Kapitel 5

In diesem Moment schallte ein mehrstimmiger Aufschrei durch die Gänge.

"Zordon wir müssen zu ihr. Wir können sie jetzt nicht alleine lassen."

"Ihr habt recht Rangers. Ich werde euch alle rüber teleportieren. Was ist mit euch junge Rangers? Wollt ihr mit oder wollt ihr zu eurem Hotel zurück?"

Connor schaut kurz zu seinen Freunden und gab Zordon dann eine Antwort.

"Wir gehen mit, schließlich ist sie doch ein Teil der großen Rangerfamilie und Familie hält zusammen."

"Sehr weise gesprochen roter Ranger. So sei es dann. Macht euch bereit zum teleportieren und richtet Kimberly bitte aus das Dulcea und ich in den nächsten Tagen nachkommen werden."

"Das werden wir Zordon. Bis dann." konnte Trini gerade noch sagen bevor sie sich auflösten.

Sekunden später materialisierten sie sich in Kimberlys Wohnung wieder.

Tommy war sofort als er den Boden unter seinen Füßen spürte zu Kimberly geeilt und kniete neben ihr.

Vorsichtig hob er sie hoch und legte sie aufs Sofa. Er war erschrocken wie leicht Kimberly war.

"Hey Süße, Zeit zum aufstehen."

Kimberly Lider fingen an zu flattern und ganz langsam öffneten sich ihre Augen. Sie musste mehrmals blinzeln, bis sie die vor ihr kniende Person erkannte.

"Tommy?" fragte sie mit zittriger Stimme.

"Ja, ich bin es. Und die anderen sind auch alle da." er deutete auf die anderen Rangers, die sie bis dahin noch nicht bemerkt hatte.

"Aber, aber das….ihr…"

"Ganz ruhig. Es wird alles gut. Wir kriegen das hin."

Kimberly hatte gerade den Mund geöffnet um etwas zu sagen, als ein Alarm durch das Zimmer schallte. Sie riss die Augen auf und sprang förmlich vom Sofa. Leider fand ihr Kreislauf das aber nicht so toll und alles um ihr herum fing an sich zu drehen. Jason packte sie um die Hüften und wollte sie wieder aufs Sofa zurück setzen.

"Hey nicht so schnell, das macht dein Kreislauf nicht mit."

Kimberly drückte ihn weg.

"Auf meinen Kreislauf kann ich im Moment keine Rücksicht nehmen. Der Alarm ist vom Sauerstoffgerät meiner Tochter. Da muss ich jetzt hin. Da kann der Kreislauf meckern wie er will." Noch etwas schwankend ging sie zum Bettchen ihrer Kleinen.

"Hey Süße, was machst du denn für Sachen. Bist ja schon wieder ganz verschleimt. Na dann komm mal her. Dann werde ich dich erstmal absaugen, damit der dumme Schleim aus der Nase verschwindet. Sonst kriegst du ja gar keine Luft mehr."

Sie holte Shanice aus dem Bettchen und legte sie auf den Boden. Dann reckte sie sich etwas und zog einen Kasten an sich ran. Als sie ihn einschaltete dröhnte er wie ein kleiner Generator an. Sie verband den Apparat mit einem kleinen dünnen Schlauch und saugte damit den ganzen Schleim aus den Nasen- und Rachenraum von Shanice. Als sie alles raus hatte, schaltete sie das Gerät ab und hob die Kleine wieder hoch.

"So Süße jetzt ist es wieder besser." Kimberly gab ihrer Tochter einen Kuss auf die Wange. Sie drehte sich um und sah ihre Freunde an.

"Alles wieder gut."

"Ist das immer so?" fragte Aisha.

"Das ist noch harmlos. Wenn sie erkältet ist dann hören die Geräte hier gar nicht mehr auf zu piepen und der Absauger ist in Dauereinsatz."

Tommy schaute von Kim zu seiner Tochter und wieder zurück zu Kim.

"Kim du kannst dir gar nicht vorstellen wie leid mir alles tut. Ich hätte diesen Brief nicht glauben dürfen. Hätte dich anrufen müssen. Aber ich habe den leichten Weg genommen, wollte nicht am Telefon hören das du wirklich jemanden anderes gefunden hast. Kat hat dann auch noch ihren Teil dabei getan."

"Ich hatte dich angerufen, aber dein Dad meinte du wärst mit Kat Ski fahren. Ich habe dann ein paar Tage später noch mal angerufen und deine Mutter war dran. Sie war so kühl zu mir, so kannte ich sie gar nicht. Sie meinte du hättest ein Date mit Kat und ich solle nie wieder anrufen. Ab da wusste ich, das ich dich verloren habe. Das unser Kind ohne Vater aufwachsen würde. Ich habe nie wieder angerufen. Ich hatte alles verloren. Meine Mutter, meinen Freund, meine Freunde, mein Zuhause, meine Power und das alles nur weil ich nach Florida gegangen bin. Ich wünschte mir ich wäre nie gegangen." Ihr liefen inzwischen dicke Tränen übers Gesicht.

Jason ging auf seine `kleine Schwester` zu.

"Kim, wir müssen uns bei dir entschuldigen. Wir haben uns nicht gemeldet. Wir haben nicht hinterfragt warum du nicht bei den Pan Globels dabei warst. Haben uns keine Sorgen gemacht, alswir nichts mehr von dir gehört haben. Wir haben uns alle ein schönes Leben gemacht, während du hier gekämpft hast. Ich hoffe du kannst uns irgendwann verzeihen."

Kimberly schaut Jason an und umarmte ihn dann.

" Ihr habt mir gefehlt" war alles was sie sagte. Jason drückte sie noch etwas fester ans sich. Musste aber aufpassen das er Shanice die immer noch im Arm ihrer Mutter war nicht erdrückte.

"Es wird alles wieder gut, wir kriegen das hin." Tommy war an sie heran getreten und strich ihr über den Rücken.

"Darf ich?" Er schaute seine Tochter an.

Kimberly schaut ihm in die Augen und nickte dann.

Vorsichtig nahm er die Kleine aus Kimberlys Arm und bettete sie in seine eigene.

"Hey kleine Prinzessin. Ich bin dein Dad, ich weiß ich war bis jetzt nie da aber das wird anders, das verspreche ich dir. Ab jetzt werde ich mich um dich und deine Mom kümmern. Deine Mom hat sich super um dich gekümmert aber jetzt ist es an der Zeit das sich auch mal jemand um sie kümmert. Meinst du nicht auch?" Er schaute zu Kimberly. Die stand da, immer noch in Jasons Armen und hörte Tommy zu. Kleine Tränen liefen ihr übers Gesicht.

"Tommy,…ich…"

"schhhhh Beautyful. Du hast einen fantastischen Job mit ihr gemacht, hast dafür gesorgt das es ihr gut geht. Hast dich dafür fast selbst aufgegeben. Shanice kann sich keine bessere Mama wünschen un dich mir keine bessere Mama für meine Tochter. Aber ich sehe auch das du am Ende deiner Kräfte bist. Lass mich dir helfen. Ab jetzt werden wir diesen Weg zusammen gehen. Komm mit mir nach Reefside."

"Willst du das wirklich? Was ist mit Kat und deinen Kindern?"

"Stop. Kim das war alles ein ausgeklügeltes Lügenmärchen von Kat. Wir haben nie geheiratet und Kinder haben wir schon mal gar nicht. In Wahrheit habe ich Kat heute das erste Mal sein der High School gesehen. Die Bilder die du bekommen hast sind alle bearbeitete. Nichts von dem ist wahr."

Kim schaute in die Runde und alle nickten. Doch dann stockte sie und sah in die Richtung der Dinothunders. Fragend schaute sie von ihnen zu Tommy und wieder zurück.

Tommy lachte leicht auf.

"Richtig die kennst du ja noch gar nicht. Das sind die Dinothunder Power Rangers. Das bis jetzt letzte Team in unserer Rangerfamilie. Der in rot ist Connor, blau ist Ethan, weiß ist Trent und gelb ist Kira. Ich bin ihr Mentor und nebenbei auch der schwarze Ranger."

Kimberlys Augen wurden immer Größer.

"Du kannst es wohl nicht lassen. Welche Farbe kommt denn als nächstes?"

Alles fingen an zu lachen.

"Kim das haben wir ihn auch gefragt, als wir es erfahren haben?" sagte Rocky zwischen zwei Lachanfällen.

Durch das laute Lachen erschrak die kleine Shanice auf Tommys Arm und fing leicht zu weinen an.

Tommy sah zu ihr herab.

"Hey, hey, hey, kleine Lady. Es ist alles in Ordnung. Kein Grund zu weinen."

" Ich denke sie ist hungrig. Außerdem reagiert sie auf Veränderungen nicht besonders gut. Sie merkt das etwas anders ist. Sie kennt eure Stimmen nicht und jemand für sie fremdes hält sie auf den Arm. Das kann sie nicht wirklich verarbeiten." Kimberly ging zu Tommy rüber und nahm ihn Shanice ab. Etwas traurig schauter er Mutter und Tochter hinterher als sie Richtung Küche gingen. Aber noch bevor Kimberly anfangen konnte die Flasche zu machen klopfte es an ihrer Tür.

Ihr Vermieter stand davor.

"Miss Hart ich wollte ihnen nur kurz das Schreiben mit der Mieterhöhung geben. Sorgen sie bitte dafür das das Geld pünktlich da ist." Kimberly die sich das Schreiben schnell durchgelesen hatte erschrak.

"Sie wollen das 3fache von der bisherigen Miete? Wie soll ich das denn bezahlen?"

"Na das ist mir doch egal. Dann arbeiten sie halt mehr!"

"Mehr arbeiten? Ich habe schon 3 Jobs, einen weiteren bekomme ich nicht mehr unter."

"Das ist nicht mein Problem, entweder sie zahlen oder sie sind in 2 Tagen hier raus. Einen schönen guten Tag noch."

Der Vermieter ging um die nächste Ecke und war verschwunden. Man konnte nur das Klopfen an der nächsten Tür hören.

Langsam schloss Kimberly ihre Tür und ließ sich daran herunter gleiten.

"Was mach ich denn jetzt? Ich kann das nicht bezahlen. Wo soll ich denn in 2 Tagen eine andere bezahlbare Wohnung herbekommen? Und dann der Umzug wie soll ich das denn bezahlen?"

Tommy kniete sich vor ihr hin.

"Kim ich meinte das eben ernst. Ich möchte das du mit mir mit kommst. Ich lass euch nicht hier."

"Du meinst das wirklich ernst. Du willst uns bei dir haben?"

"Ich möchte nichts anderes so sehr wie dich oder besser euch in meinem Leben. Kommst du mit mir?"

"Wenn du dir wirklich sicher bist? Du musst aber wissen das Shanice nicht ist wie andere Kinder. Sie wird nie gesund werden. Es gibt so gut wie nie ruhige Nächte. Der Tagesablauf richtet sich fast ausschließlich um sie. Viele Arzttermine und Krankenhausaufenthalte wird es geben. Spontan ist mit Shanice ein Fremdwort. Bist du dir sicher das du das wirklich willst?"

"Ja Kim das will ich. Nichts lieber als das. Bis jetzt musstest du alles alleine schaffen, aber ab jetzt will ich dich zu 100 Prozent unterstützen."

"Wenn du dir wirklich sicher bist, dann würde ich gerne mitkommen."

Überglücklich nahm Tommy Kimberly in den Arm.

"Wir machen das so. Ich und die Jungs teleportieren nach Reefside. Dort werden wir alles für euch fertig machen. Die Mädels werden dir beim packen usw. helfen, oder?"

Er schaute zu seinen Freunden und seinem Team herüber.

Diese nickten alle Zustimmend.

"Und morgen holen wir euch ab."

"Ich muss aber noch zu Shanice ihren Ärzten und das alles abklären. Außerdem brauche ich auch die Berichte. Sonst wissen ihre neuen Ärzte und Therapeuten nicht was bis dato geschehen ist. Außerdem muss ich noch bei meinen Arbeitsstellen bescheid sagen"

"Mach dir keine Sorgen Kim. Das mit den Ärzten übernehme ich. Schließlich bin ich nicht umsonst Arzt." beruhigte Adam sie.

"Du bist Arzt?"

"Ja, ich habe sogar eine Zusatzausbildung in Kinderheilkunde. Von daher kann ich mich um die medizinische Versorgung von Shanice kümmern."

"Adam das wäre super."

"Na siehst du, das wäre doch schon mal geklärt. Ich werde mich jetzt mit den Jungs auf den Weg machen. Muss ich auf irgendetwas achten in Shanice ihrem Zimmer?"

"Ja es muss Platz für ihre ganzen Apparate sein. Außerdem wäre es super wenn noch eine Liege drinstehen würde. Einige Nächte sind so schlimm da kann man sich am besten gleich neben sie legen. Kein Teppich, das erschwert das Atmen nur. Es muss pflegeleicht sein, also schnell zu reinigen und nicht all zu viele Staubmagneten."

"OK dann weiß ich bescheid. Mach dir keine Sorgen, es wird alles gut werden."

Er nahm sie noch mal in den Arm. Gab ihr und Shanice einen Kuss auf die Stirn und erhob sich.

Nachdem sich auch die anderen Jungs verabschiedet hatten teleportierten sie sich nach Reefside, um alles für Kims und Shanice neuer Zukunft vorzubereiten.