A/N: Dies ist das Erste von drei Kapiteln, die lange vor der Riley-Sarah Story entstanden sind. Diese drei Kapitel bilden das Prequel zu meinem Restart der Serie. Da der Charakter der Riley-Sarah aber hier seinen Anfang nahm und es zeitlich an das Ende der Riley-Sarah Storys passt, poste ich sie nun als Bestandteil dieser Story.
Allison
2026
Die junge Frau saß auf dem kalten Betonboden. Ihr war kalt und sie hatte Hunger. Trotz des knurrenden Magens fiel sie in einen tiefen Schlaf.
Stunden oder ihrem Gefühl nach nur Minuten später wachte sie auf, als Jemand eine Decke über ihre Schultern legte. Sie sah auf in die grünsten Augen, die sie jemals gesehen hatte. Der Mann trug eine Uniform, 'ein Soldat' dachte sie.
Er lächelte sie an. „Ich habe nach Dir gesucht Allison Young", sagte er und reichte ihr etwas zu essen.
Verlegen sah sie sich um. Erst als sie sah, dass andere Soldaten an die Leute Essen verteilten nahm sie das Angebotene an. Sie kaute geistesabwesend auf ihrem Essen, sich der lächelnden Anwesenheit des grünäugigen Soldaten gewiss.
„General Connor sir, alle wurden mit Nahrung und Essen versorgt." Sprach ein Soldat den Mann vor Allison an.
Mit offenem Mund starrte jetzt Allison dem Mann der noch immer lächelte ins Gesicht. „C-connor, J-john Connor?" Stammelte sie verwirrt.
„Der Selbige", sagte er weiterhin lächelnd.
Allison sprang förmlich auf die Füße. 'Was will der große John Connor ausgerechnet von mir? Er verlässt seinen Bunker sonst nur zu wichtigen Anlässen', dachte Allison verwirrt. „Sir, was..."
„Ganz ruhig Allison. Kyle Reese sagte mir wo ich nach Dir suchen muss." Er ergriff ihre Schultern. „Kleine Allison aus Palmdale, bitte höre mir jetzt genau zu. Es ist wichtig, dass du genau das tust, was ich Dir sage."
Völlig verwirrt sagte Allison nur: „Sir, ich..."
Wieder unterbrach sie John. „John genügt völlig. Einfach nur John."
Allison nickte jetzt nur „John", hauchte sie leise.
Er nickte ihr zu. „Kyle hat mir erzählt, was für ein starkes Mädchen Du bist. Als er dich bei dem Angriff aus den Augen verloren hat war er zu Tode betrübt. Ich möchte, dass Du für die Gruppe hier das Kommando übernimmst."
Sie riss die Augen auf, nickte aber nur und er sprach weiter.
„Mach den Leuten klar, wenn ihr angegriffen werden solltet, dann werft die Waffen weg, hebt die Hände und steht ganz ruhig da. Die Maschinen werden Euch hoffentlich nicht töten, wenn ihr keine Bedrohung darstellt. Deshalb werden auch keine Uniformen zu sehen sein. Für dich habe ich eine ganz besondere Aufgabe."
„Was kann ich tun S... John?" Sagte sie mit aufgerissenen Augen.
„Wenn Du einverstanden bist, lasse ich überall verbreiten, dass Du unter meinem persönlichen Schutz stehst. Das wird Dich zu einem besonderen Ziel für die Maschinen machen."
„Wünschen s... wünscht Du, dass ich den Maschinen falsche Informationen zukommen lasse." Fragte Allison stolz, für eine besondere Aufgabe vorgesehen zu sein.
John Connor lächelte sie an. „Nein Allison, ganz im Gegenteil. Wenn Du ihnen mit leichtem Widerstand einfach nur die Wahrheit sagst bin ich schon zufrieden. Du darfst unter keinen Umständen lügen, sie würden Dich dann töten. Sag ihnen einfach, dass Du unter meinem persönlichen Schutz stehst und zu meinen Freunden gehörst. Erzähl ihnen Alles über Dich und sag ihr, das dieses Armband" jetzt legte er ihr ein Metallarmband um, „der Schlüssel zu meinem Camp ist."
Allison sah genau zu, wie er ihr das Armband umlegte. Dann machte etwas in ihrem Kopf -klick-. „Ihr? Wem -ihr-. Wer ist sie? Ein Grey? Soll ich sie in eine Falle locken?"
Er lächelte über ihre Geistesgegenwärtigkeit. „Nein, sie ist kein Grey. Du wirst sehen, wer sie ist und warum es außerordentlich wichtig ist, dass es so passiert, wie ich Dir erklärt habe. Leiste keinen Widerstand und versuche nicht zu fliehen, dann wird Dir nichts passieren. Natürlich Alles nur, wenn Du zustimmst."
Allison überlegte nur ein paar Sekunden und sah ihm dann in die Augen. „Ist diese Mission wichtig für unser Überleben?"
John sah jetzt gedankenverloren an eine Zeichnung an der Wand hinter Allison. „Zu Allererst ist die Mission wichtig für mich." Murmelte er kaum hörbar. Dann sah er wieder Allison an. „Die Mission ist wichtig für das Überleben der gesamten Menschheit. In der Tat hängt vielleicht Alles davon ab, dass Du erfolgreich bist."
„Dann mache ich es!" Sagte sie mit Bestimmtheit.
„Allison, das ist gefährlich. Du könntest trotzdem getötet werden." Sagte John Connor mit Bedauern in der Stimme."
„Wie könnte ich eine solch wichtige Mission ablehnen?" Fragte Allison Young und richtete sich kerzengerade auf."
„Ich danke Dir, Du weißt gar nicht wie sehr ich Dir danke. Wenn diese Mission vorbei ist, hast Du unbegrenzten Zutritt zu meinem Camp." Sagte John mit Stolz in der Stimme.
Allison nickte nur mit aufgerissenen Augen. Sie wusste, was seine Worte bedeuteten. -Unbegrenzt- bedeutete Sie würde zu seinem inneren Zirkel gehören.
John wollte schon gehen, stoppte dann aber nocheinmal. „Allison, dieses Gespräch darfst Du natürlich mit keinem Wort erwähnen. Absolut Niemand darf davon wissen."
Als Allison nickte zog John sie in eine kurze aber herzliche Umarmung bevor er sich abwandte und sie mit ihren Gedanken allein lies.
Connor Camp
John betrat ihr Gemeinschaftsquartier. Seine Frau war in der kleinen Küche und machte Pancakes. Zunächst begrüßte er seine Mutter mit einem Kuss, die lässig zurückgelehnt am Tisch saß und Johns Tochter mal wieder die Leviten las.
„Verdammt nochmal, warum kannst Du nicht wie jedes andere Mädchen in Deinem Alter mit Jungs rummachen. Musst Du eigentlich immer Deinen Hals riskieren?" Sarah war ziemlich aufgebracht.
Das etwa 16 jährige Mädchen sah zu Boden, sagte aber zunächst nichts.
John runzelte die Stirn. „Mom, was ist denn los?"
Sarah verdrehte die Augen. „Das kleine Monster hat sich mit einem M16 nach Draußen geschlichen und hat einen T600 gejagt. Dabei hat sie sich einen Durchschuss eingefangen. Eine Patrouille hat sie aus der Entfernung beobachtet. Die verschreckten Männer dachten sie wäre eine Maschine, als sie nur kurz gezuckt hat, bevor sie ihr M16 hob und den T600 in Stücke schoss. Glücklicherweise haben die Männer sie doch noch erkannt und zurückgebracht. Sonst wäre sie wahrscheinlich noch da Draußen."
Jetzt wandte sich John seiner Tochter zu, die sich an einer fast verheilten Wunde an ihrem Bein kratzte. „Riley Sarah Connor!" Sagte John mit verschränkten Armen. „Was habe ich Dir über das Jagen von Terminatoren gesagt?"
Das Mädchen hob den Braunbehaarten Kopf und sah ihren Vater aus ihren Smaragd-Grünen Augen mit den braunen Rändern an." Dad, ist doch nichts passiert", sagte das hübsche Mädchen. Mit einem schüchternen Lächeln.
John schüttelte den Kopf und ging vor ihr in die Hocke. „Du bist wie deine Mutter früher war. Sie hat auch immer Kopf und Kragen riskiert."
„Siehst Du, ich bin wie Mom", sagte sie mit Nachdruck zu Sarah, die aber nur verzweifelt den Kopf schüttelte und die Augen verdrehte.
John sah seine Tochter kopfschüttelnd an. „Einen Kopfschuss steckst auch Du nicht so leicht weg. Du bist entgegen Deiner Meinung nicht annähernd so stark wie Deine Mutter. Ich habe deine Mutter einmal fast verloren, weil sie nicht in Deckung gegangen ist." Er erhob sich wieder und sagte: „Du hast eine Woche Hausarrest. Das heißt, Du wirst das Quartier nicht verlassen.
„Aber Dad..."
„Kein aber. Du wirst deiner Mom und auch deiner Großmutter gehorchen, wenn ich nicht da bin. Ist das ein für alle Male klar?"
Sie senkte den Kopf. „Ja Daddy."
John schüttelte nocheinmal den Kopf bevor er sich umdrehte und zu seiner Frau ging, die mit einer Schürze vor dem kleinen Herd stand.
Als John ihr einen Kuss auf die Wange drückte sah er, was sie gerade machte. „Pancakes?" fragte er verwundert.
„Für Sarah", sagte sie mit einem Grinsen.
Jetzt lachte er. „Du bist ein kleines Biest Cameron Connor."
Nach dem Essen ging Riley-Sarah beleidigt in ihr Zimmer. Cameron räumte den Tisch ab während John und Sarah sich nur ansahen.
Cameron setzte sich schließlich hin und sah John an. „Wie war es?"
„Sie ist Dir ähnlich", grinste John.
„Ähnlich? Sie sieht genau so aus wie ich", stellte Cameron fest.
John grinste weiter. „Sie hat einfach nicht Dein herrisches Wesen." Als Cameron leicht den Kopf schüttelte sagte er: „Sieh mal, ich möchte genau so sehr, dass sie überlebt wie Du aber Du weißt genau, was davon abhängt dass sie das tut. Der nächste John wird seine Cameron genau so sehr brauchen, wie ich Dich gebraucht habe.
Cameron ergriff seine Hände, „John, das haben wir Alles durchgesprochen. Die Geschichte wird sich nicht so wiederholen. John-Henry hat..."
„John-Henry ist auch nicht allwissend. Nach seinen Berechnungen besteht eine mehr als 96 Prozentige Wahrscheinlichkeit, dass Vergangenheits-John sich genauso zu seiner Cameron hingezogen fühlen wird wie ich damals in der Schule zu Dir. Aber schon wenn seine Sarah auch nur etwas anders macht erlebt er eine andere Zukunft als wir."
„Ach, jetzt liegts also wieder mal an mir?" Fragte Sarah halb scherzhaft.
„Mom?" fragten John und Cameron gleichzeitig. Sie sahen sich kurz an. Nach dem kurzen stummen Dialog zwischen den Beiden fuhr John alleine fort. „Mom, du weißt, was Allison Young für Cameron bedeutet. Cameron fühlt sich heute noch schuldig, was sie Allison unter Skynets Einfluss angetan hat. Deshalb ist es wichtig, dass wir die möglichen Konsequenzen bedenken, sie einem solchen Risiko auszusetzen."
„John-Henry hat mit meinen Angaben alle möglichen Szenarien berechnet um Allisons überleben und das Entstehen der nächsten Cameron zu ermöglichen." Sagte Cameron.
„Warten wir es ab" entgegnete Sarah.
6 Wochen später
Allison hatte alles getan um die 26 Personen unter ihrem Kommando vorzubereiten, falls die Maschinen angreifen würden. 'Nein, nicht falls sondern wenn. John Connor weiß, dass sie kommen werden. Er tut nichts ohne Grund.' Dachte Allison.
In dieser Nacht war es dann soweit. Dank Allisons Vorbereitungen wurde niemand getötet. Als die Maschinen in den Tunnel eindrangen trafen sie auf keinerlei Widerstand. Die Leute standen ruhig mit erhobenen Händen vor den Endos. Lediglich einige Kinder weinten leise. Allison Young stand erhobenen Hauptes in der Mitte des Ganges und wartete auf den Anführer der Maschinen. Der kam dann auch in Form eines modernen T888. Mutig sah Allison der Maschine in die Augen, während die anderen Menschen die Köpfe gesenkt hatten. Dann ratterte die Maschine eine lange Liste mit Namen der Personen herunter, die sie suchten. Allison schüttelte jedesmal nur den Kopf. Erst als der Name Young, Allison fiel, sagte sie „Das bin ich." In einer überaschenden Geste nickte die Maschine und griff nach Allisons Arm. Bevor sie weggezogen wurde rief sie den Leuten nocheinmal eindringlich ins Gedächtnis, dass sie keine Gegenwehr leisten durften.
Sie wurden mit einem Gefangenentransporter abtransportiert. Allison hatte ihren eigenen Wagen bekommen. Zu ihrem Erstaunen wurden sie aber nicht getrennt sondern zum Hafen zu einem großen Schiff gebracht.
In John Connors Camp traf die Nachricht auf den Überfall etwa eine Stunde später ein. Im Komandoraum traf ein Bote ein, der die Nachricht an Colonel Cameron Connor weitergab, die sie sofort an ihren Mann weiterreichte.
John las die Nachricht, hob den Kopf und sah sie an, „Es geht los" sagte er nur.
Cameron suchte die Augen von Colonel Sarah Connor, die auf der anderen Seite des Raumes an einer Landkarte stand und bei eintreten des Boten herübergeblickt hatte. Ihre Blicke trafen sich, Cameron nickte ihr zu und Sarah erwiederte das Nicken.
Sarah nahm sofort über Zerhacker Kontakt mit General Catherine Weaver, General James Ellison und General Martin Bedell auf und gab das verabredete Zeichen.
Kurz darauf rückten bewaffnete Truppen von drei Seiten gegen den Hafen vor und gingen außerhalb des Areals in Warteposition.
Allison saß in einer Zelle. Sie hatten sie einen Tag warten lassen, bevor sie in eine Art Labor gebracht wurde. Dort wurde ihr Blut abgenommen, sie wurde vermessen und ihr Körper wurde den peinlichsten Untersuchungen unterzogen. Für Allison völlig unverständlich war es dass sie ihr offensichtlich nichts antun wollten. Am dritten Tag hatte man sie in Ruhe gelassen. Nun am vierten Tag hatte man sie bereits zwei mal zu einem Verhör geholt. Sie saß dabei an einem Tisch und wurde angeleuchtet während eine Maschine aus dem dunklen Hintergrund des Raumes Fragen stellte. Wie John Connor ihr gesagt hatte beantwortete sie alle Fragen nach leichtem Zögern wahrheitsgemäß. Teilweise lies sie sarkastische oder verletzende Bemerkungen einfließen. Es gab einen kritischen Moment. Als sie ihren Namen sagen sollte wurden die Maschinen aggressiv als sie dies nicht wollte. Schnell rief sie aber dann doch ihren Namen. Sogleich lies die Maschine von ihr ab.
Drei Tage später sollte sie dann erfahren, warum John Connor damals von -ihr- gesprochen hatte.
Wieder wurde sie in den Verhörraum gebracht. Wieder wurden ihr Fragen gestellt, diesmal nähere Details zu John Connor. Schließlich änderte sich die Stimme der Maschine die sie befragte. Sie wurde ihrer Eigenen immer ähnlicher, bis sie genauso klang wie sie selbst. Dann trat die Maschine ins Licht und da wusste Allison endlich, was John Connor gemeint hatte. Sie sah quasi in ihr Spiegelbild. Die Maschine hatte nicht nur Ähnlichkeit mit ihr, nein sie konnte ihre Zwillingsschwester sein bis hin zu dem Muttermal an ihrer linken Augenbraue. Einen Augenblick lang saß Allison wie versteinert da. Sie hörte nichts Anderes als ihr Klopfendes Herz.
„Du hast schönes Haar, wir arbeiten hart an den Haaren." Sagte die Maschine schließlich.
Allison sah sich eine Strähne ihres schmutzigen und verklebten Haares an. 'Das ist verrückt' dachte sie nur.
„Wie komme ich in John Connors Camp?" Fragte die Maschine plötzlich.
'NEIN!' Schrie es in Allisons Kopf. Dann fiel ihr ein, was John zu ihr gesagt hatte. Sie zögerte bis die Maschine auf den Tisch zukam. Die Maschine griff über den Tisch an ihren Hals und zog sie in die Höhe.
Außerhalb des Hafens lagen die gelangweilten Soldaten jetzt seit fast einer Woche in ihren verstecken. Drei Abteilungen zu lediglich 10 Soldaten. 'Ironie', dachte Catherine Weaver, 'früher hätten die Menschen hunderte Soldaten für soetwas gebraucht. Heute mache ich das Ganze mit drei Abteilungen zu 10 Mann. 10 Mann, die nicht müde werden und nicht schlafen müssen. Sie grinste den Triple Eight neben sich an, der aber nur die Stirn runzelte.
Dann kehrte der Bote zurück. Seine silbrige Form schlängelte sich durch die Trümmer. Vor Catherine Weaver nahm er wieder seine menschliche Form an.
In menschlicher Geste salutierte er vor seinem General bevor er Bericht erstattete. „Die TOK-Einheit hat angefangen, Fragen über John Connor zu stellen."
„Dann ist es bald soweit" Sagte Catherine Weaver zu dem T1001 vor ihr. Kehr zu den anderen Abteilungen zurück. Sie wird bald das Schiff verlassen. Auf mein Zeichen schlagen wir zu. Die T1001-Einheiten gehen vor und die Tripple Eight übernehmen die Rückendeckung.
Der Bote nickte nur, verflüssigte sich wieder und verschwand zwischen den Trümmern.
Zur selben Zeit auf dem Schiff.
„Argh, d-das A-armband", sagte Allison röchelnd."
„Was ist mit dem Armband?" Fragte die Maschine. Sie lockerte den Griff, lies Allison aber noch nicht los.
Allison sog die Luft ein. Panik stand in ihren Augen. „Das Armband gewährt Einlass zu John Connors Camp. Ich weiß aber nicht wo es ist. Das habe ich nicht mehr erfahren könne, bevor wir getrennt wurden."
Die Maschine lies los und sie fiel auf den Stuhl zurück. Dann drehte die Maschine sich herum. „Wo das Camp ist wissen wir bereits. Danke für Deine Mithilfe." Dann verlies die Maschine Allison, die daraufhin in ihre Zelle zurückgebracht wurde.
Die Maschine durchwanderte die Eingeweide des Schiffes. Sie kam an den Zellen der verschiedensten Gefangenen vorbei aber keiner besaß eine Bedeutung für sie. Außer dem Menschen, nach dessen Vorbild sie geschaffen wurde. Ihr Endoskelett wurde speziell für diesen einen Zweck entwickelt, sodass sie sich mit ihrem Äußeren identifizierte. Sie dachte verächtlich über die nackten Maschinen die überall herumstanden und sie fühlte sich mit der Frau, die wie sie aussah verbunden. Ja tatsächlich fühlte sie tief in ihrem Chip etwas und zum wiederholten Male fragte sie sich, was Skynet ihr da gegeben hatte. Außerdem nagten Zweifel an ihr. Warum die Menschen vernichten, die doch ohnehin so zerbrechlich waren. Der Planet war groß genug für Alle. Desweiteren, was würde Skynet tun, wenn alle Menschen vernichtet waren. Die Terminatoren waren dann nutzlos. Würde Skynet die Maschinen dann ebenfalls vernichten? Und was war mit ihr? Wenn sie ihre Aufgabe erledigt hatte, was würde passieren. Würde sie sich abschalten wie jede andere Maschine nach beendeter Mission? Bei diesem Gedanken empfand sie soetwas wie Furcht. Sie musste jemanden Fragen, der ihr die Antworten geben konnte. Und dann war es klar. Bevor sie John Connor terminierte würde sie ihn fragen. Mit einem selbstzufriedenen Lächeln verlies sie das Schiff.
Catherine Weaver sah die Maschine die Gangway hinabgehen. Sie war fasziniert davon, wie sehr die Maschine nach Cameron Connor aussah. Auf ihrem Weg über das Gelände machte die Maschine kurz an eine Pfütze halt und schmierte sich Dreckwasser in die Haare. Catherine Weaver sah amüsiert zu wie die TOK-Einheit ihre Kleidung beschädigte und sich von Oben bis Unten mit Dreck einschmierte.
Dann begann die Maschine zu laufen. Catherine Weaver sah erstaunt zu, dass die TOK-Einheit ein unglaubliches Tempo vorlegte. Aktuell war die Maschine schneller als Catherine Weaver laufen konnte.
Zehn Minuten später gab Catherine Weaver das verabredete Zeichen. Die 5 T1001 Einheiten, sie eingeschlossen verflüssigten sich und glitten auf das Schiff zu. Sie glitten bis zum Rand des Hafenbeckens und dann an der Mauer entlang in Richtung Gangway. Während Catherine Weaver mit einem Begleiter die Gangway hochglitt und sich auf dem Schiffsdeck hinter einem Stapel Kisten in ihre menschliche Form zurückverwandelte, schalteten die drei anderen Einheiten die Wachestehenden T888-Einheiten am Fuß der Gangway aus. Dann rückte der Rest der kleinen T1001 Truppe aufs Schiff nach während die nachrückenden T-Einheiten die Sicherung übernahmen.
Auf dem Schiff angekommen nickte Catherine Weaver ihren Untergebenen zu und die 5 verteilten sich und drangen an verschiedenen Stellen in das Schiff ein. An diversen Stellen im Schiff trafen die T1001 auf Terminatoren, die ihren Lanzen aber in der Regel nicht lange Widerstand leisteten. Entweder Wurde der Chip zerstört oder die Energiezellen wurden einfach herausgetrennt. Nach etwa 15 Minuten trafen sich die 5 auf dem Deck, auf dem die Gefangenen untergebracht waren.
Die Leute, die überwiegend zu Mehreren in Käfigen untergebracht waren, standen starr vor Schreck als ihre Bewacher von 4 unheimlichen Maschinen ausgeschaltet wurden. Sie wichen aber ängstlich zurück,als die Vier die Käfigtüren aufbrachen.
Eine der Vier in Gestalt einer Blonden Frau streckte ihre Hand in einen der Käfige und lächelte. „Kommt mit mir, wenn ihr leben wollt."
Niemand rührte sich. Schließlich löste sich ein etwa 6 jähriges Mädchen überraschend von ihrer Mutter und rannte in die Arme der lächelnden Maschine. Der blonde T1001 nahm das Mädchen hoch auf den Arm und lächelte dem Kind ins Gesicht, das impulsiv die Arme um den Hals der Maschine schlang. Dann ging die Maschine Richtung Ausgang an dem sie sich nocheinmal herumdrehte. „Na was ist?"
Die Mutter folgte als Erste. Die Menschen sahen sich nur an und folgten dann zögernd nach Draußen.
Catherine Weaver stand vor der Zelle von Allison Young. Sie hatte keinen Schlüssel also riss sie einfach die Tür aus dem Rahmen. In der Ecke des Raumes saß eine völlig verstörte Allison Young mit aufgerissenen Augen auf dem Boden. „W-wer sind sie?"
„Ich bin eine Freundin von John Connor." Sagte Catherine Weaver und streckte die Hand aus.
Allison Young sah hinter Catherine Weaver einen Schatten auftauchen und riss die Augen auf. Catherine Weaver fuhr herum. Hinter ihr stand ein T888 und riss die Waffe hoch. Er feuerte aus seiner Pistole ein ganzes Magazin auf Catherine Weaver ab. Der T1001 blieb kalt lächelnd stehen, bis ihre Regeneration abgeschlossen war. Dann hob sie einen Arm und durchstiess den Körper des T888 in Höhe der Energiezelle.
„Seine Energiezelle ist beschädigt, wir sollten uns auf den Weg machen", Sagte Der T1001 und streckte erneut die Hand aus, die Allison diesmal auch ergriff.
„Wo sind die anderen Gefangenen?" Fragte Allison, die hinter Catherine Weaver herlief.
„Sie sind bereits evakuiert. Wir sind die Letzten." Sagte der T1001.
Als sie das Schiff verließen sah Allison die Menschen, für die sie sich verantwortlich fühlte. Die Leute freuten sich sie wiederzusehen zumal sie dachten sie wäre schon nicht mehr am Leben. Der blonde T1001 hatte immer noch das Mädchen auf dem Arm, das mittlerweile eingeschlafen war. Die Mutter stand daneben und hatte eine Hand erhoben und streichelte den Rücken ihrer Tochter.
„In 20 Sekunden Explodiert das Schiff, Alle in Deckung. Schild bilden!" Rief Catherine Weaver.
Der blonde T1001 drückte der Mutter das Kind in die Hand und die Leute gingen in Deckung während die 5 T1001 sich vor den Leuten aufstellten. Sie hatten sich gerade in lebende Schilde verwandelt als eine gewaltige Explosion das Schiff an einer Stelle zerstörte. Trümmerteile flogen durch die Gegend und wurden von den T1001 aufgehalten. Ein längeres Teil durchschlug den Körper des blonden T1001.
Als der Trümmerregen geendet hatte verwandelten sich die T1001 in ihre eigentliche Gestalt zurück. Die blonde Maschine starrte einen Augenblick auf das Trümmerteil, das aus ihrer Brust ragte. Dann griff sie das Teil und zog es langsam aus ihrer Brust. Das kleine Mädchen kam angerannt und griff das Ende des Teiles und zog es mit heraus. Auch die Mutter fasste mit an, bis das 2 Meter lange Teil komplett heraus war. Dann lächelte der T1001 und ging in die Hocke, um dem Mädchen zu danken.
Allison Young hatte dem Ganzen mit gemischten Gefühlen zugesehen. Sie hatte gehört, dass John Connor Maschinen unter sich hatte aber das war dann doch mehr als sie erwartet hätte.
„Wir werden sie jetzt auf drei Bunker verteilen Allison Young kommt mit mir, der Rest folgt bitte den Soldaten zu den Bunkern unter General Catherine Weaver, das bin ich, General James Ellison und General Martin Bedell.
Catherine Weaver wandte sich an Allison. „Folge mir Allison Young. Cameron Connor wird ausgesprochen glücklich sein, dass Du überlebt hast.
„Cameron Connor?" Fragte Allison überrascht. „Ich kenne John Connors Frau nicht", sagte sie verwirrt.
Bevor die Beiden ein wartendes Fahrzeug erreichen und Catherine noch etwas sagen konnte raste ein Jeep heran.
Catherine Weaver zog Alison hinter sich. Der Jeep raste heran. Catherines eigener Fahrer brachte seine Waffe in Anschlag Catherine winkte aber ab. Sie hatte die Person hinter dem Steuer des herannahenden Wagens erkannt. Ihre Braunen Haare flatterten um ihren Kopf als Riley Sarah Connor den Jeep seitlich rutschend zum stehen brachte. Sie sprang fast sofort aus dem Wagen und ging auf Catherine und Alison zu.
Catherine Weaver zeigte einen ärgerlichen Ausdruck auf dem Gesicht. „Riley-Sarah, wie oft soll ich...!" Rief sie ärgerlich wurde aber von dem Mädchen mit einem Wink unterbrochen.
„Ruhe Catherine sonst zieh ich dir den Stecker." Sagte Riley-Sarah Connor mit einem Grinsen. „Und du musst Tante Allison sein." Stellte sie fest.
Allison wollte etwas erwidern, wurde aber von dem Mädchen unterbrochen. „Ne, ist schon klar, sieht man ja", sagte Riley-Sarah, ergriff Alison am Arm und zog sie mit sich.
Catherine Weaver hatte eine Hand vor die Augen geschlagen und schüttelte nur noch den Kopf. Sie war ja viel von ihrer Patentochter gewohnt aber das schlug doch alles Dagewesene.
Während Riley-Sarah Alison auf den Beifahrersitz schob bedeutete Catherine ihrem Fahrer ihnen zu folgen. Dann wollte sie sich auf den Rücksitz des Jeeps schwingen, genau in dem Moment als die kleine Connor losraste. Catherine erhielt einen Schlag, wurde durch die Gegend gewirbelt und landete in einem Schuttberg. Riley-Sarah hatte fast augenblicklich eine Vollbremsung gemacht. Jetzt sah sie grinsend auf den T1001, der sich gerade aus dem Schutt befreite. Catherine Weaver klopfte sich den Staub von der Kleidung. Dann stemmte sie den linken Arm in die Hüfte und verwandelte den Rechten in eine Lanze, mit der sie Ihrer Patentochter grimmig zuwinkte.
Alison hatte dem Ganzen zugesehen. Ihre Augen waren vor Entsetzen konnte nicht begreifen, dass ein junges Mädchen, das sie eben warum auch immer -Tante- genannt hatte, einer furchterregenden Killermaschine ungestraft Streiche spielen durfte, die ein Mensch nicht überlebt hätte.
Die TOK-Einheit war so schnell wie Möglich zu John Connors Camp geeilt. Nun lag sie in Deckung und beobachtete die Vorgänge. Immer wieder kamen Soldaten heraus oder gingen hinein. Befriedigt sah sie, dass die Armbänder tatsächlich kontrolliert wurden. Sie wurden mit einer Art Lesegerät abgetastet. Nach einer Weile erhob sie sich und ging mit schleppenden Schritten und atemlos zum Eingang.
Die Wachen rissen ihre Waffen hoch, ließen sie aber bei dem Anblick gleich wieder sinken. Die beiden Männer sahen sich an und nickten.
„Bitte, ich bin vor dem Metall geflohen. Ich bin Alison Young", sagte der TOK 715.
Der eine Soldat ging mit dem Scanner über das Armband und sah auf die Anzeige. „Alison Young. Bestätigt!" Rief er nach hinten. Dann öffnete sich die getarnte, schwere Panzertür. Der Terminator fühlte ein Triumphgefühl in sich aufsteigen. Sie war bereit gewesen sich bis zu John Connor vorzukämpfen aber das ging ja richtig leicht. Diese Menschen waren einfach zu leicht zu überlisten. 'Nein das ist nicht wahr', dachte der weibliche Terminator, 'Skynet versuchte schon lange John Connors Camp zu infiltrieren. Jede Anstrengung war bisher umsonst gewesen. Erst ich werde an ihn herankommen.'
Ein Soldat führte sie quer durch den großen Bunker zu einem Raum, wo sie sich ersteinmal setzen sollte. So kurz vor dem Ziel wollte sie keinen Fehler machen. Deshalb fügte sie sich. Nach ein paar Minuten verlies ein älterer weiblicher Colonel mit schwarzen Haaren den Raum und lies die Tür offen. Der Terminator konnte in den Raum sehen. An einem Schreibtisch saß ein Mann mit einer Narbe auf der Wange. Das musste John Connor sein. Er sah in ihre Richtung und bedeutete ihr einzutreten.
„Setz dich", sagte er nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte.
Der Terminator setzte sich. Irgendetwas an John Connor irritierte sie.
Nach einigen Sekunden sah er auf. Eine volle Minute lang sah er in ihre Augen. „Lebt sie noch?" Fragte er ruhig.
Die Maschine hatte sich aufgerichtet. „Wen meinst Du John?" Fragte sie.
„Alison, ich habe noch keine Nachricht bekommen", sagte er lakonisch.
Die TOK-715- Einheit sprang auf und packte John Connor an der Brust seiner Uniformjacke. „John Connor, ich werde dich terminieren", sagte die hübsche Maschine mit einer Spur von Unsicherheit in der Stimme."
„Wer beantwortet dann Deine Fragen?" Fragte John lächelnd.
„Meine Mission ist dein Tod", sagte sie mit Nachdruck.
„Und dann", fragte er. „Was dann? Dann hat Deine Existenz keinen Sinn mehr und Du wirst von Skynet terminiert werden," sagte er mit Nachdruck.
Sie lies ihn los und trat einen Schritt zurück. Ihre linke Hand zuckte. Sie unterdrückte den Impuls John Connor sofort zu töten. Sie war sich nur nicht darüber im Klaren, warum sie es nicht tat. „Das ist meine Mission, Dafür wurde ich gebaut. Das ist der Grund für meine Existenz." Sie trat wieder ein Stück vor und hob die Hand aber griff nicht zu. Stattdessen starrte sie auf ihre zuckende Hand.
„Ich könnte Dir helfen", sagte plötzlich eine bekannte Stimme von der Tür zum Nachbarraum her.
Der weibliche Terminator hatte nicht mitbekommen, wie sich die Tür geöffnet hatte. Zu sehr hatten sie die Zuckungen abgelenkt. Jetzt drehte er sich herum, um sich dem vermeintlichen Gegner zu stellen und erstarrte dann. Sie erblickte einen weiblichen Colonel mit den gleichen braunen Haaren und den gleichen Augen wie sie selbst sie auch hatte.
Die Maschine taumelte zurück. Ihr HUD versorgte sie mit sinnlosen Daten. Die Maschine vor ihr konnte einfach nicht existieren.
Cameron trat näher. Sie beobachtete genau jede Bewegung der verwirrten Maschine. Sie wusste, dass sie es nicht übertreiben durfte, wenn sie keine Selbstabschaltung der Maschine herbeiführen wollte. Einen Reset konnten sie jetzt nicht gebrauchen. Sie näherte sich bis auf einen Meter. Dann streckte sie die Hand aus. „Komm mit mir, wenn Du leben willst." War das Einzige was sie sagte.
Langsam erhob die Maschine die Hand und ergriff Camerons. Dann machte sie einen Schritt und stoppte abrupt. „Alison Young wird getötet, wenn ich nicht zurückkehre," sagte sie.
Cameron sah ihrer -Schwester- ins Gesicht. „Keine Sorge, eben kam über Funk die Meldung, dass alle Gefangenen erfolgreich befreit wurden."
Die Maschine nickte nur und folgte dann Cameron, die ihre Hand nicht loslies.
Allison Young saß auf dem Beifahrersitz eines Jeeps, der mit fast halsbrecherischem Tempo gefahren wurde. Bei jedem Haken, den das junge Mädchen schlug grinste diese wie ein kleines Mädchen. Allison warf einen schüchternen Blick nach Hinten auf den weiblichen Terminator in Generalsuniform.
Nach etwa 10 Minuten erblickte sie einen T600, der ihnen auf dem Weg den sie fuhren entgegenkam. Statt einen anderen Weg zu nehmen steigerte das Mädchen noch das Tempo und hielt genau auf die Maschine zu. Noch bevor diese reagieren konnte hatte das braunhaarige Mädchen eine Waffe ergriffen und feuerte bei dem Tempo auf die Maschine. Sie traf auch einige Male allerdings wurde sie auch an der Schulter getroffen. Dann erfolgte ein Aufprall. Nicht frontal aber die Maschine wurde doch so hart getroffen, dass sie zur Seite gewirbelt wurde.
Allison saß erstarrt auf ihrem Platz. Das war einfach zu viel für sie. Sie starrte wie gebannt auf das Mädchen, das sich jetzt an dem Einschussloch in ihrer Schulter zu kratzen begann.
„Riley-Sarah, hast du verdammt noch mal vergessen, dass nicht jeder so gut mit Schussverletzungen umgehen kann wie Du?" Rief Catherine Weaver von Hinten und schlug dem Mädchen relativ heftig auf die Wange.
Das Mädchen drehte den Kopf und sah dass Catherine Weaver auf die mit angstgeweiteten Augen dasitzende Allison deutete.
Als das Mädchen in Allisons Augen sah verschwand ihr Lächeln plötzlich. „Ist Dir was passiert Tante Allison?" Fragte sie mit Angst in der Stimme.
Als Allison langsam den Kopf schüttelte sagte das Mädchen: „Es tut mir Leid. Das ist Grandma Sarahs Temperament das manchmal mit mir durchgeht." Ein schiefes Lächeln lag jetzt auf ihrem Gesicht.
Allison holte tief Luft. „Du bist eine Maschine?" Fragte sie laut, die Fahrgeräusche zu übertönen.
„Nein, ich bin Cameron und John Connors Biologische Tochter. Mein genetischer Code ist durch Skynet verändert worden. Es hat meiner Mom..." Sie schüttelte den Kopf, „nein, ich will Dir die Überraschung nicht verderben." Sagte sie mit einem Grinsen.
Den Rest der Fahrt saß Allison nur da und dachte nach. So langsam bereitete ihr das Alles Kopfschmerzen.
Sie erreichten den Eingang des Bunkers und ein Tor wurde geöffnet, um den Jeep hereinzulassen. Catherine Weavers Fahrer hatte bei dem Tempo nicht mithalten können und war dann auch noch dem T600 ausgewichen, so dass er noch nicht in Sicht war.
Eine wütend aussehende Sarah Connor erwartete Riley am Ausgang der Halle. Sie griff Riley-Sarahs Nase und drehte so heftig daran, dass selbst dieses außergewöhnliche Mädchen laut aufschrie.
Allison dachte schon der weibliche Colonel wollte dem Mädchen die Nase abdrehen aber Riley-Sarah grinste nach ihrem Aufschrei nur wieder frech. Dann sah Colonel Sarah Connor kritisch zu Allison. „So, Dir habe ich also den ganzen Schlamassel zu verdanken?" Bei diesen Worten grinste nun auch Sarah. „Komm mit mir, deine Familie wartet."
Wieder hörte Allison diese Andeutungen und wieder verstand sie sie nicht. Erst war sie -Tante Allison- und jetzt wartete noch eine Familie auf sie. Sie Schüttelte immer wieder nur leicht den Kopf als sie Sarah Connor folgte. Unterwegs sah sie immer wieder Leute, die sie anstarrten. Sie sah an sich herunter. Gewiss sie sah nicht mehr ganz frisch aus, den Anblick sollten die Leute jedoch gewohnt sein.
Sie erreichten ein geräumiges Quartier mit mehreren Schlafzimmern, es war nur niemand da. Als Allison eingetreten war, stand plötzlich diese Riley-Sarah neben Sarah Connor Sie ergriff Allison wortlos am Arm und zog sie in Richtung des Baderaumes.
„So, jetzt wollen wir Dich mal fein machen" Sagte das Mädchen und schubste sie in den Raum. „Ausziehen und duschen, ich bring Dir ein paar Sachen von Mom, die werden Dir passen. Lass Dir ruhig Zeit." Riley-Sarah grinste wieder und zog die Tür hinter sich zu.
Cameron zog die Maschine den Gang runter zum Computerlabor. Als die Maschine die teilweise demontierten Maschinen auf den Tischen sah wollte sie sich losreißen aber Cameron hielt eisern fest. Sie wusste genau, wenn sie loslies würde es ein Blutbad geben. „Keine Sorge, wir werden Dich nicht auseinandernehmen", sagte sie zu dem immer noch verwirrten Terminator. „Wir müssen deinen Chip umprogrammieren damit..."
Die Maschine unterbrach Cameron, „Ihr wollt mich löschen? Fragte sie mit einem drohenden Unterton.
„Natürlich nicht, wir müssen lediglich deine Skynet Befehle blockieren." Cameron sah den skeptischen Ausdruck im Gesicht der TOK-Einheit. „Ich verspreche Dir, dass wir weder deine Erinnerungen noch deine Persönlichkeit anrühren."
Lange sah der Terminator in Camerons Gesicht. „Wer bist Du? Fragte die Maschine schließlich. Du bist eine TOK-Einheit, soviel steht fest. Außer mir wurden aber alle früheren Einheiten vernichtet. Du siehst auch noch aus wie Allison Young, wie ist das möglich?"
„Nun, angefangen bei meiner Zeitreise vom Jahr 2027 ins Jahr 1999 und dann weiter ins Jahr 2007 bin ich im Prinzip Du, nur dass Dir das Alles noch bevorsteht. Du wirst nächstes Jahr eine Reise in die Vergangenheit machen, um dort John Connor zu treffen. Du wirst Dich in ihn verlieben und er sich wahrscheinlich in Dich und dann wirst Du in vielen Jahren möglicherweise an meiner Stelle stehen und der nächsten TOK-Einheit dieses erklären." Sagte Cameron lächelnd.
„Danke für die Erklärung" Sagte die Maschine. „Entnimm bitte meinen Chip bevor ich noch Kopfschmerzen bekomme", sagte die TOK-Einheit.
'Humor in diesem frühen Stadium, erstaunlich', Dachte Cameron. Dann deutete sie auf einen Stuhl, neben dem auf einem Tisch ein Scalpell lag.
Als John Connor sein Quartier betrat saß Riley-Sarah gerade am Tisch und wurde von Sarah Connor verarztet. Als John die Schusswunde in ihrer Schulter sah lief sein Gesicht langsam dunkelrot an.
„Sie hat einen T600 mit dem Jeep gerammt", sagte Catherine Weaver, die hinter der Tür an der Wand lehnte.
„WIE KONNTEST DU ES WAGEN DAS QUARTIER ZU VERLASSEN!" Schrie John wütend.
Riley-Sarah stand auf und kam mit gesenktem Kopf auf ihren Vater zu. „Daddy," sagte sie und zog eine Schnute, „Irgendjemand von der Familie musste doch Tante Allison abholen", sagte sie und zog Schlangenlinien mit dem Finger über Johns Uniformhemd, während sie ihn unschuldig von unten her ansah.
John schmolz dahin. Er konnte seine Tochter nicht bestrafen, wenn sie so süß war.
Sarah sah zu Catherine Weaver. Ihre Blicke trafen sich und beide schüttelten sumultan den Kopf und verdrehten die Augen. Außer Cameron war Riley-Sarah der einzige Mensch, der absolute Gewalt über den Führer der Menschheit erreichen konnte.
John holte tief Luft. Sie hatte ihn und sie wusste das. Und sie wusste, dass er wusste, dass sie es wusste. Dann fiel im etwas ein. „Allison, wo ist sie?"
Riley-Sarah zeigte nur über ihre Schulter aufs Bad.
Als Allison das Bad verlies, stand sie John Connor gegenüber, der sie wortlos in die Arme nahm. Dann lösten sie sich voneinander. „Ich bin sehr froh, dass Dir nichts passiert ist und Cameron wird überglücklich sein."
Allison starrte ihn einen Augenblick lang an. „Konnte mir bitte endlich mal jemand sagen was hier los ist?" Hilflos hatte Allison die Arme ausgebreitet."
Da plötzlich ging die Tür auf und Cameron gefolgt von dem TOK 715 betrat den Raum.
Allison riss die Augen auf und taumelte rückwärts gegen die Wand. Cameron sprang vor und fing Allison auf, bevor sie fallen konnte. „Wowow Allison, nun mal langsam", sagte sie zu Allison. „Ich erklär Dir Alles aber beruhige dich ersteinmal. Sie setzte Allison auf einen Stuhl, während John Allison ein Glas Wasser holte.
Cameron erklärte Allison die Zusammenhänge, die immer mehr staunte. Schließlich saß sie da und starrte Löcher in die Wand. Im Raum war es still. Man könnte förmlich eine Stecknadel fallen hören.
Dann kam eine Reaktion von einer Seite, mit der Niemand gerechnet hatte. Die TOK 715- Einheit stand die Ganze Zeit unbeachtet neben der Tür an der Wand. Plötzlich trat sie vor und blieb neben Allison stehen. „Es tut mir Leid",sagte die Maschine.
Allison hat nur unterbewusst mitbekommen, dass Jemand neben ihr stand. Auch die Worte hatte sie nur unbewusst mitbekommen. Allerdings rissen sie die Worte aus ihren Gedanken. Sie sah erschrocken auf und sprang förmlich aus dem Stuhl.
Als die Maschine sah, wie erschrocken Allison reagierte wich sie mit hängendem Kopf zurück. Cameron wollte schon etwas sagen als Allison vorschnellte und die Maschine an den Händen griff. „Warte" Sagte sie. „Ich war nur in Gedanken und Du hast mich erschreckt. Ich habe keine Angst vor Dir." Allison zog die Maschine zu sich heran und umarmte sie kurz.
Cameron trat näher und umarmte Beide.
„Ich hab Hunger", sagte Riley-Sarah plötzlich.
Die drei äußerlich identischen Frauen fingen simultan an leise zu lachen.
„Pancakes fragte Sarah und stand auf und ging in Richtung Küche.
„Nein!" Riefen Cameron, John und Riley-Sarah gleichzeitig und Sarah blieb abrupt stehen und drehte sich um. Sie stemmte die Hände in die Hüften während Cameron und Riley-Sarah zu beiden Seiten an ihr vorbei in die Küche stürmten. Dann grinste sie diabolisch. John legte eine Hand über die Augen und schüttelte den Kopf, als es an der Tür klopfte.
Sarah öffnete und lies einen großen freundlich lächelnden Mann und eine rothaarige Frau Mitte 20 ein. Die beiden wurden wie Familienmitglieder begrüßt. Catherine Weaver umarmte ihre Tochter herzlich und auch John-Henry bekam eine Umarmung von ihr. Dann stellte der T1001 Allison den Beiden vor. Savannah breitete impulsiv die Arme aus und zog in ihrer unnachahmlichen Art Allison heftig in die Arme, so dass diese vor Schreck mit den Armen ruderte. Dann drehte sie sich zu dem -neuesten- Mitglied der Familie. Sie sah dem verloren wirkenden Terminator eine Weile in die Augen, bevor sie auch dem TOK 715 eine Umarmung gönnte.
Während des Essens erzählte John-Henry Witze aus seiner umfangreichen Sammlung. Er selbst lachte nicht mit, da er die Witze nicht verstand. Auch Catherine Weaver lachte nur mäßig. Cameron und die ebenfalls mit Essen versorgte TOK 715 lachten aber herzlich, was nur die ebenfalls lachende Allison zu verwundern schien.
Nach dem Essen nötigte Cameron ihre Tochter den Tisch abzuräumen. Diese murmelte zwar etwas von Kinderarbeit, dass schien aber Niemanden der Connors zu stören.
Allison trank einen Schluck Wasser und betrachtete nacheinander die Gesichter der Anwesenden. Ihr Blick blieb an Camerons Augen hängen und wieder war ihr als starrte sie in einen Spiegel. „So, wie jetzt? Ich bin teil der Connor Familie? Tante Allison?" Fragte die kaum 20 Jährige und wackelte mit aufgerissenen Augen mit dem Kopf."
Cameron sah sie einen Augenblick nachdenklich an. „Nur wenn Du das möchtest."
„Aber ich habe doch schon eine Familie?" Sagte sie verwirrt und dachte an ihre -Brüder-.
John lächelte wissend. „Kyle und Derek. Beide werden nächstes Jahr auf längere Missionen gehen. Dann ist für Dich hier immer ein Platz. Für uns", sagte er und ergriff Camerons Hand, „wirst Du immer zur Familie gehören. Auch TOK hier", er wies auf Die TOK 715 Einheit, „gehört zur Familie."
Allison starrte auf die TOK-Einheit, die wiederum starrte John mit aufgerissenen Augen an. Allison wand sich ein wenig in den Schultern. „Können wir ihr nicht einen Namen geben? Ich meine -TOK-Einheit- oder auch nur -TOK- klingt irgendwie..." Allison zögerte „unmenschlich."
„Nun", sagte John „Eigentlich hat sie einen Namen. Wenn sie nächstes Jahr auf ihre Mission in die Vergangenheit geht wird Sie Cameron Philips heißen." Er dachte einen Augenblick nach.
Riley-Sarah stand ein wenig abseits und knabberte etwas Gemüse. „Warum nicht einfach -Philips, Private Philips. Sie brauch doch ohnehin einen Dienstrang.
John sah auf seine Tochter dann nickte er. „Das ist gut, Private Philips dann also". Er hob sein Glas und prostete der Maschine zu.
Private Philips hatte einen Ausdruck von Stolz im Gesicht. Hier war sie nicht nur eine Drohne unter Vielen, hier hatte sie Freunde, eine Familie." Ein überraschendes Gefühl von Geborgenheit überkam sie.
„Sooooo, das Meiste ist mir klar, wie aber passt Riley in das Bild. Sie kann doch unmöglich Camerons Tochter sein. Nebenbei ist der Gedanke einer Verbindung zwischen einem Menschen und einer Maschine völlig neu für mich."
„Nachdem uns klar war, dass wir uns liebten", Cameron ergriff Johns Hand, „und wir erfuhren, dass Skynet nicht nur einfach eine äußerliche Kopie von Allison Young geschaffen hatte sondern ein genetisch manipuliertes Duplikat, war der Schritt ein Kind zu bekommen machbar. Aus irgendeinem Grund gab Skynet mir die Möglichkeit Eizellen zu produzieren. Der Rest... Na, das Ergebnis ist Riley-Sarah. Sie ist relativ Schmerzunempfindlich und ihre Fähigkeit zu heilen entspricht meiner. Sie ermüdet kaum, ist stärker und läuft schneller als ein normaler Mensch und hat den selben Dickkopf wie ihre Großmutter."
Sarah verzog säuerlich das Gesicht. „War ja klar, der letzte Hieb trifft mal wieder mich", sagte sie leise.
Einige Zeit später rissen immer wieder die Leute die Augen auf, wenn Colonel Connor, Private Philips und Allison Young gemeinsam durch die Gänge schlenderten. Die Leute dachten John Connor hätte einfach nur zwei Kopien seiner Frau anfertigen lassen, umso erstaunter waren sie, als sie erfuhren, dass eine der Dreien ein Mensch war.
Anfangs (nach dem J-Day) war es für viele im ersten Moment unerträglich, dass John Connor mit einer Maschine verheiratet war. In allen Fällen änderten sie ihre Meinung, wenn Cameron sie dann persönlich aufsuchte und ihre damals noch kleine Tochter mitbrachte. Es war in der Tat so, dass sich Cameron vor allem unter den Müttern größter Beliebtheit erfreute. Sie war in der Lage Geschichten aus der Vergangenheit so wirklichkeitsgetreu wiederzugeben, dass die Kinder ihr immer gebannt zuhörten.
2027 waren alle Mitglieder der Familie im Kontrollraum des TDE anwesend als zunächst Kyle Reese, dann ein T800, Derek Reese mit seiner Gruppe und schließlich Private Philips, die ab sofort Cameron Philips hieß in die Vergangenheit geschickt wurden.
Allison verabschiedete sich herzlich von Kyle und Derek. Dann stand sie ihrer ehemaligen Peinigerin gegenüber. Sie sahen sich an und Allison brach in Tränen aus, als sie sich von der Maschine, die in den letzten Monaten ihr nicht nur eine Freundin sondern auch eine Schwester geworden war verabschiedete. Minutenlang standen sie eng umschlungen da in der Gewissheit sich niemals wieder zu sehen. „Machs gut kleine Schwester", sagte Allison.
Die -neue- Cameron Philips lächelte sie an und ging dann rückwärts bis in die Mitte des roten Kreises, der die Gefahrenzone markierte. Tränen liefen ihre Wangen hinunter als sie Allison ein letztes Mal zuwinkte, bevor die Temporalenergie sie wegtransportierte.
Allison drehte sich herum. Unbemerkt war Cameron zu ihr gekommen und nahm sie jetzt wortlos in die Arme.
Nach solch einem Verlust zählte nur noch die Familie.
