber nur mit den Schultern.

„Warte, ich ermittle schnell die Daten", sprach sie ins Mikrofon und wollte den Raum drückte der älteren Dame erneut ihr Kind in die Arme, dann ging sie hinaus. Die drei Männer die sie bewacht hatten standen vor der Tür und als Cameron unvermittelt den Raum verlies, zog einer der Drei vor Schreck den Abzug durch.


Die Kugel schlug in Camerons Schulter ein. Sie blickte an sich hinunter auf die neue Verletzung und atmete tief durch. Dann fiel ihr Blick auf den Mann, der die nun zitternde Waffe hielt. „Ich hab jetzt für Soetwas keine Zeit", sagte sie und schneller als die Leute reagieren konnten hatte sie dem ängstlichen Mann die Waffe aus der Hand genommen. Vor den Augen der Anwesenden entlud sie die Waffe und dann fasste sie sowohl den Griff als auch den Lauf. Die Leute rissen starr vor Erstaunen die Augen auf, als sie die Waffe verdrehte. Mit grimmigem Ausdruck warf sie dem ängstlichen Mann die traurigen Reste zu bevor sie an den entsetzten Männern vorbeistürmte. Nacheinander öffnete sie alle Türen und erfasste blitzschnell sowohl Anzahl und geschätztes Alter der Personen so wie die Art des Inventars. Nach gut 5 Minuten kehrte sie wieder zum Funkgerät zurück. Der Funker hatte die ganze Zeit die Verbindung aufrecht gehalten.

„John?" Sprach sie ins Mikrofon, dass sie erneut einfach an sich gerissen hatte.

Ich höre Dich", klang es aus dem Lautsprecher.

„Wir sind hier insgesamt 86 Personen. Darunter drei Kinder plus Riley-Sarah, die spezieller Nahrung bedürfen aber das kann man improvisieren. Zwei der Frauen sind hochschwanger. Die Vorräte machen mir Sorgen. Kaum Wasser und die Notrationen reichen vielleicht für eine Woche. Wie sieht es mit der Strahlung aus?" Wollte Cameron wissen.

Mit den Injektionen ist die Strahlung nicht das große Problem. Die Rakete ist nahe genug eingeschlagen, um die Stadt zu verwüsten aber weit genug weg um nicht allzuviel Strahlung zu hinterlassen." Erklärte John.

„John?" Fragte Cameron nachdem er geendet hatte.

Ja Cam", kam seine Stimme sanft über die Lautsprecher.

„Wir brauchen Hilfe", sagte sie einfach.

Ich komme", sagte er einfach.„Ich hole Euch, Euch Alle", ergänzte er.

„Danke John", sagte Cameron „Ich liebe dich", fügte sie hinzu.

Sekundenlang erfolgte keine Antwort. „Ich bin unterwegs Geliebte", sagte er sanft. Dann war die Leitung tot.

Cameron hatte Tränen in den Augen, als sie bemerkte, das die Leute um sie herum sie anstarrten. Sie griff Riley-Sarah aus den Armen der netten Frau und ging schnell zurück zu ihrem Platz, wo sie sich wieder zu Boden sinken lies. Dann liefen Tränen des Glücks ihre Wangen herunter.

Die ältere Dame hatte fast atemlos dem Wortwechsel gelauscht. Besonders die letzten Worte hatten sie beeindruckt. Als sie vor 4 Jahren in Rente ging war noch Jeder auf der Suche nach den Connors und deren Komplizen. Sie selbst hatte entsprechenden Anweisungen erteilt. 'Wir hätten fast einen schrecklichen Fehler begangen', dachte Sie, dann griff sie sich eine herumliegende Zange, einen Verbandskasten und folgte Cameron.


„Darf ich?" Fragte die Frau Cameron und wies auf den Platz neben ihr.

„Natürlich", entgegnete Cameron.

„Hier, ich habe eine Zange und Verbandsmaterial", sagte die Frau lächelnd.

„Vielen Dank. Sie sind die einzige hier, die nett zu mir ist", sagte Cameron mit einem verbindlichen Lächeln. „Wären sie so lieb die kleine eine Weile zu halten?"

„Natürlich, sehr gerne sogar", entgegnete die Frau und nahm die wieder schlafende Riley Sarah entgegen.

Cameron griff an den Saum ihres Shirts, verharrte dann aber und drehte sich zur Seite bevor sie es Vorne hoch hob um die Kugeln zu entfernen.

Die Frau legte eine Hand auf ihre Schulter. „Das ist nicht nötig, Kindchen, Du brauchst dich nicht wegzudrehen.

Cameron sah über ihre Schulter in die Augen der Frau. Schließlich drehte sie sich wieder nach vorne und zog ihr Shirt aus. Dann begann sie die Kugeln zu extrahieren.

Interessiert sah die Frau zu. „Und das schmerzt nicht?" Fragte sie schließlich.

Cameron entfernte die nächste Kugel bevor sie zögernd aufsah.

„Doch, das Tut es aber ich kann den Schmerz abstellen. Leider kann ich dann aber auch eine Zeit lang keine Zärtlichkeiten fühlen aber dann müssen meine Emotionen eben ausreichen", sagte Cameron mit einem Lächeln.

„Emotionen?" Fragte die Frau erstaunt. „Ich dachte du......."

„Eine Maschine mit Emotionen. Das klingt wie ein Witz nicht wahr? Aber es ist so, ich bin etwas besonderes, dazu geschaffen zu infiltrieren um eine bestimmte Person zu töten", sagte Cameron mit einem traurigen Lächeln.

„Und wen?" Fragte die Frau neugierig.

„Meinen John", entgegnete Cameron traurig.

„Oh!" rief die Frau aus, während Cameron versuchte die ersten Kugeln in ihrem Rücken zu erreichen.

Die Frau zögerte einen Augenblick. „Warte, lass mich das machen", sagte sie und drückte der verblüfften Cameron Riley-Sarah in die Arme. Dann nahm sie Cameron die Zange aus der Hand und begann die Kugeln aus ihrem Rücken zu entfernen.

Timothy Jensen hatte mit den Leuten gesprochen. Da nicht Alle in einen Raum passten musste er dieses Gespräch mehrere Male führen aber schließlich waren fast Alle einverstanden. Nun war er auf dem Weg zu Cameron Connor, um ihr das Ergebnis der Beratung mitzuteilen. Als er um die Ecke bog wäre er fast über seine eigenen Füße gestolpert. Die Maschine nein 'Das Mädchen' korrigierte er sich, saß obenrum nur mit einem BH bekleidet auf dem Boden ihre Tochter im Arm, während die Uni-Bibliothekarin offenbar Kugeln aus ihrem Rücken holte. 'Wie kann eine 'Maschine nur so schön sein?' Fragte er sich und blickte ein wenig verlegen zu Boden.

Cameron hatte aufgeblickt als der Wachmann um die Ecke kam. Sie dachte zuerst, er wäre zu ihrer Bewachung gekommen, stellte aber fest, dass er verlegen mit dem Fuß scharrend da stand, während er sich zu Boden blickend am Hinterkopf kratzte. Seine Waffe steckte im Holster und auch sonst war Niemand zu sehen, der sie länger bedrohte.

„Uhm, wir haben uns beraten und …....." begann er, geriet aber ins stocken, als er aufblickte.

„Und", fragte Cameron nach ein paar Sekunden.

Er kratzte sich wieder am Kopf. „Du.......Sie dürfen sich ab sofort frei bewegen. Die Leute haben nichts mehr dagegen.

Die Frau hinter ihr hatte eine Hand auf Camerons Schulter gelegt und drückte freudig zu.

„Ich glaube wir bleiben beim Du, geht das in Ordnung?" fragte Cameron.

„Äh, ja natürlich, warum nicht", erwiderte er.

Einige Sekunden peinlichen Schweigens.

„Ich muss mich entschuldigen", sagte Cameron unvermittelt.

„Was? Wieso? Wofür?" Fragte er erstaunt.

„Dass ich hier so leicht bekleidet sitze. Die Kugeln müssen aber entfernt werden, damit die Verletzungen heilen.

„Ist schon in Ordnung, kein Problem", sagte er und wollte gehen, zögerte kurz als wollte er noch etwas sagen, drehte sich dann aber doch um und verschwand um die Ecke.


Die Frau hinter ihr lachte leise.

„Männer!" Sagte sie als Cameron den Kopf nach hinten drehte und sie ansah.

Cameron sah wieder auf Riley-Sarah. „John war genau so. am Anfang war es richtig leicht, ihn erröten zu lassen. Damals war er gerade 16 Jahre alt", erinnerte sich Cameron.

Die Frau lächelte. „Ich bin hier gleich fertig. Muss das nicht genäht werden?"

„Nein, Pflaster werden Genügen. Meine Haut ist darauf Programmiert ohne Vernarbung abzuheilen. Eine Naht würde das Ganze zwar beschleunigen aber in zwei Tagen sieht man ohnehin nichts mehr davon", erklärte Cameron.

„Zwei Tage?" Sagte die Frau staunend. „Das geht schnell", ergänzte sie.

„Einer der Vorteile dieses Körpers", sagte Cameron. „Trotzdem wäre ich manchmal lieber ein Mensch." Ergänzte sie betrübt. Schließlich erhob sich Cameron und half der Frau ebenfalls auf die Beine.

Riley Sarah wurde wach und krähte erfreut als sie sich in Camerons Armen wiederfand. Cameron setzte sie zu Boden und sie fing sofort an herumzutapsen, während Cameron ihr Shirt wieder anzog.

Als sich Cameron wieder Riley-Sarah zuwandte stand diese bei den Überresten des T600 und zerrte an dessen Rippen herum. Wieder einmal erstaunte die Kleine Cameron, da die kleine es tatsächlich schaffte die schwere Maschine zu bewegen, wenn auch nur minimal und nur für Camerons Augen sichtbar.

Als Cameron mit Riley-Sarah und der Frau den Funkraum erreichten diskutierten gerade einige Männer was zu tun sei.

„Ach äh, Cameron. Hast …...... Du irgendwelche Vorschläge?" Fragte Timothy Jensen zögerlich.

Cameron blickte nacheinander die Anwesenden an, darunter auch der Mann, der auf sie geschossen hatte und der nun versuchte sich hinter einem Anderen zu verstecken. „Ist meine Meinung denn gefragt?"

Einige der Anwesenden sahen betreten zu Boden.

„Natürlich", antwortete Timothy nach einem Rundblick über die Anwesenden.

Jetzt lächelte Cameron und schüttelte den Kopf. „Meinen Berechnungen zufolge müsste John Connor am Mittag hier sein. Er bringt Medikamente gegen die Strahlung, Nahrungsmittel und wird Alle in Sicherheit bringen."

Nach diesen Worten drehte sich Cameron herum und verlies den Raum ohne eine Entgegnung abzuwarten. Riley-Sarah an ihrer Hand warf noch einen Blick zurück.

Cameron wurde zwar misstrauisch betrachtet, niemand sagte aber noch etwas Negatives. Riley-Sarah näherte sich den anderen Kindern, wurde aber anstandslos akzeptiert.

Dann passierte es. Die Kinder spielten an einem alten Aktenschrank. Einer der größeren Jungen, vielleicht 5 Jahre alt kletterte an dem alten Ding hoch. Der Schrank fing an nach vorne zu kippen. Noch bevor Cameron oder einer der anderen Erwachsenen eingreifen konnte hatte sich Riley-Sarah gegen den Schrank gestemmt und hielt ihn fest, bis die Mutter des Klettermaxes ihren Sohnheruntergenommen hatte. Cameron ging zu ihrer Tochter als diese sich herumdrehte hatte die Kleine ein fast wölfisches Grinsen im Gesicht. Cameron zögerte kurz aber ihre sonst unbeholfene Kleine sprang förmlich fast einen Meter hoch in ihren Arm.

Cameron blickte ihre 2-jährige Tochter kritisch an. Auch einige der Umstehenden hatten sowohl die Aktion mit dem Schrank als auch den Sprung gesehen und starrten die Kleine an.

„Was ist blos mit Dir los?" Fragte Cameron ihre Tochter. Die aber schlang nur ihre Arme um Camerons Hals und quiekte vergnügt.

„Die Kleine ist auch etwas ganz besonderes", sagte die ältere Frau, die das Alles ebenfalls beobachtet hatte.

Cameron sah die Frau an. „Ich weiß auch nicht. Meine organischen Komponenten sind geklont, möglicherweise wurde die DNA verändert. Für mich ist das auch neu. Soetwas hat sie vorher nie gemacht."

„Erzähl mir, wie du eine Tochter haben kannst", sagte die Frau.

„Ursprünglich wusste ich nicht, dass mein Körper Eizellen produzieren kann. Erst nachdem ich stark beschädigt wurde, wurde das festgestellt. Ich kann zwar kein Kind austragen aber... mit Hilfe einer Leihmutter ging es dann." Sagte Cameron und sah der Frau ins Gesicht.

„Darf ich mehr erfahren?" Fragte die Frau.

Cameron sah sie an und lächelte. Dann erzählte sie ihre Geschichte.

Gegen 14 Uhr standen die Menschen vor einer bestimmten Wand. John hatte angekündigt, das sie durch den Tunnel auf der anderen Seite der Wand kommen würden. Plötzlich hörte man heftige Schlaggeräusche aus Richtung der Wand. Schließlich drang eine riesige silberne Klinge durch die Wand und hebelte einige Steine heraus. Dann wurde das Gesicht einer rothaarigen Frau sichtbar. Die Menschen sahen entsetzt zu, wie die Frau mit ihren armen die Wand zerstörte. Arme, die sich abwechselnd in Klingen und Hämmer verwandelten.

„Ganz ruhig", beruhigte Cameron die Menschen aber einige konnten die Furcht in ihrem Gesicht nicht verbergen. Schließlich war das Loch groß genug und die rothaarige Frau trat zur Seite. Ein Mann erschien in der Öffnung und sah sich um.

„John!" Rief Cameron und er kam auf sie zu gerannt und umarmte sie und Riley-Sarah zunächst heftig.

Dann übergangslos schob er sie von sich. „Wie konntest Du das tun, Du hättest im Bunker bleiben sollen!" rief er wütend und schüttelte sie heftig.

Dann bekam er plötzlich einen Faustschlag, der ihn zur Seite taumeln lies.


Cameron starrte zuerst auf den taumelnden John und dann auf das Mädchen in ihrem Arm, deren Faust noch immer geballt war. Riley-Sarah hatte einen wütenden Ausdruck im Gesicht, der scheinbar noch grimmiger wurde als John sich das Kinn haltend näher kam.

Der Ausdruck im Gesicht der Zweijährigen wurde bei Johns Annäherung falls überhaupt möglich noch grimmiger. „Daddy....... böse", sagte die Kleine unvermittelt und hob ihre kleine Faust.

Sowohl John als auch Cameron fielen die Kinnlade herunter ob der ersten Worte ihrer Tochter.

John brauchte lange, um sich von diesem Schock zu erholen, dann wusste er mit einem Blick auf seine Tochter aber genau, was er zu tun hatte. Sein Blick fixierte den Camerons als er sagte: „Es tut mir Leid, ich hätte Dich nicht anschreien oder schütteln dürfen."

Cameron blickte in Johns Augen, dann auf Riley-Sarah, die sie neugierig anblickte, dann wieder auf John. „Ist schon gut John, ich hätte den Bunker nicht verlassen dürfen", sagte sie entschuldigend. Cameron machte einen Schritt auf John zu und küsste ihn.

Riley Sarah kwiekte vergnügt, löste ihre Arme von Camerons Hals und schlang beide um Johns Hals. „Daddy …... lieb", sagte sie dann.

Als sie ihre Arme endlich von Johns Hals löste, sah er seiner Tochter genau in die Augen. Dann sah er Cameron an. „Ich glaube, wir müssen miteinander über das kleine Monster reden", sagte er.

Sowohl Cameron als auch Riley-Sarah hatten missbilligend das Gesicht über den Ausdruck verzogen, lächelten aber Beide wieder als John der Kleinen nun spielerisch in die Nase kniff.

Währenddessen wurden alle Leute mit Spritzen und auch Wasser versorgt.

Schließlich machte man sich abmarschbereit. Die Leute folgten den Anweisungen zögerlich, allerdings wollten sie auch nicht dableiben. Insbesondere nachdem man ihnen klar gemacht hatte, dass noch mehr der Maschinen kommen würden.

Als sie Die Tunnel am Rathaus passierten bemerkte niemand die Beiden Jungen ein Stück entfernt in einem Seitengang, die sich aus Angst vor den Geräuschen zusammengekauert hatten. „Keine angst Kyle, ich beschütze dich", sagte der größere der Beiden und drückte seinen kleinen Bruder noch fester an sich.

Im Bunker angekommen wurden den Menschen Unterkünfte zugeteilt. Alle bis auf die ältere Frau gingen zu ihren Unterkünften, um sich zu waschen und auszuruhen.

Die Frau war keine Sekunde von Camerons Seite gewichen. John hatte das zwar bemerkt aber auf einen Blick von Cameron hin hatte er nichts dazu gesagt. Erst als sie mit in die Zentrale wollte wurde er wirklich misstrauisch.

Als er gerade eine entsprechende Bemerkung machen wollte ergriff Cameron ihn am Arm. „John, sie war die Einzige die mir geholfen hat. Es geht sicherlich keine Gefahr von ihr aus."

John blickte noch einmal auf die Frau, die ihn anlächelte. „Wer sind Sie?" Fragte er.

Ich bin seit fast 4 Jahren die Uni-Bibliothekarin aber was sie sicherlich eher interessieren würde ist, dass ich James Ellison kenne", entgegnete sie.

Cameron blickte erstaunt auf die Frau.

„James Ellison?" Fragte John erstaunt.

Die Frau lachte leise. „Ich weiß, dass er irgendwann zu den Connors übergelaufen ist. Nur wusste ich nicht, dass wir eigentlich auf der selben Seite stehen, zumindest wusste ich das nicht genau."

John drehte sich zu John-Henry um, der der Unterhaltung gelauscht hatte. „John-Henry würdest Du bitte James Ellison anfunken und......"

„Bereits geschehen John, er wartet auf Antwort", unterbrach John-Henry John.

Die ältere Frau ging unaufgefordert zu John-Henry und streckte ihre Hand aus. Bevor sie jedoch mit James Ellison sprach beäugte sie John-Henry kritisch von Oben bis unten. „Sind sie nicht tot?" Fragte sie und wandte sich dem Micro zu.

John-Henry blickte verwirrt zu John und Cameron, die aber auch nichts zu sagen hatten.

„James Ellison?", sagte die Frau ins Mikrofon.

Wer spricht da?"Fragte James Ellison am anderen Ende.

„Martha Jameson", entgegnete die Frau.

Sekundenlang war Stille am anderen Ende. „Chief Director Martha Jameson?" Kam es erstaunt aus dem Lautsprecher.

„Nicht mehr Mister Ellison. Ich bin seit vier Jahren in Rente. Ich möchte aber, dass sie den Connors erklären wer ich bin, es hören Alle zu", sagte sie mit einem Blick zu Sarah Connor, die aufmerksam an einer Konsole lehnte.

James Ellison räusperte sich am anderen Ende. „Diese Frau ist Martha Jameson", begann er umständlich. „Sie ist die erste Frau gewesen, die den Titel Special Agent bekam und das unter J. Edgar Hoover. Später dann war sie zunächst Deputy Chief Director für Los Angeles, dann eine Zeit lang Director des BAU in Quantico und zuletzt war sie FBI Chief Director für ganz Kalifornien."

Sarah Sah Martha Jameson misstrauisch an. „Was wollen Sie?" Fragte sie schließlich.

Martha sah Sarah lange an. „Nichts, ich bin seit vier Jahren in Rente. Außerdem hat mir ein ganz besonderer Mensch seit gestern gezeigt, wie sehr man sich irren kann", sagte sie und blickte Cameron in die Augen.

Cameron blickt Martha verwundert an. Eine ehemalige Feindin hatte sie gerade Mensch genannt. Trotz der Millionen Toten am Vortag fühlte Cameron einen Anflug von Glück. Sie war unter Freunden und gewann täglich noch welche dazu. Es sah so aus als ob jetzt Alles gut werden könnte.

(ENDE Teil 1)

A/N

Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich eventuell die „Hackordnung" beim FBI falsch dargestellt habe aber ich wollte der Frau einen ganz besonderen Rang verleihen. Laut Wiki gibt es einen solchen Posten zwar nicht aber was solls.

Das FBI wird geleitet vom „Director" in Washington und dann unterteilt in 56 Field Offices, die nicht unbedingt mit den Bundesstaaten gleichzusetzen sind.